K20: „Otto Dix – Der böse Blick“

„Otto Dix – Der böse Blick“

Ausstellung in der K20 Kunstsammlung Düsseldorf bis 14. Mai 2017

Schön inszenierte Dix-Schau – einen Blick riskieren, lohnt sich!

Otto Dix, 1919, Fotograf unbekannt, Otto Dix Stiftung © Kunstsammlung NRW

Von Meike Lotz

Anders als die Dix-Ausstellungen im vergangenen Jahr zu seinem 125. Geburtstag, beleuchtet die Düsseldorfer Ausstellung im K20 vorwiegend die Zeit zwischen 1922 bis 1925. Diese drei Jahre verbrachte Otto Dix nämlich in Düsseldorf – und fand nicht nur seine große Liebe Martha, seine spätere Ehefrau hier, sondern konnte auch beruflich einiges erreichen. Im Oktober 1921 kam er mittellos aus Dresden, wo er es nicht einmal zu einer Einzelausstellung geschafft hatte. Im Rheinland, speziell von der ermutigenden Düsseldorfer Kunst-und Galerieszene der Goldenden 20er Jahre, erhoffte er sich eine materielle Sicherung durch Aufträge und Ausstellungsmöglichkeiten. Und tatsächlich Düsseldorf brachte ihm neben dem privaten auch das berufliche Glück. Dix erhielt hier die Freiheit sich künstlerische weiterzuentwickeln – und veränderte seine kubistische und expressive Formensprache hin zu seinem der Neuen Sachlichkeit zugewandten unverkennbaren Porträtstil. Mit bösem Blick malte er seine Zeitgenossen und diese standen reihenweise an, um sich genau in dieser direkten Art porträtieren zu lassen. Dix selbst verstand sich dabei als Realist „ich muss alles mit eigenen Augen sehen, um dann zu bestätigen: so ist das gewesen und nicht anders.“ Seine Vorstellung, dass das „Außen“ Ausdruck des „Inneren“ ist, zeichnet sich deutlich in seiner Porträtkunst wider.

Otto Dix, Bildnis der Kunsthändlerin Johanna Ey, 1924, Öl auf Leinwand, 140 x 90 cm, erworben durch die Gesellschaft der Freunde der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen e.V., © VG Bild-Kunst, Bonn, 2016

Den Anlass für die Düsseldorfer Ausstellung „Otto Dix – Der böse Blick“ hat das Bildnis der Galeristin Johanna Ey gegeben, das in der Ständigen Sammlung des K20 zu finden ist. „Jeder Mensch hat eine ganz spezielle Farbe, die sich auf das ganze Bild auswirkt“, so Dix und inszeniert seine Gönnerin und Förderin im leuchtenden violetten Kleid in majestätischer Pose. Johanna Ey hatte sich nämlich ganz besonders für Dix und seine Karriere eingesetzt – zeitweise wohnte er sogar in einem Nebenzimmer ihrer Galerie.
Die Düsseldorf Zeit wurde übrigens zu seiner Produktivsten, es entstanden über 400 Aquarelle, zahlreiche Gemälde und der Kriegszyklus, der in der Ausstellung auch zu sehen ist. Er läutet den Beginn der Ausstellung ein und ist bezeichnend für Dix‘ Erfahrungen im 1. Weltkrieg. Der 50teilige Zeichenzyklus hängt links in der ‚Grabbehalle‘ und ist kuratorisch hervorragende inszeniert.

Otto Dix, Sturmtruppe geht unter Gas vor (Detail), 1924, aus: „Der Krieg“ Zyklen aus 50 Radierungen in fünf Mappen, 2. Mappe, II, 19,6 x 29,1 cm, Otto Dix Archiv, Bevaix, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Wie in einem Schützengraben begegnet der Besucher im engen Gang den Kriegserfahrungen von Otto Dix und kommt in Berührung mit dem Leid und Elend jener Zeit – auch atmosphärisch. Die abgedunkelte Lichtsituation notwendig für die Präsentation der Zeichnungen wird hier in doppelter Weise genutzt und die tief abgehangenen Decken tragen wunderbar zur trüben Stimmung bei. Fast befreiend, der Krieg ist zu Ende, geht es dann weiter durch die große, luftige Eingangshalle des K20 in den zweiten Teil der Ausstellung. Hier findet sich der Besucher wieder auf einer in Grautönen gehaltenen Straße – und geht den Weg des Künstlers Dix nach. An der ersten Kreuzung beginnt Dix Zeit in Düsseldorf. Rechts und links Häuser, Fenster, Räume, Einblicke wie auf dem futuristischen Bild von Umberto Boccioni „Die Straße dringt ins Haus“ (1911) inszeniert.

Umberto Boccioni, Die Straße dringt ins Haus, 1911

Die einzelnen Räume sind in verschiedenen Farben, bordeaux rot, hell lila, olivgrün gehalten und stehen als Sinnbilder der verschiedenen künstlerischen Phasen von Otto Dix wie zum Beispiel 1919/20 die noch kubistische Formensprache, 1920 die steifen Porträts bis hin zu den Arbeiten der Neuen Sachlichkeit 1923. Die Düsseldorfer Zeit endet an der zweiten Kreuzung der Straße (des Mittelgangs).

Otto Dix, Bildnis der Tänzerin Anita Berber, 1925, Öl und Tempera auf Sperrholz, Sammlung Landesbank Baden-Württemberg, im Kunstmuseum Stuttgart, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016



Dort hängt auch das eindrucksvolle Porträt der Tänzerin Anita Berber, die als Verkörperung des weiblichen Bohémiens, der Femme fatale der Weimarer Republik galt. Dix malt sie im feurigen Rot auf rotem Hintergrund. An der Detailgenauigkeit dieses Bildes lässt sich auch Dix besondere Technik ablesen, bei der er sich an der Malerei der Dürer-Zeit orientierte. Er verwendete Lasuren, die vom Maler umfangreiche Vorbereitung wie Detailstudien oder Vorzeichnungen erfordern, da später große Änderungen nicht mehr möglich sind. Dix nannte diese Technik den „strengen Stil der Malerei“ und zeitgenössische Kunstbetrachter nannte diese Lasurtechnik „sachlich“, da die langsame Arbeitsweise die „sachlichen“ Details wohl erst hervorbrachte.
Bis ins Detail entblößt Dix also seine Portraitierten: Kunsthändler, Familie und nicht zu übersehen, die zahlreichen Prostituierten. Dix seziert sie mit seinem bösen Blick oder entlockte ihnen den bösen Blick wie der „Dame mit Hund“ von 1922. Auf dem Aquarell mit Kreide, ergänzte Dix witziger Weise einen Streifen Alupapier, das übrigens während der Inflation als Notgeld verwendet wurde, vermutlich war Dix Streifen jedoch ein Stück eines Verpackungsmaterials z.B. für Zigaretten.

Otto Dix, Mieze, abends im Café, 1923, Aquarell über Bleistift, 56,7 x 38,7 cm, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Foto: Achim Kukulies © Kunstsammlung NRW

Dank der durchdachten Ausstellungsarchitektur, kann der Besucher sich wie Dix auf Motivsuche begeben. Von den Häusern auf die Straßen blicken oder voyeuristisch in die Räume eines Freudenhauses lugen. Deutlich wird dabei, dass Dix, nicht nur das Elend der Weimarer Republik gemalt hat, sondern dass er in der Zeit bzw. die Zeit selbst gelebt hat.

Otto Dix, Herren und Damen, 1922, Aquarell und Bleistift , 56,6 x 47,0 cm, Private Collection, Courtesy Richard Nagy Ltd., London, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Er hat sich selbst zum Dandy und Bürgerschreck ernannt, er wollte um jeden Preis berühmt werden – und es ist ihm gelungen. Er gilt bis heute als der berühmt-berüchtigte Porträtist, der seine Modelle jenseits jedweder gängiger ästhetischer Normen kritisch und „mit bösem Blick“ in Szene setzte.

Der Ausstellungskatalog kostet im Museumshop 34,- EUR. Weitere Infos zur Ausstellung
https://www.kunstsammlung.de/otto-dix.html

Die Ausstellung wird im Anschluss in der Tate Liverpool gezeigt. („Portraying a Nation: Germany 1919 – 1933, 23. Juni- 15. Oktober 2017

Museum Ludwig (Köln): Gerhard Richter – „Neue Bilder“

Museum Ludwig (Köln): Gerhard Richter - "Neue Bilder"





Museum Ludwig Köln





Gerhard Richter. Neue Bilder
09. Februar – 01. Mai 2017

Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter am 9. Februar 2017 stellt das Museum Ludwig erstmals 26 abstrakte Bilder vor, die alle im letzten Jahr entstanden. Leuchtende Farbigkeit und differenzierte, vielschichtige Kompositionen kennzeichnen die neuen Bilder, die meist auf Leinwand in ganz verschiedenen Formaten gemalt sind. Mit Pinsel, Spachtel, Rakel und Messer bearbeitet der Künstler die in mehreren Schichten aus Ölfarbe aufgebauten Bilder; seine lange Erfahrung – auch in der Einbeziehung des Zufalls in den Entstehungsprozess – führt zu detailreichen und äußerst komplexen Kompositionen. Der Zweifel an der Darstellbarkeit von Realität und die Frage nach der Bedeutung des gemalten Bildes liegen Richters Schaffen zugrunde.
 
Seit über 50 Jahren arbeitet Gerhard Richter an der fulminanten Erneuerung der Malerei. Das weit ausfächernde Œuvre des vielleicht bekanntesten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Im Werk Gerhard Richters, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren ist und seit 1983 in Köln lebt, dominieren seit den späten 1970er Jahren seine abstrakten Bilder.
 
Parallel werden wegweisende Werke von Gerhard Richter aus der Sammlung des Museum Ludwig präsentiert: Ikonen wie Ema (Akt auf einer Treppe) von 1966 oder 48 Portraits deutscher Geistesgrößen von 1971/72, das abstrakte Bild Krieg von 1981 bis hin zur Glasarbeit 11 Scheiben von 2003 werden unter anderem zu sehen sein. Diese ebenfalls von Gerhard Richter eingerichtete Sammlungspräsentation zeigt zusätzlich viele Editionen, in denen der Maler seine Mittel und seine Fragestellungen nach Bild und Abbild noch einmal erweitert. Die Editionen von Gerhard Richter sind mitunter schon lange in der Sammlung des Museum Ludwig, teilweise sind es jedoch auch Geschenke, die Sammler aus dem Rheinland und der Künstler selbst, anlässlich seines 85. Geburtstags dem Museum übergeben haben.
 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker gratuliert dem Künstler und Kölner Ehrenbürger herzlich: „Die Verbundenheit von Gerhard Richter mit dem Museum Ludwig und der Stadt Köln ist ein großes Glück. Sein international so bedeutendes Werk entsteht hier in unserer Stadt. Umso mehr freue ich mich, dass nun auch seine neuen Bilder in Köln erstmalig zu sehen sind.“
 
Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach ergänzt:. „So beschenkt er zu seinem Geburtstag letztendlich uns. Dafür gilt ihm besonderer Dank.“
 
Für Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, ist die Entscheidung von Gerhard Richter seine neuen Bilder erstmals im Museum Ludwig zu zeigen Anerkennung und Ansporn zugleich: „Dass Gerhard Richter ausgerechnet das Museum Ludwig als Ort der erstmaligen Präsentation seiner neuen Bilder auswählt, belegt einmal mehr das langjährige und intensive Verhältnis des Künstlers zu unserer Institution und spornt uns an, dieses noch zu vertiefen.“
 
Kuratorin: Rita Kersting
 
Die Ausstellung wird freundlicherweise unterstützt durch die Zurich Versicherung.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König mit Abbildungen aller 26 neuen Bilder. Die Textbeiträge stammen von Yilmaz Dziewior und Rita Kersting. 80 Seiten, dt./engl. 24 Euro (18 Euro im Museum)
 
Vorträge zur Ausstellung
Di, 7.2.2017, 19 Uhr
Dr. Julian Heynen:
Unbegreifbar? Undarstellbar? Das Birkenau-Bild von Gerhard Richter
 
Di. 7.3.2017, 19 Uhr
Hubertus Butin:
Gerhard Richters Farbtafelbilder der 1960er- und 70er-Jahre
 
Di. 11.4.2017, 19 Uhr
Prof. Dr. Beate Söntgen
Gerhard Richter. Arbeit am Bild
 
Vorträge im Rahmen der Vortragsreihe KunstBewusst der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e. V. sowie der Fritz Thyssen Stiftung
Ort: Filmforum, Kino im Museum Ludwig
 
Kontakt

 

 
Anne Niermann / Sonja Hempel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)221 - 221 - 23491
niermann@museum-ludwig.de
hempel@museum-ludwig.de
 

 
Bildnachweis:
Gerhard Richter
Abstraktes Bild, 2016
Öl auf Aluminium
© Gerhard Richter 2016 (221116)
Herausgeber:
Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
Tel:+49-221-221-26165
www.museum-ludwig.de
info@museum-ludwig.de
 

 
 

 
 



Kunstakademie Düsseldorf: Rundgang 2017

Kunstakademie Düsseldorf: Rundgang 2017

Der jährliche "Rundgang" der Kunstakademie Düsseldorf findet im Jahr 2017 vom 13. Bis 19. Februar statt. Für die Öffentlichkeit ist diese Semesterschlußausstellung ab 15. Februar 2016 geöffnet.

Öffnungszeiten während des Rundgangs:
Täglich von 9.00 bis 20.00 Uhr,
samstags und sonntags von 10.00 bis 20.00 Uhr.

Duesseldorf Photo Weekend 2017 (3. – 5.02.2017)

Duesseldorf Photo Weekend 2017

3. – 5. Februar 2017

Zur sechsten Edition des Duesseldorf Photo Weekend, 3. – 5. Februar 2017, präsentieren mehr als 70 Galerien, Museen, Institutionen und Off-Räume ein vielseitiges Programm zum Medium der Fotografie. Die Bandbreite der Ausstellungen reicht von der klassischen Fotografie bis hin zu aktuellen Tendenzen mit den Neuen Medien. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre ist das Duesseldorf Photo Weekend zu einem beliebten Bestandteil der Kunst- und Kulturszene Düsseldorfs geworden und erfährt auch international große Wertschätzung. Viele der Ausstellungen sind nach dem Eröffnungswochenende noch mehrere Wochen in den Galerien und Instituten zu sehen.

Ausstellungsbesprechung: “Amour-Fou“ (Düsseldorf, Kunst im Hafen e. V.)

Ausstellungsbesprechung: “Amour-Fou“ (Düsseldorf, Kunst im Hafen e. V.)

Von Susanne Braun



Amour Fou in Düsseldorf-Reisholz Der Phantasie und dem Assoziationsreichtum werden in der Ausstellung ‚Amour Fou’ in der Ausstellungshalle von Kunst im Hafen e.V. nicht nur keine Grenzen gesetzt, sondern sie werden ganz im Gegenteil mit vielen Doppeldeutigkeiten, besonderen Motiven und ungewöhnlichen Bildausschnitten aller Orts angeregt. Die allermeisten Bilder, Schmuckstücke oder Objekte verweisen auf eine Dimension, die über das, was im Bild tatsächlich zu sehen ist, weit hinaus geht. Ausgehend von der These, dass Liebe und Sexualität prägend alle Bereiche des menschlichen Lebens sind, spielen die Künstler hintergründig und einfallsreich mit den Sehgewohnheiten der Betrachter und regen so an, sich mit der eigenen Wahrnehmung und Phantasie auseinander zu setzen.




Video © Susanne Braun


Zentrales Thema der Ausstellung sind Liebe und Erotik, wobei sich das Spektrum von romantischen Klischees wie der farbenfrohen Briefmarkensammlung von Jyrg Munter über Akte, die mit wenigen gestalterischen Mitteln erstaunliche Lebendigkeit hervorrufen bis hin zu der dunklen Seite erstreckt, die einen Eindruck von der zerstörerischen Kraft vermittelt, die Liebe und Leidenschaft entwickeln können. Der Animationsfilm ‚Zefiro torna‘ von Norbert Kraus etwa, veranschaulicht am Beispiel eines Centaurenpaares Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Natur, indem sie das Paar in eine poetische Landschaft aus fließenden Farbströhmen eintauchen lässt, die deren Stimmungen zum Ausdruck bringen. Die Malerin Yvonne Schnweidtmann bebildert in ihren mit sehr reduzierten malerischen Mitteln gestalteten Gemälden unterschiedliche Geschlechterrollen sowie Verkleidungen und Darstellungsformen von Liebe und Sexualität (siehe Videointerview mit Yvonne Schweidtmann). Die in der Ausstellung gezeigten Skulpturen in Edelmetall von Anina Caracas unterstreichen die Sinnlichkeit des menschlichen Körpers in doppelter Weise und strahlen ihre erotische Wirkung offen aus. Die Kette „Trophäen“ bestehend aus kleinen „zarten“ Phalli provoziert und verwandelt ihre Trägerin zur Trophäensammlerin und kehrt das männliche Klischee einfach mal um. Weiblich selbstbewusst präsentiert sich auch die Arbeit „Nahrungskette“- eine wörtliche Übersetzung kommt ihrer Beschreibung am Nächsten – die Aneinanderreihung vieler verschiedener Brustwarzenformen zeigt die Weiblichkeit in ihrer ureigenen Form als Lebensspenderin und Ernährerin genauso wie als Verführerin. Auch die Blüte „Tränendes Herz“ ein Fundstück aus der Natur bedient das Thema Amour Fou offen, direkt und ohne Scham. Die hyperrealistischen Fotografien von Rainer Kaltenbach verweisen auf die dunkle Seite der Leidenschaft, die sonst oft verborgen bleibt.

Ergänzt wird die Ausstellung täglich durch ein Programm aus Vorträgen und Musik. Prof. Martin Papenheim erklärt die Zusammenhänge zwischen ‚Amour Fou‘ und Politik, Dr. Frauke Tomczak stellt die ‚Amour Fou‘ anhand ausgewählter Filmbeispiele vor (siehe Videointerview). Im Anschluss an die Vorträge stehen Tango von Kléber Queiroz und Kathi Ratz sowie Musik von Wilder Weizen auf dem Programm.

Mehr Infos: http://2amourfou.jimdo.com/programm/

Siehe auch die Ausstellungsankündigung von Meike Lotz.





Wohnatelier in Düsseldorf zu vergeben

Angebot Vermietung Wohnatelier

Aus gegebenen Anlaß suchen wir zum ​15. Dezember 2016 ​einen Nachmieter für eine helle Atelierwohnung / Atelier. Wir bitten um Prüfung von Eigenbedarf oder Weiterleitung:

Atelierwohnung im Erdgeschoss eines Atelierhaus mit hellem Arbeitsraum (70qm) und 3,50m hohen Decken. Leichter Zugang über große Türen. Wohnraum (30qm) mit 2,80m hoher Decke und Eichenparkett. Küche und helles Bad mit Dusche, Toilette, Waschbecken, separatem Ausgusswaschbecken und Waschmaschinenanschluss. Telefonanschluss vorhanden. Im Gemeinschaftsflur separate Toiletten optional nutzbar.

Monatlich 675,-€ (inkl. MwSt.) + 220,-€ (inkl. MwSt.)

Kontakt über Immobiliengesellschaft Gil A. Bronner, Ansprechpartner Fr. Korn Tel.: ​0211 67105556 oder

christoph worringer

lierenfelder strasse 39

40231 düsseldorf

phone +49 211 2393405
mobile +49 171 1285631

email@christophworringer.com

Helmut Kolle Schau in Düsseldorf

Helmut Kolle Schau in Düsseldorf

Noch bis zum 2.11 präsentiert die Galerie Vömel in Düsseldorf eine
Einzelschau zu Helmut Kolle (1899 bis 1931). Der früh verstorbene Maler war zu Lebzeiten der erfolgreichste deutsche Künstler in Paris. Seine Werke hängen in anspruchsvollsten Privatsammlungen, Galerien und Museen. Picasso bewunderte die „große Vitalität“ in seinen Bildern und Klaus Mann sah in Kolles Werk eine „unverwechselbare Note, etwas Eigenes, Einmaliges, Neues.

Helmut Kolle, Mann mit gekreuzten Armen, Studie zu dem > Ölbild, großer männlicher Akt, Kohle auf Velin, 1925; 40,0x22,0 cm

Helmut Kolle, Mann mit gekreuzten Armen, Studie zu dem
> Ölbild, großer männlicher Akt, Kohle auf Velin, 1925; 40,0x22,0 cm

Seine Gemälde stellen meist den Einzelnen in existenziellen, fast nicht zu bewältigen Grenzsituationen dar. Es sind junge Männer: der Soldat, der Sportler, der Selbstmörder, die sich dem Betrachter unmittelbar entgegenstellen; isoliert vor dem einfarbigen Hintergrund in grau, braun oder schwarz. In seinen Bildern bekennt Kolle sich auch offen zu seiner Homosexualität, weswegen er seiner Zeit bei deutschen Kritikern gerne als erotisierenden Französling abgetan wurde.

Ausstellung „Verrückte Liebe“/ Amour Fou (Kunst im Hafen e.V. Düsseldorf)


Ausstellung „Verrückte Liebe“/ Amour Fou"



Vernissage am Samstag 29. Oktober 2016, um 20 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Kunst im Hafen e.V. Düsseldorf-Reisholz





Meike Lotz
Heftig, leidenschaftlich, verrückt – „Amour Fou“ heißt die Ausstellung, die vom 29. Oktober bis 6. November 2016 im Atelierhaus KUNST im HAFEN e.V. in Reisholz zu sehen ist.

Die von der Düsseldorfer Künstlerin Yvonne Schweidtmann ausgerichtete und durch das Kulturamt Düsseldorf geförderte Ausstellung zeigt 6 zeitgenössische Positionen, die sich mit der leidenschaftlichen Liebe befassen, die in ihrer Obsessivität nicht nur gesellschaftliche und sexuelle Tabus überschreitet, sondern auch soziale Grenzen. Gerade durch das Scheitern des ‚furor amoris‘ bleibt die ‚amour fou‘ absolut und wird nicht durch die Kompromisse des Alltags „entweiht“, da sie doch fast immer tragisch endet und unerfüllbar bleibt.



Yvonne Schweidtmann, "Amour Fou" (Detail), 2015/16

Yvonne Schweidtmann, "Amour Fou" (Detail), 2015/16



„Amour Fou“ zeigt neben Malerei von Yvonne Schweidtmann, die in ihren Bildern existenzielle Fragen aufgreift und den Menschen an sich sowie seine Beziehungsmuster in ihren künstlerischen Focus rückt, eine Computeranimation von Norbert Kraus, Malerei und Fotografie von Reiner Kaltenbach, Objekte von Jyrg Munter, eine Klang-Komposition von Michael Rüsenberg sowie Skulpturen in Edelmetall von Anina Caracas.



Anina Caracas, "Venus"

Anina Caracas, "Venus"



Zur Eröffnung am 29.Oktober 2016, um 20 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) spricht der Kunsthistoriker und Leiter des Kunstvereins Wuppertal Erik Schönberg Im Anschluss sorgt Mayo Velvo, der grandiose Chansonier für den musikalischen Höhepunkt. Am Klavier begleitet wird er von Aleksandar Filic.

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Programm und Künstlergesprächen:



Amour Fou –das Programm

29.10.2016, 20:00 (Einlass ab 18:00 Uhr)
Erik Schönenberg / Kunsthistoriker und Leiter des Kunstvereins Wuppertal eröffnet die Ausstellung. Mayo Velvo, der grandiose Chansonier sorgt im Anschluss für den musikalischen Höhepunkt. Am Klavier begleitet wird er von Aleksandar Filic am Klavier.

30.10.2016, 19:00 (Einlass ab 15:00 Uhr)
Michael Rüsenberg präsentiert seine Klang-Komposition. Danny Donatz bezaubert ihr Publikum mit Chansons und Liebesliedern begleitet von Aleksandar Filic am Klavier.

05.11.2016, 18:00 (Einlass ab 15:00)
Dr. phil. Frauke Tomczak Filmwissenschaftlerin / Autorin hält einen Vortrag mit dem Titel „Amour Fou im Film“. Kléber Queiroz, der junge, dynamische Tangotänzer gibt uns einen Einblick in die Welt des Tango Argentino.

06.11.2016, 18:00 (Einlass ab 16:00 Uhr)
Prof. Dr. Martin Papenheim Historiker / Religionswissenschaftler an der Uni Bochum hält den Abschlussvortrag mit dem Titel „Der Ruin des Mächtigen – Amour fou und die Politik“. WILDER WEIZEN gibt sich die Ehre mit dem legendären Uli Thieß / Poetry, dem phänomenalen Christoph Perzl / Harp, und dem phantastischen Rolf Springer / Gitarre.



Amour Fou –Künstlergespräche (jeweils 18:00 bis 22:00 Uhr)

31.10.2016
Norbert Kraus / Michael Rüsenberg
01.11.2016
Reiner Kaltenbach / Y. Schweidtmann
03.11.2016
Anina Caracas / Jyrg Munter





ei

KIT – Kunst im Tunnel – Programm JULI 2016


NEWSLETTER KIT - Kunst im Tunnel Juli 2016





KIT im Juli 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von KIT – Kunst im Tunnel,

im Juli laden wir Sie zu einem abwechslungsreichen Programm in die Ausstellung „Mary & der Vulkan. Eine meteorologische Phantasmagorie“ ein.

Los geht es am Mittwoch, den 6. Juli, um 13 Uhr mit der KUNSTPAUSE.

Am Donnerstag, den 7. Juli laden Studierende der Kunstakademie mit ihrer Professorin Francesca Raimondi zur Intervention „Feuerwehr“ um 19 Uhr ins KIT ein.

Der 10. Juli ist Familientag. Der Eintritt in die aktuelle Schau ist von 11 bis 18 Uhr frei. Um 13 Uhr heißt es dann für die kleinen Besucher „Schattenspiele“. Nach einer gemeinsamen Führung denken sich die Teilnehmer eigene Schauergeschichten aus, die sie selbst inszenieren.

Der letzte Filmabend zur Ausstellung widmet sich am 14. Juli dem Gruselklassiker „Vampyr“ des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer von 1932. Beginn ist um 19 Uhr.

Am 15. Juli laden wir gemeinsam mit KRASS e.V. zum ersten WELCOME WORKSHOP ins KIT ein. Von 16 bis 18 Uhr können Kinder aus Düsseldorfer Flüchtlingsunterkünften gemeinsam mit anderen Düsseldorfer Kindern beim „Monstergenerator“ Fantasiewesen schaffen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum KUNST Apéro laden wir Sie gemeinsam mit der Sparda Bank-West am Donnerstag, den 21. Juli, um 18 Uhr ein. Nach einer Führung hält Friederike Danebrock einen Vortrag zum Thema „Frankensteins (Re)Produktionen oder Rezirkulation von Fiktion“. Anschließend präsentiert die Künstlerin Claudia Barth ihre Performance „How shall I address you?“.

Beim Literaturkreis am 28. Juli steht um 18 Uhr Mary Shelleys Werk „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ auf der Agenda. Gemeinsam sprechen wir über die Faszination, die der Roman noch heute auf uns und das Schaffen vieler Künstler ausübt.

Viel Vergnügen bei Ihrem Besuch im KIT wünscht Ihnen

Ihr Team von KIT – Kunst im Tunnel

P.S.: Für unseren Sommerferien-Workshop „Die KIT-Akte“ nehmen wir bereits unter bildung@kunst-im-tunnel.de Anmeldungen entgegen.


Ansicht „Mary & der Vulkan“, KIT 2016
Foto: Ivo Faber



Installationsansicht „Mary & der Vulkan“ im KIT
Foto: Ivo Faber


Ansicht „Mary & der Vulkan“, KIT 2016
Foto: Ivo Faber

Mary & der Vulkan
Eine meteorologische Phantasmagorie

Bis 14. August 2016

KUNSTPAUSE: Mittwoch, 6. Juli 2016, 13 – 13.30 Uhr, halbstündige Führung durch die aktuelle Ausstellung
Familientag: Sonntag, 10. Juli 2016, 11 – 18 Uhr, Eintritt frei
13 bis 14.30 Uhr: Kinderworkshop „Schattenspiele“
Öffentliche Führung: sonntags, 15 Uhr
KIT/meet+talk: jeden Samstag, 12 – 16 Uhr und
jeden Sonntag, 11 – 15 Uhr

Wie entstehen künstlerische Prozesse, was inspiriert Künstlerinnen und Künstler? Zumindest im „Gespenstersommer“ 1816, in dem als Folge des Ausbruchs des indonesischen Tambora-Vulkans große Teile Europas unter Kälte und Dunkelheit zu leiden hatten, gibt es auf diese Frage eine konkrete Antwort: Das schlechte Wetter trieb Mary Shelley dazu, am Genfer See ihren Gruselbestseller Frankenstein zu schreiben; die Gothic Novel Der Vampyr von John Polidori entstand ebenfalls während jenes Aufenthaltes.

Beeinflusst von diesen fantastischen Werken präsentiert die in Kooperation mit Elmar Hermann konzipierte Ausstellung „Mary und der Vulkan“ eine Auswahl künstlerischer Arbeiten in Zeichnungen, Bildern, Skulpturen, Videos und Texten aus dem Düsseldorfer Akademieumfeld der letzten 200 Jahre bis zur Gegenwart.

Mit Soya Arakawa, Claudia Barth, Michael Buthe, Elise Concordia Crola, Christian Friedrich, Katharina Fritsch, Nora Hansen, Elmar Hermann, Hans Hollein, Harkeerat Mangat, Rita McBride, Marleen Müller, Alex Nowak, Elizabeth Peyton, Josefine Reisch, Hedda Schattanik, Agnes Scherer, Johann Wilhelm Schirmer, Roman Szczesny, Patrick Vogt, Felix Warnatsch

Die Ausstellung wird unterstützt von

FEUERWEHR
Eine feministische Intervention von Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf

Donnerstag, 7. Juli 2016, 19 – 21 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung „Mary & der Vulkan“ laden Studierende der Kunstakademie mit Professorin Francesca Raimondi zu einer künstlerischen Intervention ins KIT ein.

VAMPYR
Filmabend zur Ausstellung

Donnerstag, 14. Juli 2016, 19 Uhr

Während der Ausstellungsdauer präsentieren wir drei Klassiker des Gruselgenres. Als letztes Werk wird der Film „Vampyr“ des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer aus dem Jahr 1932 gezeigt, der heute als ein Klassiker des Horrorgenres und ein Meilenstein der Filmtechnik gilt.

Filmwissenschaftler Uwe Appelbe wird zuvor eine Einführung in den Film geben.

Der Eintritt ist frei.

WELCOME WORKSHOP – Monstergenerator

Freitag, 15. Juli 2016, 16 – 18 Uhr

Gemeinsam mit KRASS e.V. laden wir zum ersten WELCOME WORKSHOP ins KIT ein. Von 16 bis 18 Uhr können Kinder aus Düsseldorfer Flüchtlingsunterkünften gemeinsam mit anderen Düsseldorfer Kindern beim „Monstergenerator“ Fantasiewesen mit speziellen Kräften erschaffen, die uns monströsen Spaß bereiten werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Um Voranmeldung wird gebeten unter bildung@kunst-im-tunnel.de.
Leitung: Dana Bergmann

Dieser Workshop ist ein inklusives Angebot von KIT – Kunst im Tunnel, Kunsthalle Düsseldorf und KRASS e.V., er richtet sich auch an Teilnehmer/innen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen.

In Kooperation mit

KUNST Apéro
Mit einem Vortrag von Friederike Danebrock und einer Performance von Claudia Barth

Donnerstag, 21. Juli 2016, 18 – 20 Uhr

KIT lädt gemeinsam mit der Sparda Bank-West beim KUNST Apéro zu einer Führung durch die aktuelle Ausstellung ein.

Anschließend hält Kunsthistorikerin Friederike Danebrock einen Vortrag zum Thema „Frankensteins (Re)Produktionen oder die Rezirkulation von Fiktion“.
Mary Shelleys Frankenstein dreht sich in jeder Hinsicht um Schaffensprozesse: der Roman erzählt von der Erschaffung lebendiger Körper, aber gleichzeitig auch über das Erzählen selbst. Diese kreativen Abläufe haben sich seit Erscheinen des Romans in unzähligen Texten, Filmen und auf der Bühne vervielfacht und fordern uns heraus, grundsätzlich zu fragen: Wie bringen wir erfundene Gestalten hervor, und wie halten wir sie am Leben?

Nach dem Vortrag zeigt die Künstlerin Claudia Barth ihre Performance „How shall I address you?“.

Der Eintritt ist frei.

Literaturkreis: „Frankenstein oder
Der moderne Prometheus“

Donnerstag, 28. Juli 2016, 18 Uhr

Mary Shelleys „Frankenstein“ aus dem Jahr 1818 ist nicht nur ein Meisterwerk der Literatur, sondern auch heute noch Inspirationsquelle für zahlreiche Schriftsteller und bildende Künstler. Beim Literaturabend wollen wird diesem Phänomen gemeinsam nachspüren.

Wir laden Sie herzlich ein (auch ohne vorherige Lektüre des Werkes) an unserem Buchgespräch teilzunehmen.

Der Eintritt ist frei.

Sommerferienprogramm für Kinder

Die KIT-Akte
9. bis 11. August 2016 (dreitägig), jeweils von 10 – 14 Uhr
Teilnahmegebühr: 24 Euro

Streng vertraulich: Vor wenigen Wochen wurden uns mehrere geheime Unterlagen und Gewebeproben von einer bislang unbekannten Quelle zugespielt. Diese brisanten Unterlagen lassen keinen Zweifel mehr daran zu, dass in den späten 80er Jahren ein unbekanntes Flugobjekt beim KIT abgestürzt ist.
Im Rahmen einer dreitägigen Untersuchung soll der Vorfall nun endlich aufgeklärt und die Wahrheit ans Licht der Öffentlichkeit gebracht werden. Zu diesem Zweck wird aktuell ein Team aus unabhängigen Experten zusammengestellt, welches die Dokumente überprüfen und die Gewebeproben studieren wird. Solltest Du dies lesen, bedeutet es, dass Du in der engeren Auswahl für unser Team stehst. Melde Dich unverzüglich in der Zentrale des KIT für weitere Instruktionen.

Für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren
Anmeldeschluss: 4. August 2016, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Leitung: Manuel Boden und Christian Dünow

Bitte an einen Pausensnack denken. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich unter bildung@kunst-im-tunnel.de oder unter 0211 8920 769. Die Anmeldung wird verbindlich mit der Überweisung der Teilnehmergebühr.

KIT – KUNST IM TUNNEL
Mannesmannufer 1b
40213 Düsseldorf
kit@kunsthalle-duesseldorf.de
www.kunst-im-tunnel.de
 
Öffnungszeiten
Di – So, Feiertage 11–18 Uhr
 
Anfahrt
Öffentliche Verkehrsmittel:
Straßenbahnen: 706, 708, 709
Haltestelle: Landtag/Kniebrücke
Eintritt
Erwachsene: 4 EUR
Ermäßigt: 3 EUR
Gruppen (ab 10 Personen): 3 EUR
Schwerbehinderte: frei
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei
 
Kombiticket KIT – Kunst im Tunnel und Kunsthalle Düsseldorf: 8 EUR/ermäßigt 5 EUR

 
Am 2. Sonntag im Monat: Familientag, Eintritt frei

 
KIT — Kunst im Tunnel wird gefördert durch

Partner KIT — Kunst im Tunnel

Im Rahmen des Baker Tilly Roelfs Künstler-Stipendiums

KIT bei facebook


ASPHALT Festival Düsseldorf (8.-17. Juli 2016)

image






ASPHALT Festival
Sommerfestival der Künste
8.-17. Juli 2016 in Düsseldorf



Das 4. ASPHALT Festival verzaubert vergessene und leicht zu übersehende Räume von Düsseldorf. Es zeigt Theater, Tanz, Musik, Literatur, Fotografie und Installationen an außergewöhnlichen Orten und belebt Plätze und Gebäude durch Kunst und Kultur.

ASPHALT 2016 steht unter dem Motto „Niemandsland in Deiner Stadt“ und rückt diese Niemandsländer ins Scheinwerferlicht. Das Weltkunstzimmer – eine ehemalige Backfabrik – und die Alten Farbwerke in Flingern-Süd, ein stillgelegter Bahntunnel am Wehrhahn oder die Museen K21 und NRW-Forum werden zur Bühne und zum Schauplatz für Interventionen herausragender nationaler und internationaler Künstler und Ensembles.

ASPHALT tanzt! Niemandsländer – Valentina Moar 1 © Foto Werner Kmetitsch

ASPHALT tanzt! Niemandsländer – Valentina Moar 1 © Foto Werner Kmetitsch

Zum ersten Mal wirkt ASPHALT auch über die Stadtgrenzen hinaus in Köln und Bonn. Zwei Uraufführungen von Drama Köln und des Theaters Marabu werden sowohl beim Festival in Düsseldorf als auch in ihren Heimatstädten zu sehen sein. Highlights aus dem Programm sind u. a. ein Gastspiel des Gorki Theaters aus Berlin, das zwei preisgekrönte Stücke von Sibylle Berg zeigt, eine theatrale Stadtführung in den Untergrund, vorbei an architektonischen Glanzstücken und Schattenseiten von Düsseldorf, Performances im öffentlichen Raum, die die Rollen von Künstlern, Zuschauern und Passanten infrage stellen, zeitgenössische Choreografien von Tänzerinnen und Tänzern aus Belgien, Italien, Korea und Spanien oder ein Jazzkonzert des Duos Markus Stockhausen/Florian Weber. Zudem sind über den gesamten Festivalzeitraum im Weltkunstzimmer täglich ab 18 Uhr drei Ausstellungen kostenlos zu besichtigen: Der Düsseldorfer Fotograf Laurenz Berges, Meisterschüler und einer der letzten Absolventen der berühmten Becher-Klasse an der Kunstakademie, dessen Werk bereits u. a. im Pariser Musée de L’Art Modern de la ville de Paris und im New Yorker MOMA präsentiert wurden, zeigt seine neuesten Arbeiten. Das Künstlerkollektiv Ewert Nitschke aus Bochum geht einen Dialog mit Regierenden und politischen Entscheidungsträgern ein, indem es per Post „Absagen an die Festung Europa“ verschickt – eine Reaktion auf die zunehmend errichteten hohen Zäune in Europa, die die Flüchtlingsströme abwehren sollen. Außerdem sind Installationen der Bildhauer und Kunstakademie-Absolventen Andreas Fischer und Lorenzo Pompa zu sehen, die sich mit dem Festivalthema „Niemandsländer“ auseinandersetzen.

Banda Senderos 2 © Foto Ravi Sejk

Banda Senderos 2 © Foto Ravi Sejk

An zwei Samstagabenden legen Memo Torfilli aka DJ Monsieur Discotheque und Mayo Velvo aka DJ ledivo auf und verbreiten Partystimmung. Für entspannte Pausen zwischen den Veranstaltungen wird wie in den Vorjahren im lauschigen Hinterhof des Weltkunstzimmers wieder der Festival-Biergarten „ASPHALT Paradies“ installiert

ASPHALT 2016 präsentiert ein pulsierendes Programm – mitten im Sommer, mitten in der Stadt.

Tickets unter 0211. 73 10 56 81

FESTIVALKALENDER


Weitere Informationen zum Festival und zum Kartenkauf unter www.asphalt-festival.de