Rudolf Petzinger – „Das Fernglas“


Rudolf Petzinger - Mein neustes Werk: "Das Fernglas"


Wo ist Ruhe?

Wo ist die Ruhe? In einer Tasse Tee? Weit weg? Oder in DIR selbst?



Ausstellungsrezension: Sammlung PHILARA (Düsseldorf) – „IMPORT-EXPORT“ (noch bis 23.3.)

IMPORT-EXPORT

Eine Ausstellung der Kunststudierenden der TU Dortmund in der Düsseldorfer Sammlung Philara.

Von Julia Reich

Während der Ausstellungseröffnung am 20.02.2014 konnte man sich davon überzeugen, dass die Technische Universität Dortmund nicht nur erfolgreiche Ingenieure und Naturwissenschaftler ausbildet, sondern auch die Schönen Künste ihren Platz an der TU haben. Der Leiter des Lehrstuhls für Malerei Prof. Jan Kolata und die Dozentin Sabrina Haunsperg haben 23 künstlerische Positionen aus Dortmund nach Düsseldorf importiert. Es wurden Arbeiten unterschiedlicher Gattungen präsentiert, wobei der Schwerpunkt bei malerischen und zeichnerischen Arbeiten, die in jeder Größendimension ausgeführt wurden – vom typischen Fotografiekleinformat hin zu zwei Meter hohen Gemälden. Nicht nur im Format sondern auch in Bildauffassung und Sujet zeigt IMPORT EXPORT in den teils schmalen Gängen der ehemaligen Industrieräumlichkeiten das breite Spektrum zeitgenössischer Malerei aus dem Ruhrgebiet. Von abstraktem Farbgemenge, das sich in prismenhaft-gebrochenen Farbfächern findet über fotorealistische, an Nachrichtenbilder anmutende, Malereien hin zu einer malerischen Auseinandersetzung mit Steaks.


importDie gut besuchte Ausstellungseröffnung zeugt davon, dass Düsseldorf neugierig auf die zeitgenössische Kunst des Ruhrpotts ist. Im Gespräch mit einigen Studierenden wird deutlich,  dass die Möglichkeit des Ausstellens in Dortmund bis auf das Museum im U-Turm stark eingeschränkt ist. Umso mehr empfinden die ausstellenden jungen KünstlerInnen die IMPORT EXPORT Ausstellung als exklusives Privileg. Zur Zeit stellt Jan Kolata seine abstrakten großformatigen Malereien in der Johanneskirche in der Düsseldorfer Innenstadt aus. Langsam aber sicher, rückt nun auch nichtlokale Kunst in den Fokus der Düsseldorfer Kunstszene und findet ausreichend Anerkennung. Eine positive Entwicklung, die kreatives Potenzial freisetzt und hoffentlich auf fruchtbaren Nährboden fällt.



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Ausstellungsdauer bis 23. März 2014

Öffnungszeiten: samstags 14 bis 17.30 Uhr, sonntags 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung unter info@philara.de



Sammlung Philara
Showroom UG
Walzwerkstraße 14
40599 Düsseldorf
www.philara.de




Unser neues Mitglieder-/Rechtekonzept auf KunstDuesseldorf.de


Liebe bisherige und zukünftige Mitglieder von KD,

um den weiteren Ausbau dieses Portals zu einer kompetenten Adresse in Sachen Kunst in Düsseldorf und NRW gewährleisten zu können, haben wir uns dazu entschieden, ein neues, gestaffeltes Mitgliederkonzept einzuführen. Hiernach ist es zwar weiterhin möglich, sich kostenlos zu registrieren, ein Profil von sich zu erstellen und im Community-Bereich aktiv zu sein. Darüber hinaus gehende Features und Möglichkeiten können jedoch nur bei Bestehen eines Basisaccounts bzw. eines Premiumaccounts genutzt werden. So ist z. B. ein vollständiger Zugriff auf alle Ausschreibungen nur bei Bestehen eines Basisaccounts möglich, ebenso das Veröffentlichen jeglicher Arten von Beiträgen (z. B. Ausstellungshinweise). Zum Anlegen und Verwalten einer Künstlerseite braucht man ein Premiumkonto.

Im Zuge der Umstellung auf dieses neue Konzept haben wir die bisherigen Mitgliedschaften auf den Status "registriert" gesetzt. Falls Sie sich also wundern, warum Sie sich als bereits registrietes Mitglied keine Artikel mehr veröffentlichen können, so liegt das an ihrer fehlenden Basis-/Premiummitgliedschaft.

Möchten Sie die Möglichkeiten einer Basis- oder Premiummitgliedschaft nutzen, so können Sie diese über die Seite Mitgliedsoptionen gegen die Zahlung eines bescheidenen Halbjahresbeitrag erwerben. Auf dieser Seite finden Sie auch die Details der jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten. Die Zahlungsabwicklung erfolgt sicher über PayPal (Sie benötigen eine Kreditkarte).

Mit ihrem Beitrag unterstützen Sie zum einen unsere Arbeit und die Kunst in unserer Stadt. Zum anderen ist es Ihnen dadurch möglich, unsere gute Positionierung und unsere hohe Frequentierung zur Steigerung ihrer Wahrnehmung im Web zu nutzen.

Übrigens: dem Ziel, unser Portal zu der Anlaufstelle in Sachen Kunst in Düsseldorf zu machen, wieder einen kleinen Schritt näher gekommen, in dem wir die KUNSTHALLE Düsseldorf als ersten Museumskunden gewinnen konnten.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie/Dich ebenfalls als aktives Mitglied gewinnen können.

Mit besten Grüßen
Sven Blatt

Aufruf an unsere Leser: erzähle uns deine Kunst Story / Call 4 our audiance: tell us your art story

KunstDuesseldorf.de möchte seine Leser kennenlernen

(For the english version pls. scroll down)

Unser Kunstportal www.kunstduesseldorf.de verzeichnet von Monat zu Monat eine steigende Anzahl von Besuchern (im OKT waren es über 8.000!). Insbesondere bekommen wir auch immer stärkeren internationalen Zulauf. Dies freut uns natürlich sehr und ist zugleich ein Ansporn.

Die meisten unserer Leser bleiben uns unbekannt, was natürlich normal für Massen-
medien ist, insbesondere für das anonyme Web. Weil es uns aber interessiert, wer Ihr seid, was Euch an dem Thema Kunst interessiert, was ihr vielleicht auch selbst an Kunst macht, aus welchem Land/Stadt ihr kommt, was dort in Sachen Kunst so alles los ist und was ihr anderen Lesern an Kunstlocations aus eurer Heimat gerne empfehlen möchtet etc., geben wir Euch die Gelegenheit, Euch hier einmal vorzustellen und/oder etwas Interessantes zu Dir und deinem Bezug zur Kunst zu erzählen.

Wie geht das? Schreibt uns einfach eure Mitteilung in das unter diesem Artikel angezeigten Kommentarfeld, tragt euren Namen und eure E-Mail-Adresse ein (wird nicht veröffent-
licht) und dann einfach abschicken. Es ist also keine vorherige Registrierung notwendig, um einen Kommentar zu schreiben. Danach geben wir dann deinen Kommentar frei.

Wir würden uns über eine hohe Beteiligung freuen und sind gespannt, was ihr uns so schreibt.

Viele Grüße
Sven Blatt, KunstDuesseldorf.de


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(English version)

Our art portal www.kunstduesseldorf.de is counting more and more hits and traffic (e. g. in Oct more than 8.000!). Especially we are recognizing rising counts from our audience from abroad. We are happy about this and this give us also more motivation to go further on.

Most of our audience is personally unknown, normal case in mass media, especially in web. But as we are interested in you, who you are, what your special interest in art is, what kind of art you are making perhaps of your own, in which country/city you are living and what kind of art activities take place there and what art locations in your home region you perhaps can recommend to our audience, we here provide you the opportunity to contribute with your personal story of art to our community.

How it works? Simply write down your story, fill in your name an e-mail-address (not shown in public) and we will than release your contribution. It is not any registration necessary.

So now we are curiously looking forward on what will come.

Best Regards
Sven Blatt, KunstDuesseldorf.de

KunstDuesseldorf hat ein neues Logo! – Jetzt ganz einfach einbauen

KunstDuesseldorf hat ein neues Logo!

Um unseren Webauftritt weiter zu vereinheitlichen und optisch aufzuwerten, haben wir ein neues Logo gestaltet.

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Wer unser Logo auf seiner Website als Backlink integrieren möchte, der kann den unten angegebenen Code (von <div> bis </div>) in die Codierung seiner Website an entsprechender Stelle integrieren, ein Download des Logos ist dazu nicht notwendig.

Der Einbau unseres Logos ist insbesondere interessant für die Künstler, die auf unserem Portal eine Künstlerseite betreiben. Sie können mit unserem ansprechenden Logo die Zugehörigkeit zu unserer Community kundtun.

Natürlich dürfen auch alle Fans unseres Kunstportals dieses Logo auf ihren Websites integrieren, um ihren Besuchern einen interessanten Linktipp in Sachen Kunst zu geben.

Empfehlen Sie uns weiter, damit wir in Zukunft noch mehr Menschen in Sachen Kunst informieren und unterhalten können.

 

Diesen Bereich (grau) einfach an gewünschter Stelle in ihren Seitencode kopieren:

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<a href="http://www.kunstduesseldorf.de/" target="blank"><img src="http://www.kunstduesseldorf.de/wp-content/uploads/2013/12/logo_de_250_77_bottom1-e1386880841574.jpg" alt="logo_de_250_77_bottom" width="160" height="49" class="alignleft size-full wp-image-16487" border="0" target="blank"/ ></a> </div>



Wem das zu groß iat - hier noch eine kleinere Variante

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<a href="http://www.kunstduesseldorf.de/" target="blank"><img src="http://www.kunstduesseldorf.de/wp-content/uploads/2013/12/logo_de_250_77_bottom-e1386879786407.jpg" alt="logo_de_250_77_bottom" width="118" height="36" class="alignleft size-full wp-image-16483" border="0" target="blank"/ ></a> </div>

DC Open Galleries 2013: Matthias Danberg „Inventory by Appropriation“

Zum fünften Mal laden vom 06. bis 08. September rund 50 Düsseldorfer und Kölner Galerien die internationale Kunstszene zu einem gemeinsamen Eröffnungswochenende ein. Zu den sicherlich sehenswertesten Ausstellungen muss die des jungen, aus Bochum stammenden Künstlers Matthias Danberg „Inventory by Appropriation“ in der Düsseldorfer Galerie Voss gerechnet werden.
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Matthias Danberg wurde 1981 in Bochum geboren, begann 2002 das Studium der Kunst und Philosophie an der Universität Dortmund und wechselte 2003 an die Kunstakademie Münster. 2007 wurde er zum Meisterschüler von Prof. Michael von Ofen ernannt. Heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf.
Seine Arbeit umschreibt unsere heutige Gesellschaft, die durch das Phänomen der digitalen Welt geprägt ist. Ihre Medien dringen in unser Bewusstsein, ändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen unseren Lebensstill.
Dem entsprechend erklärt Danberg den Computer zum primären Medium seiner künstlerischen Arbeit. Er bewegt sich ausschließlich im Bereich der Virtualität. Interessant dabei ist vor allem, dass sein künstlerisches Anliegen dabei nicht auf die Illustration zeitgenössischer Ereignisse -seien sie digital oder analog- zielt, sondern die darunter liegenden Schichten ihrer historisch kulturellen Einwirkungen freit zu legen scheint. Er erfasst eine Atmosphäre, die durch die digitale und damit auch umfassend monumentale Globalisierung, sowie durch die Diskussion, die derzeit um die Folgen der informationstechnologischen Entwicklung kreist, geprägt ist.
Die Arbeiten von Matthias Danberg basieren auf einer narrativen, metaphorischen Bildsprache, die zwischen der kalten Simulationsästhetik des Virtuellen auf der einen Seite und der subjektivindividuellen Gestaltungskraft eines tendenziell anachronistischen und damit widerständigen Künstlerverständnisses auf der anderen Seite changiert. In seiner Arbeit bezieht sich Danberg dabei auf die Vielzahl unterschiedlicher medialer Erzählstrukturen, vor deren Hintergrund sich das heutige Weltverständnis zu formen versucht.
So gelingt es ihm moderne Mythen zu konstruieren, in denen der überwältigende Pathos des Digitalen und die künstlerisch individuelle Äußerung in eine Form gebracht werden. Gerade angesichts der sonst so technisch geführten Diskussionen zum Digitalen wirft die Ausstellung in der Galerie Voss eine interessente, weil andere Perspektive auf unsere Zeit.

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Galerie Voss
Mühlengasse, 3
Düsseldorf D-40213 Deutschland
Tel. +49 211 134982
info@galerievoss.de
www.galerievoss.de
Öffnungszeiten
Von Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 06.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 02.00 Uhr

KunstDuesseldorf.de stellt sich breiter auf – Redaktion, Eventmanagement/PR & Art Consulting

KunstDuesseldorf.de stellt sich breiter auf - Redaktion, Eventmanagement/PR & Art Consulting.

Mit unserem Portal www.kunstduesseldorf.de werden wir uns in der kommenden Zeit sowohl inhaltlich, als auch von unserem Serviceangebot breiter aufstellen.

Inhaltlich werden wir dies dadurch tun, dass wir zum einen auch immer wieder mal mit eigenen Textbeiträgen über die Stadt- und Landesgrenze hinausschauen (s. u. "Biennale Venedig"). Aber auch “nach innen hin“, also was das Kunstgeschehen in Düsseldorf selbst angeht, werden wir unser redaktionelles Angebot erweitern. Hier ist z. B. eine regelmäßige Berichterstattung aus den Galerien geplant, aber auch Porträts über Düsseldorfer Künstler.

Um diese inhaltliche Anreicherung zu gewährleisten, haben wir unser Redaktionsteam verstärkt. Die neuen Mitglieder der Redaktion werden regelmäßig eigene Beiträge zu den angesprochenen Themen veröffent-lichen. Den Anfang macht heute Marianne Hoffmann mit ihrem Artikel zur Biennale Venedig 2013, die sie zur Eröffnung besucht hat. Marianne Hoffman ist Kunsthistorikerin und seit 30 Jahren Kunstpublizistin.

In den kommenden Wochen werden sich dann die weiteren Mitglieder unseres Redaktionsteams vorstellen.

Unser Serviceangebot haben wir erweitert um die Bereiche “Art Event Management/PR“ sowie “Art Consulting“.

In der Sparte “Art Event Management/PR“ sind wir ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um Konzept, Umsetzung und die Kommunikation ihres Kunstevents geht. Hier möchten wir insbesondere Firmen, Organisationen und Gruppen ansprechen, die gerne ein Kunstevent durchführen und dazu auf unser Know-how zurückgreifen möchten.

Mit unserer neuen Sparte “Art Consulting“ verstehen wir uns als Mittler zwischen Künstler und Sammler. Künstler, die über den Abschluss eines Kunststudiums verfügen oder sich im letzten Drittel ihres Studiums befinden, können bei Interesse an einer Aufnahme in unser Künstlerportfolio gerne mit uns in Kontakt treten (s. unser Formular unter Kontakt, Option “Aufnahme ArtConsulting Künstlerportfolio“).

Sven Blatt | KD

Prof. Anthony Cragg im Interview mit KunstDuesseldorf

Interview mit Prof. Anthony Cragg, Rektor der Kunstakademie Düsseldorf und international
renommierter Bildhauer.



Kurz vor Weihnachten hatte die Redaktion von KunstDuesseldorf.de (KD) Gelegenheit zu einem Interview mit Prof. Anthony Cragg (AC) in der Düsseldorfer Kunstakademie. Das Interview für KD führte Sven Blatt.

(Am Ende des Interviews finden Sie noch ein YouTube-Video der Deutschen Welle zu Tony Cragg.)

KD: Zunächst einmal möchten wir mit ein paar Fragen zur Kunstakademie bzw. dem Studium an dieser beginnen. - Die Zulassung zum Studium an der Kunstakademie Düsseldorf ist an gewisse Bedingungen geknüpft. Welche sind das?

AC: Dies ist ein Teil der Studienordnung der Kunstakademie und darin genau beschrieben.

KD: Aber dort wird auch so etwas angesprochen wie die “künstlerische Begabung“ - die Kunstakademie nimmt ja nicht jeden, sondern man muss eine künstlerische Begabung nachweisen.

AC: Ja – wenn wir jeden nehmen würden, dann bräuchten wir keine Kunstakademie zu sein.

KD: Wird das Vorliegen einer künstlerischen Begabung in einem Test geprüft?

AC: Das ist ein ganz normales Aufnahmeverfahren, bei dem die Studenten, die sich bewerben eine Mappe mit ihren Arbeitsproben einreichen Das kann man aber alles ganz gut in der Studienordnung nachlesen.

KD: Muss man denn zwingend eine zeichnerisches Talent mitbringen?

AC: Nein, nicht unbedingt. Für den, der über zeichnerische Fähigkeiten verfügt, ist es schön, aber es ist keine Bedingung.

KD: Herr Prof. Cragg – Sie selbst haben ja vor ihrer künstlerischen Laufbahn den Beruf eines Labortechnikers erlernt. Würden Sie einem jungen Menschen, der sich mit dem Gedanken trägt, Kunst zu studieren, raten, vor dem Studium auf jeden Fall zunächst eine Lehre in einem “klassischen Beruf“ zu absolvieren?

AC: Nein, ich würde das nicht generell jedem raten. Wenn jemand weiß, was er machen will, dann soll er sich ruhig direkt an der Kunstakademie bewerben. Aber eine andere Ausbildung oder Werdegang vor einem Kunststudium ist nicht schädlich.

KD: Man kann gelegentlich Behauptungen bzw. Kritik hören, dass während des Studiums an der Kunstakademie die Ausbildung in künstlerischen Grundtechniken wie z. B. dem Freihandzeichnen, zu kurz käme. Wie sehen Sie das?

AC: Da ich nicht weiß, von wem diese Kritik stammt, kann ich sie eigentlich nicht kommentieren. Ich kann nur so viel sagen, dass für diejenigen, die es möchten, von der Kunstakademie auf allen Ebenen und in allen Disziplinen der richtige Unterricht angeboten wird.

KD: Herr Prof. Cragg, Sie sind Brite und hatten ihre künstlerische Ausbildung in Großbritannien. Kann man bzw. wie würden Sie das künstlerische Lehrwesen in Großbritannien mit dem in Deutschland vergleichen? Wo liegen die Unterschiede, was könnte man in Deutschland verbessern, was ist gut hier?

AC: Das ist sehr schwierig miteinander zu vergleichen. Nicht nur, dass man zwei völlig unterschiedliche Systeme vor sich hat, sondern auch völlig verschiedene Zeiten. Ich habe in den Jahren 1969 bis 1977 unter ganz anderen Bedingungen studiert, als man sie heute in Großbritannien vorfindet. Die Engländer haben ein großes System. Ich glaube es gibt an die 100 Kunstakademien - Art Schools - und die bildende Kunst ist sehr mit dem Design verknüpft. Wenn man dort eine Kunstakademie besucht, ist es möglich bis an die 16 kunstverwandte Fächer zu belegen, z. B. Keramik, Grafik, Mode, Mediendesign, Möbel etc. und eben auch Malerei und Bildhauerei. Und das kann man natürlich nicht nur in einer Akademie, sondern in einer Vielzahl von Akademien und diese bieten dann eine bestimmte Auswahl dieser Fächer an – manche bieten 2 oder 3 Studienrichtungen an, es gibt aber auch welche, bei denen man aus bis zu 10 wählen kann. In Deutschland ist das natürlich eine ganz andere Situation – es gibt in dem Sinne kein ganzes Akademiesystem, sondern einzelne Akademien mit einem relativ hohen Maß an Autonomie und der Unterricht findet in Künstlerklassen unter der Leitung eines bestimmten Professors statt. - Ich finde, das ist ein sehr erfolgreiches Modell. Das sieht man auch daran, wie viele Künstler aus den Kunstakademien – so auch aus der Düsseldorfer - hervorgegangen sind. Da muss man also doch etwas richtig gemacht haben.

KD: Das ist auch nach wie vor so? Oder anders gefragt: Wo sehen Sie den Kunststandort Düsseldorf in seiner künstlerischen Bedeutung?

AC: Nun – es gibt natürlich Gründe, warum Düsseldorf in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieges zu einem Zentrum der Kunst wurde. Zunächst einmal gab es eine große Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen, eine große und abwechslungsreiche Tradition in der Kultur. Die Grundlagen dazu waren also quasi schon vorhanden und Düsseldorf lag sozusagen in “der freien Welt“, nicht wie das in einem eingekesselten Berlin der Fall war, welches durch seine Isolation ein kulturelles Zerrbild von sich wieder gespiegelt hat oder der Akademie in München, wo man sehr konservativ an die Kunst heranging. Düsseldorf verfügte über exzellente Beziehungen zum Ausland, so dass Düsseldorf einfach auch historisch bedingt, die idealen Voraussetzungen als Kunststandort mitgebracht hat. Das ist natürlich eine gute Grundlage dafür, dass die Düsseldorfer Kunstakademie auch weiterhin interessant und auch relevant bleiben kann, nur die Historie ist natürlich kein alleiniger Garant dafür, sondern man muss dafür Sorge tragen, dass sie sich weiter entwickelt und man muss in sie investieren, um sie weiter voran zu bringen.

KD: Was würden Sie als die wichtigste Eigenschaft bezeichnen, die man mitbringen muss, um ein erfolgreicher Künstler zu werden?

TC: Es kommt darauf an, was Sie unter einem “erfolgreichen Künstler“ verstehen. Ein Künstler, der einfach seinen eigenen Visionen nachgeht, ist für mich ein erfolgreicher Künstler - und das ist eigentlich unser Ziel. In der heutigen Zeit, wo so viel öffentliches Interesse für die Kunst herrscht mag es eine andere Vorstellung von “Erfolg“ geben – aber für uns gilt nur der künstlerische Erfolg als solcher. Man muss die eigene Stärke haben, seine eigenen Themen zu entwickeln, eine Beobachtungsphase in seiner Arbeit zu haben, in der man Informationen zu Themen sammelt, die einen interessieren und dann selbstverständlich die Möglichkeit haben, dies dann auch in das Material umzusetzen. Aber das sind keine Vorbedingungen, man weiß nicht im Voraus, ob man das alles mitbringt – dieses Haus hier gibt den Leuten die Möglichkeit herauszufinden, ob sie das können.

KD: Wer bestimmt eigentlich heute, was Kunst ist und was nicht?

TC: Nur der bzw. die Künstler selbst.

KD: Herr Prof. Cragg: Sie sind nun seit 2009 Rektor der Kunstakademie und bilden – zusammen mit zwei weiteren Professoren, den sog. Prorektoren - das Rektorat der Kunstakademie. Verkürzt heißt es auf der Website der Kunstakademie zur Funktion des Rektorats, dass seine Aufgabe darin besteht, sicherzustellen, dass die Funktionsträger ihre Aufgaben und Pflichten wahrnehmen. Wie würden Sie mit ihren eigenen Worten die Funktion des Rektorats bzw. die des Rektors der Kunstakademie definieren? Mit welcher Zielsetzung führen Sie dieses Amt?

TC: Für mich ist es wichtig, dass die Kunstakademie Düsseldorf auch weiterhin ein relevantes Zentrum für die Kunst bleibt und das ist Ziel meiner Arbeit.

KD: Was würden Sie sagen - welche Entwicklung hat die Kunstakademie während ihres Rektorats gemacht? - Ist sie “skulpturenlastiger“ geworden? Beim letzten Rundgang hatte ich jedenfalls diesen Eindruck gewonnen.

TC: Es gibt weit mehr Maler als Bildhauer hier im Haus – so wie das eigentlich schon immer der Fall war – ich würde diese Sicht nicht unbedingt teilen und ich finde das auch relativ irrelevant. Manchmal wird gesagt, dass die Kunstakademie eine “Malerakademie“ wäre und dann aber auch wieder, dass sie eine “Bildhauerakademie“ wäre. Eigentlich ist mir das egal, für mich ist sie eine Kunstakademie.

KD: Ist ihre eigene Kunst durch ihr Amt des Rektors zu kurz gekommen?

TC: Ich würde nicht sagen zu kurz gekommen, aber es ist einfach so, dass ein Mensch nur eine gewisse Anzahl an Aufgaben auf einmal erledigen kann – es gibt Zeiten, wo ich mehr über die Akademie nachdenke, als ich es tun sollte, aber das ist okay.

KD: Vor kurzem konnte man lesen, dass Sie ihre Amtszeit als Rektor nicht verlängern werden. Ist das richtig und wenn ja, warum? TC: Ja, das ist richtig – es war so geplant, dass ich dieses Amt für vier Jahre übernehme. Ich möchte zurück in mein Atelier, da ich einige andere Projekte habe, an denen ich arbeiten möchte, aber ich werde der Kunstakademie noch einige Jahre als Professor erhalten bleiben.

KD: So, nun noch eine Leserfrage - Werden Sie selbst durch die Arbeiten ihrer Studenten inspiriert?

TC: Durch die Gespräche mit den Studenten, ja – aber weniger durch ihre Arbeiten. Die Gespräche mit den Studenten finde ich inspirierend.

KD: Nun noch ein paar Fragen an Sie als Künstler. Ihre künstlerische Laufbahn nahm zunächst ihren Anfang in der Malerei – welchem Umstand haben wir es zu verdanken, dass Sie sich dann letztlich der Bildhauerei zugewendet haben?

TC: Ob man dafür dankbar sein sollte, weiß ich nicht (lacht). Als ich zur Akademie ging, wollte ich zunächst zeichnen – ich habe mich sehr für das Zeichnen interessiert, das war mein Hauptinteresse. Gemalt habe ich nur während der Zeit, die man hier an der Kunstakademie “Orientierungsbereich“ nennt, also nur im ersten Jahr – während meiner ersten Vollzeitakademie in Wimbledon besuchte ich einem Malereikursus, aber ich fand es einfach viel spannender, mit Material zu arbeiten.

KD: Ja, Material ist ja schlichtweg das Thema bei Ihnen. – Was ist die Intension ihres künstlerischen Schaffens?

TC: Möchten Sie die kurze Fassung oder die lange? - (lacht) – Nein, eine solche Frage beantworte ich nicht.

KD: Lassen Sie mich die Frage anders formulieren - Kann man sagen, dass Sie als Künstler ihrem ersten Beruf doch irgendwo treu geblieben sind – und zwar in dem Sinne, dass Sie auch als Künstler nach wie vor Materie untersuchen, ihre Möglichkeiten erforschen - nur eben auf eine andere Art und Weise denn als Labortechniker?

TC: Nun – Material ist alles, was wir kennen – alles was in dem Raum ist, auch Dinge wie Emotionen und Intelligenz haben eine materielle Grundlage. Wenn also auch Gedanken und Gefühle eine materielle Grundlage haben, dann kann man erahnen, wie erhaben das Material ist. Es ist tatsächlich so, dass die Bildhauerei zu einer Studie der Materialwelt geworden ist – zwar nicht, wie das die Wissenschaft macht, die untersucht, nach welchen Gesetzmäßigkeiten Materie funktioniert – sondern die Kunst gibt den Dingen, die um uns herum sind, einen Wert, eine Bedeutung, auch einen gewissen Sinn und das ist eine wichtige Aufgabe der Kunst.

KD: Welcher bzw. welche Künstler haben Sie am meisten beeinflusst? TC: Ach, ich zögere, hier jemanden Bestimmten hervorzuheben. Es gab und gibt sehr viele - Medardo Rosso, Marcel Duchamp, Henry Moore, Joseph Beuys um nur einige zu nennen - alle diese Bildhauer haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass wir mit der Bildhauerei heute dort stehen, wo wir sind.

KD: Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen Malerei und Bildhauerei? Kann man diese unterschiedlichen Ausdrucksformen der bildenden Kunst überhaupt miteinander vergleichen oder sind das für Sie zwei völlig verschiedene Dinge?

TC: Vergleichbar sind sie auf jeden Fall, aber der primäre Unterschied ist natürlich ganz offensichtlich – der Maler ist mehr mit dem Bildhaften beschäftigt, der Bildhauer eher mit der Realität. Das Verhältnis zwischen der Bildhauerei und der Malerei wird von Malern auch schon mal gerne so beschrieben, dass Bildhauerei das ist, worüber man stolpert, wenn man zurück tritt, um sich ein Bild anzuschauen. Das sehen natürlich die Bildhauer ganz anders (lacht).

KD: Sie möchten ja denke ich auch nicht, dass man über ihre Skulpturen stolpert.

TC: Dabei würde man sich sicherlich weh tun. Wir versuchen jedenfalls, es den Leuten nicht leicht zu machen (lacht)

KD: Braucht die Bildhauerei die Banalitäten des Alltags wie das Gute das Böse?

TC: Die Bildhauerei bzw. die Kunst an sich ist in gewisser Weise ein Spiegelbild von allem, was menschlich ist und da gehört bestimmt auch die Banalität dazu.

KD: Aber kann sich die Kunst nicht überhaupt erst als solche dadurch abheben, dass sie die Banalität als Gegenpol hat?

TC: Nur dass es in vielen Situationen keinen Kontrapunkt zu den Banalitäten gibt. Insofern ist man sehr oft in einer öderen Welt zurückgelassen, die nur auf einer relativ niedrigen Ebene funktioniert. Aber man kann beobachten, dass Studenten, die gerade mit dem Kunststudium angefangen haben, bereits nach relativ kurzer Zeit die Welt ganz anders betrachten. Sie ziehen Dinge in Betracht, nehmen Dinge wahr, auch wenn sie banal sein mögen und durch diese Betrachtung finden sie Inhalte und das ist natürlich, worum es geht.

KD: Nun ein paar konkrete Fragen zu ihrer Kunst. - Wie entstehen ihre Skulpturen? Wie kann man sich den Entstehungsprozess vorstellen? Zeichnung – Modell – Werkstatt? Sind das die üblichen Stationen, die ihre Skulpturen durchlaufen?

TC: Ja, meistens über Zeichnungen und kleinere Skulpturen, also Modelle und Modellierungen – im Moment erfolgen sehr viele Ausarbeitungen in Holz. Danach erfolgt die Entwicklung von größeren Objekten.

KD: Holz quasi als Positivform? TC: Ja genau – aber nicht nur Holz, auch Kunststoff oder Gips – das sind die Materialien, die man verwenden kann, um Formen zu bauen - diese werden als erstes hergestellt.

KD: Bei ihren Zeichnungen zu ihren Skulpturen fällt auf, dass sie sich alle oder zumindest die meisten, innerhalb einer äußeren Hülle bewegen - ähnlich einem Kokon, den die Skulptur nicht verlässt, auch wenn diese noch so komplex erscheinen mag. Hat also jede Skulptur ihre äußere “Masterform“, an der sich alle Detailformen ausrichten?

TC: Nein, ich kann das so nicht bestätigen, wie Sie es beschreiben. Aber es gibt etwas Grundsätzliches, was man im Zusammenhang mit Oberflächen sagen kann. Wir lesen die Oberfläche von Gegenständen, wir sehen sie, weil Licht von ihren Oberflächen reflektiert wird und in unser Auge trifft, aber versuchen immer etwas zu lesen, was unter der Oberfläche ist – wir betrachten uns und sehen eine Platine von Informationen, aber im Grunde genommen, wollen wir wissen, was hinter dieser Oberfläche ist. Nehmen Sie z. B. ein Kleinkind, auf welche Art es manchmal auf dem Boden läuft, ganz vorsichtig, tastend – es traut dem Boden noch nicht so richtig. Ich glaube, es gibt einen psychologischen Druck, zu jeder Zeit zu wissen, was unter der Oberfläche ist - welche Energien, welche Kräfte, welche Substanzen die Welt tatsächlich ausmachen. Wenn Sie also sagen, die Oberfläche ist ein bisschen wie eine Hülle – ja klar ist sie eine Hülle – aber eine Oberfläche ist immer nur ein Portal zu allen anderen Qualitäten, die viel wesentlicher sind.

KD: Ihre Werke sind aus den unterschiedlichsten Materialien gearbeitet: Holz, Bronze, Stein, Edelstahl, Kunststoff etc. - da muss ja sicherlich dann je nach Material auch “produktionstechnisch“ ganz unterschiedlich herangehen werden.

TC: Für mich ist es im Moment am einfachsten, Skulpturen in Holz zu arbeiten, da kann ich sehr viel bauen, sehr viel mit erreichen – aber die Technik ist nur insoweit interessant, als ein Künstler das zum Ausdruck bringen kann, was er will. – Hat Jackson Pollock die Farbe gut getropft? Das wäre eine unsinnige Frage. Die Technik ist also von sehr untergeordneter Bedeutung. Wenn die Technik übergeordnet ist, dann werden die Sachen manieristisch.

KD: In einer ganzen Folge von Skulpturen lassen sich immer wieder Formen eines – ich beschreibe es mal so - energetisch verzerrten Kopfes bzw. einer Vielzahl dieser Köpfe erkennen, so z. B. bei “Wilde Relatives“, “Close Quaters“ oder auch “Points of View“. Warum dieser Kopf? Als der Teil des Menschen, der ihm seine schöpferischen Ideen gibt oder was hat es damit auf sich?

TC: Nun, wir Menschen sind - weil es für uns entwicklungsgeschichtlich anscheinend von existentieller Bedeutung war - darauf trainiert, in einem Material anthropomorphe Formen wieder zu erkennen. Wenn wir z. B. draußen in ein Gebüsch schauen, dann sehen wir darin auch menschliche Formen. Das ist aber nur ein Teilaspekt meiner Arbeit, bei der mich also die Frage interessiert: wo liegen die Grenzen zwischen Erkennbarkeit bzw. Wiedererkennbarkeit und abstrakten Formen. In diesen Skulpturen wechselt sich die Betrachtung von (wieder-)erkennbaren Formen ab mit der Konfrontation mit abstrakten oder unbekannten Formen.

KD: In anderen Skulpturen, z. B. “Caught Dreaming“ oder “In Frequencies“ wiederholen sich Formen, in dem diese multipel hintereinander gereiht, - verschachtelt oder um Achsen verdreht sind. Was steckt hinter dieser Strukturierung, hinter dieser speziellen Art der Formgebung? Geht es darum Bewegung im Statischen darzustellen oder um welche künstlerische Idee geht es dabei?

TC: Nein, darum ging es mir hierbei nicht. Schauen Sie – wir sind hier zu mehreren Personen in einem Raum, wir stehen in unklaren Beziehungen zueinander, da diese nicht offen ausgesprochen sind und alle diese verschiedenen Personen haben gleichzeitig die unterschiedlichsten Gedanken, die aber miteinander verwoben sind. Die Arbeit “Caught Dreaming“ ist eine Reflexion über diese Zusammenhänge.

KD: Zu “Caught Dreaming“ nun mal noch eine rein “produktionstechnische“ Frage – wurde dabei mit einer Art Schablonentechnik gearbeitet?

TC: In “Caught Dreaming“ sind drei Persönlichkeiten dargestellt und diese sind in der Tat jeweils mit einer Serie von Holzschablonen ausgearbeitet. Zwischen den Holzschablonen wurde dann Styropor eingetragen und dann wurde die ganze Oberfläche mit einem Acrylharz modelliert.

KD: In einem früheren Interview äußern Sie sich geradezu euphorisch, was die Entwicklungsmöglichkeiten der Bildhauerei für die Zukunft angeht und sagen dort weiter, dass die Bildhauerei bislang nur an der Oberfläche gekratzt hätte - nach hunderten um nicht gar zu sagen tausenden von Jahren menschlicher Objektkunst und einer Begrenztheit möglicher Grundformen: wo sehen Sie denn diese Entwicklungsmöglichkeiten?

TC: Ich glaube, wenn man die Entwicklung der Bildhauerei über die letzten 100 Jahre hinweg betrachtet - von der rein figurativen Bildhauerei im Europa der Jahrhundertwende bis hin zu dem, wo wir heute mit der Bildhauerei stehen – dann ist das schon eine unheimlich dynamische Entwicklung im Laufe derer man den Beziehungen zwischen Formen des Materials und der Sprache, der Begriffe, die wir haben, auf den Grund gegangen ist. Diese Beziehung ist natürlich etwas, das thematisch ausgeweitet werden kann. Ich finde, dass die Bildhauerei im Kern eine wunderbare und wichtige Alternative bietet zu unserer überwiegend industriell geprägten Welt bzw. zu dem, was Menschen normalerweise machen (was meistens schlicht und minderwertig ist). Das kann man dann natürlich nicht nur auf die Architektur, auf Möbel, auf Mode oder die Medien beziehen, sondern auch auf reelle Dinge wie z. B. Forstwirtschaft. Warum müssen die Wälder so langweilig sein – sie sind nicht tatsächlich langweilig, aber es gibt dort nur noch wenige Spezies, wenige Arten von Bäumen und Tieren. Es ist mittlerweile alles sehr vereinfacht, aber das nehmen wir nicht mehr wahr, weil wir das so schon seit tausenden von Jahren betreiben, so dass aus dem Wald mittlerweile eine harmlose, verarmte Geschichte geworden ist – warum soll sich ein Bildhauer nicht mit solchen Themen befassen, mit Agrar- und Forstwirtschaft oder warum nicht sogar mit einem Thema wie “Bildungssysteme“. Ich finde, die Bildhauerei hat in dieser Richtung noch sehr viel Potential.

KD: Sehen Sie ihre künstlerische Entwicklung eher, sich in diskreten Schritten oder sich in Sprüngen vollziehend?

TC: Bei mir hat sich das über die Jahre so entwickelt, dass ich meistens gleichzeitig an mehreren Themen oder Projekten parallel arbeite. Es kann dann aber durchaus sein, dass ich dann mal in einem Bereich nicht sofort weiterkomme, da muss ich dann pausieren, bis dort irgend etwas passiert - dafür geht es dann vielleicht in anderen Bereichen wieder schneller voran. Aber ich kann mich dann auch einfach mal zurückziehen und zeichnen, es gibt also keinen “Leerlauf“ in dem Sinne.

KD: Um dieses Interview etwas aufzulockern möchte ich ihnen an dieser Stelle gerne ein paar Stichworte nennen und Sie bitten, spontan zu sagen, was Ihnen dazu einfällt.

KD: Energie AC: Hat man (lacht) – hat man, wenn man sie hat.

KD: Jackson Pollock

AC: Großartiger Künstler!

KD: Gerhard Richter

AC: Großer Künstler, ehemaliger Professor der Kunstakademie Düsseldorf.

KD: Kitsch

AC: Keine Sache der Kunst.

KD: Jeff Koons

AC: Ja, bei aller kritischen Haltung gegenüber anderen Künstlern bin ich eher jemand, der dankbar ist für jeden Künstler. Koons zeigt uns etwas, was uns andere so nicht zeigen. Das mag uns nicht allen gefallen, aber mir es lieber, es gibt einen Künstler wie Koons, als dass es ihn nicht gäbe.

KD: Not macht erfinderisch.

AC: Das sagt man nur, wenn man es überlebt hat (lacht).

KD: Ich meine das vor dem Hintergrund, dass ich mich gefragt habe, mit was denn ein junger Bildhauer arbeiten muss, wenn er noch keinen Namen hat, noch nicht die Mittel hat – da muss er ja schon mit einfacheren Mitteln arbeiten.

AC: Nun, Sie sehen das an der Stelle vielleicht auch ein bisschen falsch. Es ist ja nicht so, dass man denkt: ich will ein Bildhauer werden, wie werde ich das, sondern es ist einfach so, dass man ein Interesse an etwas hat. Dass man erst einmal versucht, etwas zu lösen, mit dem, was man zur Hand hat, das ist auch heute noch so. Ich habe im Grunde genommen keine Ziele – ich versuche meine Arbeiten fortzusetzen und die Themen, die mich bereits seit Jahrzehnten interessieren, weiter zu entwickeln. Da ist kein Ziel dabei – wenn ich ein Ziel dabei hätte, dann wäre das schon vertan. Dann könnte ich nur noch auf dieses Ziel hinarbeiten und das wäre dann für mich vielleicht nicht mehr künstlerisch oder kreativ. Die Kunst bietet die Möglichkeit eine Reise anzutreten – jede Arbeit, die man anfängt, jede Zeichnung bietet Möglichkeiten, von denen man am Anfang noch gar nicht weiß, wohin diese einen führen werden und gerade das ist doch für einen Künstler das Spannende an einem Kunstwerk.

KD: Da stimme ich Ihnen sicherlich zu, aber ein Künstler ist doch in den Mitteln, die ihm zur Verwirklichungen seiner Ideen zur Verfügung stehen am Anfang sehr begrenzt. Er kann es sich z. B. nicht gleich leisten, sich eine aufwändige Gussform für eine künstlerische Idee herstellen zu lassen.

TC: Das muss er auch nicht, das wäre auch nicht angebracht. Wenn ich diese Möglichkeiten als junger Student alle gehabt hätte, ich hätte noch gar nicht gewusst, etwas damit anzufangen. Ich bin sehr froh, dass ich die Sachen, die ich gemacht habe, genau so gemacht habe, wie ich sie gemacht habe, weil sich dadurch die Dinge selbst entwickelt haben. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich selbst dazu gar nichts beigetragen habe.

KD: So, nun ein weiterer und bereits vielfach zitierter Spruch – “Ich suche nicht, ich finde!“ (Pablo Picasso, Anmerkung der Redaktion)

AC: Man sucht meistens – wenn man Glück hat, dann findet man auch etwas dabei. Suchende sind wir alle (lacht).

KD: Künstler, die behaupten, sie machen ihre Kunst nur für sich…

AC: … die haben einen guter Ansatz und ich denke, dass dies jeder gute Künstler im Kern auch tut. Wenn man sich als Künstler nicht “privat“ mit seiner Kunst beschäftigt, sich nicht nach den eigenen künstlerischen Bedürfnissen richtet, sondern bei seiner künstlerischen Tätigkeit andere Personen im Kopf hat, dann ist man als Künstler schon von vorne herein verloren – wir sind keine Designer, das ist kein Produkt, das man entwickelt. Das Problem in unserer heutigen Zeit ist nur, dass dieses notwendige “Sich-Privat-mit-Kunst-befassen“ in großem Widerspruch steht zur Veröffentlichung von Kunst, die dann in den Medien, in Museen, auf dem Kunstmarkt eine breite Öffentlichkeit erfährt. Man kann feststellen, dass es jetzt schon kritisch ist und man wird sehen, wie zukünftige Künstlergenerationen damit umzugehen wissen.

KD: Nun möchte ich noch auf ein anderes Thema zu sprechen kommen – ihren Skulpturenpark “Waldfrieden“. Sie haben in Wuppertal in einem mehrere Hektar großen Waldgebiet einen Skulpturenpark nebst Ausstellungspavillon errichtet. Ist dies ihr Zukunftsprojekt, eine Vorsorge für das eigene künstlerische Lebenswerk?

TC: Nein, der Skulpturenpark war mehr oder weniger ein Zufallsprodukt gewesen. Dadurch, dass das Gelände mitten in Wuppertal frei war, hatte es sich angeboten, das zu machen. Ich würde den Skulpturenpark gerne als ein Zentrum für Bildhauerei sehen. Im Moment ist es tatsächlich so, dass dort überwiegend meine Arbeiten zu sehen sind, weil sie das sind, was ich habe. Aber die Ausstellungen, die wir machen und unser Programm beziehen andere Künstler mit ein. Ich möchte gerne, dass es uns gelingt, zunehmend Arbeiten von anderen Bildhauern ausstellen oder installieren zu können.

KD: Viele ihrer Skulpturen sind im Park unter freiem Himmel den Einflüssen der Witterung ausgesetzt. Leiden ihre Kunstwerke nicht darunter?

TC: Haben Sie ein Auto? Dann wissen Sie, wie das aussieht, wenn es ein Jahr draußen steht. - Ja, die Skulpturen müssen natürlich ständig gepflegt und gewartet werden. Sie verändern sich sonst sehr schnell.

KD: Herr Prof. Cragg, Sie leben und arbeiten (wenn Sie nicht gerade an der Kunstakademie sind) in Wuppertal. Wieso Wuppertal?

TC: Weil ich dort meine Familie, meiner Frau und meinen Kinder habe, mit denen ich dort seit 1977 lebe und wo ich mich dann natürlich auch gerne aufhalte. Ich mag auch Wuppertal sehr gerne.

KD: Machen ihre Kinder auch Kunst?

TC: Nein.

KD: Hält Kunstmachen jung bzw. wie gehen Sie mit dem Thema Alter, dem Älterwerden um?

TC: Zunächst einmal kann man sich freuen, dass man älter geworden ist, insofern hat dieser Aspekt an sich schon etwas Positives. – Wenn man noch jung ist, denkt man noch, man muss immer größer, besser und besser werden. Wenn man dann älter ist, hat man eine bessere Übersicht – zeitlich wie räumlich. Ich bin eigentlich ein Mensch mit optimistischer Grundeinstellung, von einem positiven Gelingen überzeugt und habe noch sehr Vieles, was ich noch gerne umsetzen möchte. Ob Kunst jung hält? – Schon, sicherlich - aber das ist natürlich keine Garantie für Unvorhersehbares. Aber ich habe kein Problem mit diesem Thema umzugehen.

KD: Vielen Dank Prof. Cragg für dieses interessante Interview.

Ende des Interviews mit Prof. Anthony Cragg
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Anmerkung der Redaktion: Prof. Cragg hat dieses Interview freundlicherweise in Deutsch mit uns geführt.



Zur Abrundung unseres Interviews mit Tony Cragg hier noch ein Video anlässlich der Ausstellung "Dinge im Kopf" im Musum Küppersmühle (Duisburg)





Weiterführende Links:

Literaturauswahl:
“Anthony Cragg - Dinge im Kopf/Things on the Mind“ (Standort Stadtbücherei Düsseldorf: Rsm 1 Cragg Dinge)
“Tony Cragg – In and out of Material.” (Rsm 1 Cragg)
“Tony Cragg – Second Nature” (Rsm 1 Cragg Second)

Skulpturenpark “Waldfrieden“, Wuppertal:
www.skulpturenpark-waldfrieden.de

Fotos von den erwähnten und von anderen Skulpturen:
www.tony-cragg.com

Ausschreibung BBK: Fotografie-Ausstellungswettbewerb „Ein Tag im Leben von Düsseldorf“

24h - ein Tag im Leben von Düsseldorf

24h Düsseldorf -ein Tag im Leben von Düsseldorf (Fotografie-Ausstellungs-Wettbewerb)

Ausstellung vom 25. April bis 12. Mai 2013 (Bestandteil der Nacht der Museen am 20.4.2013)

Was? Fotografieren Sie ihren Alltag am 31.12.2012 von 12.00 Uhr an bis 1.1.2013, 12.00 Uhr. Keine Altersbegrenzung, jeder kann mitmachen. Eingereicht werden können max. 5-15 Bilder. Zulassung nur bei Einhaltung der Ausschreibungsbedingungen.
(mehr …)

asphalt-FESTIVAL: Erlebnisbericht zur Uraufführung „Atemwende/Unschärfe“

Atemwende/Unschärfe – ein Klangerlebnis der besonderen Art

Autor: Sven Blatt

Gestern Abend fand im Gebäude der HPZ (Hans-Peter-Zimmer-Stiftung), dem zentralen Austragungsort des asphalt-Festivals die Aufführung der beiden Kompositionen “Atemwende“ bzw. “Unschärfe“ statt. Bei erstem Teil verwendete der Komponist Bojan Vuletic Gedichte von Paul Celan als “Vorlage“ für seine Serie der “Re-composing Art“, bei der “Unschärfe“ standen 8 Gemälde von Gerhard Richter Pate. Die Kompositionen wurden von einem New Yorker Ensemble, bestehend aus dem Trompeter Nate Wooley und dem MIVOS String Quartet (Olivia De Prato, Joshua Modney, Victor Lowrie, Mariel Roberts), vorgetragen.

Da es ein Anliegen der Veranstalter ist, und was wohl für das Festival auch namensgebend war, das ist, den Raum und die Orte einer Stadt in ihr Konzept mit einzubeziehen, also statt eines Festivals, ein Stadtfestival auf die Beine zu stellen. So haben sich die Initiatoren des Festivals mit dem Gebäude der HPZ - einer alten Brotfabrik - bislang vielen besser bekannt unter dem Namen CON-SUM - dann nur folgerichtig für einen Hauptspielort weg von den etablierten Häusern hin zu authentischen Orten der Stadt entschieden. Dieser Ort steht beispielhaft für viele andere Orte der Stadt, die im Wandel der Zeit eine Funktionstransformation erfahren und dadurch auch einen neuen, anderen Lebensraum schaffen.

Asphaltparadies

Treppe zum Aufführungsort

Wer dieses Gefühl etwas aus-
kosten möchte, der sollte etwas früher kommen und das schöne Hinterhofidyll des “asphalt-Paradies(es)“ mit der Möglichkeit zur bodenständigen Verköstigung genießen. Zum Aufführungsraum gelangt man dann “stilgerecht“ über eine Behelfstreppe in Gerüstbauweise.

Die Bühne

Der Raum selbst ist nur Raum: karg, abgebrochene, fehlende Gebäudeteile, Reste einer Deckenverkabelung, einfache Bestuhlung, minimalistische Beleuchtung - man fragt sich unweigerlich, ob vom Abriss bedroht - für eine avantgardistischen Musikinszenierung sicherlich ein möglicher, wenn nicht gar idealer Aufführungsort.


Das Ensemble

Nun zur Aufführung selbst: der erste Teil “Atemwende“ ist besetzt mit Erster und Zweiter Geige (De Prato bzw. Modney), Trompete (Nate Wooley), Bratsche (Lowrie) sowie Cello (Roberts). Beginnt “Atemwende“ zunächst noch zaghaft, mit einem Schlieren, einem Summen, einem An- und Abschwellen und in einer gewissen Harmonie, wird dem Zuhörer ziemlich

Komponist Bojan Vuletic bei der Einführung

schnell vor Ohren geführt: das hier ist keine temperierte Wohlfühlmusik, sondern hier geht um die musikalische Nachempfindung einer vielschichtigen Dichterpersönlichkeit mit all ihren Höhen und Tiefen.
Bojan Vuletic hatte mir bereits in einem Vor-
ab-Interview hierzu erklärt, dass er einen
gewissen Keil in dem Menschen Paul Celan wahrgenommen hat und dass er dies durch seine Komposition und die spezielle Besetzung dieses Werkes (die Trompete als Keil zwischen den Streichinstrumenten) zum Ausdruck bringen möchte. So ist es auch immer wieder die Trompete, die - in Momenten, in denen man als Zuhörer fast der nahenden Gefahr unterliegt, sich zurück zu lehnen – stört, verstört, irritiert. Obwohl die Streichinstrumente die Trompete immer wieder zu besänftigen, sie einzuholen versuchen, sie hierzu teilweise sogar fast zärtlich umspielen, gelingt es ihnen nur in ganz kurzen Momenten. Es bleibt eigentlich immer bei einem Nebeneinander: auch wenn rhythmisch immer wieder nach Gemeinsamkeiten bei einzelnen Motiven gesucht wird – dies wird dann meist durch Disharmonien in den Akkorden konterkariert. Der Großteil der Komposition ist gekennzeichnet von einer Zerrissenheit, eines Getriebenseins, einer Suche, die aber nur selten in Momente der Zufriedenheit und Glück zu münden scheint. Zeitweise hatte ich das Bild einer Dichterschreibstube mit ihren diversen Nebengeräschen in der Stille vor Augen, in die sich Celan - in seine Gedanken versunken - zurückgezogen hat. Vuletic räumt seiner Besetzung erheblichen improvisatorischen Spielraum ein. So werden die Instrumente in all ihren möglichen Spielarten ausgereizt: Streichinstrumente werden zeitweise zu reinen Resonanzkörpern, die nur das Schleifen der Bögen auf ihrem Holz akustisch verstärken. Die Trompete wird zur röchelnden Röhre, zum Beatbox-Instrument, zum Dicheridoo australischer Ureinwohner. Dies verlangt dem Ensemble höchste Anstrengung ab und wird von diesem dennoch virtuos gemeistert. Es dürfte spannend sein, wie diese Aufführung heute (19h30) bei der Aufführung in der Berger Kirche klingen wird.

Das Publikum

Vororientierung auf die folgende "Unschärfe"


Im zweiten Teil verhandelt Vuletic dann acht Gemälde von Gerhard Richter (Wald, Blumen, Zwei Fiat, Gehöft & Schnee, Ausschnitt, Arena und Akt an einer Treppe), allerdings in veränderter Besetzung – die Trompete fehlt. Dies ist jedoch für mich auch schon der einzig hörbare Unterschied zum ersten Teil der Aufführung. Ansonsten bleibt es – zumindest für meiner Ohren - stilistisch bei den gleichen Mustern: kleine Motivfragmente werden immer wieder durch “Nebengeräusche“ unterbrochen, für meinen Geschmack zu oft über den Einsatz von Pizzicato-Passagen realisiert. Ich interpretiere das als den Versuch, das übergeordnete Thema - die Unschärfe - heraus zu arbeiten oder auch als das schrittweise Verarbeiten des Gesehenen, quasi in einzelne, akustischen Fragmente zerlegt. Wer mit der Erwartungshaltung in diese Aufführung gegangen war oder noch gehr, die einzelnen Gemälde über die Musik wieder zu erkennen, der wird enttäuscht sein, denn es handelt sich nicht um eine Vertonung von Gemälden, wie mir Vuletic im Interview bereits erklärte, sondern um seine subjektiven musikalischen Assoziationen, die er persönlich beim Betrachten der Gemälde von Gerhard Richter hat. Entsprechend fehlen in dieser Komposition dann auch die akustischen Klischees, die man nur allzu gerne mit gewissen Bildmotiven in Verbindung bringen möchte (z. B. Vogelgezwitscher beim “Wald“). Das ist vielleicht dann auch der Unterschied zwischen dem Celan-Bezug bzw. dem Richter-Bezug: der Bezug zu den Gemälden von Richter ist konkreter als das Psychogramm von Celan – bei Richter neigt man dazu, sich automatisch ein Bild zu machen (insbesondere unterliegt man als bildender Künstler wie ich es bin, dieser Versuchung) und das läuft dann zwangsweise ins Leere. Auch wenn ich mich vermutlich nicht ganz von dieser Erwartungshaltung habe freimachen können -ich hätte mir eine klarere Unterscheidbarkeit zwischen den Teilen “Atemwende“ und “Unschärfe“ gewünscht, vielleicht auch durch einen größeren Unterschied in der Besetzung. Aber auch zwischen den einzelnen Bildern der “Unschärfe“ waren musikalische Unterschiede nur schwierig identifizierbar. Ohne Pausen zwischen den einzelnen Bildern wäre der Zuhörer etwas orientierungslos und überfordert gewesen. Für die Darstellung der “Unschärfe“ mag das in Ordnung gehen. Damit werden die verwendeten Bilder oder ihre Reihenfolge dann allerdings auch austauschbar.

Insgesamt war die Aufführung ein künstlerisches Gesamterlebnis der besonderen Art und eine willkommene Abwechslung für meine Hör- und Wahrnehmungsgewohnheiten. Ich hoffe meine Leserschaft neugierig gemacht zu haben und den ein oder anderen dazu angeregt zu haben, sich heute (08. Juli) die zweite Aufführung in der Berger Kirche ab 19h30 anzuschauen.

Weitere Informationen: www.asphalt-festival.de