Ausstellung „Verrückte Liebe“/ Amour Fou (Kunst im Hafen e.V. Düsseldorf)


Ausstellung „Verrückte Liebe“/ Amour Fou"



Vernissage am Samstag 29. Oktober 2016, um 20 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Kunst im Hafen e.V. Düsseldorf-Reisholz





Meike Lotz
Heftig, leidenschaftlich, verrückt – „Amour Fou“ heißt die Ausstellung, die vom 29. Oktober bis 6. November 2016 im Atelierhaus KUNST im HAFEN e.V. in Reisholz zu sehen ist.

Die von der Düsseldorfer Künstlerin Yvonne Schweidtmann ausgerichtete und durch das Kulturamt Düsseldorf geförderte Ausstellung zeigt 6 zeitgenössische Positionen, die sich mit der leidenschaftlichen Liebe befassen, die in ihrer Obsessivität nicht nur gesellschaftliche und sexuelle Tabus überschreitet, sondern auch soziale Grenzen. Gerade durch das Scheitern des ‚furor amoris‘ bleibt die ‚amour fou‘ absolut und wird nicht durch die Kompromisse des Alltags „entweiht“, da sie doch fast immer tragisch endet und unerfüllbar bleibt.



Yvonne Schweidtmann, "Amour Fou" (Detail), 2015/16

Yvonne Schweidtmann, "Amour Fou" (Detail), 2015/16



„Amour Fou“ zeigt neben Malerei von Yvonne Schweidtmann, die in ihren Bildern existenzielle Fragen aufgreift und den Menschen an sich sowie seine Beziehungsmuster in ihren künstlerischen Focus rückt, eine Computeranimation von Norbert Kraus, Malerei und Fotografie von Reiner Kaltenbach, Objekte von Jyrg Munter, eine Klang-Komposition von Michael Rüsenberg sowie Skulpturen in Edelmetall von Anina Caracas.



Anina Caracas, "Venus"

Anina Caracas, "Venus"



Zur Eröffnung am 29.Oktober 2016, um 20 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) spricht der Kunsthistoriker und Leiter des Kunstvereins Wuppertal Erik Schönberg Im Anschluss sorgt Mayo Velvo, der grandiose Chansonier für den musikalischen Höhepunkt. Am Klavier begleitet wird er von Aleksandar Filic.

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Programm und Künstlergesprächen:



Amour Fou –das Programm

29.10.2016, 20:00 (Einlass ab 18:00 Uhr)
Erik Schönenberg / Kunsthistoriker und Leiter des Kunstvereins Wuppertal eröffnet die Ausstellung. Mayo Velvo, der grandiose Chansonier sorgt im Anschluss für den musikalischen Höhepunkt. Am Klavier begleitet wird er von Aleksandar Filic am Klavier.

30.10.2016, 19:00 (Einlass ab 15:00 Uhr)
Michael Rüsenberg präsentiert seine Klang-Komposition. Danny Donatz bezaubert ihr Publikum mit Chansons und Liebesliedern begleitet von Aleksandar Filic am Klavier.

05.11.2016, 18:00 (Einlass ab 15:00)
Dr. phil. Frauke Tomczak Filmwissenschaftlerin / Autorin hält einen Vortrag mit dem Titel „Amour Fou im Film“. Kléber Queiroz, der junge, dynamische Tangotänzer gibt uns einen Einblick in die Welt des Tango Argentino.

06.11.2016, 18:00 (Einlass ab 16:00 Uhr)
Prof. Dr. Martin Papenheim Historiker / Religionswissenschaftler an der Uni Bochum hält den Abschlussvortrag mit dem Titel „Der Ruin des Mächtigen – Amour fou und die Politik“. WILDER WEIZEN gibt sich die Ehre mit dem legendären Uli Thieß / Poetry, dem phänomenalen Christoph Perzl / Harp, und dem phantastischen Rolf Springer / Gitarre.



Amour Fou –Künstlergespräche (jeweils 18:00 bis 22:00 Uhr)

31.10.2016
Norbert Kraus / Michael Rüsenberg
01.11.2016
Reiner Kaltenbach / Y. Schweidtmann
03.11.2016
Anina Caracas / Jyrg Munter





ei

Renate Graf – Ausstellung „Traces“, Palma de Mallorca


Renate Graf - Traces / 16.1.15 / 20 h / Casal Solleric, Palma de Mallorca



SAVE THE DATE


Einladung zur Ausstellungseröffnung / Invitation to the opening



TRACES

BLICKE AUF FLÜCHTIGE SPUREN
Fotografien von / Photographies by Renate Graf

Freitag, 16. Januar 2015, 20 h / Friday, January 16, 2015, 8 pm
Casal Solleric, Passeig del Born, 27, Palma de Mallorca





 Abb.: Renate Graf, Fiesta di San Sebastian, Sicily, 2010, © Renate Graf


Abb.: Renate Graf, Fiesta di San Sebastian, Sicily, 2010, © Renate Graf







Es sprechen / Speakers

Pilar Ribal
Direktorin / Director Fundació Palma Espai d‘Art

Walter Smerling
Vorsitzender / Chairman Stiftung für Kunst und Kultur e.V.

Dieter Ronte
Kurator / Comisario

Fernando Gilet
Stellvertretender Bürgermeister für Kultur und Sport / Deputy Mayor for Culture and Sports of Palma de Mallorca

José Ramón Bauzá
Regierungspräsident der Balearen / President of the Government of the Balearic Islands




– Die Künstlerin ist anwesend / In the presence of the artist –



Eine Ausstellung der / An exhibition of the Stiftung für Kunst und Kultur e.V.

In Kooperation mit / In cooperation with

Casal Solleric, Fundació Palma Espai d’Art
Ajuntament de Palma
Fundación Banco Santander



Laufzeit / Duration: 17.1. – 15.3.2015



Salon des Amateurs// Ausstellungseröffnung 191°S am 31.07. // Alexander Gegia

Salon des Amateurs

Ausstellungseröffnung 191°S am 31.07. // Alexander Gegia

gegia_header

Eröffnung
Donnerstag, 31. Juli 2014
ab 21 Uhr mit Musik von Toulouse Low Trax

Der Düsseldorfer Maler Alexander Gegia stammt gebürtig aus Georgien,
studierte bis 2004 an der Kunstakademie in Tifl is und trat 2006 sein
Studium der Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Jörg
Immendorff, Markus Lüpertz und Andreas Schulze an.
2012 absolvierte er als Meisterschüler von Andreas Schulze.
Gegias figurative Kompositionen fokussieren das Bildsujet zunächst
wirklichkeitsnah aus atypischer Perspektive und ferner verzerren sie
die Wahrnehmung des Abbildhaften durch die bildfläche- und
figurumgreifenden ornamentalen Hintergründe. Auffallend ist die
Verwendung einer satten, klaren Farbgebung mit scharfer Detailgenauigkeit.
Neben seinen fotorealistisch wirkenden Arbeiten umfasst
sein OEuvre abstrakte Malereien – Experimente mit farblichen und
haptischen Texturzwischenräumen.
Flyer

Ab 13.7. Frauenmuseum Bonn – Ausstellung Annegret Soltau: „Einheit und Trennung – Familienbilder“


Frauenmuseum Bonn

Annegret Soltau: „Einheit und Trennung – Familienbilder“

Bonner Frauenmuseum eröffnet zweite Parallelausstellung zu SINGLE MOMS




Header


Annegret Soltau stellt seit mehr als vier Jahrzehnten mit größter Beharrlichkeit und Radikalität das Selbst des Menschen in den Fokus ihrer Arbeit. Wer ihre Biografie liest, erahnt den Kraftakt, mit dem sie gleichermaßen zerstörerisch, zusammenfügend, ihre intellektuell und emotional hochambitionierten Werke erschafft. Soltau, die als uneheliches Nachkriegskind unter widrigen Umständen aufwuchs, sich ihre künstlerische Laufbahn hart erarbeiten musste – sie ist Absolventin der HFBK Hamburg – gilt heute als international renommierte Künstlerin. Im Rahmen der Ausstellung „Single Moms“, in der das Leben von Alleinerziehenden in Geschichte, Kunst und Gegenwart thematisiert wird, zeigt das Frauenmuseum vom 13.07. – 07.09.2014 in einer Einzelausstellung die Arbeiten der Darmstädter Künstlerin.

Ihre Idee von Kunst und ihrer Wirkung ist eine Suche und gerade deshalb aktueller denn je. „Mein zentrales Anliegen ist, körperliche Prozesse in meine Arbeit mit einzubeziehen und mich selbst zum Modell zu nehmen, weil ich mit mir am weitesten gehen kann“, schreibt die Künstlerin über ihr eigenes Wirken. In ihren sinnlich greifbaren Fotoüber- und -vernähungen spinnt sie mit schonungslosen Nadelstichen Fäden über fotografische Porträts. Sie zerreißt Aktfotos, fügt sie neu zusammen, indem sie die so entstandenen Verletzungen wiederum mit Nadel und Faden zusammennäht. Ihre Themen sind ebenso archaisch wie frappierend aktuell: der nackte Körper, Gewalt, Schwangerschaft und Geburt, Generationenfolgen und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Dabei ist ein Oeuvre entstanden, das durch seine kontrastierenden Facetten, seine Drastik und zugleich Intimität besticht. Die Betrachter werden zu Zeugen einer schonungslos-analytischen Kunstäußerung zum Sein des Menschen. Nicht von ungefähr haben ihre Arbeiten in der Vergangenheit häufig zu Verboten und Skandalen geführt.

In Bonn zeigt Soltau in vier Räumen ihre großen Themen:

Im Mittelpunkt sind ihre Werke aus der Serie “ZeitErfahrung” zu sehen, eine chronologisch aufgebaute Serie von miniaturgroßen Fotoüber- und -vernähungen. In diesem, fortlaufend aktualisierten, vielteiligen Zyklus „näht“ sich Soltau gleichsam durch ihre eigene Biografie und ihre verschiedenen Schaffensphasen.

Im ersten Teil „selbst“ dekonstruiert Soltau die Vorstellung von einem „einzigen Selbst“.Sie „übernäht“ mit einem grauen Seidenfaden Selbstportraits und überzieht ihr Gesicht mit einer filigranen Verspannung aus Fäden. Die Rückseite zeigt die Arbeitsspur der Vorderseite als freie haptische Zeichnung, die nicht bewusst gestaltet ist. Hier sind frühe Werke wie z.B. ihr Triptychon „Körper-Eingriffe“ und „Ich bedrückt“ aus den Jahren von 1977/78 zu sehen.

Im 2. Raum „schwanger“ setzt sie sich mit ihren eigenen Schwangerschaften auseinander, als „Annäherung an ihren Körper“, die 1978 und 1980 zu ihrem zentralen Thema wurden. Im Prozess des Schwanger-Seins machte sie sich selbst zum Modell und thematisierte die Frage, wie Frauen Kreativität und Mutterschaft verbinden können. Getrieben von der Angst, die Rolle der Mutterschaft könne ihre Existenz als Künstlerin gefährden, wurde sie zu einer Fülle von Foto- und Videoarbeiten inspiriert. Zu sehen sind hier Werke aus den frühen 80er Jahren wie „Einheit und Trennung“ und die Video-Installation „schwanger“.

Der 3. Raum nimmt sich des Themas Geburt an. Wenn eine Frau sich darauf einlasse, schwanger zu werden und zu bleiben, dann sei sie ganz fest eingebunden in diesen Zeitlauf der neun Monate und könne nicht mehr aussteigen. Das sei das Zwingende und es ende immer mit der Geburt, so Soltau. Hier werden die Videoinstallation „gebären-Müssen“ und „Auf dem Gebärtisch“, beide Ende der 70er, gezeigt.

Spannend bleibt es auch im 4. Raum „generativ“. Hier steht das Verbindende, „Reparierende“ des Fadens im Fokus. Er bringt die Risse im Lebenslauf zusammen, kultiviert die Narben als Lebenspuren. Zu sehen sind hier Fotovernähungen ab 1994 wie „Selbst mit Tochter, Mutter und Großmutter“. In dieser Werkphase vereint Soltau vier Generationen der weiblichen Linie ihrer Familie: Das junge Mädchen trägt schon den alten Körper, die alte Frau noch den jungen Körper in sich. Beeindruckend und zur Entstehungszeit skandalumwittert die großformatige Arbeit „Pubertät – Tochter doppelt“ von 1994/99 sowie provokativ und irritierend die Gruppe „generativ und transgenerativ“ – Bilder, auf denen männliche und weibliche Körper und Gesichter „zusammengenäht“ sind.

Nahezu versöhnlich und intim werden die Besucher entlassen: „im Gleichgewicht“, eine Fotoarbeit, die Mutter und Kind eigenständig und doch wie in einem Kokon eng miteinander umwickelt zeigt, – Symbiose und Getrenntsein zugleich.

Die Ausstellung wurde durch eine Projektfinanzierung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) ermöglicht und von Marianne Pitzen kuratiert.

Vernissage: 13.7.2014, 12 Uhr
Begrüßung Marianne Pitzen, Einführung Dr. Heidrun Wirth (Kulturjournalistin, Bonn)

15 Uhr: Lesung aus der Biografie „Annegret Soltau: Ich war total suchend“ des Bildhauers Baldur Greiner, Autor und Lebenspartner der Künstlerin

Finissage: 07.09.2014, 15 Uhr
Kunst im Gespräch: Annegret Soltau und Dr. Gabriele Uelsberg (Direktorin, LVR-LandesMuseum Bonn)

Führungen: jeden Sonntag um 13 Uhr und auf Anfrage

Weitere Parallelausstellungen:

21.09. – 09.11.2014 Portraits Überlebender von Anfal und die von Frauen initiierte Gedenkstätte

Bildnachweise:

Annegret Soltau. Mutter Vater Tochter Sohn, Serie: transgenerativ 2005, Fotovernähungen, Collage, Fotos, Faden, 66x91cm.
Annegret Soltau. Pubertät – Tochter doppelt, Serie: generativ 1994-2005, Fotovernähungen, Collage, Fotos, Faden. 170x200cm.
Annegret Soltau. im Gleichgewicht, Serie: Schwanger 1977-1982, Fotoarbeit (Detail). 127x112cm.

Frauenmuseum
Im Krausfeld 10
53111 Bonn

Tel: 0228 92894527
Fax: 0228 696164
Mobil: 0173 630 3608
www.frauenmuseum.de



Salon des Amateurs: 5. JUNI – Ausstellungseröffnung 191°S // Angela Fette


Salon des Amateurs

Ausstellung 191°S // Angela Fette



Eröffnung 05.06.2014 ab 21 Uhr im Salon des Amateurs

Eröffnung 05.06.2014 ab 21 Uhr im Salon des Amateurs


Das Kunstprojekt 191° S präsentiert ab dem 05. Juni die raumspezifische Malerei der Künstlerin Angela Fette an der Stirnwand des Salon des Amateurs.

Angela Fette ist eine international vertretene Düsseldorfer Künstlerin in den Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst. Neben Malerei und
raumspezifischen Installationen, bilden Performances in Verbindung mit eigenen Manifesten einen Schwerpunkt in ihrem Œuvre. Reminiszenzen an Formen- und Gedankengut historischer Avantgarden, wie dem Dada und Konstruktivismus, spiegeln sich immer wieder in ihren Arbeiten – unter anderem auch in der Zusammenarbeit mit Medienkünstler Phillip Schulze. Beide sind Protagonisten des Künstlerduos Weisser Westen, das durch pathetische und gleichsam absurde, futuristische Aktionen Zeichen setzt.

Wir freuen uns Angela Fette für das Kunstprojekt 191°S gewinnen zu können und sind gespannt auf ihre Wandmalerei im Salon des Amateurs.

Das Kunstprojekt 191°S wird realisiert mit Förderung des Kulturamts der Landeshauptstadt Düsseldorf und mit freundlicher Unterstzüzung der Kunsthalle Düsseldorf und des Salon des Amateurs.



Veranstaltungsort: Salon des Amateurs ° Grabbeplatz 4 ° 40213 Düsseldorf



Ausstellungsflyer



Ausstellung KUNSTHAUS Wiescheid: Barbara Schmidt & Thomas Grimberg – Fotofrafien


KUNSTHAUS Wiescheid

Ausstellung: Barbara Schmidt & Thomas Grimberg - Fotografien



25. Mai - 06. Juli 2014

Vernissage, 25.05.2014, 11-19 Uhr

Anlässlich des Jubiläums ‚175 Jahre Fotografie‘ zeigt das Kunsthaus in Wiescheid neuste Fotoarbeiten von Barbara Schmidt und Thomas Grimberg.

Die inszenierten Fotografien von Barbara Schmidt (*1982), die 2012 ihren Abschluss an der Kunstakademie in Düsseldorf machte, führen uns in exotische Welten und fantastische Landschaften. Ein Dornenwald, eine Unterwasserwelt, eine Mondlandschaft – und so fremdartige uns diese Szenerien erscheinen, vermitteln sie uns dennoch ein Gefühl von Vertrautheit. Schmidt lenkt unseren Blick auf die kleinen Dinge der Natur, aus denen sie ihre Fotomodelle, ihre Motive gestaltet. Fundsachen, die sie bei ihren endlosen Spaziergänge durch die Natur findet, wandern in ein kleines Plastiktütchen, das die Künstlerin immer in ihrer Jackentasche mitführt. Moosbewachsene kleine Äste, Schmetterlingsflügel, Vogel¬federn oder auch mal eine zerbrochene Schale eines Sperlings-Ei werden zu Objekten der Kunst. Diese ergänzt die Künstlerin mit ein wenig Sand, Wasser und Pflanzenteilen zu märchenhaften Schauplätzen wie die¬jenigen ihrer »Ripa-Serie«.

Barbara Schmidt, Ohne Titel, 2008

Barbara Schmidt, Ohne Titel, 2008



Auf »0,06 qm« präsentiert uns Thomas Grimberg (*1962) Tatorte des Waldes, an denen sich die Vergänglichkeit der Zeit ablesen lässt. Dabei gelingt es ihm mit den Mitteln der Fotografie die Verwesung von Tierresten so festzuhalten, dass dennoch unser ästhetisches Befinden bedient wird. Diese Ambivalenz spiegelt sich auch in seiner Serie »Look of Food« wider. Lebensmittel und ihre Verpackung werden dabei zum ironischen Forschungsfeld des Fotokünstlers.



KUNSTHAUS Wiescheid
Michaela Dreßen
Alt Wiescheid 20
40764 Langenfeld

mobil 0177-4070423
info@kunsthaus-wiescheid.de

www.kunsthaus-wiescheid.de




August Macke Haus (Bonn) – Ausstellung „Hermann Hesse – Mit Feder und Farbe“

Hermann Hesse - Mit Feder und Farbe

Werke aus dem Nachlass Heiner Hesse

29. Mai – 14. September 2014



Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, den 28. Mai 2014, um 18.00 Uhr




Hermann Hesse (1877 - 1962) war zu Beginn seiner bildnerischen Tätigkeit 39 Jahre alt und bereits ein erfolgreicher Autor. 1946 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausge-zeichnet. In vielen seiner Schriften ist die Sehnsucht nach Einklang mit der Natur und nach Erfüllung durch Musik und Kunst zu erkennen. Auch aus seinen Zeichnungen und Aquarellen sprechen eine sensible Wahrnehmung der Natur und die sinnliche Freude am kreativen Schaffen; Hermann Hesses Bildwelt schlägt somit einen Bogen zu seinen Texten und vervollständigt sein Werk.

Verso Arasio, 1925 Grafit, Kreide und Aquarell 27 x 23,5 cm Fondazione Hermann Hesse Montagnola,  Depositum Privatsammlung

Verso Arasio, 1925
Grafit, Kreide und Aquarell
27 x 23,5 cm
Fondazione Hermann
Hesse Montagnola,
Depositum Privatsammlung

In den meist farbenfrohen Bildern gibt Hermann Hesse zunächst Eindrücke aus seinem Wohnort Bern wieder, aber auch Impressionen seiner Ferienziele finden sich. Ab 1919 ist es vor allem die Tessiner Landschaft, seine neue und letzte Heimat, die er abbildet. Doch sind es keine vermeintlich oberflächlichen Ansichten, die Hesse darstellt. Das Kunstschaffen ist von existenzieller Bedeutung für den Schriftsteller. Durch das Malen gelingt es ihm, Schreibkrisen und Selbstzweifel zu überwinden und Freude am Leben zu gewinnen. Aus vielen seiner Bilder spricht die Sehnsucht nach Harmonie und Glück. Aber auch Einsamkeit und Leid lassen sich an den Werken ablesen: Ein toter Baum, allein in der Landschaft stehend oder von Mauern umschlossen, abweisende Häuser ohne Fenster, Berggipfel in unerreichbarer Ferne. Selbst strahlende Landschaften spiegeln die Licht- und Schattenseiten des Lebens sowie die Vergänglichkeit des Irdischen wider.



Ohne Titel, 12. August 1923 Aquarell, 319 x 241 mm Privatbesitz

Ohne Titel, 12. August 1923
Aquarell, 319 x 241 mm
Privatbesitz

Hermann Hesse begeistert sich für das Zeichnen und Aquarellieren, erprobt unterschiedliche Stile: Darstellungen kindlich-naiv anmutender Landschaften in kräftigen Farben, Auflösung der Bildmotive in geometrische Formen, starke Konturierung der Bildelemente, detailreiche, kolorierte Federzeichnungen. Letztere entstehen in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren. Der ältere, ruhigere Hesse widmet sich mit Genuss einer Tätigkeit, die er von Anbeginn seines Malerdaseins ausübte: er illustriert Briefe und Gedichthandschriften.

Große Bewunderung hegt Hermann Hesse zeitlebens für August Macke (1887 - 1914), der für ihn «der Inbegriff der Aquarellmalerei» ist und «neben Moilliet der liebste Aquarellist».
Die Ausstellung zeigt Hermann Hesses künstlerisches Schaffen von den frühesten Arbeiten bis hin zu Bildern der letzten Lebensphase, die mit ausgewählten Zitaten aus seinen Schriften und Briefen zur Malerei ergänzt in den biografischen Zusammenhang gestellt werden. Sie umfasst 170 Aquarelle, Gouachen, Farbstift-, Bleistift- und Federzeichnungen, Ölgemälde, Skizzenbücher sowie illustrierte Bücher und Gedichte.



Magnolie, 2. Mai 1928 Grafit und Aquarell 270 x 235 mm Fondazione Hermann Hesse Montagnola, Depositum Privatsammlung

Magnolie, 2. Mai 1928
Grafit und Aquarell
270 x 235 mm
Fondazione Hermann
Hesse Montagnola,
Depositum Privatsammlung





Die zu großen Teilen erstmals öffentlich präsentierten Werke stammen überwiegend aus dem Nachlass von Heiner Hesse (1909 - 2003), dem mittleren der drei Hesse-Söhne, der eine intensive, aber auch konfliktreiche Beziehung zu seinem Vater hatte. Nach dem Tod Hermann Hesses widmete sich der Sohn mit Hingabe der Erschließung des Nachlasses wie der Publikation von Hermann Hesses Korrespondenz und setzte es sich zum Ziel, seinen Vater auch als Maler bekannt zu machen.

Eine Ausstellung des Kunsthauses Stade in Kooperation mit dem Museum Hermann Hesse Montagnola. Konzept: Regina Bucher und Ina Hildburg.

Zur Ausstellung ist ein umfassender und reich bebilderter Katalog mit Beiträgen von Regina Bucher, Silver Hesse, Ina Hildburg und Volker Michels zum Preis von 24,80 Euro bei Hatje Cantz erschienen.

Öffnungszeiten Di – Fr 14.30 – 18 Uhr
Sa, So, Feiertage 11 – 17 Uhr

Öffentliche Führung jeden So 11.30 Uhr




August Macke Haus
Bornheimer Straße 96
53119 Bonn

T +49 (0)228 655531
F +49 (0)228 691550
buero[at]august-macke-haus[dot]de
www.august-macke-haus.de



take OFF GALLERY (tOG) Düsseldorf: Ausstellung Daekwan Kim „DAS LICHT AUF DEM WASSER“

Daekwan Kim - "DAS LICHT AUF DEM WASSER"

header_licht_auf_dem_wasser


12. April bis 16. Mai 2014 (Vernissage: 12. April 2014 15:12- 17:30 Uhr)

Koreanische Kunst wird derzeit in der internationalen Kunstszene viel beachtet. Junge Künstler mit aufregend neuen Positionen werden Schritt für Schritt entdeckt.

Wir schätzen uns glücklich, eines dieser neuen Talente in Düsseldorf präsentieren zu können; mit einer völlig neuen, modernen und doch tief mit den Traditionen und der Natur verwurzelten Aussage.

Künstler Daekwan Kim

Künstler Daekwan Kim

"Das Licht auf dem Wasser" fasst herrlich zusammen, was der künstlerische Auftrag und die Ambitionen des koreanischen Meisters der Glasbearbeitung sind. Daekwan Kim will uns in eine Welt der Bewegung und des Flusses führen, die aus statischen, aber „fluid" wirkenden Glas-Elementen geschaffen wurde. Er ist befähigt, uns mit einfachen, aber technisch enorm aufwendigen Mitteln, mit seinen Float-Glas-Objekten, in eine Welt der Ruhe zu entführen, die aber gleichzeitig durch den dreidimensionalen Aufbau der Objekte bei leichter Bewegung des Betrachters zu „fließen“ beginnt: Abstrakte Formen beginnen sich in Blüten oder Blätter zu verwandeln und das grüne und blaue Licht erinnert uns an die Veränderung der Farbe des Wasser je nach Tageszeit und Lichteinfall.

Und all’ dies geschieht in reduzierter Formensprache (Rechtecke oder Linien) und mittels einfacher, rechteckiger Glas-Elemente, die jedoch äußerst aufwendig mit Farbe und Hitze millimetergenau von Hand bearbeitet werden. Diese Kombination von Kreativität und Detailwissen beim Umgang mit Glas und Farbe sowie die Fähigkeit, diese millimetergenau in handgefertigte, solide, Aluminiumrahmen einzuarbeiten und dazu die bewusste Nutzung der dritten Dimension (mehrere Glasscheiben werden hintereinander gesetzt), die eine völlig neuartige, moderne Glasskulptur entstehen lassen, ist aus unserer Sicht weltweit einmalig. Daekwan Kim entführt uns mit seinen Werken in das moderne Korea, indem er in völlig neuer künstlerischer Form die alten, tradierten Werte mit Formen und Farben aufgreift, um den Schmerz über das Vergessen der Bedeutung der Natur durch die Schaffung eines Antipols zur täglichen Hektik des Lebens zu visualisieren und zu kreieren.


nr_x


Diese einzigartige und moderne Ver- und Bearbeitung der Float-Glasscheiben zeichnet den koreanischen Künstler Daekwan Kim aus, der neben seiner Kreativität für derartige abstrakte Umsetzungen ebenfalls ein tiefes, fachliches (Materialkunde) und handwerkliches Wissen erworben hat, um eine farbpunktgenaue Brennung erfolgreich realisieren zu können. Lassen Sie sich von diesen einmaligen Kunstobjekten überraschen und in den meditativen Bann ziehen.




zeitenLink zur Ausstellungsseite
Link zur Künstlerseite




Kunstraum-unten zeigt Zeichnungen und Aquarelle von Yun Nam

Menschenbilder und Menschlichkeit contra Maschine stehen für die 1991 geborene Yun Nam im Vordergrund ihrer Ausstellung in Bochum im "Kunstraum-unten", die am Freitag, 10.Januar 2014 um 19:00 Uhr eröffnet wird und bis zum 14.Februar gezeigt wird.
Die junge Künstlerin verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Osnabrück, durchlief einen Großteil ihrer Ausbildung in den bildenden Künsten aber in ihrer südkoreanischen Heimat. Seit 2009 ist sie Studentin an der Kunsthochschule Kassel.
Yun Nams handwerkliche Fähigkeiten stehen außer Diskussion. Die gezeigten Arbeiten aus verschiedenen Tusche- und Aquarellserien der letzten Jahre zeugen von ihrem hohen Können, das sich besonders durch eine ausgesprochen feine Arbeitsweise und technische Genauigkeit auszeichnet.
2011 3 - EA00 Kopie
Trotzdem mag sich nicht jeder den Szenerien stellen, die die Künstlerin ausbreitet. Ihre Motive haben es in sich. Wer sich den Bildern der südkoreanischen Künstlerin Yun Nam nähert, braucht oft starke Nerven. Ihre Motive sperren sich gegen voreilige Vereinnahmungen und bleiben auch einem gutwilligen Publikum gegenüber manchmal spröde und abweisend. Bisweilen erfordert es sogar Überwindung, nach dem ersten flüchtigen Blick einen zweiten folgen zu lassen. Dies gilt für die Schwarzweiß-Zeichnungen, die mit raffiniertem Strich seltsam deformierte und in Verwandlungsprozessen befindliche Figuren zeigen. Verdreht und verknotet, fügen sich die Abgebildeten zu neuen Konstellationen, wachsen zusammen oder durchdringen einander.
OT_2013_T18_Kunstraum_YunNam
Auf anderen Bildern der Künstlerin Yun Nam sind seltsame Prozesse um Transformation und Verwandlung im Gang, deren Anfang unbestimmbar und deren Ausgang unvorhersehbar ist. Die Künstlerin versteht es, ihre Inhalte stets aufs neue in eine phantastische und damit zeitlose Form zu überführen, da sich ihre Realitätsvorstellung nicht in der planen Abbildung des Gegebenen erschöpft.
2012_2 - A15 Kopie_Kunstraum_YunNam
Das gilt auch für die 4 rundgemalten Bilder, welche jeweils eine OP-Szene darstellen und durch eine enorme Farbigkeit bestechen. Es sind ausschnitthafte Einblicke, in denen die Künstlerin Menschlichkeit und Maschine in ihrer Gegensätzlichkeit konstituiert. Die organischen Elemente der Bilder definieren den Menschen als empfindendes und empfindliches, autonomes Wesen.
Yun Nams Bilder gehen im wörtlichen Sinn „unter die Haut“. Dorthin blickt niemand gern. Hier wird nicht der schöne und im erotischen Sinn attraktive Körper gezeigt, sondern das, woraus der Mensch tatsächlich gemacht ist. Konträrer zum Zeitgeist, der beharrlich die Anmut der schönen Oberfläche feiert, kann man nicht liegen.

Kunstraum-unten
Hattinger Straße 1 / Zwischenebene der U-Bahnstation Schauspielhaus, 44789 Bochum

Ausstellungsdauer: 10.01.2014 - 14.02.2014
Öffnungszeiten: Di und Fr 15:30 - 18:30 und nach Vereinbarung

www.kunstraum-unten.de
www.facebook.com/kunstraum.unten
yunnam1991.blogspot.de/

2011 3_Das Jüngste Gericht_Bildgröße ändern

Matthias Danberg erhält Förderpreis der Stadt Düsseldorf für Bildende Kunst

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorfer zeichnet in einem Festakt am heutigen Dienstag den Künstler Matthias Danberg mit dem Förderpreis für Bildende Kunst/ Neue Medien aus.
Der vom Kulturausschusses des Rates , dem Kulturdezernenten und Fachjuroren vergebenen Preis wird an insgesamt 8 Künstler/innen aus den Bereichen Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft verliehen und ist mit jeweils 4000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird seit 1972 zur Erinnerung an das verdienstvolle Leben und Wirken bedeutender Persönlichkeiten in Düsseldorf und im Bewusstsein der Verpflichtung, die Künste zu fördern, jährlich überdurchschnittlichen Begabungen im Bereich der Kunst für ihre bisherige Gesamtleistung und zur Förderung der weiteren Entwicklung vergeben. Alle Preisträger sind unter 40 Jahre und leben oder arbeiten in Düsseldorf.

46517_362844967141327_980393890_n

Matthias Danberg wurde 1981 in Bochum geboren, begann 2002 das Studium der Kunst und Philosophie an der Universität Dortmund und wechselte 2003 an die Kunstakademie Münster. 2007 wurde er zum Meisterschüler von Prof. Michael von Ofen ernannt. Heute lebt und arbeitet er als in Düsseldorf, ist aber weiterhin mit Bochum als beratender Mitarbeiter des Kunstraum-unten eng verbunden.
Matthias Danbergs Arbeiten umschreiben unsere heutige Gesellschaft, die durch das Phänomen der digitalen Welt geprägt ist. Folgerichtig erklärt er den Computer zum primären Medium seiner künstlerischen Arbeit. Diese basiert auf einer erzählerischen, metaphorischen Bildsprache, und bezieht sich auf die Vielzahl unterschiedlicher medialer Erzählstrukturen. Mittels angedeuteter Ironie und emotional evozierender Monumentalität umreißt Danberg die bedeutenden Themen unserer Zeit. Seine allegorischen Szenarien weisen Referenzen zu Kunst- und Zeitgeschichte und den Erzählweisen des Kinos auf. Ein Stilmix aus 80er Jahre Neondesign, Science-Fiction-Kult und imperialistischen Statuen erzeugt eine unmögliche kulturelle Gleichzeitigkeit. kunstraum-unten_Danberg_22b
Seine animierte Welt ähnelt in mancher Hinsicht unserer eigenen, ist aber eine Symbolische, deren oberstes Gesetz nicht die Physik, sondern die Bedeutung ist. Es gelingt ihm moderne Mythen zu konstruieren, in denen der überwältigende Pathos des Digitalen und die künstlerisch individuelle Äußerung in eine Form gebracht werden. Mit seinen Animationen der letzten Jahre hat Matthias Danberg seinen Platz zwischen kunstgeschichtlicher Referenz und gegenwärtigem Bilderüberschuss eingenommen.

Im Zusammenhang mit der Preisverleihung wird eine Ausstellung mit Arbeiten von Matthias Danberg im Kunstraum Düsseldorf am Donnerstag, 12.12.2013 eröffnet.

13.12.2013 bis 09.02.2014
Matthias Danberg, Anna Sokolova
Förderpreisträger/in 2013 der Landeshauptstadt Düsseldorf

Kunstraum Düsseldorf, Himmelgeister Straße 107e, 40225 Düsseldorf

Eröffnung: Donnerstag, 12.12.2013, 19 Uhr
Extra: Donnerstag, den 23.1.2014, 20 Uhr, Künstlergespräch und Katalogpräsentation Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 15:00–20:00 Uhr, Samstag und Sonntag 14:00–18:00 Uhr