Museum Ludwig Köln: Langer Donnerstag Juli – Dez 2014

 
 

Auch im 2. Halbjahr 2014 bietet das Museum Ludwig wieder an jedem ersten Donnerstag im Monat ein abwechslungsreiches Programm. Das Haus ist bis 22 Uhr geöffnet ab 17 Uhr kostet der Eintrit für die ständige Sammlung und alle Sonderausstellungen nur 7 Euro inkl. Programm.
Am 3. Juli gehts los mit "Im Fokus: Fotografie im Museum Ludwig".
 
Langer Donnerstag Juli - Dez 2014

 



 
Langer Donnerstag
Juli - Dez 2014

 
Do, 3. Juli 2014
Im Fokus: Fotografie im Museum Ludwig
Führung/Kurzfilme/Aktion
Mit zwei Ausstellungen nähert sich das Museum dem Thema der Fotografie. Die Ausstellung Das Museum der Fotografie: Eine Revision zeigt die Fotosammlung von Erich Stenger (1878 – 1958), der Fotos nicht als Kunst, sondern als Belege einer Technik verstand. Allerdings träumte er von einer musealen Präsentation seiner Fotos mit Rahmen und Vitrinen. Die Ausstellung untersucht, nach welchen Kriterien gesammelt wurde und wie man heute mit diesen Objekten umgeht.
Die Ausstellung Unbeugsam und ungebändigt: Dokumentarische Fotografie um 1979 schärft den Blick aus einer anderen Perspektive. Sie befragt Fotografien um 1979 hinsichtlich ihrer ästhetischen, ethischen und politischen Bezüge und Qualitäten. Die Jahre um 1979 sind geprägt durch eine Reihe gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen, wodurch die dokumentarische Funktion der Fotografie zu einer künstlerisch wichtigen Position wurde.
Kurzführungen durch die Ausstellungen um
18:30, 19:30, 20:30 (Das Museum der Fotografie: Eine Revision)
19:00, 20:00, 21:00 (Unbeugsam und ungebändigt: Dokumentarische Fotografie um 1979)
Um 20 Uhr wird die Photokina in Fernsehberichten des WDR zwischen 1966 und 2012 vorgestellt  (30 min., im Kino, in Zusammenarbeit mit dem WDR)
Im Zeitraum von 18:30-21:00h wird zu jeder halben Stunde der Daguerre-Walzer live gespielt.
Durchgehend findet eine Foto-Aktion mit Unterstützung von Pixum statt.
 
Do, 7. August 2014
Eine andere Leinwand: Künstlerfilme von Léger bis Tillmans
Film
Als in den 1920er Jahren bildende Künstler wie Fernand Léger („Ballet Mécanique“) oder Marcel Duchamp („Anémic Cinema“) das Bewegtbild für sich entdeckten, schrieben sie Filmgeschichte. Ebenso erweiterten Filmemacher wie Alain Resnais („Guernica“) die Möglichkeiten ihres Mediums im Blick auf die Kunst. Ausgehend von den Künstlern in der Sammlung des Museum Ludwig führt Daniel Kothenschulte in seinem moderierten Filmprogramm durch die Geschichte dieser fruchtbaren Wechselwirkung, darunter Werke von und mit Pablo Picasso, Andy Warhol, Bruce Conner und Wolfgang Tillmans.
 
Do, 4. September 2014
ANDREA BÜTTNER
Eröffnung / Videoscreening
Das Unbeachtete ins Licht zu rücken, darin besteht die Kunst von Andrea Büttner. Sie wird sie in einer Ausstellung zeigen, die sie für das Museum Ludwig entwickelt. Schon seit fast zehn Jahren geht die Künstlerin in ihren Videos, Holzschnitten, Fotografien und Objekten religiös und kulturell befrachteten Begriffen wie Armut, Scham und Schönheit nach. Im Museum Ludwig wird sich Büttner mit den Bildern in Immanuel Kants „Kritik der Urteilskraft“ beschäftigen.
Die Installation der Werke im Raum ist für sie ein ebenso wichtiger Akt wie die Herstellung der einzelnen Arbeiten selbst. Büttner, die die Ränder interessanter findet als die Zentren, dem Unscheinbaren zur Erscheinung verhelfen will, betont in ihren Räumen gerne die Ecken und toten Winkel. Wir haben Büttner deshalb den geräumigsten Saal des Hauses für ihre Ausstellung angeboten – denn sie besitzt die Fähigkeit, das Kleine groß und das Große klein werden zu lassen.
Im Kino zeigen wir nur am Eröffnungsabend Andrea Büttners Videofilme Little Sisters: Lunapark Ostia (2012), 42 Min., Minerva (2011), 5:39 Min. und Little Works (2007), 10:42 Min. im Loop.
19 Uhr Eröffnung der Ausstellung
20 Uhr Filme im Kino
 
Do, 2. Oktober 2014
POP AROUND THE CLOCK!
Kurzführung / Workshop / Gespräch / Musik
Schrill, laut, sexy und zugleich aber auch kritisch und subversiv: Mit der Pop Art entsteht Anfang der 1960er Jahre eine Kunstrichtung, die mit dem akademischen Kunstverständnis bricht und das Publikum in zwei Lager spaltet. Von dem einem als trivial beschimpft, löst es beim zweiten fanatische Begeisterung aus. Auch Peter und Irene Ludwig sind fasziniert und kaufen 1969 die Ausstellungssäle der documenta 4 leer, so gelangen Meilensteine der Pop Art von Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg und George Segal in die Sammlung des Museum Ludwig. Die große Show Ludwig goes Pop gibt mit ca. 150 zentralen Werken einen umfassenden Einblick in diese heiß geliebte und heiß diskutierte Kunstströmung.
Ab 18h finden im 30 Minuten Takt Kurzführungen zu ausgewählten Werkkomplexen statt, Treffpunkt: Information
Von 18:30-21:30h findet ein offener Workshop unter dem Motto statt:  "Just What Is It that Makes Today's Homes So Different, So Appealing?" ("Was ist es, das das heutige Zuhause so anders, so anziehend macht?")
Um 19h erfährt man im Kino die Restaurierungsgeschichte zu Woman with Purse von Duane Hanson. Anschließend können Fragen rund um das Thema Restaurierung an Chefrestauratorin Kathrin Kessler gestellt werden.
Ab 19h legt Christian Aberle House & Exotica auf.
 
Do, 6. November 2014
PORTRAIT OF WALLY (2012)
Film/Gespräch
19:00Uhr
Dass die Geschichte von Bildern Fragen von größtem moralischem Gewicht aufwerfen kann, wissen wir spätestens seit dem Fall Gurlitt. PORTRAIT OF WALLY erzählt eine solche Geschichte und zeigt, wie zermürbend der Streit um Raubkunst sein kann.
1912 malte Egon Schiele sein Bildnis Walburga Neuzil. Von 1920 an gehörte es der jüdischen Galeristin Lea Bondi-Jaray, 1939 wurde es ihr von den Nazis abgepresst. Viele Jahre lang stellte sie Rückgabeanträge. Vergeblich.
Eine spektakuläre Wende nahm der Fall 1997, als das Bildnis im New Yorker MoMA als Leihgabe aus Österreich gezeigt und vor Ort als Raubkunst sichergestellt wurde: ein einmaliger Vorgang im länderübergreifenden Ausstellungsbetrieb. Doch erst 2010, 41 Jahre nach Bondi-Jarays Tod, konnten ihre Erben eine außergerichtliche Einigung mit der Leopold Museum Privatstiftung in Wien erzielen.
In Andrew Sheas Dokumentation kommen alle Beteiligten zu Wort, die sich äußern wollten: Erben, Experten, Staatsanwälte, Museumsleute. Der Fall WALLY hat den Umgang mit Raubkunst verändert. Nach Sheas Film versteht man, warum.
Julia Friedrich (Museum Ludwig) führt in das Thema ein und spricht nach dem Film mit dem Provenienzforscher Willi Korte. PORTRAIT OF WALLY hat in Deutschland keinen Verleih gefunden. Der Abend bietet die seltene Gelegenheit, den Film zu sehen.
Regie: Andrew Shea Sprache: Englisch Länge: 90 Min.
 
Do, 4. Dezember 2014
kunst:dialoge bei LUDWIG GOES POP
kunst:dialoge/Lindy Hop-Party
Im letzten Monat des Jahres bietet dieser Lange Donnerstag nochmals ein ganz besonderes Abendprogramm: 
Da es auf dem Feld der Pop Art noch viel Ungeahntes zu entdecken gibt, erwartet das Team der kunst:dialoge die Besucher bis 21:00 Uhr in der Ludwig-Goes-Pop Sonderausstellung. Hier wird Kunst nicht in Führungen erklärt, sondern im spontanen Dialog erörtert und gemeinsam hinterfragt.
Ab 19 Uhr findet im Kinofoyer außerdem eine Lindy Hop- Party statt.
Ein internationaler Profitänzer und Musiker aus Stockholm (Harlem Hot Shots/ Hornsgatan Ramblers) wird dazu Swing-Jazz auflegen.
18:00 - 21:00 Uhr kunst:dialoge bei Ludwig-Goes-Pop
19:30 - 21:30 Lindy Hop- Party im Kinofoyer
 
Der Lange Donnerstag wird gefördert von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
 
 
 
 
 

 

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