Kunst in Köln: Programm März/April 2017

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KIK MÄRZ / APRIL 2017

 
 
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DIE NEUEN AUSSTELLUNGEN DER KÖLNER MUSEEN IM MÄRZ / APRIL 2017
 
artothek
Silke Brösskamp. Wir sind so weit gekommen
2. März bis 15. April 2017

Silke Brösskamp, geb. 1965 in Münster, besetzt Räume. Für das Projekt in der artothek entwickelte sie eine Arbeit, die die spätgotische Architektur außen und das prägende Raumkonzept der 50er Jahre im Inneren aufgreift. Herausgelöste Architekturdetails verbinden sich mit materialisiertem Leerraum und nehmen den gesamten Ort in Besitz, sind zugleich fremder Eindringling und wiedererkennbares Zitat. Für Ihre Arbeit erhält Silke Brösskamp den „Horizont-Raum-Preis“ der Freunde der artothek Köln e. V.

 
Käthe Kollwitz Museum Köln
AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz
10. März bis 5. Juni 2017

Zum 150. Geburtstag der Künstlerin steht eines ihrer Schlüsselwerke im Zentrum einer umfassenden Ausstellung: Der graphische Zyklus »Bauernkrieg« (1902–1908) repräsentiert in mehrfacher Hinsicht den Aufbruch in eine neue Zeit. Er vergegenwärtigt nicht nur den Aufstand erniedrigter Bauern von 1524/25, sondern verbildlicht auch die künstlerische Revolte der späten Neuzeit – den Bruch der Moderne mit der akademischen Tradition. Die Schau dokumentiert die spannende Genese der Folge, die Kollwitz in intensiver Auseinandersetzung mit Renaissance-Meistern und Größen der Moderne schuf.

 
Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs Köln
Berliner Sesession und Russisches Ballett: Ernst Oppler
11. März 2017 bis 28. Januar 2018

Anlässlich des 150. Geburtstags des »Tanzmalers« Ernst Oppler (1967–1929) zeigt das Deutsche Tanzarchiv Köln erstmals eine umfassende Retrospektive der Arbeiten mit Tanzbezug aus seinem bedeutenden Nachlassbestand Opplers. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem nie zuvor gezeigten zeichnerischen Werk. Oppler hat nicht wie andere Maler die Tänzer pausierend (»au repos«) oder in einer gehaltenen Pose im Atelier gezeichnet, sondern bei Proben und Aufführungen auf der Bühne, während des Tanzens. Seine Skizzen zeigen Ballett und Tanz in der Authentizität der Bewegung.

 

 
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Die Kunst der Pause. Transparenz und Wiederholung
24. März bis 5. Juni 2017

Butterbrotpapier und einen dünnen Bleistift – mehr braucht es nicht, um ein interessantes Motiv abzupausen. Die älteste Kopiertechnik der Menschheit gehört aber in der zeichnerischen Praxis wohl auch wegen seiner Alltäglichkeit zu den künstlerischen Randerscheinungen. Dennoch und gerade deshalb widmet das Wallraf dem Thema eine Sonderausstellung und rückt das fragile Medium in den Mittelpunkt des Interesses. Anhand von mehr als 20 Exponaten wird die Historie der Pause ergründet und ihre Aufgabenvielfalt im künstlerischen Schaffensprozess dargestellt.

 
Domschatzkammer Köln
Ewald Mataré und der Kölner Dom
31. März bis 20. August 2017

Vor ca. siebzig Jahren schuf der bedeutende rheinische Bildhauer und Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie Ewald Mataré die berühmten Bronzetüren für das südliche Querhausportal des Kölner Domes. Zum Domjubiläum 1948 konnten die beiden mittleren Türen– Papst- und Bischofstür – eingebaut werden, 1953 und 1954 folgten die beiden Seitenportale – Pfingst- und Schöpfungstür. Ausgehend von der Entstehungsgeschichte dieser bedeutenden Bronzearbeiten, an denen auch Matarés Schüler, Joseph Beuys und Gertrud Kortenbach, mitgewirkt haben, werden Werke präsentiert, die im direkten Bezug zu den Türen stehen oder in deren stilistischen Zusammenhang einzuordnen sind sowie Werke die im kirchlichen Kontext entstanden sind bzw. christliche Inhalte zum Thema haben.

 
Die Photographische Sammlung / SK-Stiftung Kultur
Emil Otto Hoppé - Unveiling a Secret / Blick in die Sammlung: Industrie als Motiv
6. April bis 30. Juli 2017

Der Photograph Emil Otto Hoppé (1878–1972) genoss zu Lebzeiten ein hohes Ansehen. 1902 ging der geborene Münchner nach London und etablierte sich dort rasch auf dem Gebiet des Portraits und der Landschaft. Das Thema der Industrie nimmt in seinem Gesamtwerk eine zentrale Rolle ein. Dieser Themenkomplex wird erstmals in der Breite vorgestellt und darüber hinaus werden Hoppés photographische Leistungen nach Jahrzehnten wieder in das Licht der Öffentlichkeit gerückt.

 

Mit Photographien von Bernd und Hilla Becher, Ruth Hallensleben, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Peter Weller und viele mehr Der Industriedarstellung kommt im Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur vor allem anbindend an das photographische Oeuvre von Bernd und Hilla Becher eine wichtige Bedeutung zu. Die Zeitspanne der Ausstellung umfasst das Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er-Jahre.

 
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde
7. April bis 9. Juli 2017

Der Platz sah das Wüten der französischen Revolution, überstand die Wirren zweier Weltkriege, erlebte Massenjubel, Volkstrauer, Staatsfeierlichkeiten und steht damit wie kein zweiter öffentlicher Ort für die bewegte Geschichte einer ganzen Nation: Die Rede ist von der Place de la Concorde. Doch nur wenige wissen, dass es ein junger deutscher Architekt war, der diesen Platz Anfang des 19. Jahrhunderts in ein urbanes Juwel verwandelte. Sein Name war Jakob Ignaz Hittorff. Das Wallraf-Richartz-Museum widmet ihm und seiner Neuerfindung des geschichtsträchtigen Ortes eine große Sonderausstellung.

 
NS-Dokumentationszentrum
Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer 1941-1944
7. April bis 25. Juni 2017

Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Zwischen 1941 und 1944 erschossen Angehörige der SS, der Wehrmacht und deutsche Polizeieinheiten zusammen mit einheimischen Helfern in der Sowjetunion über zwei Millionen Juden, etwa 30.000 Roma und 17.000 Patienten psychiatrischer Anstalten oder töteten sie in sogenannten Gaswagen. Anhand historischer Dokumente und Fotografien beschreibt die Ausstellung die Entwicklung des Massenmords und die Aufarbeitung dieser Verbrechen nach 1945.

 
Museum Ludwig
Wolfgang-Hahn-Preis 2017: Trisha Donnelly
25. April bis 30. Juli 2017

2017 zeichnet die Gesellschaft für Moderne Kunst Trisha Donnelly mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Die Jury ehrt damit die 1974 in San Francisco geborene Künstlerin für ihr zukunftsweisendes OEuvre. Donnelly lotet in Video, Zeichnung, Skulptur, Soundinstallation und Performances immer wieder aus, was Kunstwerke heute überhaupt ausmacht.

 
Deutsches Sport & Olympia Museum
EisZeit
28. April bis 28. Mai 2017

 Ein Ausstellungsprojekt des DSOM mit der Stadt Köln, der KEC Kölner Eishockey-Gesellschaft »Die Haie«, dem Institut francais Cologne und dem Eishockey-Weltverband IIHF

Die Eishockey-Weltmeisterschaft im Mai ist eines der Glanzlichter des internationalen Sportjahres 2017. Ihre besondere Bedeutung erwächst auch daraus, dass die Ausrichtung als deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt angelegt ist, mit Spielorten in Köln und Paris. Das Deutsche Sport & Olympia Museum begleitet die WM mit einem facettenreichen Ausstellungskonzept und wird so zur zentralen Anlaufstelle für all jene, die auch an den kulturellen und politischen Implikationen des schnellsten Mannschaftssports der Welt Interesse finden.

 

 
KölnTag

KölnTag in den städtischen Museen jeden ersten Donnerstag im Monat: 2. März, 6. April 2017. Weitere Informationen unter www.museenkoeln.de

 
AUSSTELLUNGSÜBERBLICK MÄRZ / APRIL 2017
(inkl. der bereits eröffneten Ausstellungen)

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Girolamo Troppa (1637-1710), bis 12. März 2017
Die Kunst der Pause. Transparenz und Wiederholung, 24. März bis 5. Juni 2017
Paris erwacht! Hittorffs Erfindung der Place de la Concorde, 7. April bis 9. Juli 2017

Museum Ludwig

Gerhard Richter. Neue Bilder, bis 1. Mai 2017
Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus, bis 14. Mai 2017
Wolfgang-Hahn-Preis 2017: Trisha Donnelly, 25. April bis 30. Juli 2017

Römisch-Germanisches Museum

Zerbrechlicher Luxus. Köln – ein Zentrum antiker Glaskunst, bis 26. März 2017

Museum für Angewandte Kunst Köln

FULL House: Design by Stefan Diez, bis 11. Juni 2017

Rautenstrauch-Joest-Museum

Pilgern – Sehnsucht nach Glück?, bis 9. April 2017

Kölnisches Stadtmuseum

Heinz Held: Magie des Banalen, bis 12. März 2017 (kleine Kubus-Ausstellung)
Drunter und Drüber: Der Heumarkt, bis 1. Mai 2017
Bosporus am Rhein, 25. März bis 14. Mai 2017 (kleine Kubus-Ausstellung)

NS-Dokumentationszentrum

Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit, bis 12. März 2017
Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, 7. April bis 25. Juni 2017

Kunst- und Museumsbibliothek

Thomas Kling. Double Exposure, bis 5. März 2017

artothek

Silke Brösskamp, 2. März bis 15. April 2017
Gerrit Frohne, 28. April bis 24. Juni 2017

Käthe Kollwitz Museum Köln

AUFSTAND! Renaissance, Reformation und Revolte im Werk von Käthe Kollwitz, 10. März bis 5. Juni 2017

Die Photographische Sammlung / SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Hans Eijkelboom – Photographische Konzepte, 1970 bis heute, bis 19. März 2017
Blick in die Sammlung: Bernd und Hilla Becher – Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes, bis 19. März 2017
Emil Otto Hoppé – Unveiling a Secret (Raum 1), 6. April bis 30. Juli 2017
Blick in die Sammlung: Industrie als Motiv, 6. April bis 30. Juli 2017

Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs Köln / SK Stiftung Kultur

Berliner Secession und Russisches Ballett: Ernst Oppler, 11. März 2017 bis 28. Januar 2018

Domschatzkammer Köln

Ewald Mataré und der Kölner Dom, 31. März bis 20. August 2017

Kolumba

Kurt Benning – Burgtreswitzmensch, bis 10. Juli 2017
»Me in a no-time state« – Über das Individuum, bis 14. August 2017

Deutsches Sport & Olympia Museum

EisZeit, 28. April bis 28. Mai 2017

 
AUSSTELLUNGSVORSCHAU MAI / JUNI 2017

NS-Dokumentationszentrum

Russenlager und Zwangsarbeit, 5. Mai bis 25. Juni 2017

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Heiter bis wolkig. Naturschauspiele in der niederländischen Malerei, 1. Juni 2017 bis 5. Februar 2018
1917 – Erinnerung an Luise Straus-Ernst, 23. Juni bis 10. September 2017

Rautenstrauch-Joest-Museum

Tatort Kambodscha? Einer Fälschung auf der Spur, 2. Juni bis 6. August 2017

Museum Ludwig

Hier und Jetzt im Museum Ludwig: Reena Spaulings, 3. Juni bis 27. August 2017
Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 1960er Jahre, 24. Juni bis 24. September 2017

 

Museumsfest am 21. Mai in allen Häusern

 

Museum Ludwig (Köln): Gerhard Richter – „Neue Bilder“

Museum Ludwig (Köln): Gerhard Richter - "Neue Bilder"





Museum Ludwig Köln





Gerhard Richter. Neue Bilder
09. Februar – 01. Mai 2017

Anlässlich des 85. Geburtstages von Gerhard Richter am 9. Februar 2017 stellt das Museum Ludwig erstmals 26 abstrakte Bilder vor, die alle im letzten Jahr entstanden. Leuchtende Farbigkeit und differenzierte, vielschichtige Kompositionen kennzeichnen die neuen Bilder, die meist auf Leinwand in ganz verschiedenen Formaten gemalt sind. Mit Pinsel, Spachtel, Rakel und Messer bearbeitet der Künstler die in mehreren Schichten aus Ölfarbe aufgebauten Bilder; seine lange Erfahrung – auch in der Einbeziehung des Zufalls in den Entstehungsprozess – führt zu detailreichen und äußerst komplexen Kompositionen. Der Zweifel an der Darstellbarkeit von Realität und die Frage nach der Bedeutung des gemalten Bildes liegen Richters Schaffen zugrunde.
 
Seit über 50 Jahren arbeitet Gerhard Richter an der fulminanten Erneuerung der Malerei. Das weit ausfächernde Œuvre des vielleicht bekanntesten Künstlers unserer Zeit fasziniert durch das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität. Im Werk Gerhard Richters, der am 9. Februar 1932 in Dresden geboren ist und seit 1983 in Köln lebt, dominieren seit den späten 1970er Jahren seine abstrakten Bilder.
 
Parallel werden wegweisende Werke von Gerhard Richter aus der Sammlung des Museum Ludwig präsentiert: Ikonen wie Ema (Akt auf einer Treppe) von 1966 oder 48 Portraits deutscher Geistesgrößen von 1971/72, das abstrakte Bild Krieg von 1981 bis hin zur Glasarbeit 11 Scheiben von 2003 werden unter anderem zu sehen sein. Diese ebenfalls von Gerhard Richter eingerichtete Sammlungspräsentation zeigt zusätzlich viele Editionen, in denen der Maler seine Mittel und seine Fragestellungen nach Bild und Abbild noch einmal erweitert. Die Editionen von Gerhard Richter sind mitunter schon lange in der Sammlung des Museum Ludwig, teilweise sind es jedoch auch Geschenke, die Sammler aus dem Rheinland und der Künstler selbst, anlässlich seines 85. Geburtstags dem Museum übergeben haben.
 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker gratuliert dem Künstler und Kölner Ehrenbürger herzlich: „Die Verbundenheit von Gerhard Richter mit dem Museum Ludwig und der Stadt Köln ist ein großes Glück. Sein international so bedeutendes Werk entsteht hier in unserer Stadt. Umso mehr freue ich mich, dass nun auch seine neuen Bilder in Köln erstmalig zu sehen sind.“
 
Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach ergänzt:. „So beschenkt er zu seinem Geburtstag letztendlich uns. Dafür gilt ihm besonderer Dank.“
 
Für Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, ist die Entscheidung von Gerhard Richter seine neuen Bilder erstmals im Museum Ludwig zu zeigen Anerkennung und Ansporn zugleich: „Dass Gerhard Richter ausgerechnet das Museum Ludwig als Ort der erstmaligen Präsentation seiner neuen Bilder auswählt, belegt einmal mehr das langjährige und intensive Verhältnis des Künstlers zu unserer Institution und spornt uns an, dieses noch zu vertiefen.“
 
Kuratorin: Rita Kersting
 
Die Ausstellung wird freundlicherweise unterstützt durch die Zurich Versicherung.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König mit Abbildungen aller 26 neuen Bilder. Die Textbeiträge stammen von Yilmaz Dziewior und Rita Kersting. 80 Seiten, dt./engl. 24 Euro (18 Euro im Museum)
 
Vorträge zur Ausstellung
Di, 7.2.2017, 19 Uhr
Dr. Julian Heynen:
Unbegreifbar? Undarstellbar? Das Birkenau-Bild von Gerhard Richter
 
Di. 7.3.2017, 19 Uhr
Hubertus Butin:
Gerhard Richters Farbtafelbilder der 1960er- und 70er-Jahre
 
Di. 11.4.2017, 19 Uhr
Prof. Dr. Beate Söntgen
Gerhard Richter. Arbeit am Bild
 
Vorträge im Rahmen der Vortragsreihe KunstBewusst der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e. V. sowie der Fritz Thyssen Stiftung
Ort: Filmforum, Kino im Museum Ludwig
 
Kontakt

 

 
Anne Niermann / Sonja Hempel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)221 - 221 - 23491
niermann@museum-ludwig.de
hempel@museum-ludwig.de
 

 
Bildnachweis:
Gerhard Richter
Abstraktes Bild, 2016
Öl auf Aluminium
© Gerhard Richter 2016 (221116)
Herausgeber:
Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
Tel:+49-221-221-26165
www.museum-ludwig.de
info@museum-ludwig.de
 

 
 

 
 



Cologne Fine Art 2016 – Ein Besuch in Köln lohnt sich!


Cologne Fine Art 2016 – Ein Besuch in Köln lohnt sich!

Von Meike Lotz



Ob Liebhaber alter Kunst, Verehrer außergewöhnlichen Designs oder Freund der zeitgenössischen Kunst. Für Jeden ist etwas dabei an diesem Wochenenden auf den Kunstmessen, der Cologne Fine Art und COFA Contemporary in Köln.

Stand: Hallendurchblick, Halle 11.1

Stand: Hallendurchblick, Halle 11.1

Mit erstklassigem Angebot präsentieren rund 150 Galerien und Kunsthändler Alte Kunst, Antiquitäten, Kunsthandwerk, Meisterwerke der Klassischen Moderne sowie Kunst der Nachkriegszeit. Die Vielfalt des Ausgestellten eröffnet dem Besucher eine spannungsreiche Gegenüberstellung unterschiedlicher Stile und Epochen. Hier einen Überblick zu geben, scheint unmöglich, daher Blicken wir von kunstduesseldorf.de zwar nach Köln, hauptsächlich aber auf die Düsseldorfer Kunstszene und was die so aufzubieten hat – ist einiges!
Die Galerie Ralph Gierhards, gegründet 1977, und heute auf Königsallee 44 in Düsseldorf zu finden, zeigt beispielweise eine „Scagliola Platte“ um 1750 (Italien). Die wunderschöne rechteckige Tischplatte mit vielen verschiedenen eingesetzten, nachgebildeten Marmorsteinen, wie Lapislazuli, Giallo, Porphyr, demonstriert in ihrer Mitte einen exotischen, zart-wirkenden Vogel auf einem Zweig mit Blumen.

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Spazieren wir weiter zum Stand der Galerie Basedau Fine Arts (Hamburg), entdecken wir ein reiches Angebot verschiedener Flanier- und Spazierstöcke vom 17. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Einst Macht- und Statussymbol sowie modisches Accessoire, kann an ihnen vieles über die damalige Zeit sowie über ihren Träger gedeutet und abgelesen werden. Ein Spazierstock regt besonders zum Denken an, sein Griff an der Vorderseite zeigt einen Totenkopf, an der Rückseite blickt man in das Antlitz eines bärtigen Mannes, der an Christus erinnert. Leben und Tod – vereint? und wir fragen uns, wer ihn wohl besessen hat? Dies bleibt ungewiss…

Stock mit Totenkopf. Courtesy: Basedau Feine alte Spazierstöcke, Hamburg

Stock mit Totenkopf. Courtesy: Basedau Feine alte Spazierstöcke, Hamburg

Treffsicher – zumindest im modischen Fragen, geht es weiter bei Monika Gottlieb. Die Düsseldorferin sammelt seit Jahren Kreationen der Haute Couture. Schwerpunkt ihrer umfassenden Sammlung, sind die 50er- und 70er-Jahre. Für Modebewusste ist der Besuch an diesem Stand Pflicht, wer dann noch das Glück hat Monika Gottlieb anzutreffen, erfährt spannende und glamouröse Geschichten der Mode und ihrer prominenten Trägerinnen.

Monica Gottlieb

Monica Gottlieb

Design Parcours, Halle 11.1

Design Parcours, Halle 11.1

Nach einem Design Parcours mit ausgewählten Möbelstücken von Ludwig Mies van der Rohe, bei dem der Barcelona Sessel von 1954/55 aus der frühen Nachproduktion von Waldemar Stiegler im Fokus steht und der weltweit erstmaligen Vorstellung eines der ersten Prototypen dieses beliebten Designmodels des bedeutenden Architekten der Modernen,



Karin Kneffel, Preisträgerin Cologne Fine Art Preis 2016. Fotograf: Sven Vogel, Köln

Karin Kneffel, Preisträgerin Cologne Fine Art Preis 2016. Fotograf: Sven Vogel, Köln


darf natürlich der Blick in die Sonderschau der diesjährigen Preisträgerin Karin Kneffel nicht fehlen. Die Künstlerin studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Johannes Brus, Norbert Tadeusz und Gerhard Richter. Porträtierte sie in ihren frühen Arbeiten Tiere – und konfrontierte uns mit unserer menschlichen Eitelkeit, führt sie uns nun mit unterschiedlichen Perspektiven, Aufhebungen der Gravitation oder der Spiegelung von Räumen zu einer neuen Sicht auf die Malerei selbst.



Absolut sehenswert ist auch die Ausstellung „Fels und Feder“ der Werkhallen Obermann/Burkhard (Remagen) – hier begegnen sich zwei Künstler, die gerade durch ihre Gegensätzlichkeit einander anziehen. Der Bildhauer Abraham David Christian spielt mit unserer Wahrnehmung und vermittelt uns in vielen seiner Formen eine Stabilität, die möglicherweise gar nicht existiert. Massiv, bodenständig und präsent wirken seine „Türme der Weisheit“, ihnen entgegengesetzt wirken die sanften Linien auf Julian Khols Bildern, wie scheue Naturwesen, deren Anwesenheit gerade nur so viel preisgibt, dass sie gerade noch da sind. Die wenigen Striche und Formen auf Khols Leinwand überraschen in ihrer Komplexität und gehen gerade mit ihrer sensiblen Sprache mit den monumentalen Skulpturen von Christian in ein Zwiegespräch und eröffnen spannungsgeladene Zwischenräume.

felsfeder

Eine Otto Piene Schau gibt es bei der Galerie Ludorff zu sehen. Der Zero-Künstler ist einer der großen Avantgardisten der deutschen Nachkriegskunst. Themen wie Licht, Raum, Bewegung und Farbe stehen dabei im Fokus seiner künstlerischen Tätigkeit. Das Licht ist dabei ein Material der Kunst des 20. Jahrhunderts. Piene und die Zero-Künstler nutzten das Licht, um Zeit und Raum zu entgrenzen. Als extreme Auseinandersetzung mit Licht setzte Otto Piene Feuer auf seinen Leinwandbildern in Verbindung mit Farbe ein. Diese charakteristischen Feuerbilder und Gouachen sind hier zu sehen.

kolle_pfeife-rauchender-spahi_1925

Dieses große Gemälde von Helmut Kolle zeigt den „Pfeife rauchender Spahi“ von 1925. Der früh verstorbene Maler war zu Lebzeiten der erfolgreichste deutsche Künstler in Paris. Heute sind seine Werke in anspruchsvollsten Privatsammlungen, Galerien und Museen wie dem Städel Museum Frankfurt, der Pinakothek München und dem Ludwig Museum in Köln zu finden. Ein kürzlich erschienener Artikel auf art magazin erzählt über Helmut Kolle. Angeboten wird das hochkarätige Werk von der Galerie Vömel aus Düsseldorf. Neben weiteren Kolle Gemälde und Zeichnungen, sind dort u.a. Werke von Werner Gilles, Gerhard Marcks, Norbert Tadeusz sowie kinetischen Objekte des Düsseldorfer Bildhauers Jörg Wiele zu sehen. Wer es nicht bis Köln schafft, in der Galerie Vömel in der Altstadt ist eine umfassende Ausstellung des Künstlers bis Ende Januar 2017 zu sehen.

Schöne Arbeiten der wegweisenden Künstler des 20. Jahrhunderts wie Max Ernst, Alexej von Jawlensky, Paul Klee werden von der Galerie von Vertes (Zürich) gezeigt.
Wer nun die etablierte untere Etage verlässt, kommt bei einem Aufgang zur COFA Contemporary zum „NOTEINGANG“ der Künstlerin Julia Benz. Die begehbare Rauminstallation konfrontiert den Betrachter mit der Malerei der in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerin – Betreten erlaubt, unbedingt ausprobieren!

Die Setareh Gallery zeigt u.a. Arbeiten der gefragten Düsseldorfer Künstlerin Vivian Greven, Beck und Eggeling konfrontieren Skulpturen von Gerhard Demetz mit Leinwänden des jungen griechischen Malers Nikos Aslanidis und Kunst & Denker Contemporary zeigt Tim Berresheim. Hier benötigt man zum Betrachten der Arbeiten eine 3D-Brille, denn Berresheim hat seine Bilder „Heard but never seen“ gleich zweifach herstellen lassen. Eine Version für 3D-Brillen und eine ohne. Doch stellt der Künstler hiermit nicht die Frage nach dem Wahren, als mehr nach dem Möglichen. Berresheim schafft mit seinen Computerbildern einen neuen künstlerischen Zugang zur Virtuellen Welt und nutzt dabei die neusten Computertechnologien z.B. eine Skulptur geprintet auf einem 3D-Drucker.

Meint man auf der COFA Contemporary 2016 nur junge neue Galerien zu finden, so irrt man, die Galerie Ludorff hat hier einen zweiten Stand, zu sehen u.a. Arbeiten von Katharina Frisch, Hiroshi Sugimoto, Karin Kneffel und Christian Awe.
Van Horn zeigt Jens Ullrich, der Collagen aus Sportfotografien, gefunden in heutigen Tageszeitungen und Abbildungen von Skulpturen aus der NS-Zeit macht. Dabei übersteigt der Künstler mit seinen Arbeiten „Flieger“ das übliche Collage-Format. Sie sind lebensgroß und wurden in ihren einzelnen Papierstücken direkt auf die Leinwand geklebt. Ziemlich beeindruckend!
So – und wer nun erstmal keine Kunst mehr sehen mag, der nehme sich ein Beispiel an diesen zwei Herren:

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Mark Jenkins, Infinity Head, 2016




KiK – Kunst in Köln – NOVEMBER / DEZEMBER 2016

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KIK NOVEMBER / DEZEMBER 2016

 
 
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DIE NEUEN AUSSTELLUNGEN DER KÖLNER MUSEEN IM NOVEMBER / DEZEMBER 2016
 
artothek
Chargesheimer Stipendium für Medienkunst 2016: Miriam Gossing und Lina Sieckmann
3. bis 19. November 2016

Das Chargesheimer-Stipendium der Stadt Köln für Medienkunst geht in diesem Jahr an die beiden Künstlerinnen Miriam Gossing und Lina Sieckmann. Das zentrale Werk der Ausstellung ist der Film „Ocean Hill Drive“, der in diesem Sommer als gemeinsame Diplomarbeit von Miriam Gossing und Lina Sieckmann an der Kunsthochschule für Medien ausgezeichnet wurde und den Preis „Best Film – NRW-Competition“ beim Kurzfilmfestival in Oberhausen erhielt.
Miriam Gossing (1988 geboren in Siegburg) und Lina Sieckmann (1988 geboren in Engelskirchen) kennen sich seit ihrer Kindheit und arbeiten seit Mitte des Studiums an der Kunsthochschule für Medien (2009-2015) zusammen. 16 mm-Film und Video, Fotografie bis hin zu Büchern sind die Medien, in denen sie sich bewegen.
Die Stadt Köln vergibt seit den 1970er Jahren die mit 10.000 Euro dotierten Förderstipendien für junge Künstlerinnen und Künstler. Dazu zählten auch heute bekannte und erfolgreiche Stipendiaten wie Maria de Alvear, Carola Bauckholt, Marcel Beyer, Marianna Christofides, Liane Dirks, Johannes Fritsch, Jens Hagen, Norbert Hummelt, Jürgen Klauke, Thomas Kling, Theo Lambertin, Marcel Odenbach und Manos Tsangaris.

 
Museum für Angewandte Kunst Köln
Kölner Design Preis
4. bis 27. November 2016

Am 3. November wird zum neunten Mal der „Kölner Design Preis“ vergeben. Gewürdigt werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Der Preis ist damit ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Designnachwuchses sowie zur weiteren Profilbildung Kölns als Designstandort von internationaler Bedeutung.

 
SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Hans Eijkelboom - Photographische Konzepte, 1970 bis heute // und: Blick in die Sammlung: Bernd und Hilla Becher - Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes
4. November 2016 bis 19. März 2017

Retrospektive des niederländischen Künstlers Hans Eijkelboom (*1949), der seit den 1970er-Jahren Projekte entwickelte, die sich grundlegend mit der Entwicklung und Existenz von Ideal- und Vorstellungsbildern beschäftigten, mit (photographischen) Klischees und Vorurteilen, mit Vorgängen der Typenbildung, dem Typisieren und Vergleichen als strukturierende Methoden. Dabei ging es ihm immer wieder um das Hinterfragen von Rezeptionsvorgängen als Voraussetzung für die persönliche und kollektive Identitätsentwicklung und Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung. Was sich zunächst abstrakt anhört, gewinnt in der Praxis überzeugend klare, lebensnahe und auch komische Formen, dargestellt in vielen systematischen oft mit kurzen erläuternden Texten einhergehenden Bildreihen, in denen der Mensch eine Hauptrolle einnimmt.

 

1977 haben Bernd und Hilla Becher ihre erste monographische Publikation den Fachwerkhäusern des Siegerlandes gewidmet und damit die Bedeutung dieses Themenkomplexes hervorgehoben. Im Siegerland, eine der ältesten Bergbauregionen Deutschlands, haben die Photographen ihre ersten gemeinsamen Dokumentationen erstellt. Neben Ansichten von Aufbereitungsanlagen, Erzbergwerken und Fördertürmen sind es auch die typischen Fachwerkhäuser, ohne Schmuckelemente standardisiert hergestellt, die für die Bechers zum industriellen Erscheinungsbild des Landstrichs zählen.

 
Museum Ludwig
HIER UND JETZT: Hausbesuch
5. bis 27. November 2016

Nach dem Auftakt der neuen Reihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig im Februar 2016 wird als zweites Projekt unter dem programmatischen Titel Hausbesuch eine Ausstellung realisiert, die nicht im Museum stattfindet, sondern in Privathäusern der Stadt. Sechs internationale KünstlerInnen und Kollektive haben neue ortsspezifische Arbeiten für private Ausstellungsorte realisiert, die entweder konzeptuell, architektonisch oder aufgrund ihrer GastgeberInnen von besonderem Interesse sind.

Die experimentelle Ausstellung verhandelt aktuelle Begriffe von Privatsphäre, Intimität oder Gastfreundschaft in unserer digital vernetzten und nomadischen Gesellschaft. Ebenso werden Konventionen und neue Formen des Wohnens wie auch die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Repräsentation unmittelbar überprüft. Was passiert, wenn nicht nur das Private öffentlich wird, sondern auch das Öffentliche privat?

 
Kunst- und Museumsbibliothek
Heldenbücher, Eiserne Bücher, Ehrenchroniken
5. November bis 27. Dezember 2016

„Gedenkbücher“ zum I. Weltkrieg sind unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt, wie z.B. Heldenbuch, Gedenkbuch, Gedächtnisbuch, Ehrenchronik, Eisernes Buch. Zum Teil wurden sie bereits während des I. Weltkriegs gedruckt und verkauft. Einige boten dem Leser eine Art Geschichtsschreibung sowohl zu den Ursachen und Anfängen des I. Weltkriegs, als auch zur Geschichte des Ortes, der Gemeinde, der Stadt, auf die sich das jeweilige „Gedenkbuch“ bezog. Diese „Ehrenchroniken“ oder „Heldenbücher“ gehören zur Gedenkkultur nach dem I. Weltkrieg wie die so genannten „Kriegerdenkmäler“ oder die Kriegsgräber. Sie sind nicht nur im übertragenen Sinne Denkmäler, sondern waren erklärtermaßen – wie in der „Ehrenchronik unserer Gemeinde“ Troisdorfs zu lesen – als „ein Denkmal unauslöschlichen Gedenkens“ gedacht.

 
Rheinisches Bildarchiv (RBA)
Fotografien für Köln und die Welt
10. bis 22. November 2016

(Ausstellung im Kunsthaus Rhenania, Bayenstraße 28. Köln-Altstadt/Süd)

Das Rheinische Bildarchiv (RBA) der Stadt Köln wird in diesem Jahr 90 Jahre alt und feiert sein Jubiläum mit der Ausstellung „Fotografien für Köln und die Welt“, die die Entwicklung der eigenen Einrichtung sowie den Wandel in der Sachfotografie von Kunst- und Sammlungsobjekten nachzeichnet sowie Einblicke in ausgewählte Fotografenbestände gibt. Präsentiert wird auch eine zeitgenössische künstlerische Reflektion über die Fotografie als Archivgut und Sammlungsgegenstand von dem finnischen Fotografen Ola Kolehmainen.
Aus den Fotografenbeständen werden herausragende Aufnahmen gezeigt, darunter eine Auswahl aus der Serie „Köln 5 Uhr 30“ von Chargesheimer in Gegenüberstellung von Fotobuch und Negativen, Porträt- und Heimatfotografie des Eifelfotografen Heinrich Pieroth, Porträts der Kölner Prominenz von Peter H. Fürst, Jazzer-Porträts von Chargesheimer und Spontanporträts des langjährigen Werbeleiters der Kölnmesse Jürgen Dieter von der Heyde.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Es erscheint eine Archivbox mit 20 Fotografien im Digitaldruck auf Einzelblättern und einer erläuternden Broschüre. Auch eine Sonderedition mit zwei zusätzlichen Handabzügen wird erhältlich sein.

 
artothek
Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst 2016: Lisa Seebach
1. bis 23. Dezember 2016

Lisa Seebachs Skulpturen oszillieren zwischen dem zweidimensionalen und dem dreidimensionalen Bildraum. Die Künstlerin greift in schwarzweißen Zeichnungen Versatzstücke von Objekten aus ihrer Umgebung auf und benutzt sie als Vorlage für ihre Skulpturen. Durch fragile Stahlkonstruktionen, denen sie massige Keramikformen zur Seite stellt, entstehen so aus der einstigen Fläche dreidimensionale Zeichnungen im Raum.

 
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Girolamo Troppa (1637-1710)
2. Dezember 2016 bis 12. März 2017

Das Wallraf besitzt das weltweit größte Konvolut von Zeichnungen des italienischen Barockkünstlers Girolamo Troppa. In der zweiten Hälfe des 17. Jahrhunderts war der Künstler vor allem als Maler und Freskant tätig und wurde dabei von Künstlern wie Pier Francesco Mola, Giovanni Battista Gaulli und Carlo Maratta beeinflusst. Die Ausstellung gibt erstmals einen Einblick in das vielseitige zeichnerische Schaffen Troppas und zeigt eindrucksvoll welche Funktion die Zeichnung im Entstehungsprozess seiner Gemälde und Fresken hatte.

 
Kölnisches Stadtmuseum
Drunter und Drüber: Der Heumarkt
10. Dezember 2016 bis 1. Mai 2017

Ungerm Stätz vum Päd – dort verabredeten sich Kölner Liebespaare auf dem geschäftigen Heumarkt. Seit seiner Enthüllung 1878 war das imposante Reiterstandbild des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. markanter Orientierungspunkt des riesigen Platzes. Den wehenden Schweif des breiten Pferdehinterns konnten die Liebenden als Ort des Stelldicheins nicht verfehlen. Diesen und anderen Geschichten vom Heumarkt widmen sich das Kölnische Stadtmuseum und das Römisch-Germanische Museum nun nach dem Waidmarkt- und Eigelsteinviertel. Vom toten Rheinarm über einen mittelalterlichen Handelsplatz hin zum Epizentrum des Kölner Karnevals ist der Heumarkt vieles gewesen: geschäftig, bunt und laut, aber vor allem eines – ein urkölscher Ort der Begegnung.

 
KölnMesse
Cologne Fine ArtTours. Mit Experten über die Kölner Kunstmesse
17. bis 20. November 2016

Der Museumsdienst Köln setzt die Zusammenarbeit mit der Koelnmesse fort. Auf der diesjährigen Cologne Fine Art vom 17. bis 20. November 2016 führen Experten wieder im Rahmen der „ArtTours“ über die traditionsreiche Kunstmesse. Was hat sich der Künstler dabei gedacht? Was sagt der Galerist dazu? Welche Geschichte steht hinter dem Kunstwerk? Diese und andere Fragen beantworten erfahrene Kunstvermittler des Museumsdienstes Köln bei geführten Rundgängen über die Messe.

Die Public Fine ArtTour, ein öffentlicher Rundgang über die Messe, findet an allen Messetagen um 14 Uhr, am 19. und 20. November zusätzlich um 13 und 15 Uhr statt. Die Teilnahme an der einstündigen Führung kostet zehn Euro pro Person inklusive Headset.

Darüber hinaus können Gruppen individuelle Touren buchen. Für die VIP Fine ArtTours ist eine Voranmeldung beim Museumsdienst Köln, Britta Derichs, unter 0221/972 469 85 oder arttour@museenkoeln.de erforderlich. Eine einstündige Führung für maximal 15 Personen kostet 235 Euro inklusive Headsets.

 
KölnTag / Feiertagsschließung

KölnTag in den städtischen Museen jeden ersten Donnerstag im Monat:
3. November, 1. Dezember 2016.
Weitere Informationen unter www.museenkoeln.de

Die Museen der Stadt Köln sind am 24., 25. und 31. Dezember 2016 sowie am 1. Januar 2017 geschlossen!

 
AUSSTELLUNGSÜBERBLICK NOVEMBER / DEZEMBER 2016
(inkl. der bereits eröffneten Ausstellungen)

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Zwischen Disegno und Design? Von der Zeichnung zum Entwurf, bis 20. November 2016
Von Dürer bis van Gogh. Sammlung Bührle trifft Wallraf, bis 29. Januar 2017
Girolamo Troppa (1637-1710), 2. Dezember 2016 bis 12. März 2017

Museum Ludwig
Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40!, bis 8. Januar 2017
Master of Beauty. Karl Schenkers mondäne Bildwelten, bis 8. Januar 2017
Hier und Jetzt: Hausbesuch, 5. bis 27. November 2016

Römisch-Germanisches Museum
Zerbrechlicher Luxus. Köln – ein Zentrum antiker Glaskunst, bis 13. November 2016
Via Appia – Fotografien von Martin Claßen, bis 11. Dezember 2016

Museum für Angewandte Kunst Köln
Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen, bis 11. Dezember 2016
„Zur Freude!“ Kostbare Dosen und Miniaturen aus zwei Kölner Sammlungen, bis 11. Dezember 2016
Kölner Design Preis, 4. bis 27. November 2016

Rautenstrauch-Joest-Museum
Pilgern – Sehnsucht nach Glück?, bis 9. April 2017

Museum für Ostasiatische Kunst
Leidenschaften in der Kunst Ostasiens, bis 29. Januar 2017

Kölnisches Stadtmuseum
GROSSES KINO! 120 Jahre Kölner Filmgeschichte, bis 6. November 2016
Drunter und Drüber: Der Heumarkt, 10. Dezember 2016 bis 1. Mai 2017

NS-Dokumentationszentrum
Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit, bis 12. März 2017

Kunst- und Museumsbibliothek
Heldenbücher, Eiserne Bücher, Ehrenchroniken, 5. November bis 27. Dezember 2016

artothek
Chargesheimer – Stipendium für Medienkunst 2016: Miriam Gossing und Lina Sieckmann, 3. bis 19. November 2016
Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst 2016: Lisa Seebach, 1. bis 23. Dezember 2016

Rheinisches Bildarchiv (RBA) (Ausstellung im Kunsthaus Rhenania, Bayenstraße 28)
Fotografien für Köln und die Welt, 10. bis 22. November 2016

Käthe Kollwitz Museum Köln
Anneliese Kretschmer – Entdeckungen. Photographien 1922 bis 1975, bis 27. November 2016

SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Hans Eijkelboom – Photographische Konzepte, 1970 bis heute, 4. November 2016 bis 19. März 2017
Blick in die Sammlung: Bernd und Hilla Becher – Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes, 4. November 2016 bis 19. März 2017

Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur
Das Echo der Utopien. Tanz und Politik, verlängert bis 29. Januar 2017

Kolumba
Kurt Benning – Burgtreswitzmensch, bis 10. Juli 2017
»Me in a no-time state« – Über das Individuum, bis 14. August 2017

Schokoladenmuseum Köln
Konsum – Verantwortung – Zukunft. Wie wollen wir in Zukunft leben?, 8. November 2016 bis 18. Februar 2017
Himmlisch! Die Engelausstellung, 23. November 2016 bis 8. Januar 2017

 
AUSSTELLUNGSVORSCHAU JANUAR / FEBRUAR 2017

artothek
Ulla Bönnen, 11. Januar bis 18. Februar 2017

Museum für Angewandte Kunst Köln
FULL House: Design by Stefan Diez, 17. Januar bis 11. Juni 2017

Museum Ludwig
Gerhard Richter, 9. Februar bis 30. April 2017
Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus, 18. Februar bis 14. Mai 2017

 

Web: www.museenkoeln.de

Kunst in Köln – MAI / JUNI 2016

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KIK MAI / JUNI 2016

 
 
| museenkoeln  Kunst in Köln
 
 
 
DIE NEUEN AUSSTELLUNGEN DER KÖLNER MUSEEN IM MAI/JUNI 2016
 
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst. Für Marcel Broodthaers
20. Mai bis 14. August 2016

Vor fast vierzig Jahren, am 26. Februar 1976, starb in Köln der belgische Künstler Marcel Broodthaers. Mit seiner Ausstellung möchte das Wallraf an den international bedeutenden Künstler, Poeten, Fotografen und Filmemacher erinnern, der auch als Ausstellungsmacher und Kurator des von ihm selbst gegründeten und nach kurzer Zeit wieder geschlossenen Musée d’Art Moderne tätig war. Doch werden in Köln keine Kunstwerke oder Objekte von Broodthaers zu sehen, vielmehr orientiert sich die Schau an der experimentellen Ausstellungspraxis des Künstlers, oder um es mit seinen Worten zu sagen: „Ihr Ergebnis stand nicht von Anfang an fest“. Es geht um kunsthistorische Ordnungssysteme sowie um verschiedene Formen der Repräsentation von Papierarbeiten, die alle aus der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums stammen. Es wird somit keine herkömmliche Ausstellung sein, die das Museum zum Gedenken an den Künstler zeigt, sondern, um es mit seinen Worten zu sagen, eine „Versuchsanordnung“ im „Stil des Arrangements“.

 
Museum für Angewandte Kunst Köln
"Schau mich an". Illustrationen von Ingrid Godon und Kinderporträts von August Sander
26. Mai bis 10. Juli 2016

Die Ausstellung vereint erstmals eine Auswahl von Kinderporträts des berühmten Fotografen August Sander mit einer Reihe eindringlicher und zart gezeichneter Porträts der flämischen Illustratorin Ingrid Godon, die diese für ihre Bücher „Ich wünschte“ und „Ich denke“ schuf. Die August Sander-Fotografien sind Leihgaben der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur.
Der intensive und genaue, zumeist frontal auf die porträtierten Kinder und deren spezifischen Ausdruck gerichtete Blick der beiden Künstler verbindet die Werkgruppen. Darüber hinaus schaffen die poetischen und prägnanten Texte des niederländischen Kinderbuchautors Toon Tellegen aus dem Buch „Ich wünschte“, in denen der Autor fiktive Wünsche und Gedanken der von Ingrid Godon gezeichneten Kinder in Worte fasst, eine weitere Verbindung über die fast 100 Jahre auseinanderliegenden Arbeiten von August Sander und Ingrid Godon. Die Ausstellung entwickelt ein eindrückliches und zeitloses Bild von Kindheit und nähert sich deren spezifischem Wesen an.
In einem separaten Bereich können die jungen Besucher ausgiebig in den Büchern und Katalogen beider Künstler stöbern, sich selbst zeichnerisch oder fotografisch porträtieren und ihre eigenen Gedanken und Wünsche in Worte und Bilder fassen. Die Ausstellung steht im Kontext der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen, die in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum mit dem Fokus auf Flämische und Niederländische Kinder- und Jugendliteratur feiert. www.kibuwo-koeln.de

 
Römisch-Germanisches Museum
Zerbrechlicher Luxus. Köln - ein Zentrum antiker Glaskunst
3. Juni bis 13. November 2016

Den Kern der Ausstellung bildet die weltweit größte Sammlung römischer Gläser des Römisch-Germanischen Museums, die unzählige, oft noch nicht ausgestellter Glasfunde aus sieben Jahrhunderten (1. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) umfasst. Präsentiert wird unter anderem das weltweit einzige dreifarbige Netzglas, das Kölner Diatret. Außerdem zeigt das Museum herausragende Gläser, die im 18. oder 19. Jahrhundert in Köln gefunden, von den Findern aber veräußert wurden und nun in den Sammlungen großer Museen bewahrt werden – in München, London oder New York.

 
Kölnisches Stadtmuseum
GROSSES KINO! 120 Jahre Kölner Filmgeschichte
4. Juni bis 6. November 2016

Das Kölnische Stadtmuseum und Köln im Film e.V. erinnern an die erste öffentliche Kinovorführung auf deutschem Boden, die am 20. April 1896 in Köln stattfand. Im Mittelpunkt steht die 120-jährige Geschichte der Kölner Kinos. Die Schau spannt den Bogen vom ersten Vorführraum im Haus am Augustinerplatz 12 bis zu den prunkvollen Lichtspieltheatern in der Innenstadt, vom Kino-Boom der 1950er und den „Schachtelkinos“ der 1970er Jahre bis hin zur heutigen Mischung aus Multiplex- und Filmkunstkinos.
Die Kölner Kinogeschichte hat viele Besonderheiten hervorgebracht: Etwa das „Kino für Jedermann“ der späten 1920er Jahre, Querverbindungen zwischen Kino und Karneval oder 1968 XSCREEN, ein Studio für den experimentellen Film. Mit optischen Geräten, den Vorläufern der „lebenden Bilder“, mit Stars der Filmgeschichte, der digitalen Technik und Sinneseindrücken im Kinosaal geht der Blick dabei auch immer wieder über den Kölner Stadtrand hinaus.
„Großes Kino!“ – ein unterhaltsamer Streifzug durch einen ganz besonderen Teil der Kölner Stadtgeschichte.

 
artothek
Catherine Lorent
9. Juni bis 27. August 2016
 
SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Der typologische Blick - Ausstellung für Hilla Becher
13. Juni bis 3. Juli 2016

Die Gruppenausstellung ist Hilla Becher gewidmet, die im Oktober 2015 verstorben ist. Präsentiert werden neben Bildwerken von Bernd und Hilla Becher Photographien der Schülerinnen und Schüler, die seit 1976 die Photographie-Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf besucht haben.

Mit Photographien von Bernd und Hilla Becher, Max Becher und Andrea Robbins sowie Boris Becker, Laurenz Berges, Natascha Borowsky, Wendelin Bottländer, Frank Breuer, Susanne Brodhage, Ralf Brueck, Götz Diergarten, Volker Döhne, Chris Durham, Elger Esser, Claudia Fährenkemper, Anna Ferrer, Bernhard Fuchs, Ulrich Gambke, Edith Glischke, Claus Goedicke, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Manfred Jade, Paul Janka, Christof Klute, Matthias Koch, Christian Konrad, Yoonjean Lee, Katharina Mayer, Ralph Müller, Thomas Neumann, Simone Nieweg, Tata Ronkholz, Martin Rosswog, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Heiner Schilling, Nina Schmitz, Stefan Schneider, Kris Scholz, Josef Schulz, Sigune Sievi, Christine Sommerfeldt, Daniela Steinfeld, Thomas Struth, Birgitta Thaysen, Petra Wunderlich, Andrea Zeitler.

 
NS-Dokumentationszentrum
Philibert und Fifi. Der Skizzenblock eines Zwangsarbeiters
15. Juni bis 21. August 2016

Philibert-Charrin (1920–2007), ein junger französischer Künstler, wurde 1943 vom Vichy-Regime zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich verpflichtet. Er wurde in der Nähe von Graz als Erdarbeiter eingesetzt. Charrin war ein begabter Zeichner und Karikaturist. Mit einem Blick für die Eigenheiten der Menschen, mit spitzer Feder und einer großen Portion Humor, hielt er in seinem Skizzenblock die Lebenswelt der Zwangsarbeiter fest und karikierte die österreichischen Vorarbeiter. Eine Besonderheit in seinen Zeichnungen ist das Strichmännchen „Fifi“, sein Alter Ego, als beobachtender Kommentator.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden seine Zeichnungen ausgestellt. Als französischer Künstler erlangte er ein großes Ansehen, für seine Karikaturen als Zwangsarbeiter interessierte sich aber niemand mehr. Nun, nach mehr als 70 Jahren, zeigt das NS-DOK diesen einzigartigen Schatz an Karikaturen, ergänzt um Originaldokumente aus seinem Nachlass.

 
Kölnisches Stadtmuseum
Carl Niessen: Ein Kölner Sammler im Wahn (kleine KUBUS-Ausstelllung)
24. Juni bis 25. September 2016

Seit 1920 war Carl Niessen (1890–1969) Leiter des Instituts für Theaterwissenschaft an der Universität Köln und seit 1929 Professor für Theaterwissenschaften. Hier lehrte er bis zu seiner Emeritierung 1959. Über viele Jahrzehnte baute er eine bedeutende theaterwissenschaftliche Sammlung auf. Sie ist seit 1955 im Schloss Wahn untergebracht. Gemeinsam mit der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Schloss Wahn der Universität Köln wird sein Lebenswerk kritisch beleuchtet.

 
Museumsfest in allen Häusern
22. Mai 2016

Das 20. Kölner Museumsfest findet traditionell am Internationalen Museumstag statt und hat in diesem Jahr das Motto: »Museen in der Kulturlandschaft«. Besucher können sich auf Entdeckungsreise durch die Kölner »Kulturlandschaft« begeben und neben unseren »klassischen « Museen auch Einrichtungen wie die Akademie der Künste der Welt, das Historische Archiv, das Rheinische Bildarchiv oder das Festival »new talents – biennale cologne« entdecken. Alle Einrichtungen schützen, bewahren und präsentieren kulturelle Ausdrucksformen, Bilder und Geschichte(n). So wird kulturelle Identität und Vielfalt sichtbar und erfahrbar in mehr als 170 Veranstaltungen an 29 Orten.
Mehrere Social-Media-Aktionen begleiten den Internationalen Museumstag.

Die kostenlosen Shuttlebusse der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) bringen die Besucher zu fast allen Einrichtungen. Fast alle Veranstaltungen sind kostenlos.

 
KölnTag

KölnTag in den städtischen Museen jeden ersten Donnerstag im Monat: 2. Juni.
Kein KölnTag im Mai! 
Weitere Informationen unter www.museenkoeln.de

 
AUSSTELLUNGSÜBERBLICK MAI / JUNI 2016
(inkl. der bereits eröffneten Ausstellungen)

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Palmyra – Was bleibt? Louis-François Cassas und seine Reise in den Orient, bis 8. Mai 2016

Ein vergessenes Meisterwerk. Das Antwerpener Altarbild der Kölner Kreuzbrüder, bis 12. Juni 2016

Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst. Für Marcel Broodthaers, 20. Mai bis 14. August 2016

Museum Ludwig

HIER UND JETZT im Museum Ludwig – Heimo Zobernig, bis 22. Mai 2016

Fernand Léger. Malerei im Raum, bis 3. Juli 2016

Huang Yong Ping. Wolfgang-Hahn-Preis 2016, bis 28. August 2016

Kunst- und Museumsbibliothek

Concept: slide a step > Etwas verändern, bis 12. Juni 2016

Römisch-Germanisches Museum

Zerbrechlicher Luxus. Köln – ein Zentrum antiker Glaskunst, 3. Juni bis 13. November 2016

Museum für Angewandte Kunst Köln

RADIO ZEIT: Röhrengeräte – Design-Ikonen – Internetradio, bis 5. Juni 2016

Vera Lossau – Ein kurze Geschichte der Löcher, bis 31. Juli 2016

„Schau mich an“. Illustrationen von Ingrid Godon und Kinderporträts von August Sander, 26. Mai bis 10. Juli 2016

Museum für Ostasiatische Kunst

Magie der Zeichen. 3000 Jahre chinesische Schriftkunst, bis 17. Juli 2016

Kölnisches Stadtmuseum

GROSSES KINO! 120 Jahre Kölner Filmgeschichte, 4. Juni bis 6. November 2016

Carl Niessen: Ein Kölner Sammler im Wahn (kleine KUBUS-Ausstellung), 24. Juni bis 25. September 2016

NS-Dokumentationszentrum

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt, bis 21. August 2016

Philibert und Fifi. Der Skizzenblock eines Zwangsarbeiters, 15. Juni bis 21. August 2016

artothek

Sabrina Fritsch / ART COLOGNE Award for New Positions 2014, bis 28. Mai 2016

Catherine Lorent, 9. Juni bis 27. August 2016

Käthe Kollwitz Museum Köln

Gussgeschichte(n). Das plastische Werk von Käthe Kollwitz in Gips, Stucco, Bronze und Zink, bis 5. Juni 2016

Domschatzkammer Köln

Der Kölner Dom und die Preußen, bis 4. September 2016

SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Mit anderen Augen – Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie, bis 29. Mai 2016

Der typologische Blick – Ausstellung für Hilla Becher, 13. Juni bis 3. Juli 2016

Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur

Das Echo der Utopien. Tanz und Politik, bis 14. August 2016

Kolumba

Der rote Faden. Ordnung des Erzählens, bis 22. August 2016

Anna & Bernhard Blume. Transzendentaler Konstruktivismus, bis 22. August 2016

Bethan Huws, bis 22. August 2016

Deutsches Sport & Olympia Museum

Die Paralympics – Sport ohne Limit, 26. Juni bis 31. Juli 2016

 
AUSSTELLUNGSVORSCHAU JULI / AUGUST 2016

SK-Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Max Regenberg. Urban Decorations – die dekorierte Stadt, 15. Juli bis 16. Oktober 2016

Museum für Ostasiatische Kunst

Leidenschaften in der Kunst Ostasiens, 13. August bis Anfang 2017

Museum für Angewandte Kunst Köln

Willy Fleckhaus. Design, Revolte, Regenbogen, 26. August bis 11. Dezember 2016

Museum Ludwig

Wir nennen es Ludwig. Das Museum Ludwig wird 40!, 27. August 2016 bis 8. Januar 2017

 

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Förderstipendium der Stadt Köln 2016 für Literatur


Förderstipendium der Stadt Köln 2016 für Literatur

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Förderstipendien der Stadt Köln 2016 für Kunst

Förderstipendien der Stadt Köln 2016 für Kunst

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Museum Ludwig (Köln): Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag


MUSEUM LUDWIG: Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag




Museum Ludwig Köln



Bernard Schultze. Zum 100. Geburtstag
Eröffnung: 29. Mai, 19 Uhr
Ausstellung: 30. Mai �“ 22. November 2015

 
Bernard Schultze (1915-2005) war ein führender Protagonist der gestisch-abstrakten Malerei in Europa. Als er 1952 mit Karl Otto Götz und anderen die Künstlergruppe Quadriga gründete, war dies die Geburtsstunde des Informel in Deutschland. Schon früh bildete Bretons Postulat eines schöpferischen Arbeitens unter dem Diktat des Unbewussten den Leitfaden für Schultzes Schaffen.

 

In der Folge entwickelte er eine ureigene, zugleich vielfach kunstgeschichtlich vernetzte Bildsprache, die ihn als singuläre Persönlichkeit in Malerei und Zeichnung etablierte. Dazu trug auch die Schöpfung seiner Migofs bei, jener phantastisch wuchernden, vage gestalthaften Farbgebilde, die zuweilen seine abstrakt-expressiven, dabei in hohem Maße assoziativen Werke bevölkern. In der beständigen Aufzeichnung malerischer Reaktionsketten schuf er bis zu seinem Tod im April 2005 auf häufig monumentalen Leinwänden ein fulminantes Spätwerk.

Das Museum Ludwig, das über einen Teil des künstlerischen Nachlasses von Bernard Schultze verfügt, widmet dem am 31. Mai 1915 geborenen Künstler eine Hommage zum einhundertsten Geburtstag. In drei Räumen werden Werke aus dem eigenen Sammlungsbestand präsentiert. Neben einer Reihe früher Zeichnungen und Bilder sind vor allem Arbeiten aus den beiden letzten Schaffensdekaden zu sehen. Darüber hinaus erscheint zu diesem Anlass das Werkverzeichnis der Gemälde und Skulpturen von Bernard Schultze im Hirmer Verlag.

Seit 1968 bis zu seinem Tod 2005 hat Bernard Schultze in Köln gelebt und gearbeitet. Über Jahrzehnte war er – gemeinsam mit seiner 1999 verstorbenen Ehefrau, der Künstlerin Ursula – eine feste Größe im kulturellen Leben der Stadt. In zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen und Sammlungen waren und sind seine Werke mit den ihnen eigenen, zuweilen sehr überraschenden Formfindungen vertreten.

1994 richtete das Museum Ludwig in der Josef-Haubrich-Kunsthalle in Köln die Ausstellung „Bernard Schultze – Das große Format“ aus, die von der beeindruckenden Kraft im Spätwerk des Künstlers zeugte. In einer weiteren Station dieser Ausstellung wurden die Gemälde im Museum der Schönen Künste in Budapest präsentiert. Dort traten sie in einen lebendigen und spannungsvollen Dialog mit großformatigen Werken der Barockmeister. Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum wurden seine Werke Mitte der achtziger Jahre in einer Sonderausstellung gemeinsam mit mittelalterlichen Altären und Tafelbildern gezeigt.

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf zeigt vom 19. April bis 30. August 2015 „Bernard Schultze (1915 – 2005) Werke aus der Sammlung Kemp“.

Das Arp Museum in Remagen präsentiert die Ausstellung „Ein heller Hauch, ein funkelnder Wind Bernard Schultze zum 100. Geburtstag“ vom 19. Juni 2015 bis 1. Mai 2016.

 
Bildnachweis:
Sammlung Erich Stenger, Montage: Museum Ludwig
Robert Adams, Aus: Our Lives and Our Children, 1981, Silbergelatine, 74-teilig, Je 31,50 x 22,50 cm Museum Ludwig © Robert Adams 
 
 
 

 
 

 
 


AUSSCHREIBUNG an japanische & chinesische Künstler/innen und Studierende


AUSSCHREIBUNG an japanische und chinesische Künstlerinnen und Künstler und Studierende aller Sparten der bildenden und medialen Kunst.

Ausschreibung_Bambus


In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Chinafreunde e.V., Partnerschaftsverein Köln - Peking veranstaltet die Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt e.V. Köln im November 2015 in ihren Räumlichkeiten die Kunst- und Themenausstellung 竹 – Zhú – Bambus – Take.

Als typisches Charakteristikum asiatischer Kultur ist Bambus für die Menschen in Japan und China von hohem Symbolwert und ein wichtiger Bestandteil im Alltagsleben und in den unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen beider Länder. Bambus steht als gesamtasiatisches Thema – zumindest aus westlicher Sicht – länder- und gesellschaftsübergreifend sinnbildlich für diese Region.

Daher liegt der Fokus dieser Ausstellung auf den Gemeinsamkeiten Chinas und Japans in Bezug auf die Verwendung von Bambus als künstlerisches Motiv in Malerei und Literatur, als Werkstoff für Alltags- und rituelle Gegenstände und als Mittel, einen künstlerischen chinesisch-japanischen Dialog in Gang zu setzen.

Der überwiegende Teil der Ausstellungsfläche ist für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema reserviert (Hauptausstellungsraum ca. 75 m2, Deckenhöhe 4,00 m).

Hierzu laden wir chinesische und japanische Künstler aller Sparten der bildenden und medialen Kunst ein, sich als Paar oder Gruppe für diese Ausstellung zu bewerben. Einzelbewerbungen können im Ausnahmefall berücksichtigt werden. Die Veranstalter machen hinsichtlich der Umsetzung keinerlei Vorgaben und sind offen für Neues, Experimentelles, Disziplinübergreifendes, Überraschendes zum übergeordneten Thema Bambus. Materialkosten in Höhe von 700,- € werden zur Verfügung gestellt.

Ergänzende Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Workshops etc.) sind in Vorbereitung.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (Deutsch oder Englisch) inklusive Ausstellungskonzept bis zum 31.03.2015 (Einsendeschluss)
per e-mail an: bambus@tenri-kw.de
oder per Post:
Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt e.V. Köln
- Bambus -
Kartäuserwall 20
50678 Köln

Informationen unter www.tenri-kw.de
Telefonisch unter: 0151/42490901 (Andreas Hentrich / Kurator)


Ausschreibungsbedingungen:

1. Eine Jury aus kunstsachverständigen Vertretern der Veranstalter sowie dem Kurator Andreas Hentrich entscheidet bis zum 30.04.2015 über die Teilnahme. Alle Bewerber werden im Anschluss über das Ergebnis informiert.
2. Zur Realisierung der Ausstellung steht den Künstlern eine Summe von 700,- € zur freien Verfügung (für Material, Transport etc.).
3. Zur Deckung eigener Unkosten erhält der Veranstalter im Verkaufsfall eine Provision von 30% des Verkaufspreises.
4. Die Arbeiten verbleiben im Besitz der Künstler.
5. Die Arbeiten sind während der Ausstellung versichert.
6. Technische Geräte und Medien werden nach Absprache und Möglichkeit bereitgestellt.
7. Die Kunstausstellung findet im Hauptraum (ca. 75 m2, Deckenhöhe 4 m) statt. In den beiden kleinen Räumen werden ergänzend verschiedene Gegenstände aus Bambus präsentiert, bzw. japanische und chinesische Teezeremonien durchgeführt.
8. Im Hauptraum befindet sich ein Flügel, der verschoben, aber nicht entfernt werden kann.
9. Konzerte und Lesungen werden im Hauptraum durchgeführt. Bei Installationen sollte darauf geachtet werden, dass zu diesen Zeiten Platz für eine Bestuhlung vorhanden sein muss. Bilder der Räumlichkeiten und einen Grundriss erhalten Sie hier: www.tenri-kw.de/uber/raumlichkeiten



Museumsnacht Köln 2014 nit rund 20.000 Besucher zum Jubiläum


Museumsnacht Köln – Mit rund 20.000 Besucher ein gelungenes Jubiläum

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PRESSEMITTEILUNG

Sonntagmorgen, 08.11.2014, 2.00 Uhr. Bereits jetzt zeigt sich, die 15. Museumsnacht war ein voller Erfolg. 20.000 begeisterte Besucher strömten durch die Nacht, um die Kölner Museen und Kunstorte zu erkunden. Und die Wahl fiel nicht leicht – Im Jubiläumsjahr glänzte neben hochkarätigen Ausstellungen das individuelle Rahmenprogramm mit über 200 Veranstaltungen: Von mittelalterlicher Schatzkunst im Museum Schnütgen über knallige Pop Art im Museums Ludwig bis hin zu audiovisuellen Performances im Quartier am Hafen. Und auch die Kinder hatten in diesem Jahr viel Spaß im Juniormuseum, bei Krimilesungen und einem Sockenkonzert.

Museumsnacht-Eröffnung mit großem Andrang

Bereits zur Eröffnungsveranstaltung im Museum Schnütgen um 18 Uhr herrschte großer Andrang. Dort eröffnete Oberbürgermeister Jürgen Roters gemeinsam mit dem StadtRevue Verlag und dem Geschäftsführer der NetCologne GmbH, Dr. Mario Alexander Wilhelm, die 15. Museumsnacht Köln. Oberbürgermeister Jürgen Roters, zum ersten Mal auch Schirmherr der Museumsnacht, erklärte begeistert:

»Der Museumsnacht Köln verdanken wir es, dass der Kulturkalender unserer Stadt seit nunmehr 15 Jahren jedes Jahr um eine spannende, lebhafte und inspirierende Kulturveranstaltung bereichert wird. Die Museumsnacht ist wie ein breit aufgefächertes Buffet, aus dem man sich die kulturellen Köstlichkeiten heraussuchen kann.«

Im Museum Schnütgen fiel somit zugleich der Startschuss für 46 Kunststationen. Hier konnten die Gäste auch gleich einen Blick in die lang erwartete Sonderausstellung »Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult« werfen. Zudem animierte diese großartige Schau auf Pilgerschaft durch die Museumsnacht zu gehen und eine Vielzahl von Kunstschätzen zu entdecken.

Auch am Neumarkt, wo sich die große Info-/Servicezentrale der Musuemsnacht befand, war es bereits ab 18 Uhr voll. NetCologne versorgte Nachtschwärmer hier mit Provianttüten inkl. Sandwiches und früh-Kölsch. Mit Cake-Pops und Karamell-Bonbons versüßte Werther´s Original Museumsnacht-Besuchern die Nacht.

Museumsnacht Köln 2014 - Foto Stadtrevue

Museumsnacht Köln 2014 - Foto Stadtrevue

Museumsnacht feiert 15. Geburtstag

Zum 15. Jubiläum gab es dann auch ganz besonders viele Highlights zu erleben: Packende Lesungen, energiegeladene Sounds und aufregende Performances. Den Geburtstag nahm auch das Quartier am Hafen zum Anlass zum ersten Mal seine Türen zur nächtlichen Stunde zu öffnen. »Das interdisziplinäre Angebot hat ein breites Publikum zu uns ins Quartier am Hafen gelockt! Wir freuen uns mit all den gut gelaunten Kunstinteressierten den Abend abzuschließen.« erklärte Bettina Nampé, die künstlerische Leiterin des Quartier am Hafen begeistert.
Natürlich durfte auch eine ordentliche Party zur 15. Museumsnacht nicht fehlen! Ab 21 Uhr sorgte das weltbekannte Kölner Plattenlabel KOMPAKT für eine gelungen Geburtstagsparty zur 15. Museumsnacht Köln – mit insgesamt vier Live-Acts plus abschließendem DJ-Set von Tobias Thomas. Unter dem Motto »Kompakt Goes Ludwig« wurde dort bis zum Morgengrauen gefeiert und getanzt.

Volle Häuser, begeisterte kleine und große Besucher

Neben Publikumsmagneten, wie das Wallraf-Richartz-Museum mit seiner epochenübergreifenden Blockbusterausstelung »DIE KATHEDRALE. Romantik – Impressionismus - Moderne«, zog vor allem das erstmalige Familienprogramm ganz neue Museumsnacht-Teilnehmer an. Vor allem die Krimilesung im Kölnischen Stadtmuseum animierte Groß und Klein zum mitraten. Aber auch die Musiker von Mosaic Coelln verzauberten mit ihrer Glasharfe die Kinderohren. »Am besten fanden wir, dass man hier sogar selbst die Instrumente ausprobieren durfte. Es ist einfach cool nachts im Museum zu sein«, erklärten Asya (8 Jahre) und Helena (11 Jahre) ganz begeistert. Eine gelungene Premiere also für die kleinen Besucher der Museumsnacht.

Überraschungen zur Museumsnacht

Nachtschwärmer oder Kunstliebhaber – in der Museumsnacht kommt jeder auf seine Kosten. Katharina Mrugalla, Projektleiterin der Museumsnacht (StadtRevue Verlag), resümiert: »Es war eine grandiose Museumsnacht. Wir freuen uns, dass rund 20.000 Besucher gemeinsam mit uns und den Häusern ein wunderbares 15. Jubiläum gefeiert haben. Auch das Wetter hat wie bestellt mitgespielt. Wir sind sehr stolz und zufrieden.« Einzigartige Lichtperformances im Quartier am Hafen, melancholische Klänge inmitten römischer Gemäuer oder beeindruckende Schätze aus dem Morgenland – Die Kunstnacht der Nächte spiegelte das vielfältige und lebendige Kunst- und Kulturtreiben Kölns in einzigartiger Weise wider.