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Düsseldorfer NACHT DER MUSEEN 2024

Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in über 50 Locations

Am Samstag, 27. April, haben Museen, Galerien und Sonderlocations von 19 bis 2 Uhr geöffnet.

Entdecken, staunen, genießen: Bei der Düsseldorfer Nacht der Museen 2024
können am Samstag, 27. April, zahlreiche Ausstellungen und ungewöhnliche
Orte in der Landeshauptstadt besucht und interaktive Exponate erlebt
werden. Die teilnehmenden Museen, Galerien und Sonderlocations haben von
19 bis 2 Uhr geöffnet. Mit der Dämmerung beginnt eine Reise in die Welt der
Künste und Kulturen durch über 50 verschiedene Locations.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet die geballte kulturelle Vielfalt
Düsseldorfs. Im Aquazoo Löbbecke Museum können heimische Falter
bestaunt werden, das Stadtmuseum animiert anlässlich des 150-jährigen
Jubiläums dazu, das Tanzbein zu schwingen und ein Live-Hörspiel bietet das
neue Schumann-Haus. Der Rheinturm lockt mit einem spektakulären Blick
über die nächtliche Landeshauptstadt und im Kontrast dazu steigt man in der
Fürstengruft der Basilika St. Lambertus in spannende Tiefen ab.
Miriam Koch: „Kunst und Kultur für alle – ein Anspruch, den die Düsseldorfer
Nacht der Museen auch in diesem Jahr verkörpert. Neben den etablierten
Häusern laden auch spannende Off-Locations zum Erkunden ein. Mit dem
Bilker Bunker und dem Schumann-Haus haben wir spannende Neuzugänge
dabei, die auch das breite Angebot – von Indie bis Klassik – musikalisch
verdeutlichen.“

Sparda’s Junge Nacht 2019, 30.11.2019, Foto: Anne Orthen

Im NRW-Forum Düsseldorf beleuchtet die aktuelle Ausstellung „Sneaker“ die
Ursprünge in Sport und Musik. Im Marionetten-Theater werden die
Verlockungen von Macht und schwarzer Magie anhand von Ausschnitten aus
„Krabat“ lebendig und die Kunsthalle verwandelt sich unter dem Titel „Only
Lovers Left“ zu einem Ort der Weltversunkenheit, Reflexion und Melancholie.
Premieren an ungewöhnlichen Orten
Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in
über 50 Locations.

Auch einige Neuzugänge verzaubern die Gäste der Nacht: schwebende
Fallschirme, eine Installation, überdimensionale Eisschollen und fantastische
Bildwelten locken in den imposanten Bilker Bunker. In der Musikbar „Schleuse
Zwei“ im Tiefkeller des Bunkers spielt die Indie-Band „Angelic in Jeans“ ein
Konzert. Im Anschluss legt Martin Simonis ein DJ-Set aus Ambient, Balearic
und Cosmic auf. Der interdisziplinäre Ausstellungsraum „the pool“ in einem
ehemaligen Schwimmbad zeigt abstrakte Malerei und eine Rauminstallation
mit Kristallen. Im 16. Stock des „Innside by Meliá Düsseldorf Hafen“
präsentiert das Künstlerkollektiv „Turbo Urban“ seine diesjährige Ausstellung
„The View“.

In der Sonderausstellung Tony Cragg „Please Touch!“ im Kunstpalast
Düsseldorf ist das Berühren der Skulpturen ausdrücklich erwünscht. Im
Filmmuseum werden die Besucherinnen und Besucher zu Stars in ihrem
eigenen Film. Im Naturkundemuseum dagegen können sie „flatternde
Kobolde“ in 3D bestaunen. Wer sich für Virtual Reality interessiert, erlebt
diese sowohl im Goethe-Museum als auch im „Acker Eleven“. Mit Open
Studios und Performances laden Akademie und Bühne des tanzhaus nrw zum
gemeinschaftlichen Erfahren von Tanz unter dem Dach einer einzigen
Institution ein.

Musik, Speis & Trank für Genießer
Ob Artrock, Elektro, Jazz, Afro-Beats, French Pop, Jazz, Downbeat, Klassik,
Soul oder Deep House – bei der Düsseldorfer Nacht der Museen kommen
Musikliebhaber auf ihre Kosten. Aber auch der kulinarische Genuss darf
natürlich nicht zu kurz kommen. Von südamerikanischen Weinen und Snacks
über japanische Delikatessen bis zu Currywurst mit Bierprobe ist für jeden
Geschmack etwas dabei.

Eintrittskarten und Shuttle-Angebote
17 Euro (ermäßigt 12 Euro, nur im Vorverkauf erhältlich) kostet die
Eintrittskarte für alle teilnehmenden Veranstaltungsorte, sie ist zeitgleich
Fahrkarte für den Shuttle-Service (Busse und historische Bahnen): Alle
teilnehmenden Häuser werden durch kostenfreie Shuttle-Busse und die
Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in über 50 Locations.

historische Straßenbahn miteinander verbunden, die im zehn-Minutentakt
fahren. Bus-Knotenpunkt und zentrale Info-Station ist der Grabbeplatz in der
Altstadt. Die Eintrittskarten sind im Vorverkauf online unter
www.nacht-der-museen.de, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie in
nahezu allen beteiligten Museen und an den Veranstaltungsorten erhältlich.
Besitzer einer gültigen Art:card haben kostenfreien Zutritt.
Alle Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter
www.nacht-der-museen.de oder telefonisch unter 0211-8999555. Das
Programmheft liegt ab Ende März in allen Museen, teilnehmenden
Veranstaltungsorten und bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Düsseldorf
und Umgebung aus.

Übersicht der Teilnehmenden:
Acker Eleven
Aquazoo Löbbecke Museum
Basilika St. Lambertus
Bilker Bunker
Düsseldorfer Marionetten-Theater
Filmmuseum Düsseldorf
Goethe-Museum Düsseldorf
Hafen: Innside by Meliá Düsseldorf; KAI 10 | Arthena Foundation;
Mediadesign Hochschule;
Rheinturm Düsseldorf; UCI Kino Düsseldorf
Haus des Karnevals
Heinrich-Heine-Institut
Hetjens – Deutsches Keramikmuseum
Historischer Straßenbahnbetriebshof Am Steinberg
Hotel Stage 47
Institut français Düsseldorf
Johanneskirche Stadtkirche
KIT – Kunst im Tunnel
Kunsthalle Düsseldorf
Kunstpalast Düsseldorf
K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
Landtag Nordrhein-Westfalen
Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Maxhaus – Katholisches Stadthaus in Düsseldorf
NRW-Forum Düsseldorf
Polnisches Institut Düsseldorf
Reformator – Art
SchifffahrtMuseum im Schlossturm
Schumann-Haus
sipgate
SSPB: Corps de Logis, Museum für Gartenkunst, Naturkundemuseum
Stadtmuseum Düsseldorf
Tanzhaus NRW
The Ambition
the pool
Theatermuseum Düsseldorf
Villa Horion
Zero foundation
Open Air/Specials:
Das Rollende Museum (historische Straßenbahnen)
Hafen: Architekturspaziergänge, HafenKunstKino
Kunst- und Kulturstrand (Stadtstrand Düsseldorf)
Urban Art Walk in Bilk
Galerien:
Galerie Cebra
Kunstmüllerei
Kunstraum Brunnen 10
kunst+tonic
Pretty Portal
Projektbüro DFI e.V
Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in
über 50 Locations

Programmbeispiele:
Thematische Führungen zu Dauer- und Sonderausstellungen
Künstlergespräche, Vorträge, Talks, Lesungen
Theater, Gesang, Performance
Video- & Lichtinstallationen, Filme
Live-Bands und DJ-Sets
Dazu in vielen Häusern internationale Gastronomie; jedes Institut arbeitet
eigenverantwortlich ein Programm aus, die Gesamtkonzeption wird über k/c/e
Marketing GmbH und das Kulturamt der Stadt Düsseldorf koordiniert.
Zu Ihrer redaktionellen Verwendung stellen wir Ihnen folgendes Material zum
Download zur Verfügung:
Miriam Koch (M.), Beigeordnete für Kultur und Integration, Daniel Tobias Etzel
(r.), Geschäftsführer k/c/e Marketing GmbH, und Jessica Jacobi vom Bilker
Bunker stellten das Programm der Nacht der Museen 2024 vor,
©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young
http://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/pressebilder/2403/240326-Nacht_
der_Museen_PK-1.JPG
Besucherinnen und Besucher erwartet in über 50 verschiedene Locations eine
Vielfalt an Kunst und Kultur. Der Bilker Bunker, in dem das Pressegespräch
stattfand, wird erstmals Teil der Nacht der Museen sein, ©Landeshaupstadt
Düsseldorf/David Young
Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in
über 50 Locations

http://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/pressebilder/2403/240326-Nacht_
der_Museen_PK-3.JPG
Schwebende Fallschirme, eine Installation, überdimensionale Eisschollen und
fantastische Bildwelten locken in den imposanten Bilker Bunker,
©Landeshaupstadt Düsseldorf/David Young
http://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/pressebilder/2403/240326-Nacht_
der_Museen_PK-4.JPG
Die teilnehmenden Museen, Galerien und Sonderlocations haben von 19 bis 2
Uhr geöffnet. 17 Euro (ermäßigt 12 Euro, nur im Vorverkauf erhältlich) kostet
die Eintrittskarte für alle teilnehmenden Veranstaltungsorte,
©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young
http://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/pressebilder/2403/240326-Nacht_
der_Museen_PK-5.JPG
Beigeordnete Miriam Koch (M.), Daniel Tobias Etzel, k/c/e Marketing, und
Jessica Jacobi, Bilker Bunker, freuen sich auf zahlreiche Locations und
Ausstellungen, ©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young
http://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt13/pressebilder/2403/240326-Nacht_
der_Museen_PK-2.JPG
Kultur im Mondschein: Düsseldorfer Nacht der Museen 2024 in
über 50 Locations

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DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN (Samstag 27.04.2024 ab 19:00 Uhr)

Die DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN im Jahr 2023 verspricht eine begeisternde Frühlingsnacht. Zwischen 19:00 und 02:00 Uhr laden Ausstellungen von renommierten Meistern und aufstrebenden Nachwuchskünstlern sowohl in etablierte Museen als auch in spannende Off-Spaces ein. Das vielfältige Rahmenprogramm umfasst Konzerte, Performances, Lesungen, Filme und kulinarische Angebote, die in etwa 40 verschiedenen Locations entlang des Rheins genossen werden können.

Einmal Eintritt zahlen – alles erleben! Jeder Besucher zahlt lediglich 15 Euro Eintritt und kann alle Orte nach Belieben und in beliebiger Reihenfolge erkunden. Die teilnehmenden Museen sind durch kostenfreie Shuttle-Busse sowie historische Straßenbahnen („Das Rollende Museum“) miteinander verbunden (ungefähr alle 10-15 Minuten). Der Bus-Knotenpunkt und die zentrale Info-Station befinden sich am Grabbeplatz in der Düsseldorfer Altstadt.

Weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website: Nacht der Museen.

Bei Fragen kannst du die Hotline unter der Nummer (0211) 89 99 555 kontaktieren oder eine E-Mail an events@mmg.de senden.



Folgende Museen und Locations nehmen an der Veranstaltung teil:

  • Akademie Galerie
  • Aquazoo Löbbecke Museum
  • Basilika St. Lambertus
  • Filmmuseum Düsseldorf
  • Goethe-Museum Düsseldorf
  • Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit Villa Horion
  • Haus des Karnevals
  • Heinrich-Heine-Institut
  • Hetjens – Deutsches Keramikmuseum
  • Institut français Düsseldorf
  • KAI 10 | Arthena Foundation
  • KIT – Kunst im Tunnel
  • Kunstakademie
  • Kunsthalle Düsseldorf
  • Kunstpalast
  • Kunstsammlung NRW – K20 Grabbeplatz – K21 Ständehaus
  • Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf
  • Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
  • Maxhaus – Katholisches Stadthaus in Düsseldorf
  • NRW-Forum Düsseldorf
  • Polnisches Institut Düsseldorf
  • SchifffahrtMuseum im Schlossturm
  • Stadtmuseum Düsseldorf
  • Stiftung Schloss und Park Benrath: Corps de Logis, Museum für Gartenkunst, Naturkundemuseum
  • Theatermuseum Düsseldorf
  • Zero Foundation

Zusätzlich gibt es Sonderlocations.

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ART FESTIVAL K*WERK it: SHOW-OFF! 2022

ART FESTIVAL

K*WERK it: SHOW-OFF! 2022

Smash the Ist-Zustand!

Das K*WERK bespielt in diesem Jahr vier Tage und Nächte das Theatermuseum Düsseldorf mit Performances, Bildender Kunst, Filmscreenings, Konzerten und DJ-Sets. Ein verlängertes Festival-Wochenende um Kunst zu machen, Kunst zu schauen, zu netzwerken und die Revolution zu proben. Die Künstler:innen vor, auf und hinter der Bühne? FLINTA* only.

Art & politics, but make it pop!

Die Abkürzung FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nonbinäre, transgender und agender Menschen – also diejenigen, die in den Strukturen von Kunst und Kultur vor besonders vielen Herausforderungen stehen. Das Festival ist Plattform und Showcase, Netzwerktreffen und Publikumsmagnet. Es richtet mit Herzblut, Spucke und Glitzer das Spotlight auf diejenigen, die sonst hart darum kämpfen müssen.

Free entry!

Um mit Kunst möglichst viele Menschen zu erreichen, ist es dem Netzwerk eine Herzensangelegenheit, das Festival ohne die Hürde eines Eintrittspreises zu veranstalten. Dennoch wollen Künstler:innen und Orga-Team fair bezahlt werden – darum gibt es online und vor Ort Solidarity-Tickets zu kaufen.

Das Line-up!

Nach einem Open Call (gleiche Chancen für alle!) und kollektiv kuratiert von Anna Tenti, Laura Jil Beyer, Lena Lindemann und Nadia Malik wechseln sich Local Hero:ines und Newcomer:innen auf den Bühnen ab:

  • Bildende Kunst Olivia Acar, Rebecca Acar, Helena Mertens, Gianni Passeretti
  • Performances Carolin Müller, Antje Prust, Olga Prokot, Taly Journo, Salome Amend,
  • Milena Cestao Kolbowski, Anna Magdalena Beetz, Elli Lewerenz, Muna Zubedi
  • Film + Talk Su-Jin Song, Artosha, Yumi K, Milaa
  • Konzerte Florence Besch, Maryaka
  • DJ-Sets Mir.I.am, Aromateeq, Get Over It Collective
  • Drag Show Ophelia Amok, Remo Rivers, Willie Eyelash, Ugly Bunny, Alice King
  • Das komplette Programm und weitere Infos

www.kwerk.org/showoff

K*WERK it: SHOW-OFF! 2022

ART FESTIVAL 22.–25. September 2022 Theatermuseum Düsseldorf

Das K*WERK vernetzt die Kunst- und Kulturszene in und um NRW. Eine Plattform für kollektives Empowerment – mit regelmäßigen Workshops & Impulsen, Open Spaces & Show-offs. Das Netzwerk connectet und supportet Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nonbinäre, transgender und agender Menschen (FLINTA*). Das Ziel: eine faire und zugängliche Kunst- und Kulturbranche für alle.

#kunstausstellungen Düsseldorf, #kunstausstellung düsseldorf, #ausstellungen düsseldorf, #ausstellung düsseldorf

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NEWS Kunstausstellungen Sep 2022: HOWTO: USE NATURE (Düsseldorf)

Ein Treibhaus wird zum Ausstellungsort für Künstlerinnen: „HOWTO: USE NATURE “ Laufzeit: 25.09.22 – 16.10.22. Eröffnung: 24. September, 14 Uhr 16 Uhr Performance von Tanja Kodlin & Ramòn Graefenstein Treibhaus der ehemaligen Gärtnerei Mertens Allmendenweg 44 40221 Düsseldorf-Volmerswerth 500 qm – Künstlerinnen erobern ein Treibhaus in Volmerswerth


Im landwirtschaftlich geprägten Düsseldorfer Stadtteil Volmerswerth befinden sich Gewächshäuser
in mehreren Reihen direkt am Rhein. In der Ausstellung HOWTO: USE NATURE interagieren neun
Künstlerinnen und Künstler mit der Treibhausarchitektur als einer geschlossenen,
landwirtschaftlichen Produktionseinheit. Das Treibhaus, das als Ausstellungsraum dient, war vormals
Teil einer mittelständischen Gärtnerei, die unter anderem Balkongewächse auf Wochenmärkten
verkaufte. Auf rund 500 Quadratmetern zeigt HOWTO: USE NATURE ein Ökosystem künstlerischer
Arbeiten, die sich mit pflanzlichem Leben, der Verschränkung von Natur- und Kulturgeschichte sowie
Fragen industrieller Produktion beschäftigen.

Ausstellung Düsseldorf: „HOWTO: USE NATURE “ (25.09. -16.10.22)


Ein Howto ist eine Kurzanleitung und hier: eine Kurzanleitung zur Nutzung von Natur. HOWTO: USE
NATURE befragt gängige Verwertungslogiken und zeitgenössische, westliche Kultur als eine
Lebensweise, die von permanenter Verfügbarkeit geprägt ist. Funktionalisierung ist die bestimmende
Sichtweise auf die Welt und das Selbst. Dabei ist das, was als Natur gelten soll, keinesfalls eindeutig.
Vielmehr zeigen die ausgestellten Arbeiten die unbedingte Verbindung von Natur und Kultur, die
komplexen Verflechtungen, in die menschliches Leben eingebettet ist, sowohl auf materieller als
auch auf ideeller Ebene. Durch die Glaspanele des Treibhauses kann Sonnenlicht ungehindert
eindringen, während die daraus resultierende Wärme im System gehalten wird. In der Atmosphäre,
die die Erde als hauchdünne Schicht umgibt, geschieht etwas Ähnliches im planetaren Maßstab. Der
natürliche Treibhauseffekt ist eine Bedingung irdischen Lebens. Seine Verstärkung durch
menschlichen Eingriff jedoch stellt Leben, wie es gegenwärtig auf dem Planeten organisiert ist, in
Frage. Die Künstlerinnen und Künstler von HOWTO: USE NATURE arbeiten mit den klimatischen
Bedingungen des Gewächshauses, nutzen es als einen Erfahrungsraum und erkunden die Differenz
zwischen Innen und Außen anhand der dünnen Haut, die sie voneinander trennt. Das Treibhaus wird
reflektiert in seiner Funktion zwischen ökonomischen und ökologischen Konstellationen, pflanzliches
Leben, zwischen Verwertungslogik und wechselseitiger Fürsorge, Kategorisierung, Kontrolle und dem
Verlust derselben.


Teilnehmende Künstler*innen:
Liza Dieckwisch, Arpad Dobriban, Friederike Haug, Markus Hiesleitner, Jungwoon Kim,
Matthias Ramòn Graefenstein & Tanja Kodlin, Martin Schwenk und Katharina Veerkamp.
Kuratiert: Liza Dieckwisch, Arpad Dobriban, Jungwoon Kim und Katharina Veerkamp.
Text: Lena Johanna Reisner


Die Ausstellung wird von der Stiftung Kunstfonds, der Kunststiftung NRW, dem BBK Berlin und dem
Kulturamt der Stadt Düsseldorf gefördert.

#kunstausstellung in Düsseldorf, #kunstausstellung düsseldorf, #ausstellungen düsseldorf, #ausstellung düsseldorf

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Ausstellung Düsseldorf: „HOWTO: USE NATURE“ (25.09. -16.10.22)


Ausstellung Düsseldorf: „HOWTO: USE NATURE“ (25.09. -16.10.22)

Ein Treibhaus wird zum Ausstellungsort für Künstlerinnen: „HOWTO: USE NATURE “ Laufzeit: 25.09.22 – 16.10.22. Eröffnung: 24. September, 14 Uhr 16 Uhr Performance von Tanja Kodlin & Ramòn Graefenstein Treibhaus der ehemaligen Gärtnerei Mertens Allmendenweg 44 40221 Düsseldorf-Volmerswerth 500 qm – Künstlerinnen erobern ein Treibhaus in Volmerswerth


Im landwirtschaftlich geprägten Düsseldorfer Stadtteil Volmerswerth befinden sich Gewächshäuser
in mehreren Reihen direkt am Rhein. In der Ausstellung HOWTO: USE NATURE interagieren neun
Künstlerinnen und Künstler mit der Treibhausarchitektur als einer geschlossenen,
landwirtschaftlichen Produktionseinheit. Das Treibhaus, das als Ausstellungsraum dient, war vormals
Teil einer mittelständischen Gärtnerei, die unter anderem Balkongewächse auf Wochenmärkten
verkaufte. Auf rund 500 Quadratmetern zeigt HOWTO: USE NATURE ein Ökosystem künstlerischer
Arbeiten, die sich mit pflanzlichem Leben, der Verschränkung von Natur- und Kulturgeschichte sowie
Fragen industrieller Produktion beschäftigen.

Ausstellung Düsseldorf: „HOWTO: USE NATURE “ (25.09. -16.10.22)


Ein Howto ist eine Kurzanleitung und hier: eine Kurzanleitung zur Nutzung von Natur. HOWTO: USE
NATURE befragt gängige Verwertungslogiken und zeitgenössische, westliche Kultur als eine
Lebensweise, die von permanenter Verfügbarkeit geprägt ist. Funktionalisierung ist die bestimmende
Sichtweise auf die Welt und das Selbst. Dabei ist das, was als Natur gelten soll, keinesfalls eindeutig.
Vielmehr zeigen die ausgestellten Arbeiten die unbedingte Verbindung von Natur und Kultur, die
komplexen Verflechtungen, in die menschliches Leben eingebettet ist, sowohl auf materieller als
auch auf ideeller Ebene. Durch die Glaspanele des Treibhauses kann Sonnenlicht ungehindert
eindringen, während die daraus resultierende Wärme im System gehalten wird. In der Atmosphäre,
die die Erde als hauchdünne Schicht umgibt, geschieht etwas Ähnliches im planetaren Maßstab. Der
natürliche Treibhauseffekt ist eine Bedingung irdischen Lebens. Seine Verstärkung durch
menschlichen Eingriff jedoch stellt Leben, wie es gegenwärtig auf dem Planeten organisiert ist, in
Frage. Die Künstlerinnen und Künstler von HOWTO: USE NATURE arbeiten mit den klimatischen
Bedingungen des Gewächshauses, nutzen es als einen Erfahrungsraum und erkunden die Differenz
zwischen Innen und Außen anhand der dünnen Haut, die sie voneinander trennt. Das Treibhaus wird
reflektiert in seiner Funktion zwischen ökonomischen und ökologischen Konstellationen, pflanzliches
Leben, zwischen Verwertungslogik und wechselseitiger Fürsorge, Kategorisierung, Kontrolle und dem
Verlust derselben.


Teilnehmende Künstler*innen:
Liza Dieckwisch, Arpad Dobriban, Friederike Haug, Markus Hiesleitner, Jungwoon Kim,
Matthias Ramòn Graefenstein & Tanja Kodlin, Martin Schwenk und Katharina Veerkamp.
Kuratiert: Liza Dieckwisch, Arpad Dobriban, Jungwoon Kim und Katharina Veerkamp.
Text: Lena Johanna Reisner


Die Ausstellung wird von der Stiftung Kunstfonds, der Kunststiftung NRW, dem BBK Berlin und dem
Kulturamt der Stadt Düsseldorf gefördert.

#kunstausstellung in Düsseldorf, #kunstausstellung düsseldorf, #ausstellungen düsseldorf, #ausstellung düsseldorf

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Weltkunstzimmer Düsseldorf – Performance Die andere Vernunft (ab 14.2.2020)


Weltkunstzimmer Düsseldorf – Performance Die andere Vernunft

Die andere Vernunft – Rausch. Trance. Ekstase.
Eine installative Performance von Bößer & Szörenyi



Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei „Pieces of Manifesto“ bringen Karen Bößer und Beatrix Szörenyi ihr neues Stück am 14. Februar 2020 im Weltkunstzimmer Düsseldorf zur Uraufführung.



„Die andere Vernunft – Rausch. Trance. Ekstase.“ ist eine „installative Performance“ aus zeitgenössischem Tanz, fließenden Materialien, live arrangierter Musik und Videoprojektionen. Stillstand und Fluss, Innen und Außen geraten aneinander und durcheinander. Bößer & Szörenyi entfesseln Energien, die frei werden, wenn ein Geist in außergewöhnliche Bewusstseinszustände verfällt und sezieren sie zugleich sinnlich wie formal. Ein oszillierender Sog aus Tribal-Beats von Thomas Klein aka Sølyst, verstärkt von akustischen und visuellen Rhythmen und Effekten führen Darsteller und Publikum auf eine horizonterweiternde Reise zwischen Projektion und Imagination. Am Ende verschmelzen die Bewegungen, Bilder, Töne, Gerüche und das eigene Gedankenspiel zu einem suggestiven Raum mit atmosphärischer Dichte und Offenheit.

„ANDERE VERNUNFT“ Bößer & Szörenyi



Das Eintauchen in andere Bewusstseinszustände stellt hier keine Flucht aus der Welt dar, sondern ein gezieltes Anrufen der „anderen Vernunft“ – eines Bewusstseinshorizonts jenseits der Ratio.

Die Performance basiert auf einem umfangreichen, vom Fonds Darstellende Künste geförderten Rechercheprojekt, das in 2019 durchgeführt wurde. Alle Ergebnisse sind einsehbar unter: anderevernunft.wixsite.com/index.



TEAM:
Choreografie | Performance: Karen Bößer
Mixed Media | Performance: Beatrix Szörényi
Dramaturgie: Lise Brenner
Musik | Performance: Thomas Klein aka Sølyst
Installation: Dirk Dietrich Hennig / Bößer & Szörényi
Projektmanagement: Petra Prahl
Projektleitung: Jacqueline Friedrich
Produktion: karen boesser projects



TICKETS:
anderevernunft.tickets.de
Regulär: 16 € + VVK Gebühr / 20 € Abendkasse
Ermäßigt: 11 € + VVK Gebühr / 15 € Abendkasse
Steuerkarte Kollegen: 6 € + VVK Gebühr / 10 € Abendkasse



AUFFÜHRUNGSORT:
Weltkunstzimmer
Ronsdorferstr. 77A
40233 Düsseldorf
www.weltkunstzimmer.de
U-Bahn 75, Ronsdorferstraße



GEFÖRDERT DURCH: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste | Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf | Hans-Peter Zimmer Stiftung | Monika Werhahn-Mees Stiftung
PRODUKTION: karen boesser projects, in Kooperation mit Weltkunstzimmer
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG: MAGICBOX, Forum Freies Theater, Düsseldorf












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Quartier am Hafen Q18 (Köln): Ausstellung DATE ME DIGITAL


Quartier am Hafen Q18 (Köln): Ausstellung DATE ME DIGITAL

Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton



Atelierhaus Quartier am Hafen, Ausstellungsraum Q18
Poller Kirchweg 78 – 90
51105 Köln



Das Ausstellungsprojekt Date me Digital zeigt in vier aufeinanderfolgenden Projekten unterschiedliche Aspekte der digitalen Kunst. Internationale Künstler werden mit Medienkünstlern aus NRW im Dialog präsentiert. Der Titel Date me Digital verweist auf das Eintauchen in die vier Themenfelder der Kunst Surveillance, Virtual Body, Digital Landscape und Story Telling, und dem aktuellen Umgang digitaler Medien im Bezug zum „Dating“. Das Projekt findet im Ausstellungsraum des Atelierhauses Quartier am Hafen statt (http://qah.koeln/de/).

Der Austausch mit den lokalen Künstlern wird durch ein wechselndes Screeningprogramm initiiert. Die Ausstellungen und digitalen Performances werden intensiv vor Ort und über die Sozialen Medien vermittelt. Die erste Ausstellung Date me Digital –Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton- Surveillance stellt durch unterschiedliche Medien der Kunst das vielschichtige Thema der Überwachung dar.

In der alltäglichen Nutzung des Smartphones sammeln Apps Daten, die für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Überwachungskameras in unserem Umfeld speichern Bildmaterial und werten diese aus. Satellitenbilder und Google Streetview ermöglichen es große Teile der Welt digital zu erfahren und diese zu beobachten. Viele zeitgenössische Künstler greifen den Aspekt der Überwachung und Digitalisierung durch unterschiedliche Medien auf. Die Zusammenstellung der Positionen Björn Schülke, Alex Grein und Jon Shelton verdeutlich den unterschiedlichen Umgang des Digitalen innerhalb der Kunstproduktion.


Björn Schülke

Björn Schülke hat an der KHM in Köln studiert und entwickelt seit vielen Jahren kinetische Arbeiten. Seine Werke bestechen durch die Interaktion mit dem Besucher und den Aufgriff von brisanten politischen Themen. So kreiert er Drohnen, die den Betrachter filmen und sich im Raum bewegen. Die Arbeit Observer #2 erinnert an einen bedrohlichen Satelliten, der alle Daten der Umgebung aufzusaugen scheint. Die gefilmten Bilder visualisieren das Subjekt auf einem Display und demonstriert damit die unterschiedliche Wahrnehmung von Figuren aus einer fremden Perspektive. Vision Machine #8 bezieht sich auf die Bilderflut und Datenspeicherung.
http://www.schuelke.org

Alex Grein

Alex Grein hat in ihrer Serie Terra Satellitenbilder zu einer neuen konstruierten Landschaft hinzugefügt. Grein hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Gursky studiert und beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Medium Fotografie. Die drei Werke Terra I, Terra III und Arizona referieren die Möglichkeiten digitaler Bildmanipulation. Grein collagiert Ausschnitte von Landschaften aus der Quelle von Google Maps zu einer neuen romantischen Naturform. Die Transformation der flachen Landschaft aus der Vogelperspektive zu einem plastischen Hügel demonstriert die Formbarkeit von Bildern und der Observation aus dem All.
https://www.alexgrein.de/arbeiten/terra-arizona

Alex-Grein-Motiv-vllt-1_2011_ARIZONA_Detail_web
Alex-Grein-Motiv-vllt-1_2011_ARIZONA

Jon Shelton

Jon Shelton hat Druckgrafik an der University of Michigan studiert und erhielt 2003 den Kunstpreis des Landes NRW. Er greift in seinen Zeichnungen und Malereien politische Konflikte auf und konzentriert sich dabei auf die heutige Nutzung von Drohnen innerhalb der Kriegsführung. Die Werke in der Ausstellung demonstrieren die Ausführung kriegerischer Tätigkeiten durch neue Technik. Die kleinen schwarzen Bilder aus Drohnenkameras stammen von Wikileaks, der Künstler hat sie in die Malerei übersetzt. Die serielle Präsentation der Bilder verdeutlicht die Masse an Daten und die Distanz zur Realität.
https://kunsthaus.kollitsch.eu/KuenstlerInnen/Jon-Shelton



Screening:
16.02: Julian Palacz
23.02: Julia Weißenberg
01.03: Robert Olawuiy

Julia Weißenberg, To make you feel comfortable, 2016
Julia Weißenberg, To make you feel comfortable, 2016


Kuratiert von Wilko Austermann

Kurator Wilko Austermann
Kurator Wilko Austermann



Wilko Austermann (geb. 1990 in Steinheim) hat Kunstgeschichte an der HHU Düsseldorf und an der Sapienza in Rom studiert. Austermann kuratiert seit 2014 Kunstprojekte, in denen er Künstler zu bestimmten Fragestellungen zusammenbringt. Ihm ist der Diskurs über aktuelle Themen, an inhaltlich passenden Ausstellungsorten wichtig. Seit 2017 organisiert Austermann Ausstellungen im MMIII Kunstverein Mönchengladbach und dem Krefelder Kunstverein. 2018 kuratierte er die Schau digital gods im Rahmen des Festivals die digitale in Düsseldorf. Seitdem betreibt der Kunsthistoriker Recherche über den Einfluss des Digitalem auf die Kunstproduktion. 2020 kuratiert Wilko Austermann im Quartier am Hafen vier Ausstellungen, die digitale Künstler zu bestimmten Thematiken vereint. Internationale Projekte realisierte er 2017 in der Galerie PRAC in Neapel, 2018 im Sculpture Museum Changchun, China, 2019 im Royal College of Art in London, 2019 im Daily Lazy Projektraum in Athen und 2019 im SUPER Raum in Wien.



PROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG
TANZ 14.Februar 2020, 19 Uhr, Tanzatelier 0.10
Vorab der Vernissage reflektiert Yana Novotovora und Philine Herrlein physisch globale Prozesse der Energieerzeugung, Erschöpfung und Regeneration im Rahmen ihrer Tanzresidenz im Quartier am Hafen.
SCREENING 16.+ 23.Februar, 1.März 2020 jeweils 15 Uhr
Zu den Öffnungszeiten findet Sonntags um 15 Uhr ein Screening als Rahmenprogramm der Ausstellung statt. Weitere Infos ab dem 10.02. unter www.qah.koeln
TANZ 01. März 2020, 15 Uhr, Tanzatelier 0.10
Nach sechs Monaten Austausch und zwei Wochen gemeinsamer Residenz, zeigen Ann-Karolin Weber und Helena Miko Einblicke aus ihrer Recherche „Szenographisches Choreographieren“.



___________________________________________
DATE ME DIGITAL
Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton

Eröffnung: Freitag, 14. Februar 2020 um 19.30 Uhr
Kurator: Wilko Austermann
Ausstellungsdauer: 15. Oktober bis 1. März 2020
Öffnungszeiten: sonntags von 14 – 17 Uhr und nach Absprache (Tel 0152.56190502)
Finissage: 01.März 2020 um 15.30 Uhr

Atelierhaus Quartier am Hafen, Ausstellungsraum Q18
Poller Kirchweg 78 – 90
51105 Köln

Quartier am Hafen







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Kunstpalast Düsseldorf: Ausstellung Peter Lindbergh (05.02.-01.06.2020)

Kunstpalast Düsseldorf – Peter Lindbergh: Untold Stories

5. Februar bis 1. Juni 2020



Peter Lindbergh © Foto: Stefan Rappo
Peter Lindbergh
© Foto: Stefan Rappo



Die Ausstellung Untold Stories ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Der 1944 geborene und in Duisburg aufgewachsene Fotograf hat zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet und diese unmittelbar vor seinem Tod Anfang September fertiggestellt. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis in die Gegenwart ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein. Die Ausstellung ist Lindberghs persönliches Statement zu seinem Werk. „Als ich meine Fotos das erste Mal an der Wand im Ausstellungsmodell gesehen habe, habe ich mich erschreckt, aber auch positiv. Es war überwältigend, auf diese Art vor Augen geführt zu bekommen, wer ich bin.“, so Lindbergh im Juni 2019 in einem Interview, das für den Ausstellungskatalog geführt wurde. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie gezeigt; andere sind von Zeitschriften wie Vogue, Harper’s Bazaar, Interview, Rolling Stone, W Magazine oder dem Wall Street Journal in Auftrag gegeben und veröffentlicht worden.



Peter Lindbergh Sasha Pivovarova, Steffy Argelich, Kirsten Owen & Guinevere van Seenus Brooklyn, 2015 © Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)
Peter Lindbergh
Sasha Pivovarova, Steffy Argelich, Kirsten Owen & Guinevere van Seenus
Brooklyn, 2015
© Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)



In Lindberghs Bildern steht das Interesse am Menschen im Vordergrund. Mit seinen Werken ist es ihm gelungen, den unmittelbaren Kontext von Modefotografie- und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Fotos in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken. Ziel der Präsentation ist es, die Fotos zu öffnen für andere Lesarten und Perspektiven.“, betonte Lindbergh im Gespräch. „Allerdings geht es mir nicht darum zu sagen, dass meine Bilder keine Modefotografie seien, denn das wäre auch falsch. Ich bestehe auf der Definition „Modefotografie“, weil für mich dieser Begriff nicht bedeutet, dass man Mode abbilden muss – die Fotografie ist viel größer als die Mode selbst, sie ist Bestandteil der Gegenwartskultur.“



Peter Lindbergh Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)
Peter Lindbergh
Uma Thurman, New York, 2016
© Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)


Die Ausstellung besteht aus drei Teilen, wobei zwei großformatige Installationen den Rundgang rahmen und überraschende Perspektiven auf Lindberghs Schaffen eröffnen. Den Anfang macht die eigens für die Ausstellung entwickelte und aus Bluebacks bestehende monumentale Installation Manifest, die eine eindringliche Einführung in Peter Lindberghs Idee von Modefotografie darstellt.

Für den Hauptteil der Präsentation hat Lindbergh die aus seiner Perspektive essenziellsten Werke seines langjährigen Œuvres arrangiert und mit ihnen experimentiert. In der Hängung legt Lindbergh immer wieder neue Geschichten frei, bleibt aber gleichzeitig seiner Sprache treu. Emblematische sowie noch nie zuvor gezeigte Arbeiten werden paarweise oder in Gruppen gezeigt und ermöglichen neue Interpretationen.

Den Abschluss der Schau stellt die Filminstallation Testament (2014) dar, die eine fast unbekannte Seite des Schaffens des deutschen Fotografen offenlegt. Der durch einen Einwegspiegel aufgenommene Film zeigt eine stumme Auseinandersetzung zwischen Lindberghs Kamera und Elmer Carroll, ein in Florida zum Tode verurteilen Mörder. Carroll betrachtet 30 Minuten lang und ohne mimische Bewegung sein Spiegelbild. Die zum ersten Mal gezeigte Installation ergänzt die Ausstellung um eine unerwartete Bedeutungsschicht und stößt eine Debatte um Themen an, die zentral für Peter Lindbergh waren: Introspektion, Ausdruck, Empathie und Freiheit.

Die Ausstellung wird organisiert vom Kunstpalast, Düsseldorf, in Kooperation mit dem Peter Lindbergh Studio, Paris. Die Schau hat weitere Stationen im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (20. Juni bis 1. November 2020), im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt (4. Dezember 2020 bis 7. März 2021), sowie im Museo d’Arte Contemporanea Donnaregina in Neapel (März bis Mai 2021).












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Skulpturenpark Waldfrieden – Doppeleröffnung: Ian McKeever und Michael Sandle (8.2.2020)

 

 

Skulpturenpark Waldfrieden – Doppeleröffnung: Ian McKeever und Michael Sandle (8.2.2020)

Gleich zwei bedeutende Vertreter der britischen Kunst zeigt der Skulpturenpark Waldfrieden ab dem 8. Februar. Es sind Ian McKeever und Michael Sandle.
Vom 8. Februar bis zum 1. Juni zeigt der Skulpturenpark Waldfrieden in einer Ausstellung mit dem Titel „Sculpture“ eine Auswahl großformatiger Skulpturen und Modelle des britischen Bildhauers Michael Sandle.

Achtung: Parallel wird die Ausstellung „Sculpture“ mit Arbeiten des britischen Künstlers Ian McKeever eröffnet. Informationen hierzu erfolgen demnächst.


Michael Sandle erforscht in seinem Werk Bilder von Gewalt, bewaffneten Konflikten, Sterblichkeit und Gedenken. Als leidenschaftlicher Pazifist bringt er die Geschichten und Ideologien von Kriegen in aller Deutlichkeit zum Ausdruck; stets ringt er damit, wie sich die Formen und Erzählweisen der Skulptur zu den Geschichten und Ideologien solcher Konflikte verhalten können. „Ein Denkmal“, bemerkt Sandle dazu, „ist eine Scheinerinnerung. Es geht um die Frage, woran erinnert wird und was eine Gesellschaft für denkwürdig hält.“

Als Reaktion auf die Schrecken unseres Zeitalters beschäftigen sich Sandles Skulpturen mit dem Gebrauch und Missbrauch von Macht in globalen Kampfhandlungen, Politik und Kultur. In der Wahl seiner Themen ist Sandle kompromisslos. Er zeigt Bilder von Gewaltakten und Brutalität und deren Folgen und fordert dazu auf, über die tragischen Auswirkungen menschlicher Konflikte nachzudenken, in denen es keine Gewinner geben kann.

 

Michael Sandle, The Sound of your Silence, 2009, Foto: Flowers Gallery
Michael Sandle, The Sound of your Silence, 2009, Foto: Flowers Gallery

Die Ausstellung umfasst eine Gruppe von bedeutenden Arbeiten und bietet einen repräsentativen Überblick über mehr als drei Jahrzehnte seines bildhauerischen Schaffens, darunter Caput Mortuum: A Commentary (1983), The Drummer (1985), Queen of the Night (1999), Iraq – The Sound of Your Silence (2009) und As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory (2015). In vielen Werken finden sich maskierte und verhüllte Gestalten. So stellt die behelmte Figur in As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory Jesus dar, dessen Gesichtszüge auf dem Gemälde The Light of the World (1851–1853) von William Holman Hunt beruhen. Sandle ist seit Langem fasziniert von der Symbolkraft bekannter und anonymer menschlicher Körper, die ebenso individuelle Subjektivität wie auch gemeinsame universelle Erfahrungen angesichts von kriegerischen Auseinandersetzungen vermitteln können. Zwei seiner jüngeren Skulpturen, Iraq – The Sound of Your Silence, eine bewegende Reaktion auf den Irakkrieg aus dem Jahr 2009, und As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory, die 2015 entstand, erinnern an die unschuldigen Zivilisten (und insbesondere an die Kinder), die ihr Leben im Kreuzfeuer heutiger Kampfhandlungen verloren haben.

Neben diesen großformatigen Werken wird eine Reihe kleinerer Modelle und Maquetten gezeigt, die als Entwürfe für Skulpturen im öffentlichen Raum entstanden, darunter The Suicide or He took the ,A‘ Train (1995/99) und Maquette for ,Animals in War‘ Memorial (1999).

 

Über Michael Sandle

Michael Sandle (*1936) studierte von 1951 bis 1954 an der Douglas School of Art and Technology, Isle of Man, und von 1956 bis 1959 an der Slade School of Fine Art in London. Seit den 1970er Jahren hat er zum großen Teil in Deutschland gelebt und gearbeitet. Von 1973 bis 1977 war er Dozent für Skulptur an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim, wo er von 1977 bis 1980 eine Professur innehatte. 1974/75 erhielt er ein DAAD-Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in Berlin; von 1980 bis 1999 war er Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.

Er wurde 1990 zum Mitglied der Royal Academy und 1994 zum Fellow of the Royal Society of British Sculptors gewählt. Zu seinen Einzelausstellungen gehören u. a. Twentieth Century Memorial, Duveen Gallery, Tate Britain; Memorials for the Twentieth Century, Tate Liverpool; Malta Siege Memorial, Imperial War Museum, London, und eine Retrospektive in der Whitechapel Gallery, London; europäische Einzelausstellungen wurden u. a. im Mannheimer Kunstverein und im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, gezeigt. Er nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellung teil, darunter an der 5. Paris-Biennale, an der documenta 4 und documenta 6 in Kassel sowie an der Biennale von São Paulo. Zuletzt wurde sein Werk in der Einzelausstellung Monumental Rage im Grosvenor Museum 2018 gezeigt. Zu seinen bekanntesten Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum gehören St George and the Dragon, Blackfriars, London; das International Maritime Organization Seafarers’ Memorial, Albert Embankment, London; die Belgrano Medal – a Medal of Dishonour, British Art Medallic Society, und The Malta Siege Memorial, Grand Harbour, Valletta. Zurzeit sind Werke von Michael Sandle in der Tate Britain zu sehen. Darüber hinaus befinden sich Sandles Werke u. a. in folgenden Sammlungen: Arts Council of Great Britain; Australian National Gallery, Canberra; British Council; Dallas Museum of Art, USA; British Museum; Cass Sculpture Foundation, Goodwood; Hakone Open Air Museum, Japan; Imperial War Museum, London; Metropolitan Museum, New York, und Victoria & Albert Museum, London.





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Kunstmuseum Solingen: Ausstellung David Czupryn & Jochen Mühlenbrink

 

Kunstmuseum Solingen:

Ausstellung David Czupryn & Jochen Mühlenbrink

 

12. März bis 26. April 2020

Eröffnung, 12. März 2020, um 19 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunstmuseum Solingen

Mit der Ausstellung „David Czupryn und Jochen Mühlenbrink“ zeigt das Kunstmuseum Solingen zwei Düsseldorfer Künstler, die beide ihre Künstler-Karriere mit der Teilnahme an der Internationalen Bergischen Kunst­ausstellung im Kunstmuseum Solingen gestartet haben.

Die Bergische Kunstausstellung gehört seit 71 Jahren zur kulturellen Tradition der Stadt Solingen. Im Kunstmuseum zählt sie jährlich von Beginn an zu den besucherstärksten Ausstellungen. Das Profil der Schau, die seit 2012 „Internationale Bergische Kunstausstellung“ heißt, ist durchgehend von hoher Qualität geprägt. Für die teilnehmenden Künstler ist die Schau, meist der künstlerische Durchbruch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jochen Mühlenbrink: Dawn, 2019, Öl/Leinwand, 200 x 300 cm, Foto: Ivo Faber, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Ausstellung „David Czupryn und Jochen Mühlenbrink“ gibt Einblick in eine neue Malerei, die sich selbstbewusst und reflektierend in der Kunstwelt bewegt ohne ihre poetische Aussage einzubüßen. Sie gibt vielmehr ein deutliches Statement über eine Welt, deren Realität nach einer Wirklichkeits­überprüfung fragt.

In der Malerei von Jochen Mühlenbrink ist alles und nichts zu sehen. Pappe, Folie oder Klebeband, an die Wand gelehnte Bilderstapel, verbrannte Geldscheine, benutzte Pizzaschachteln oder trocken Brot, Mühlenbrink malt so realistisch, dass man seinem Auge nicht trauen möchte. Das Licht des Raumes, die spröden Oberflächen, der Glanz des Plastik, die Spuren von Benutzung, der Dreck, die Schatten – alles echt, alles gemalt.

David Czupryn: Phantom & Ghost. Öl auf Leinwand, 2019

„Meine Frage war, wie ich das Trompe-l’œil ins 21. Jahrhundert bekomme“, kommentiert David Czupryn lapidar seine teils spektakulären groß­formatigen Bilder, die wie poppige und groteske Theaterkulissen wirken – zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung finden sich Zitate aus der Kunstgeschichte wieder, zeigt sich eine detailverliebte Malerei sowie eine überraschende und faszinierende überaus realistische Wiedergabe der Oberflächenstruktur der gemalten Skulpturen und Gegenstände. Diese wiederrum scheinen nicht immer von dieser Welt zu stammen, sondern entfliehen einer zur Realität gewordenen virtuellen Welt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, gesponsert durch die National-Bank AG.

 

www.kunstmuseum-solingen.de