KIT (Kunst im Tunnel, Düsseldorf): Programm März 2018

KIT im März 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von KIT,

herzlich laden wir Sie am Freitag, den 2. März, ab 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Meeting the Universe Halfway“ ins KIT ein. Während der Eröffnung sowie jeden 2. Sonntag im Monat wird die Performance „The Walls“ von Müge Yilmaz stattfinden.

Jeden Samstag, von 13 bis 17 Uhr freut sich das Team von KIT/meet+talk auf Sie und Ihre Fragen. Und immer sonntags, um 15 Uhr gehen wir in der öffentlichen Führung gemeinsam durch die Ausstellung.

Die nächste Gelegenheit, bei der KUNSTPAUSE dabei zu sein, ist am Mittwoch, den 7. März, um 13 Uhr. Am Sonntag, den 11. März folgt unser Angebot für Familien und Kinder mit einer Führung und dem Workshop „Möbelwerkstatt“ von 13 bis 14.30 Uhr.

Zu einem abendlichen Besuch nach regulärer Öffnungszeit lädt die Stiftung der Sparda-Bank West am Donnerstag, den 22. März, um 18 Uhr ein. Bei freiem Eintritt können Sie beim KUNST Apéro die neue Ausstellung „Meeting the Universe Halfway“ erleben und im Anschluss einen Drink in der KIT Bar genießen.

Am Mittwoch, den 28. März schaut außerdem der Treffpunkt Kunsthalle 50plus um 17 Uhr im KIT vorbei.

Viel Vergnügen und einen schönen März wünscht Ihnen

Ihr KIT-Team

P.S.: Zeitgleich zum KIT startet auch die Kunsthalle Düsseldorf am 2. März, um 20 Uhr, mit ihrer neuen Ausstellung „Welcome to the Jungle“. Das Haus öffnet dort um 19 Uhr.


Einladung zum Download

Müge Yilmaz
The Water, The Soil, The Jungle I, 2015

Jen Liu
Pink Slime Caesar Shift, 2018
Single channel 4K video
Courtesy of the Artist and Upstream Gallery, Amsterdam

Meeting the Universe Halfway3. März bis 3. Juni 2018

Eröffnung: Freitag, 2. März 2018, 19 Uhr

Mit Yeşim Akdeniz, François Dey, Jen Liu, Kubilay Mert Ural, Ceel Mogami de Haas, Christoph Westermeier, Müge Yilmaz.

Der Ausstellung „Dem Universum auf halbem Weg begegnen“ liegt ein Essay von Karen Barad (*1956) zu Grunde, in dem sich die theoretische Physikerin und feministische Theoretikerin den verschiedensten Themenfeldern der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften widmet und einen Bericht über die Welt als Ganzes liefert. Karen Barads Rahmenkonzeption ist der agentielle Realismus, in dem es um die Untrennbarkeit von Sein und Wissen geht. Sie stellt damit die wissenschaftlich-disziplinäre Unterscheidung zwischen der Erkenntnistheorie (Epistemologie) und der Lehre vom Sein (Ontologie) in Frage. Barad entwickelt auf wissenschaftlicher Basis eine neue Sprache für die Idee eines Austausches zwischen Objekten unter posthumanistischen Gesichtspunkten. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht der Mensch das Maß aller Dinge ist, sondern eine Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet.
Der Idee folgend, dass Objekte ein Eigenleben führen, kann man sie als Agenten bezeichnen, die durch Zeitebenen reisen. Während aus humanistischer Sicht der Mensch den Anfang und das Ende bestimmt, ergibt sich aus der Sicht der Objekte eine ganz andere Narration. Sie überdauern ein Menschenleben und werden von jeder Gegenwart neu definiert. Jede Gesellschaft eignet sie sich auf ihre Weise an. Aus der Sicht des Menschen kann es zu einer Verschmelzung kommen, aus der Sicht der Dinge nur zu einer vorübergehenden Okkupierung. Langfristig gesehen, lassen sich Dinge nicht dauerhaft beherrschen, da sie selber einem natürlichen Wandlungsprozess unterworfen sind. Sie sind Materie und „Materie ist kein ein für allemal bestimmtes Wesen; vielmehr ist sie Substanz in ihrem interaktiven Werden – kein Ding, sondern eine Tätigkeit, geronnenes Tätigsein.“ Doch ist der Mensch in der Lage, „geronnenes Tätigsein“ nachhaltig zu verändern. Er kann das Erscheinungsbild derartig manipulieren, dass die Objekte ihrer Identität beraubt werden und sich in neuen Realitäten zurechtfinden müssen. Für den Soziologen Siegfried Kracauer wurden beispielsweise Brücken in die Vergangenheit abgebrochen, als man 1932 Häusern auf dem Berliner Kurfürstendamm die Ornamente abschlug: „Jetzt stehen die beraubten Fassaden ohne Halt in der Zeit und sind das Sinnbild des geschichtslosen Wandels, der sich hinter ihnen vollzieht.“
Die Lehre vom Sein ist längst nicht mehr nur Inhalt wissenschaftlicher Forschung, sondern hat auf Grund ihrer Aktualität Einzug in die bildende Kunst gefunden. So setzt sich die Düsseldorfer Akademieprofessorin Yeşim Akdeniz (*1978) in ihren Arbeiten intensiv mit der Theorie der „Object Oriented Ontology“ auseinander. Die „OOO“-Lehre betont die Notwendigkeit, von der Idee der menschlichen Dominanz über das Objekt abzurücken. Sie spielt mit den Vorstellungen einer Kunst, die aus ökologischem Denken schöpft. Der Mensch wird hierbei als ein Objekt unter vielen in einer indifferenten Welt betrachtet. Die Bilder und Installationen von Yeşim Akdeniz basieren auf diesem Denkansatz.

Jen Liu (*1976) lehrt in New York und wird mit einer neuen Video-Installation und Papierarbeiten in der Ausstellung vertreten sein. Auch ihre Werke gründen auf forschungsbasierten Annahmen. Aus bestehenden sozioökonomischen und politischen Bedingungen erschafft die Künstlerin fiktive Charaktere und Erzählungen. Dieser Arbeitsansatz ist durch den Wunsch charakterisiert, kritisch auf den aktuellen Umgang mit bestehenden sozialen Problemen aufmerksam zu machen. In plakativen, übertriebenen Bildern visualisiert Liu ihre feministisch-sozialen Ansichten und findet so einen Weg, komplexe Sachverhalte ohne Vereinfachung für den Betrachter direkter und fühlbarer zu machen.
PROGRAMM:

Freitag, 2. März 2018, 19 Uhr: Eröffnung „Meeting the Universe Halfway“
Begrüßung und Einführung: Gertrud Peters
Während der Eröffnung wird die Performance „The Walls“ von Müge Yilmaz stattfinden.

Sonntag, 4. und 18. März 2018, 14-16 Uhr (jeden 2. Sonntag): Performance „The Walls“, Müge Yilmaz

Mittwoch, 7. März 2018, 13 Uhr: KUNSTPAUSE
Halbstündige Mittagsführung zu ausgewählten Arbeiten der aktuellen Ausstellung. Mit dem Eintrittsticket gibt es 20 Prozent Ermäßigung auf den Mittagstisch im Café.

Donnerstag, 22. März 2018, 18 Uhr: KUNST Apéro im KIT
Die Stiftung der Sparda-Bank West lädt um 18 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung und einem anschließenden Drink in die KIT Bar ein. Der Eintritt ist frei.
KUNST Apéro Programm 2018

Mittwoch, 28. März 2018, 17 Uhr: Treffpunkt Kunsthalle 50plus im KIT
Der Treffpunkt Kunsthalle 50plus besucht im März die aktuelle Ausstellung im KIT. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
Treffpunkt Kunsthalle 50plus

Öffentliche Führung: Jeden Sonntag, 15 Uhr: Öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung im KIT

KIT/meet+talk: Jeden Samstag, von 13 bis 17 Uhr: Das dialogische Vermittlungsprogramm. Kommen Sie mit uns ins Gespräch!

 

KINDERPROGRAMM:Das Kinderprogramm zur Ausstellung „Meeting the Universe Halfway“ ist neu erschienen und bietet zahlreiche Erlebnistage im KIT. Kommt vorbei!

Familienführung und Workshop „Möbelwerkstatt“
Sonntag, 11. März 2018, 13-14.30 Uhr
Ob Sofa, Sessel oder Stühle – inspiriert von den Objekten der KünstlerInnen erstellen wir unser eigenes Möbeluniversum und hauchen den Dingen Leben ein.
Die Teilnahme an der Familienführung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

KIT – Kunst im Tunnel
Mannesmannufer 1b
40213 Düsseldorfkit@kunsthalle-duesseldorf.de
www.kunst-im-tunnel.deKIT — Kunst im Tunnel wird gefördert durch

Partner KIT

Im Rahmen des Baker Tilly Künstler-Stipendiums

KIT bei Facebook

 

Öffnungszeiten
Di – So, Feiertage 11–18 UhrAnfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel:
Straßenbahnen: 706, 708, 709
Haltestelle: Landtag/KniebrückeEintritt
Erwachsene: 4 EUR
Ermäßigt: 3 EUR
Gruppen (ab 10 Personen): 3 EUR
Schwerbehinderte: frei
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei

Kombiticket KIT – Kunst im Tunnel und Kunsthalle Düsseldorf: 8 EUR/ermäßigt 5 EUR

Am 2. Sonntag im Monat: Familientag, Eintritt frei

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