MUSEUM KUNSTPALAST: Ausstellung „ZURBARÁN“ (ab 10.10.2015)


ZURBARÁN - Meister der Details



10.10.2015–31.1.2016




Nach den erfolgreichen Ausstellungen zu Caravaggio (2006) und El Greco (2012) widmet das Museum Kunstpalast ab Herbst 2015 dem spanischen Maler Francisco de Zurbarán (Fuente de Cantos 1598–1664 Madrid) eine umfangreiche Sonderschau. Die mit 71 wertvollen Leihgaben aus zahlreichen internationalen Museen, aus spanischen Klöstern und Kirchen – wie der Kathedrale von Sevilla, dem Metropolitan Museum (New York), dem Museo del Prado (Madrid), der National Gallery (Washington / London), der Alten Pinakothek (München) sowie aus privaten Sammlungen – bestückte Retrospektive zeigt den Künstler erstmals im deutschsprachigen Raum.

Das Spektrum der in enger Zusammenarbeit mit dem Museo Thyssen-Bornemizsa, Madrid, entstandenen, in Düsseldorf von Beat Wismer zusammen mit Mar Borobia, Museo Thyssen-Bornemisza, und der Zurbarán-Expertin Odile Delenda kuratierten Werkschau, reicht von frühen Arbeiten bis hin zu den späteren Meisterwerken. Gezeigt werden in der stimmungsvoll inszenierten Ausstellung neben Hauptwerken aus bekannten Museumssammlungen auch Gemälde, die bislang noch nie oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren, dazu Neuentdeckungen sowie erst jüngst restaurierte Werke.
Erstmals gezeigt wird zudem auch eine Auswahl von acht faszinierenden Stillleben aus dem kleinen Œuvre des in der väterlichen Werkstatt ausgebildeten hochbegabten Juan de Zurbarán (1620–1649) .

Francisco de Zurbarán Santa Casilda, ca. 1635 Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm,  Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid  © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Francisco de Zurbarán

Francisco de Zurbarán
Santa Casilda, ca. 1635
Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm,
Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
© Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
Francisco de Zurbarán

Francisco de Zurbarán verbrachte den Großteil seines Lebens in Sevilla, wo er eine Vielzahl von religiösen Einzelwerken, aber auch Zyklen für zahlreiche Klostergemeinschaften schuf. Sowohl seine stillen Andachts- und Altarbilder als auch seine skulptural wirkenden Bildfiguren weiblicher Heiliger zeigen Zurbarán als ausgesprochenen Meister einer virtuosen Licht-Schatten-Modellierung. Im Gegensatz zu den Darstellungen von Mönchen in asketischer Strenge strömen seine Bildnisse von in kostbaren Roben gekleideten weiblichen Heiligen stets einen andalusisch anmutenden, fast modisch weltlichen Charme aus.

Die Bewunderung der vor 400 Jahren, während des Goldenen Zeitalters Spaniens entstandenen Kunst von Zurbarán hält bis heute an. Würdigte der spanische Kunsthistoriker Antonio Palomino im 18. Jahrhundert Zurbarán noch als „spanischen Caravaggio”, so rief der surrealistische Künstler Dalí im 20. Jahrhundert: „Achtung! Zurbarán wird uns jeden Tag ein wenig moderner vorkommen und noch viel entschiedener als der italianisierende Greco ein Sinnbild des spanischen Genies sein.“

Für den italienischen Kunsthistoriker Roberto Longhi galt Zurbarán als „der größte Konstrukteur von Form mittels Licht nach Caravaggio und vor Cézanne“, für den Schriftsteller Cees Nooteboom ist er „der Maler-Zauberer“, Neo Rauch würdigt Zurbarán als einen Maler „der das Licht um die Gegenstände herumlegt und sie dadurch kraftvoll herausmodelliert.“

Nach Restaurierung des Bildes: Francisco de Zurbarán, Heiliger Franziskus in Meditation, ca. 1630-35, Öl auf Leinwand, 124,5 x 163,5 cm, Museum Kunstpalast, © Museum Kunstpalast – Horst Kolberg – ARTOTHEK

Nach Restaurierung des Bildes: Francisco de Zurbarán, Heiliger Franziskus in Meditation, ca. 1630-35, Öl auf Leinwand, 124,5 x 163,5 cm, Museum Kunstpalast, © Museum Kunstpalast – Horst Kolberg – ARTOTHEK

Es mag überraschen, einen Barockmeister als artist‘ artist zu bezeichnen, tatsächlich aber ist der Begriff, der ja unter Künstlern als Ehrentitel gilt, bei Francisco de Zurbarán absolut berechtigt. Der Maler ist außerhalb Spaniens einem breiten Publikum noch wenig bekannt; wer ihn allerdings kennt, und dazu gehören gerade auch viele zeitgenössische Künstler, begegnet seinem Werk mit Hochachtung. Zurbaráns Gemälde können von asketischer Strenge ebenso wie von warmer Innigkeit geprägt sein, seine Darstellungen basieren auf einem strengen Bilddenken, das man gerne mit Begriffen aus der modernen Kunst umreißen möchte. Dies gilt auch für seine exquisiten Stillleben, die meist Teil einer größeren Komposition sind; erstmals können wir dazu auch eine größere Werkgruppe seines früh verstorbenen Sohnes Juan de Zurbarán zeigen, der sich ganz auf die Stillleben-Malerei spezialisiert hatte. Dass wir nach der El Greco-Ausstellung von 2012 nun diese Ausstellung zeigen können, bedeutet für mich persönlich nicht weniger als die Realisierung eines lang gehegten Traumes. (Beat Wismer, Generaldirektor Museum Kunstpalast, Kurator der Ausstellung)

Dem auf religiöse Themen und christliche Motive spezialisierten Maler Zurbarán gelang es in der Zeit der Gegenreformation wie kaum einem anderen, in seiner Kunst die mystische Konzeption des Glaubens in nachhaltig beeindruckender Weise wiederzugeben. In seinem Œuvre findet sich neben Gemälden von asketischen Mönchen, z. B. von Dominikaner-, Franziskaner- und Kapuzinerorden, eine Vielzahl von elegant gekleideten Frauenbildnissen, die dem heutigen Betrachter, u. a. mit ihren auf Tellern präsentierten Augäpfeln, rätselhaft erscheinen, und sich schließlich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Heiligenlegenden als christliche Märtyrerinnen offenbaren.

Francisco de Zurbarán Santa Lucía, um 1645-1650 Öl auf Leinwand, 183 × 111,5 cm

Francisco de Zurbarán
Santa Lucía, um 1645-1650
Öl auf Leinwand, 183 × 111,5 cm

Für die Auftraggeber dieser Gemälde war der sinnliche Effekt für den Betrachter, das realistische Nachempfinden der heiligen Männer und Frauen bzw. des Heilsgeschehens von großer Bedeutung. Ergriffenheit, Schock im Angesicht dieser religiösen Malerei war intendiert.

Mit seinem ästhetischen Naturalismus und den poetischen Anklängen in seinen Heiligen- und Altarbildern galt Zurbarán bereits früh als ein Ausnahmekünstler, dem es virtuos gelang, die haptische Qualität eines Lammfells eben so wie die stofflichen Eigenschaften von Wolle, Seide oder Brokat und den Faltenwurf der unterschiedlichen Gewänder malerisch überzeugend zum Ausdruck zu bringen.
„Sie sind nicht nur der Maler des Königs, sondern auch der König der Maler“, soll Philipp IV, König von Spanien, dem hoch geachteten Zurbarán einmal zugerufen haben.

Im Museum Kunstpalast gehört Zurbaráns Heiliger Franziskus in Meditation zu den wichtigen barocken Meisterwerken in der ständigen Sammlung. Das Gemälde hat einen besonderen Stellenwert: Es ist eines der nur fünf authentischen Werke Zurbaráns in öffentlichen Sammlungen in Deutschland und erst jüngst mit Unterstützung des TEFAF Museum Restoration Fund restauriert worden.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von S. M. König Felipe VI. von Spanien und von Bundespräsident Joachim Gauck.

Sponsoren:
Banco Santander, E.ON, Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ausstellungsumfang:
71 Werke von Francisco de Zurbarán
8 Werke von Juan de Zurbarán

Öffnungszeiten:
Di-So 11–18 Uhr, Do 11–21 Uhr, Mo geschlossen
Feiertage 11–18 Uhr,
Weihnachtsfesttage und Neujahr 13–18 Uhr
Heiligabend und Silvester geschlossen

Eintrittspreis pro Person:
Regulär: 12 €, ermäßigt 9,50 €
Gruppenermäßigung ab 10 Personen: 9,50 € p. P.
Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder von 7–17 Jahre: 1 €

Deutsche Bahn:
Der Sparpreis Kultur der deutschen Bahn ist erhält lich ab sofort unter www.bahn.de/kultur

Führungen mit Gebühr:
5 € + erm. Eintritt, Anmeldung erforderlich, Platzreservierung
samstags und sonntags, 14 Uhr, donnerstags 18 Uhr

Gruppenführungen:
60 Minuten: 75 €, zzgl. Eintritt pro Person
Führungen auch in englischer, französischer, spanischer, italienischer und russischer Sprache buchbar.
Fremdsprachenzuschlag: 10 €
Gruppengröße: max. 20 Personen
Fremdführungsgebühr: 26 € / Fremdführungen sind nur nach
Voranmeldung möglich, die Eintritte sind vor Ort an der Kasse
zu entrichten.

Infos/Buchungen:
T +49 (0)211-566 42 160
F +49 (0)211-566 42 914
bildung@smkp.de

Katalog:
Der von Beat Wismer mit Odile Delenda und Mar Borobia herausgegebene Katalog erscheint im Hirmer Verlag. Umfang ca. 300 Seiten, ca. 170 Farbabbildungen Preis: Museumsausgabe: 39,90 €, Buchhandelsausgabe ca. 49, 90 €

Audioguide:
In deutscher und englischer Sprache mit Einspielung barocker Musik, 60 Min., 3 € Film: Zur Ausstellung erscheint ein Film zum Werk von Zurbarán. Filmisch dokumentiert sind u. a. Schauplätze seines Wirkens in Spanien, wie das Kloster in Guadalupe, und die Restaurierung des zur Sammlung des Museum Kunstpalast gehörenden Gemäldes Heiliger Franziskus in Meditation. Preis: ca. 15 €





August Macke Haus Bonn – Ausstellung „Das (verlorene) Paradies“


August Macke Haus Bonn 26.09.2014 – 25.01.2015

Das (verlorene) Paradies

Expressionistische Visionen zwischen Tradition und Moderne


Eröffnung der Ausstellung: Donnerstag, 25. September 2014 18.00 Uhr

Anlässlich des 100. Todestages von August Macke, der am 26. September 1914 im Alter von nur 27 Jahren an der Westfront bei Perthes-lès-Hurlus in der Champagne fiel, widmet das August Macke Haus dem Paradiesthema in der Kunst um den Ersten Weltkrieg eine umfassende Ausstellung.

Ausgangspunkt der Schau ist das im Oktober 1912 von August Macke und Franz Marc gemeinsam gemalte, fast 4 x 2 Meter messende Paradiesbild in Mackes Atelier im Dachgeschoss seines Wohnhauses in Bonn. Seit 1980 befindet es sich im Westfälischen Landesmuseum Münster, während man in dem seit 1991 öffentlich zugänglichen Atelier von August Macke mit einer 1:1-Reproduktion vorlieb nehmen muss.

Dieses Gemälde ist nicht nur Manifestation einer unvergleichlichen Künstlerfreundschaft, die in Bonn in Mackes Wohnhaus gelebt wurde. Dieses Bild ist zugleich auch von programmatischer Bedeutung für das Werk beider Künstler: Die Suche nach dem verlorenen Paradies, nach Harmonie und Einklang des Menschen mit seiner Umwelt, nach Rückkehr zum Ursprünglichen, zum Unverdorbenen und Reinen bestimmte das Werk beider, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Suchte Macke die künstlerische Rückeroberung paradiesischer Gefilde, zuweilen mit Orientalischem bzw. Exotischem verknüpft, fand Marc, ganz franziskanisch gesinnt, im Wesen der Tiere einen unverdorbenen Urzustand.

August Macke Schaufenster, 1913 Aquarellfarbe, Gouache auf Papier ahlers collection © Walter Mayer, München

August Macke
Schaufenster, 1913
Aquarellfarbe,
Gouache auf Papier
ahlers collection
© Walter Mayer, München

Und auch zahlreiche andere renommierte und weniger bekannte Künstler der jungen, im Aufbruch befindlichen Generation zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigte das Thema „Paradies“, wie unsere Ausstellung nun erstmals verdeutlicht. Denn wie kaum ein anderes bot dieses Sujet die Möglichkeit, Sehnsüchte, Visionen und Utopien von einer idealen Welt darzustellen.

Weit über die künstlerische Aneignung des Themas hinaus lässt sich in den vielfältigen Vorstellungen vom Paradies der Schlüssel zum Lebensgefühl der Moderne finden. Lebensreformerisch geprägt, zeugte das Thema vor dem Ersten Weltkrieg von der Erwartung an eine Welt, in der die entfremdenden Erfahrungen der abendländischen Zivilisation überwunden waren. Eine zukunftsfrohe Utopie, die sich mit der Hölle des Ersten Weltkrieges zu einer Sehnsuchts- und Heilslandschaft wandelte. Galten die ersten Ansätze noch der Konstatierung des Verlustes, so transportierte das „Paradies“ weiterhin als utopisches Denkbild die Hoffnungen des 20. Jahrhunderts.

Ernst Ludwig Kirchner Vier Badende Schilf werfend, 1910 Farbholzschnitt August Macke Haus Bonn,  Dauerleihgabe Sammlung Walter und Hedwig von Scheven © Foto Günter Weber

Ernst Ludwig Kirchner
Vier Badende Schilf werfend, 1910
Farbholzschnitt
August Macke Haus Bonn,
Dauerleihgabe Sammlung
Walter und Hedwig von Scheven
© Foto Günter Weber

Über 60 Werke, darunter von August Macke das Gemälde „Frau im Garten“, das seit 1912 nicht mehr öffentlich zu sehen war, sowie sein Linolschnitt „Badende Frauen“ von 1912, von dem nur ein Abzug bekannt ist, sowie Gemälde, Aquarelle, Linol- und Holzschnitte, Radierungen und Lithographien von Max Beckmann, Heinrich Campendonk, Lovis Corinth, Josef Eberz, Wenzel Hablik, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc, Ludwig Meidner, Carlo Mense, Wilhelm Morgner, Max Pechstein, Richard Seewald, Karl Schmidt-Rottluff u. a. werden gezeigt.

Leihgeber sind u. a. ahlers collection; Albert-Weisgerber-Stiftung, St. Ingbert; Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Nationalbibliothek Leipzig; Kunstmuseum Bonn; LETTER Stiftung, Köln; LVR-LandesMuseum Bonn; LWL-Museum für Kunst und Kultur. Westfälisches Landesmuseum, Münster; Kunsthalle Bremen – Kupferstichkabinett – Der Kunstverein in Bremen; Kunstsammlungen der Stadt Limburg; Lehmbruck Museum, Duisburg; Kunsthalle Emden – Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo sowie zahlreiche private Leihgeber.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, 144 Seiten, 28 x 24 cm Hardcover; 25 Euro an der Museumskasse.

Öffnungszeiten Di – Fr 14.30 – 18 Uhr; Sa, So, Feiertage 11 – 17 Uhr
24./25. Dezember 2014 und 1. Januar 2015 geschlossen

Öffentliche Führung jeden So 11.30 Uhr



August Macke Haus
Bornheimer Straße 96
53119 Bonn

T +49 (0)228 655531
F +49 (0)228 691550
buero[at]august-macke-haus[dot]de
www.august-macke-haus.de



Die Ausstellung ist Teil des LVR-Projektes
1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der erste Weltkrieg
Projektidee und Konfiguration: Milena Karabaic, LVR-Dezernentin für Kultur und Umwelt
Gesamtkonzeption und Projektleitung: Thomas Schleper
Wissenschaftliche Projektassistenz: Stephanie Buchholz

Schirmherrin des LVR-Projektes „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ ist Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen





Rudolf Petzinger – „Das Fernglas“


Rudolf Petzinger - Mein neustes Werk: "Das Fernglas"


Wo ist Ruhe?

Wo ist die Ruhe? In einer Tasse Tee? Weit weg? Oder in DIR selbst?



ab 20.12.: Orangerie Schloss Rheda – Ausstellung Roman Kochanski „Narrenfreiheit“

Narrenfreiheit

Malerei von Roman Kochanski

Die figurative Malerei Kochanskis macht den Weg zum Ziel. Der Prozess lotet malerische Möglichkeiten aus. Diese sind, parallel zu meist exotischen Figuren und Umgebungen, Teil der bildhaften Erzählung.
 
Kochanski
 

Eröffnung der Ausstellung: 20. Dezember 2013, 18:30 Uhr

Begrüßung Ralf Hammacher, Flora Westfalica GmbH
Einführung Dr. Mario-Andreas von Lüttichau, Museum Folkwang, Essen

Ausstellungsdauer 20. Dezember 2013 – 19. Januar 2014

Öffnungszeiten
Mo – Fr 15:00 – 17:00 Uhr
Sa 14:00 – 17:00 Uhr
So 11:00 – 17:00 Uhr
Und nach Vereinbarung

Sonderöffnungszeiten zu den Feiertagen unter www.bleichhaeuschen.de

Ausstellungsort
Orangerie Schloss Rheda
Steinweg
33378 Rheda-Wiedenbrück
www.bleichhaeuschen.de

14./15.12.: Kunsthaus Wiescheid – Ausstellung „Vorfreude“

Kunsthaus Wiescheid

»Vorfreude«
Skulpturen, Malerei und Schmuckstücke

Samstag, 14.12.2013 von 14 – 19 Uhr
Sonntag, 15.12.2013 von 11 – 19 Uhr

Mit »Vorfreude« öffnet das Kunsthaus Wiescheid in Langenfeld am dritten Adventswochenende seine Türen: Am 14. und 15. Dezember 2013 sind in der gleichnamigen Ausstellung die neusten Arbeiten der Künstler Anina Caracas, Michaela Dreßen und Sven Rünger zu sehen. Damit zeigt das Kunsthaus diesmal auch Werke zweier Düsseldorfer Künstler:

Der Bildhauer Sven Rünger, geb. 1967 in Düsseldorf, verwendet hauptsächlich klassische Materialien wie Gips, Marmor und Bronze für seine Skulpturen. Durch seine neuartige Formensprache gelingt es ihm die unbelebte Materie in lebendige Gestalten zu verwandeln. Wie amorphe Wesen richten sich einige der Skulpturen neugierig auf und andere legen sich mit ihrer ganzen Schwere und Last auf den Boden. Von dem zentralen, meist volumenösen, Körper der Skulpturen lösen sich kleinere Gebilde heraus. In Perfektion geglättete Flächen, lassen Adern und Verfärbungen im Marmor durchscheinen und erinnern an zarte Haut, die die Körper und deren runden Formen umspannt. Es gelingt Sven Rünger nicht nur die Frage aufzuwerfen: „Wie zukünftige Lebensformen aussehen könnten?“, sondern er bietet uns auch bereits zahlreiche und überzeugende Möglichkeiten. Das Lebendige zeigt sich nicht nur in seinen Skulpturen, sondern wird geradezu spürbar.

Sven Rünger, Trio, 1998 40 x 30 x 20 cm, Persischer Travertin

Sven Rünger, Trio, 1998
40 x 30 x 20 cm, Persischer Travertin

Zum tatsächlichen Spüren, Anfassen und Anprobieren eignen sich die Schmuckstücke der Künstlerin Anina Caracas. Silber und Gold gehören zu ihren bevorzugten Materialien, aber auch Fossilien, Diamanten und Edelsteine zieren ihre ausgefallenen Arbeiten.
Mit Kopf, Herz und Hand fertigt sie ausschließlich signierte Unikate.
Anina Caracas absolvierte ihre Ausbildung als Goldschmiedin in der Werkstatt von Crispim Souza, Salvador da Bahia, Brasilien. Dort blieb sie vier Jahre mit eigenem Atelier und begab sich anschließend auf künstlerische Wanderschaft. Inspiriert durch ihre vielen Reisen, entstehen ihre Ideenskizzen. Im Fokus ihrer künstlerischen Tätigkeit steht dabei immer auch der Träger ihrer Schmuckstück, die sie selbst „Skulpturen in Edelmetall“ nennt.

Anina Caracas: Onda, 2013 Amethyst + Gold

Anina Caracas: Onda, 2013
Amethyst + Gold

Die Bilder von Michaela Dreßen, Gründerin des Kunsthaus Wiescheid, gehen damit in einen spürbaren und spannungsgeladenen Dialog. Der menschliche Körper, seine Bewegung und Emotion rückt die Malerin ins Zentrum ihrer Arbeiten. Sennsüchte werden geweckt, Abwesenheit bedrückt und immer wieder tritt die Linie als zentral gestalterisches Moment hervor. Der Pinselduktus von Michaela Dreßen überzeugt in seinem kraftvollen Schwung. Motiv und Farbe vereinen und laden sich gleichzeitig auf - es entsteht ein pulsierendes Wechselspiel, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann.

Michaela Dreßen, Ohne Titel, 2013 40x40 cm, Acryl auf Leinwand

Michaela Dreßen, Ohne Titel, 2013
40x40 cm, Acryl auf Leinwand






Kunsthaus Wiescheid
Michaela Dreßen
Alt Wiescheid 20
40764 Langenfeld

mobil 0177-4070423
info@kunsthaus-wiescheid.de

www.kunsthaus-wiescheid.de






Sven Blatt – „Blatt Nr. 11“




Mein neustes Werk

"Blatt Nr. 11"



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Live zu sehen (und zu kaufen) am 7. und 8. DEZ bei dem"Vorweihnachtlichen Kunstverkauf im KRM_10"





7./8.12. Düsseldorf: Vorweihnachtl. Kunstverkauf im Kunstraum Brunnen 10

Kunstraum Brunnen 10: Vorweihnachtlicher Kunstverkauf zu fairen Preisen

Zum Facebook-Event


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Liebe Kunstliebhaber,

am 7. & 8. DEZ haben Kunstfreunde Gele-
genheit Gemälde des in Düsseldorf lebenden und arbeitenden Künstlers Sven Blatt direkt ab Atelier zu fairen Preisen zu erwerben. Es stehen sowohl zahlreiche abstrakte als auch gegenständliche Werke in Öl zur Auswahl, darunter auch viele für den etwas kleineren Geldbeutel (ab 40 EUR) - es gelten weihnachtliche Sonderpreise!

Wenn Sie also noch auf der Suche nach einem schönen, individuellen Weihnachtsgeschenk für ihre Lieben sind oder sich vielleicht auch gerne selbst beschenken möchten, dann schauen Sie doch mal rein. Sie sind herzlich eingeladen, sich die bei Kaffee und Kuchen in aller Ruhe umzuschauen.


Kö_56-35KBVeranstaltungsort ist der KUNSTRAUM BRUNNEN 10, der Künstler ist anwesend.

 
Öffnungszeiten
Sa., 07.12.: 15 – 18h
So., 08.12.: 14h – 17h



 


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Playing The SaxBougainville




KUNSTRAUM BRUNNEN 10
Brunnenstr. 10
40223 Düsseldorf

www.kunstraum-brunnen-10.com

Nähe Düsseldorf Arcaden
(zwischen Sack&Pack und Metropol-Kino)



Ausstellungseröffnung von Silvia Springorum am 08.11.13in der Burg Wegberg

Einladung zur Ausstellungseröffnung in der Burg Wegberg

Einladung zur Ausstellungseröffnung in der Burg Wegberg

Silvia Springorum

Silvia Springorum

Der Blick der Malerin Silvia Springorum streunt umher und wird angezogen von ganz alltäglichen Dingen, die sie in realistischer Weise malt. Dabei erhält der erlebte Moment eine neue Form. Es entsteht ein poetisches Portrait des modernen Alltags, dessen Grau durch Farben und Kontraste spielerisch gesprengt wird.

Die Ausstellung " Der streunende Blick "
wird am 08. November 2013 in der "Burg Wegberg" in 41844 Wegberg eröffnet.

Aktuelle Arbeiten finden Sie unter www.springorumkunst.wordpress.com

ab 15.10. Von-der-Heydt Museum: „Von Cranach bis Géricault – Sammlung Gigoux“

Von Cranach bis Géricault – Sammlung Gigoux

15. Oktober 2013 – 23. Februar 2014


Théodore Géricault Männliches Porträt, vermutlich Mustafa

Théodore Géricault
Männliches Porträt, vermutlich Mustafa



Das Von der Heydt Museum zeigt in einer Deutschlandpremiere „Die Sammlung Gigoux - Meisterwerke aus dem Musée des Beaux-Arts et d’Arch éologie de Besançon“. Diese Sammlung umfasst Werke von weltbedeutenden Künstler n, zusammengetragen von dem französischen Künstler Jean-François Gigoux, der k enntnisreich und genug vermögend war, um so eine wahre „Schatzkammer“ anzulegen.

Lange Zeit haben wir die „Salonkunst“ gering geschä tzt. Allein die Erwähnung des Begriffs reichte, um beim Kunsthistoriker unangenehme Gefühl e zu wecken. Die Kunst des „Salon“, jenes staatlich gelenkten, alljährlich abgehaltenen Große reignisses im Paris des 19. Jahrhunderts, an welchem bis zu 5.000 Künstler teilnahmen, galt im n üchternen 20. Jahrhundert geradezu als Inbegriff handwerklich gut gemachter aber in inhalt licher und ästhetischer Hinsicht höchst fragwürdiger Erzeugnisse konservativer, national ge sinnter Graubärte und deren Eleven.

Während die „Impressionisten“ Monet, Renoir, Sisley , Degas, Pissarro und andere im 20. Jahrhundert als kühne Erfinder neuer Sichtweisen au f die Welt und als verfemte Rebellen gegen die etablierte Kunstwelt hoch geschätzt wurden, set zte erst in den 1980er Jahren allmählich ein vorsichtiges Interesse auch für die Kunst des „Salo n“ ein. Gefeierte, hoch dekorierte Künstler wie Alma-Tadema, Meissonier oder Delaroche wurden „wied erentdeckt“ und ihr Werk in Ausstellungen unter dem Vorbehalt einer „Überprüfun g“ gezeigt.

Jean Gigoux (1806-1894) war im Frankreich des 19. J ahrhunderts als Maler bekannt, über eine lange Zeitstrecke stellte er seine Gemälde im „Salo n“ aus. Was vielen Künstlern, vor allem den Impressionisten, verwehrt blieb, war ihm auf Anhieb gelungen. 1832 reichte er ein Bild zur Teilnahme am Salon ein und war sofort angenommen wo rden. Von da an, er war gerade 26 Jahre alt, konnte er fast jährlich seine Bilder im „Salon“ zeigen. Für sein Bild „ Die letzten Momente im Leben von Leonardo da Vinci “ erhielt er 1835 die Goldmedaille und verschiedent lich wurden seine Werke vom französischen Staat angekauf t. Für das Palais des Stadtrates und für den Rechnungshof erhielt er den Auftrag für riesige Wandgemälde und auch von der katholischen Kirche wurde er mit bedeutenden Aufträ gen bedacht. Man kann Jean Gigoux also mit Fug und Recht als einen Salonkünstler par excel lence bezeichnen.

Mit Hilfe seines Vermögens, das er mit seiner Arbei t erwarb und durch geschickte Grundstücksspekulationen vergrößerte, gelang es ihm , eine eigene Kunstsammlung von enormer Strahlkraft aufzubauen. Cranach, Dürer, Tizian, Bel lini, Rubens, Rembrandt, Goya – gemeinsam ist diesen weltbedeutenden Künstler eines: Sie alle sind in der Sammlung Jean Gigoux mit wunderbaren Gemälden und Zeichnungen vertreten. Das Von der Heydt-Museum zeigt mit 100 ausgewählten Gemälde und 90 erlesenen Zeichnungen d ie außergewöhnlichen Meisterwerke dieser umfangreichen Sammlung zum ersten Mal in Deu tschland. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass die Kunstwerke von einem Küns tler zusammengetragen wurden. Mit seinen fundierten Kenntnissen der Malerei und seiner geübt en Seherfahrung, mit seinem malerischen Können und Wissen hat Jean Gigoux aus dem Besten, w as die Kunst von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert zu bieten hatte, treffsicher di e interessantesten, oft auch ungewöhnlichsten Werke für seine private Umgebung ausgewählt. So ist der Parcours durch unsere Ausstellung eine Reise durch die Geschichte der Kunst, gesehen durch das Auge eines scharfsinnigen Malers. Gigoux gelang es, sich von den allgemeinen Kunstvorstellungen seiner Zeit zu lösen und – vor allem im Bereich der Zeichnungen, in dem sein e Sammlung Werke von Mantegna, Cellini, Breughel, van Dyck, Jordaens, bis hin zu seinen Zei tgenossen David, Delacroix und Géricault enthält – die Kunstgeschichte „gegen den Strich zu bürsten“ und ebenso überraschende wie beglückende Kostbarkeiten zu vereinen.

Wir zeigen die Ausstellung in Zusammenarbeit mit de m Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie in Besançon.



Von der Heydt-Museum
Turmhof 8
D-42103 Wuppertal
T +49(0)202 563 6231
F +49(0)202 563 8091
www.von-der-heydt-museum.de



Julien Deiss im Kunstraum-unten: „Die Welt von Oben – Spuren Relikte Trophäen der Jagd”

JDeiss-BockAb Freitag dem 13. präsentiert im Kunstraum-Unten in der Zwischenebene der Bochumer U-Bahnhaltestelle Schauspielhaus der Düsseldorfer Künstler Julien Deiss unter dem Titel "Die Welt von oben - Spuren Relikte Trophäen der Jagd" seine neue Ausstellung mit dem ironischen Touch einer Expeditionsdokumentation.
Der 30-jährige Düsseldorfer hat sich schon früh auf eine gegenständliche Malerei festgelegt. Scheibchenweise und in augengerechte Stücke zerlegt liegen, stehen und hängen die Bilder von Julien Deiss im Kunstraum-unten, vermeintlich einfach, ganz für einen okularen Genuss. Seine Motive sind nicht ungewöhnlich: Menschen, Tiere, Alltagsgegenstände; ungewöhnlich ist die Art ihrer Zusammenstellung, die seine Bilder so interessant macht, weil es sie so in der Wirklichkeit nicht gibt. Julien Deiss lädt den Betrachter ein in eine Einbahnstraße, an deren Ende dieser sich bewusst wird, wie unterwürfig doch das Sehen sich gegenüber vorgegebenen Mustern verhält.
Lachend hört der Betrachter die Ironie noch hinter sich, wenn er seinen Weg zurück beginnt und plötzlich innere Bilder entstehen: surreale Begegnungen, die ihm für Augenblicke vor die Füße fallen. Genau dann befindet er sich mitten auf demselben Weg, den der Künstler auch gehen musste um diese Bilder zu finden.

„Wenn Farbschicht auf Farbschicht folgt, … kann ich durch das Arbeiten einen Zustand erreichen, an dem ich wie von einem Fischkutter aus, ein Schleppnetz in den Schlick des Unbewussten werfe. Was sich verfängt, wird gemalt. Auf diese Weise entstehen Seelen, Erinnerungs- und Traummotive, in denen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkommen. Lassen sich die einzelnen Szenen noch jede für sich beschreiben, so entziehen sie sich im Ganzen oft jeglicher Deutung.“(Julien Deiss)
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Julien Deiss wurde 1983 in Düsseldorf geboren. Seit 2006 studiert er an der Düsseldorfer Kunstakademie, unter anderem bei Markus Lüpertz und Reinhold Braun. Aktuell lebt und arbeitet Deiss im Rahmen eines Freisemesters in Dänemark.

13. September 2013 (19:00 Uhr) - 18. Oktober 2013
Kunstraum-Unten
Zwischenebene der U-Bahnhaltestelle „Schauspielhaus“, Hattinger Str. 1,
44789 Bochum
Öffnungszeiten: Mi und Fr 15:30 – 18:30 Uhr und nach Vereinbarung
www.kunstraum-unten.de
http://www.facebook.com/kunstraum.unten