PHOTOPOPUPFAIR Düsseldorf #4 (2017): Mehr POPUP als ART


PHOTOPOPUPFAIR Düsseldorf #4 (2017)
- Mehr POPUP als ART



In einer eher kurz angebundenen Pressekonferenz erklärt WOLFGANG SOHN, Initiator und Creative Director der 4. PHOTOPOPUPFAIR, dass man sich von den vergleichsweise zahlreichen, bereits in Düsseldorf existierenden und etablierten Fotoveranstaltungen, z. B. dem jährlich ebenfalls stattfindenden Fotoweekend, mit einem sich immer wieder verändernden Eventformat, etwa dem Artdinner, durchaus abgrenzen könne, indem man durch die Kombination von “Kunst schauen“ mit anderen Tätigkeiten, wie eben z. B. dem Essen von Gourmetküche, eine neue Klientel an die Kunst heranführen könne. Auch wenn die Veranstalter auf eine hohe Besucherzahl bei den vorangegangen Auflagen dieses Events verweisen, klingt die vorgetragene Daseinsberechtigung der PHOTOPOPUPFAIR doch eher gezwungen und konstruiert. Was soll man auch schon sagen als Veranstalter eines weiteren Fotoevents in Düsseldorf.

Wer mit entsprechend - vom künstlerischen Standpunkt her - reduzierten Erwartungen die Ausstellungsfläche in der 3. Etage des Stilwerks in der Grünstraße nahe der Düsseldorfer Königsallee besucht und z. B. Dekorationsfotografie (Preisspanne: 200 bis 15.000 EUR) erwerben oder nur schauen möchte, z. B. im Anschluss an eine Shopping-Tour, der kann dies gerne tun. Allerdings für jemanden, der sich für Kunstfotografie interessiert und diesbezüglich bereits viele Ausstellungen besucht hat, bietet diese Fair nichts Neues oder gar Überraschendes. Die PHOTOPOPUPFAIR ist vom künstlerischen Standpunkt her eine Zusammenwürfelung von Beliebigkeiten ohne ein erkennbares Kuratoriumskonzept. Da geht es von Baumrindenstrukturen über Architektur und eher touristisch anmutenden, auf Hochglanz getrimmte Fotografien aus Kuba bis hin zu - welche Überraschung - Erotik. Aber dafür ist es halt auch eine Messe (im Kleinformat) und eben Popup und keine Kunstausstellung im Museum.

Künstlerisch herausheben möchte ich dennoch die eher an den Rand der Ausstellungsfläche gedrängten Arbeiten des argentinischen, in Deutschland lebenden Fotografen FABIO BORQUEZ, dessen Fotografien ebenso spannend sind wie

FABIO BORQUEZ (Foto © Sven Blatt)

seine private Lebensgeschichte, die ihn über die Arbeit als Architekt in Argentinien über viele Reisen zur Fotografie und schließlich zum privaten Familienglück in Deutschland führte.

FABIO BORQUEZ (Foto © Sven Blatt)

Darüber hinaus erwähnen möchte ich noch die Arbeiten von MANFRED VOGELSÄNGER, die sich durch ihren malerischen Umgang mit der Fotografie

MANFRED VOGELSÄNGER "At Tiffany" (Foto: © Sven Blatt)

ebenfalls von den restlichen Ausstellern abheben sowie die Arbeiten des Malers(!) ALEXANDRE MOLIERA, die natürlich per se malerischer Natur sind.

ALEXANDRE MOLIERA (Foto: © Sven Blatt)



Dauer der Ausstellungsmesse: 10 – 19. November 2017
Veranstaltungsort: stilwerk Düsseldorf, Grünstr. 15
Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10 – 19 Uhr, Sa. 10 – 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.




























Und hier die Kritik eines tierischen Beobachters:

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