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22.6. Eröffnungsfeier EMSCHERKUNST.2013 Oberhausen

ERÖFFNUNGSFEIER EMSCHERKUNST.2013

Zentrales Besucherzentrum Oberhausen

Sa 22. Juni 2013, 13:00 –22:00 Uhr
Beginn Festakt 14:00 Uhr



Vom 22. Juni bis 6. Oktober 2013 findet der Kunstsommer der Metropole Ruhr an der Emscher statt. Über 40 international renommierte Künstlerinnen und Künstler haben sich bei der zweiten Edition der EMSCHERKUNST intensiv mit dem nördlichen Ruhrgebiet, dem Umbau des Emschersystems und den Herausforde-rungen und Chancen der Region auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Ausstellung im öffentlichen Raum mit rund 30 künstlerischen Interventionen, die sich zwischen den beteiligten Städten Duisburg, Dinslaken, Oberhausen, Essen, Bottrop und Gelsenkirchen aufspannt.

Wir laden Sie herzlich zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung EMSCHERKUNST.2013 ein, die durch die Übernahme der Schirmherrschaft durch Frau Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalens, geehrt wird.

Der Eröffnungsakt wird im Beisein von Frau Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, und der beteiligten Künstlerinnen und Künstler stattfinden.

Im Anschluss an den Eröffnungsakt besteht die Möglichkeit, die EMSCHERKUNST. 2013 per Fahrrad, per Schiff oder mit dem Bus unter fachkundiger Leitung zu erkunden.



Praktische Hinweise
Die Eröffnungsfeier EMSCHERKUNST.2013 findet unter freiem Himmel statt, daher raten wir zu wetterfester Kleidung. Es wird ein umfangreiches Familienprogramm geboten. Wir freuen uns, Sie mit Ihrer Familie begrüßen zu dürfen!

Anfahrt
Zielinformationen für Ihr Navigationssystem
GPS: 51°29′37 N 6°51′16 O
Wir empfehlen Ihnen bei gutem Wetter die Anreise mit dem Fahrrad.

www.emscherkunst.de

Zentrales Besucherzentrum Oberhausen
Lindnerstraße 2
46145 Oberhausen

(auf dem Gelände des Stadt Sportbundes Oberhausen)

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Fatema Al Mazroui awarded for Art Exchange Program 2013 UAE – Germany Lepsien Art Foundation

Emirati artist Fatema Al Mazroui awarded for Art Exchange Program 2013  UAE – Germany Lepsien Art Foundation

The well known Emirati artist Fatema Al Mazroui has been awarded for the Art Exchange Program 2013 “UAE-Germany” hosted by Daman and the Lepsien Art Foundation.

Out of multiple applications Fatema Al Mazroui has been nominated by the committee due her outstanding and constantly evolving artistic position, strong dedication and demonstrated achievements in the field of art and culture.

Fatema Al Mazrouie was born in Abu Dhabi, UAE where she currently resides. She completed her bachelor degree in Visual Art and Design at ZayedUniversity, UAE in 2008. So far Fatema’s solo and group exhibitions mostly took place in the United Arab Emirates. Her work recently earned her a spot amongst the 50 representative Emirati artists at the Art Foundation, Paris, France.

Fatema’s artwork is about a notion of a woman, in specific, a Muslim woman stereotype – what she thinks about, how she expresses her ideas, religious beliefs, values, traditions and how she, throughout her life, comprehend and perceive the society around her. Her work is not in any way restricted to one particular genre or a singular concept and are constantly evolving.

Fatema Al Mazroui

As part of the Art Exchange Program 2013 Fatema Al Mazroui will visit The Art House Düsseldorf (www.the-art-house.eu) in June 13. She will produce the exclusive Serigraphy Edition (DAMAN ART EDITION 13) in the serigraphy workshop of the Lepsien Art Foundation and meet other artists in The Art House. Furthermore she will get to know and explore the art & culture scene in Düsseldorf. Fatema Al Mazroui will also join a dedicated art house talk together with Cindy Tereba where she will talk about her background, art work, experience and more. The same will also be published on the website of the Lepsien Art Foundation.

Fatema Al Mazroui will also be present as special guest at the Vernissage GRANTS 12/13

Vernissage GRANTS 12/13
14 June 13, 7.30 pm
Mülheimerstr 25, 40239 Düsseldorf
www.lepsien-art-foundation.com
www.the-art-house.eu

More information (English):
http://www.lepsien-art-foundation.com/cms/front_content.php?idcat=190

More information (German):
http://www.lepsien-art-foundation.com/cms/front_content.php?idcat=190

 Lepsien Art Foundation
Lepsien Art Foundation ASBL – Lepsien Art FZE
Düsseldorf – Berlin – Luxemburg – Abu Dhabi
info@lepsienartfoundation.com
www.lepsien-art-foundation.com
www.the-art-house.eu

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SAVE THE DATE !
Vernissage 14th June 13, 7.30 pm
Grant Holders Lepsien Art Foundation 2012/13
Art House Düsseldorf, Germany
See you there!

 

 

 

 

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ASPHALT 2013 – Sommerfestival für Theater und Musik, Programm steht, Vorverkauf läuft!

ASPHALT 2013 Düsseldorf

Sommerfestival für Theater und Musik

2. bis 11. AUGUST 2013

Auch wenn sich derzeit noch nicht abzeichnet, ob der diesjährige Sommer kommt – das ASPHALT Sommerfestival für Theater und Musik 2013 kommt ganz gewiß: das Programm ist raus, der Vorverkauf hat begonnen!

Das junge Festival, welches im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Premiere feiern konnte, bleibt nach den Worten seiner Veranstalter auch im zweiten Jahr seinem Konzept treu: Die Stadt Düsseldorf und ihre Lebens-Räume werden danach weiterhin im Fokus stehens. Urbane Strukturen, Plätze und Gebäude werden durch Schauspiel und Musik kulturell belebt. Vorstellungen finden in den Räumen einer alten Backfabrik und auf Hinterhöfen, in Schulen, Museen und vor Einkaufszentren statt. ASPHALT will die Bewohner der Stadt durch künstlerische Impulse dazu verführen, ihre gewohnten Routen und Routinen zu verlassen. Das Festival möchte den Blickwinkel auf das Alltägliche verändern.

ASPHALT findet bewusst im Hochsommer statt. Wenn die großen Häuser der Landeshauptstadt Spielpause haben, wenn das kulturelle Leben aufgrund der Ferienzeit nur auf Sparflamme brennt, bietet ASPHALT zehn Tage und Nächte lang Kunst und Kultur satt. Durch die temporäre Belebung von ungewöhnlichen Orten als Spielstätten und die Einbeziehung einzelner Stadtteile bringt das Festival den Bürgern die Kultur direkt vor die Haustür.

Was neu ist und was uns Bojan Vuletic, einer der künstlerischen Direktoren des Festivals, bereits in seinem Interview mit uns im vergangenen Jahr angekündigt hatte: In seinem zweiten Jahr erweitert ASPHALT sein Spektrum und präsentiert neben Theater und Musik auch eine Videoinstallation, zeitgenössischen Tanz und ein Theaterstück für Kinder und Familien.

Ebenfalls eine Neuerung: Statt sechs Tage wie im Vorjahr wird ASPHALT 2013 zehn Tage dauern, mehr Programmpunkte und mehr Spielorte bieten. Zentraler Festivalort ist wie im Vorjahr eine ehemalige Backfabrik in Flingern-Süd, das ehemalige „HPZ“, das mittlerweile in „Weltkunstzimmer in der Hans-Peter-Zimmer-Stiftung“ umbenannt wurde.

Einige Highlights aus dem Programm: eine Videoinstallation der documenta-Künstlerin Danica Dakić, eine Theaterinszenierung von Filmregisseur Sönke Wortmann, zeitgenössisches Tanztheater von vier jungen, preisgekrönten Choreografinnen, cooler Jazz aus New York, überschäumende Chansons aus Frankreich, eine Odyssee entlang der Düssel, ein Bühnenkrimi für Kinder und eine kammermusikalische Re-Komposition von Boris Vians Roman „Der Schaum der Tage“…

Wer nun neugierig auf das vollständige Programm geworden ist, der kann sich bereits hier bei uns einen Überblick verschaffen:

Programm ASPHALT 2013

Cite CITÉ
Videoinstallation von Danica Dakić, deutsche
Erstaufführung: Le Corbusiers Baudenkmal „Cité
radieuse“ in Marseille dient als Schauplatz
einer filmischen Auseinandersetzung über
Realität und Utopie.
Fr 2.8. # 18:30 Uhr
Weltkunstzimmer
 tanzt ASPHALT tanzt!
Viermal zeitgenössischer Tanz aus Köln,
Düsseldorf und Berlin in einer Veranstaltung:
Vier junge, preisgekrönte Choreografinnen
zeigen ihre neuesten Arbeiten, darunter drei
Uraufführungen.
Fr 2.8. # 20:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 zoufris Zoufris Maracas
Einst Straßenmusiker in der Pariser Métro,
heute gefeierte Bühnenhelden:
Die französische Band vereint Chansons und
Weltmusik, Underground und Bohème.
Fr 2.8. # 22:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 rkäppchen Rrr.käppchen
Theaterstück für Kinder und Familien des
Theaterkollektivs per.Vers., Uraufführung:
Ein rasanter Bühnenkrimi, in dem Mut und
Gemeinschaft siegen.
Sa 3.8. # 17:00 Uhr
So 4.8. # 17:00 Uhr
Fr 9.8. # 17:00 Uhr
Sa 10.8. # 16:00 Uhr
So 11.8. # 16:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 schaum L’ écume des jours – Der Schaum der Tage
Der surrealistische Roman von Boris Vian in
einer Re-Komposition für ein New Yorker Ensemble mit Streichquartett, Harfe, Tuba und Trompete: zeitgenössische Musik des Komponisten Bojan Vuletic, deutsche Erstaufführung.
Sa 3.8. # 20:00 Uhr # Weltkunstzimmer
So 4.8. # 20:00 Uhr # t.b.a.
 party ASPHALT Paradies Party
t.b.a.
Sa 3.8. # 22:30 Uhr
Weltkunstzimmer
 heine Heine – pur & on the rocks
Lyrisch-musikalische Soloperformance: Matthias
Fuhrmeister singt und spielt Gedichte, Texte und
Lieder von Heinrich Heine.
So 4.8. # 20:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 duessel Düssel – eine Odyssee
Theaterperformance im öffentlichen Raum:
Die Irrfahrten des Odysseus von Homer dienen
als Vorlage für eine Stadtführung der besonderen Art. Uraufführung des Theaterkollektivs per.Vers.
Mo 5.8. # 19:00 Uhr
Di 6.8. # 19:00 Uhr
Mi 7.8. # 19:00 Uhr
Do 8.8. # 19:00 Uhr
Abfahrt im Hof des Weltkunstzimmers
 we_watch we watch you watch
Theaterstück im öffentlichen Raum, Gastspiel von ultraviolett und Drama Köln: Passanten werden Teil einer Performance, von der sie nichts ahnen – und das Publikum darf sie belauschen.
Di 6.8. # 17:00 Uhr # t.b.a.
Di 6.8. # 20:00 Uhr # t.b.a.
 fr_mueller Frau Müller muss weg
Gastspiel des GRIPS Theaters Berlin,
Inszenierung von Sönke Wortmann: Komödie über das Desaster eines Elternabends in einer
Grundschule.
Mi 7.8. # 20:00 Uhr
Do 8.8. # 20:00 Uhr
Fr 9.8. # 20:00 Uhr
Aula des Goethe-Gymnasiums
 biergarten Biergartenparty
t.b.a.
Fr 9.8. # 22:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 leere Leere Stadt
Gastspiel von Acting Accomplices, Köln:
Theaterstück über die tragischen Absurditäten
des Krieges und zwei Brüder auf der Suche
nach Vergnügen und Versöhnung.
Sa 10.8. # 20:00 Uhr
Weltkunstzimmer
 omer Omer Klein Trio
Einer der aufstrebenden Stars der New Yorker
Jazzszene spielt in seinem Trio mit Musikern aus
Israel und den USA: ein Grenzgänger zwischen
Jazz und Weltmusik.
Sa 10.8. # 21:30 Uhr
Weltkunstzimmer
 werther Werther
Gastspiel des Theaters Rottstr. 5, Bochum:
Goethes epochaler Briefroman über die Leiden des
jungen Werther in einer schauspielerischen Tour
de Force.
So 11.8. # 20:00 Uhr
Weltkunstzimmer

 

Weitere Infos: www.asphalt-festival.de

 

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Musem Folkwang: Programm für Kinder + Jugendliche MAI/JUNI 2013

Sa 18. Mai, 14.30 – 16.30 Uhr
Bildschöner Samstag
Workshops für Kinder von 6 bis 12 Jahren
Die Workshops verbinden den Ausstellungsbesuch mit bildnerisch-praktischem Arbeiten zu wechselnden Themen.
Teilnahmebeitrag: 7 € (inkl. Eintritt). Begrenzte Teilnehmerzahl.
Anmeldungen im Besucherbüro erforderlich:
T 0201 8845 444, info@museum-folkwang.essen.de

Nächste Termine 25. Mai, 1., 8. und 15. Juni

So 19. Mai, 15 Uhr
Kinder sprechen über Kunst
Ausstellungsgespräche für Kinder von 6 bis 12 Jahren zu wechselnden Themen der Sammlung und der Sonderausstellungen.
Kostenfrei mit Eintrittskarte und Teilnahmesticker, der ab einer Stunde vor Führungsbeginn an der Besucherinformation erhältlich ist.
Begrenzte Teilnehmerzahl.

Nächste Termine 26. Mai, 2. und 6. Juni

Mi 22. Mai, 16 – 18 Uhr
SCHÖN FÜR MICH – Atelier
Für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren
Gemeinsam mit anderen Jugendlichen tauschen sich die Teilnehmer über die Kunstwerke im Museum Folkwang aus.
Die Teilnahme für Jugendliche ist kostenfrei.
Treffpunkt: Besucherinformation im Foyer des Museum Folkwang.
Anmeldung und Information: T 0201 8845 444,
info@museum-folkwang.essen.de
SCHÖN FÜR MICH wird gefördert von der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und der Anneliese Brost Stiftung.

Nächster Termin 12. Juni

Sa/So 15./16. Juni (zweitägig), 14 – 18 Uhr
Meet the Artist – Cornelia Baltes
Starting Points
Spielerische Auseinandersetzung mit Malerei ist das Thema von Cornelia Baltes und Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Gemeinsam mit der Malerin erkunden die Teilnehmer das Entstehen von Formen und die Eigenwilligkeit des Materials. Schnell und skizzenhaft werden vielfältige Möglichkeiten erprobt, Ideen, Zeichen, Abstraktionen und Kompositionen aus dem Gedächtnis und der Fantasie zu erarbeiten.
Meet the Artist – Jugendliche arbeiten mit Künstlern steht in Zusammenhang mit dem Projekt SCHÖN FÜR MICH und wird gefördert von der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und der Anneliese Brost-Stiftung.
Kostenfrei nach Anmeldung im Besucherbüro: T 0201 8845 444,
info@museum-folkwang.essen.de


weitere Informationen

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28.5 + 11.6.: salon – Studierende im Museum Folkwang

Di 28. Mai und 11. Juni, 16 Uhr

salon – Studierende im Museum Folkwang

Während des Sommersemesters treffen sich in dieser neuen Reihe regelmäßig Studierende verschiedener Fachrichtungen. In Bezug auf aktuelle Ausstellungs- und Sammlungsstrategien entwickeln sie, unterstützt durch die Abteilung Bildung und Vermittlung, Veranstaltungen mit studentischer Beteiligung.

Teilnahme für Studierende kostenfrei.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter: info@museum-folkwang.essen.de

Der salon steht in Zusammenhang mit dem Projekt rendez-vous und wird unterstützt durch die RWE Stiftung.



Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen

T +49 201 8845 000
F +49 201 8891 45000

info@museum-folkwang.essen.de

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20.04.: Düsseldorfer NACHT DER MUSEEN – Kunstszene präsentiert Eigensinniges und Traditionelles

DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN

Samstag, 20. April 2013 von 19 bis 2 Uhr

Eigensinniges und Traditionelles zum runden Geburtstag Düsseldorfs

Im 725sten Jahr seines städtischen Daseins zeigt sich Düsseldorf einmal mehr von seiner kulturellen Seite. Am 20. April 2013 öffnen die großen Häuser und die alternativen Off-Locations ihre Pforten zur DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN. Zwischen 19 und 2 Uhr zeigen zeitgenössische Künstler sowie alte Meister in über 40 Locations ein Programm, das von eigensinnig-abstrakter Kunst bis zu traditionell-klassischen Gemälden für jeden Kunstliebhaber etwas zu bieten hat.

Das Jubiläum der Stadt Düsseldorf wird die ganze NACHT zu spüren sein. Das Rathaus ist mit eigenem Programmpunkt dabei, im Stadtarchiv können „725 Jahre Düsseldorf“ als szenische Darstellung erlebt werden, das Schifffahrtmuseum lässt „Graf Adolf“ persönlich von „damals“ erzählen und ein Jubiläumsspaziergang präsentiert den Besuchern an historischen Ecken der Altstadt einen Einblick in die Geschichte Düsseldorfs. Abgerundet wird das Jubiläumsprogramm von einer kleinen Open-Air-Aktion am Grabbeplatz.

Prominenz, Traditionelles und Überraschendes erwartet die Besucher der NACHT: Im Haus der Architekten lässt Daniel Brühl in einer Lesung seine Jugend in Barcelona aufleben, während in der Kunsthalle Malerei von Michael Kunze zu sehen und das Opernstudio zu Gast ist. Das Museum Kunstpalast feiert mit Graphiken von Pablo Picasso seinen 100. Geburtstag und „100 x Paul Klee“ heißt es im Ständehaus: 100 Originale, darunter Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle, geben einen Einblick in das Oeuvre dieses Künstlers. Original oder Fälschung? Dieser Frage widmet sich das Landeskriminalamt in der Ausstellung „Täuschend echt!“, die den Methoden der Kunstfälscher-Szene auf der Spur ist.

Neben der Stadt feiert auch der Landtag NRW Geburtstag: 25 Jahre an der Rheinuferpromenade. Was sich in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten für die Abgeordneten verändert hat und wie das Gebäude entstand, können die Besucher im Plenarsaal erfahren. In den Sitzen der Abgeordneten bei entspannter Klaviermusik lauschen die Besucher den Anekdoten der Landtags- Mitarbeiter. Lehrreich und unterhaltsam wird es im weltgrößten Museum antiker Rahmen F.G. Conzen im „Alten Haus“ in der Bilker Straße. Hier begibt sich Helge Hesse anhand von Gemälden auf einen Streifzug durch die Geschichte. Er erweckt berühmte Bilder zum Leben und berichtet von den historischen Hintergründen. Filmhistorisch gilt Akira Kurosawa schon lange als Kultregisseur. Im Filmmuseum ist ihm eine Ausstellung gewidmet, die Wahrheiten und Träume des Schöpfers von „Rashomon“ aufzeigen will.

Im K20 am Grabbeplatz zeigt die Kunstakademie die Werke ihrer Bildhauer-Absolventen seit 1945, darunter Joseph Beuys, Hede Bühl und Tony Cragg. Hier findet auch die Benefizauktion des Hauptsponsors Ernst & Young statt. Der Erlös kommt jeweils zu 50 Prozent den Künstlern und dem gemeinnützigen Verein „701“ e.V. zugute, der sich zusammen mit Ernst & Young dafür einsetzt, junge Künstler zu fördern. Junge Kunst aus Düsseldorf ist in der Filmwerkstatt zu sehen. Das Jugendkunstprojekt „Düsseldorf ist ARTig“ macht hier Station und zeigt die Projekte der EigenARTig-Förderung 2013, die in dieser NACHT Premiere feiern. Darunter Theater, Literatur und Fotografie.

Für den Salon des Amateurs ist es die erste DÜSSELDORFER NACHT DER MUSSEN. Hier gibt es in einer Fotoausstellung von Richard Gilligan die globalen Parallelwelten selbstgebauter Skateparks zu sehen. Noch mehr Streetart gibt es im pretty portal von Pixelpancho und in der Brause interpretiert der Metzgerei Schnitzel e.V. Düsseldorfer Kulturgüter als Klang-Experiment. Experimentell wird es auch im reinraum, wo Peter Inhoven seine neuen Wurstkreationen vom Grill holt. In über 40 Häusern bietet diese NACHT noch viel mehr Kulinarisches, Modernes, Klassisches und Abstraktes, bevor sie bei der traditionellen Abschlussparty in der Nachtresidenz ausklingen wird.

Ebenso ist es in diesem Jahr die Premiere für den KUNSTRAUM BRUNNEN 10. Der KUNSTRAUM BRUNNEN 10 lädt neben der Besichtigung der Ausstellung aktueller Kunst seiner Künstler zu zwei Performances in Bild bzw. Wort ein: zum einen zu „WALKING SCREENS“, eine Videoperformance unter Beteiligung der KRB10-Künstler/innen, zum anderen zur Performance „SPOKEN WORDS“ des bekannten Lyrikers Frank Schablewski (im Programmheft auf S. 58 unter G3; zum FACEBOOK-Event).

Der KUNSTRAUM BRUNNEN 10 hat uns bereits schon mal vorab eine kleine Rohszene als Trailer zur Einstimmung auf „WALKING SCREENS“ überlassen:



Zwölf Euro kostet das Ticket für die DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN, das zugleich Eintrittskarte für alle Veranstaltungsorte und Fahrkarte für die Shuttle-Busse ist. Es ist in allen teilnehmenden Häusern, den bekannten Vorverkaufsstellen, über d:ticket und an der Abendkasse erhältlich. Dort gibt es auch das umfangreiche Programmheft mit allen Informationen zu den Museen und Shuttle-Bussen. Besitzer einer Art:card, Art:card plus oder Art:card junior haben kostenlosen Zutritt. Weitere Infos im Internet unter www.nacht-der-museen.de oder über die Telefon-Hotline 0211.89-99555.

Folgende Museen / Locations nehmen teil:
Aquazoo – Löbbecke Musem
ARTig @ Filmwerkstatt
Basilika St. Lambertus
BBK Kunstforum
big in bilk: damenundherren e.V. – Metzgerei Schnitzel e.V. – pretty portal
F. G. Conzen
Filmmuseum
Friedenskirche
Gerhart-Hauptmann-Haus
Goethe-Museum
Haus des Karnevals
Hafen: Haus der Architekten – Architekturspaziergänge – KAI 10 | Raum für Kunst
Heinrich-Heine-Institut
Hetjens-Museum
K 20 – Grabbeplatz
K 21 – Ständehaus
KIT – Kunst im Tunnel
Kunsthalle Düsseldorf
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen
maxhaus
Museum Kunstpalast
NRW-Forum Düsseldorf
Polnisches Institut Düsseldorf
reinraum e.V
Schifffahrtmuseum
Schmela Haus
Stadtarchiv Düsseldorf
Stadtmuseum
Stiftung Schloss und Park Benrath:
Corps de Logis – Museum für Europäische Gartenkunst – Museum für Naturkunde
Theatermuseum

Sonderlocations:
Forum Freies Theater FFT
Foyer
Landeskriminalamt
Landtag NRW
Nachtresidenz
Rathaus
Salon des Amateurs
UCI Kinowelt

Galerien:
Ballhaus (Nordpark)
Galerie CEBRA
Kunstraum Brunnen 10
SITTart Galerie
SHI FANG Fine Art
szenografiert. Ausstellungsprojekt
boui buoi bilk

Infostand und zentraler Shuttle-Bus-Knotenpunkt: Grabbeplatz

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Rundgang KUNSTAKADEMIE Düsseldorf 2013, ein Fest der Skulptur (von Helga Meister)

Der Rundgang, ein Fest der Skulptur

Von Helga Meister

In keiner anderen Stadt ist die Kunst derart in der Gesellschaft verankert wie in Düsseldorf. Das zeigt sich in besonderer Weise beim Akademierundgang, zu dem Kunstfans wie Laien, junge Leute wie Senioren, Schüler und Azubis aus der gesamten Region pilgern. Obwohl es sich ja eigentlich „nur“ um eine Leistungsschau der Anfänger handelt, wird diese Semester-Abschlussveranstaltung von Galeristen und Sammlern als Gradmesser für die Kunst von morgen genommen. Drei Akzente bilden sich diesmal heraus:

Erstens: Die individuellen Leistungen stammen in der Regel von den angehenden Bildhauern, nicht von den Fotokünstlern. Wie soll man auch die Fotokunst nach den grandiosen Beispielen der Bechers und ihrer ehemaligen Schüler toppen? Die Fotoklasse Williams liebt den diskursiven Dialog in der Gruppe. Wer Fotos in anderen Klassen sehen will, sollte sich in der Bildhauerklasse von Katharina Fritsch umsehen. Dort geht Kristian Schäferling mit seinem unscharfen Katzenmotiv eher der philosophischen Frage nach, wie der Zustand des Seins oder Nichtseins im Abbild zu beurteilen ist. Und Anna Lena Anton präsentiert ein Landschaftspanorama, bei dem man sehr genau hinschauen muss, um das vermeintliche Gemälde als Fotomontage im Computerausdruck auf mattem Druckpapier zu erkennen.

Zweitens: Nach dem Abgang der Malerstars Jörg Immendorff und Markus Lüpertz wird zwar weiterhin gemalt, aber die Bilder wirken lapidar. Bei Peter Doig, dem Professor für doppeldeutige Poesie, findet gerade ein Generationswechsel statt. Noch ist nicht jedermann ein kleiner Doig, der in diese Klasse geht. Satoshi Kojima ist einer der letzten Helden. Er begrüßt die Besucher, die in seinen Raum kommen, mit einer Theaterszene im Hintergrund und einem Catwalk, als wolle er die Kunstgänger anleiten, selbst ins Bild zu steigen. Und wer in der Anzinger-Klasse als talentiert gesichtet werden will, muss einen langen Atem haben. Denn 400 Bilder von 46 Studenten konkurrieren miteinander. Gewinnen tun die Leisesten mit den kleinsten Formaten. Dazu gehören Lisa Vigeners eingefrorene, bewegungslose Werke, in denen Funkstille herrscht. Und die scheinbar sinnliche Malerei von Vivien Greven, die ihre Liebesakte in eine abstrakte Landschaft setzt und einfriert.

Blick in die Doig-Klasse, vorn Satoshi Kojima

Bleiben, drittens, die Skulpturen und die Installationen übrig. Hier beweisen die Studenten einen hohen Grad an Professionalität und oftmals auch eine gehörige Portion an Witz. Catherine Biocia ist Absolventin bei Georg Herold. Hinter einem weißen Vorhang bittet sie zum Video. Die Musik hat sie selbst komponiert, und sie spielt sich auch selbst, nicht als große Künstlerin, sondern als Zwergin, die kniend ihre Beine hinter dem Rücken versteckt. Sie dehnt ihre Arie vom Bier und vom Kinnhaken wie Kaugummi und wiederholt sie im Loop. Dazu gibt es im Raum ein langes Rohr, das im Boden steckt und mit einer Zugfeder bespannt ist. An dieser Feder baumelt ein Spieldino, den Biocia mit einer Flex traktiert hat, so dass das Kerlchen nur noch eine halbe Portion ist.

In den übrigen der 23 Ateliers geht es weniger brutal als museal zu. Absolut perfekt geben sich die Klassen Vermeiren, Cragg und Fritsch. Sarah Henneke (bei Cragg) umhüllt Papprohre mit Farbe, Holzleim und Sand, steckt sie zu fantastischen Körpern und freut sich, wenn die Besucher nicht nur die Konstruktion von außen betrachten, sondern auch durch die Röhren ins Innere schauen. Hoch hinauf will Kerim Cinar (Craggklasse). Über einem Stahlgerüst hat er ein riesengroßes, weißes Gebilde in Gips aufgebaut und in den verschiedensten Techniken mit Spachtel und anderen Geräten strukturiert. Das kolossale Werk breitet scheint seine Flügel auszubreiten, als wolle es sich trotz seines Gewichts in die Luft erheben. Hundert Kilo schwer ist auch das Bronze-Grabmal mit dem golden polierten „T“ von René Hüls. Von dem jungen Bildhauer stammt auch ein prosaischer Garderobenständer, den er mithilfe von MDF-Platten, Kunststoff und Graphitpulver in eine übermannshohe Skulptur verwandelt hat. Hüls hofft für die ersten Jahre nach der Akademie auf Stipendien, um überleben zu können. Das Ringenberg-Stipendium hat er schon in der Tasche. Es werde jedoch nicht reichen, sagt er. Die Materialien eines Bildhauers seien eben recht teuer.

In der Klasse Fritsch gibt es keinen Unterschied zwischen einem Rundgang und der übrigen Zeit eines Jahres. Hier wird durchgearbeitet. Thorsten Schoth hat sich zwei Jahre lang auf seinen Auftritt mit einem kolossalen Weib vor einem Leinwandbild vorbereitet. Das Modell für die Figur ist eine Freundin, die sich modellieren ließ. Der Kollege hat ihre Formen noch praller und straffer gemacht, so dass sie abstrahiert wirken. Die stämmige Madame trägt ein türkisfarbenes Korsett, das ihr Fleisch einschnürt, den Körper deformiert und die Speckfalten auf dem Rücken hervorquellen lässt. Trotz ihres Volumens wirkt die Gestalt in ihrem weißen Gipskörper fiktiv. Sie scheint aus dem hinter ihr hängenden Leinwandbild herausgetreten zu sein, um den Raum wie eine Schlafwandlerin zu erobern.

Thorsten Schoth, Klasse Fritsch (Foto: Helga Meister)

Mit der eigenen Figur beschäftigt sich Kristin Wenzel (Fritsch-Klasse). Sie nimmt ihre Büste in Gips ab, poliert sie mit Achatstein, bockt sie auf ein Holzgestell und gibt ihr strenge Züge. Das Idealbild einer heroischen Frau ist vor dem Foto des alten Expo-Pavillons in Prag platziert. Es wirkt leicht abgefahren und makaber, denn das Alter Ego umgibt sich mit einem Kranz toter, weißer Papiervögel.

Burschikoser, lustiger, aber nicht weniger raffiniert geht es in der Deacon-Klasse zu. Nina Nowak benutzt die billige Raufasertapete, schneidet sie in Streifen, webt sie zu Schleifen und macht daraus einen Riesenturm, der über einem Metallring und einem Holzkreis wie der Turmbau zu Babel in die Höhe ragt. Julia Wilczewski arbeitet mit Silikon für ihre Elefantenrüssel und ihren Fuchs. Beides ist modelliert und perfekt ausformuliert. Der Fuchs wird in einer großen Waschmaschinentrommel geschleudert, während die Elefantenrüssel von den Besuchern bewegt werden dürfen. Oben unterm Dach hat Christoph Mügge den Wasserschlauch eines Feuerwehrmannes in Bronze abgegossen. Auch hier bekommt die Kunst aus der Deacon-Klasse surreale Züge.

Julia Wilczewski , Klasse Deacon, mit Silokon-Fuchs vor Waschtrommel (Foto: Helga Meister)

Der neue Trend zum Dreidimensionalen macht selbst in der Klasse des Fotokünstlers Andreas Gursky nicht halt. Alexander Föllenz hat einen Lichtraum mit extrem hellen Neonröhren gebaut, wobei er die 50 verschiedenen Kabel wie ein Fachmann der Elektrotechnik gebündelt hat und nun durch Vorhänge und Pappen schickt. Im Klassenraum selbst zeigt er sich als ein Pappkamerad, der wie eine Figur von Caspar David Friedrich auf einem Hügel steht; der Hügel allerdings ist aus Styropor, und der Held hat einen angeklebten Bart.

Sebastian Mejia, Grünfeld-Klasse (Foto: Helga Meister)
Lydia Peter, Klasse Vermeiren (Foto: Helga Meister)
Lars Julien Meyer, Klasse Deacon, mit Radkonstruktion Mistral (Foto: Helga Meister)
die Grünfeld-Klasse, vorn Sabrina Deilekes gefiedertes Kunststoffwesen (Foto: Helga Meister)

© Fotos und Text: Copyright Helga Meister


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Anmerkung der Redaktion:
Der Rundgang geht noch bis einschließlich diesen Sonntag (24.02.)

Öffnungszeiten während des Rundgangs:
Mittwoch bis Freitag 9.00 bis 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag 10.00 bis 20.00 Uhr

Adresse:
Kunstakademie Düsseldorf
Eiskellerstraße 1
40213 Düsseldorf

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20.-24.2.: Rundgang KUNSTAKADEMIE Düsseldorf 2013

KUNSTAKADEMIE Düsseldorf

Rundgang 2013

20. – 24. Februar


Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt rückt der diesjährige Rundgang der KUNSTAKADEMIE Düsseldorf näher. Diese traditionell zum Ende eines jeden Wintersemesters stattfindenden „Offenen Tage“ der Kunsthochschule geben ab dem 20. Februar der Öffentlichkeit wieder ausgiebig Möglichkeit, einen Eindruck vom aktuellen künstlerischen Schaffen der StudentInnen dieser „altehrwürdigen“ Institution zu bekommen, ein bisschen Terpentinöl zu schnuppern, die ein oder andere Impression im Kopf mit nach Hause zu tragen oder einen der Jungkünstler kennen zu lernen und vielleicht für sich zu entdecken.

Klasse Prof. Katharina Fritsch 2012
Klasse Prof. Katharina Fritsch 2012

Auch KunstDuesseldorf.de wird vor Ort sein. Wir freuen uns für diesen Anlass Frau Dr. Helga Meister gewonnen zu haben. Sie wird für uns als Gastautor vom diesjährigen Rundgang berichten.

Hier nun der Link zum Artikel von Frau Meister: Der Rundgang, ein Fest der Skulptur



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01.11.: Eröffnung ARTFAIR Köln (bis 04.11.2012)

10. ARTFAIR Köln vom 01. – 04. NOV 2012

Heute (01.11.2012) öffnete die ARTFAIR zum 10. Mal ihre Pforten für das breite Publikum. Im Jubiläumsjahr zeigen lt. Ausstellungskatalog 86 Galerien in drei Hallen im Kölner Staatenhaus auf einer Gesamtfläche von 16.000 Quadratmetern internationale Kunst aus Gegenwart und Moderne. Nach den Worten der beiden Gründer und Direktoren Walter Gehlen und Andreas Lohaus hat sich die ARTFAIR dabei in den Jahren seit ihrer Gründung als Off-Show für Kunst bis 5.000 Euro rasant zu einem respektierten Forum erstklassiger nationaler und internationaler Galerien entwickelt.

Thomas Röthel (vertreten durch "Fischerplatz Galerien, Ulm") beim Aufbau seiner Skulpturen auf dem Vorplatz
... und nun sichtlich froh, dass es geschafft ist



















Die Organisatoren hatten bereits gestern zu einem Preview eingeladen. Wie Walter Gehlen bei diesem Pressetermin einleitend betonte, ist es ihnen als den Machern der ARTFAIR nach wie vor ein wichtiges Anliegen, vor allem auch junger und noch bezahlbarer Kunst mit diesem Format ihrer Kunstmesse ein geeignetes Forum zu bieten. Nach Gehlens Worten sind sie aber auch sehr erfreut, darüber hinaus mit der diesjährigen Jubiläumsausgabe der Messe auch besonders zahlreiche etablierte Positionen solch namhafter Künstler wie John Chamberlain, Mel Ramos, Gerhard Richter, Georg Baselitz und A. R. Penck zeigen zu können. Co-Direktor Andreas Lohaus betonte abschließend, dass der Erfolg der ARTFAIR nur im Rheinland mit seiner stark verwurzelten Tradition des Kunstsammelns und seiner wirtschaftlichen Potenz denkbar war, so dass ein Abwandern der Messe in andere Städte oder gar Länder trotz entsprechender Angebote nie ein Thema für sie war.

Die beiden Direktoren Walter Gehlen (rechts) und Andreas Lohaus bei der Begrüßung der Medienvertreter

Die Messe selbst darf einmal mehr auf die Teilnahme prominenter Galerien zählen. Unter den zahlreichen klangvollen Namen finden sich unter anderem die Galerie Michael Schultz, Berlin | Seoul |Beijing, Galerie Terminus, München, Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden, AB GALLERY LUZERN+ZÜRICH, Galerie Kunstraum 21, Köln, Galerie Albert Baumgarten, Freiburg, J-P. Ritsch-Fisch Galerie, Strasburg, Galerie Voss, Düsseldorf oder die Galerie Barbara von Stechow, Frankfurt am Main.

Eingangsbereich zum linken Messeflügel im Erdgeschoss




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Für diejenigen unter Ihnen, die die ARTFAIR besuchen möchten und für die es vielleicht der erste Besuch einer Kunstmesse ist, sei Folgendes vorausgeschickt: Kunstmesse ist nicht gleich Museumsausstellung! Entsprechend sollte man seine persönliche Wahrnehmungsfähigkeit ganz anders kalibrieren und seine Erwartungen einstellen, als bei einem beschaulichen Museumsbesuch zum gemütlichen Ausklang eines Sonntagnachmittags. Auch wenn man Kunst noch so gerne mag und sich für sie interessiert kann sich nämlich andernfalls auf einer Kunstmesse (selbst bei der noch vergleichsweise überschaubaren ARTFAIR) ganz schnell ein Übersättigungseffekt einstellen. Man sollte sich also mit einem gewissen Wahrnehmungsfilter ausstatten, der natürlich dennoch nicht völlig blind machen darf und auch etwas Zeit mitbringen. Möchte man gewissen Künstlern bzw. ihren Werken “nachstellen“, sollte man sich vorab anhand des Übersichtsplanes und des Katalogs über deren Standort informieren und gezielt darauf hinsteuern, sonst kann es schon mal passieren, den ein oder anderen namhaften Künstler zu “übersehen“, da diese natürlich fairer Weise nicht besonders herausgehoben werden. Man sollte sich auch zu Beginn des Messebesuchs darüber im Klaren sein, dass diese über zwei Etagen geht und sich daher vielleicht zu Beginn nicht zu intensiv mit den ersten Messekojen auseinandersetzen und sich “die Kräfte richtig einteilen“.

Weiterer Einblick in die Messehalle
Beeindruckende Installation "Land Of Fusion" von Francesca Martí (Gerhardt Braun Gallery, Mallorca)

Die auf der ARTFAIR gesichtete Kunst vor dem inneren Auge Revue passieren lassend kann festgestellt werden: Neue, übergreifende Trends sind nur ansatzweise zu erkennen. Das liegt aber nicht an der ARTFAIR, sondern an unserer Zeit des “ALLES HAT NEBENEINANDER SEINE EMANZIPIERTE BERECHTIGUNG“ – es werden heutzutage keine prägenden, sich gegenseitig verstärkenden, Kunstbewegungen mehr geschaffen. Jeder Künstler schafft sich seine eigene, kleine Bewegung. Resultat: ein Sammelsurium individuellster Positionen ohne erkennbar übergreifende Merkmale. Positiv ausgedrückt bietet das der Nachfrageseite für Kunst den Vorteil, sich nach der jeweiligen Vorliebe auch individuell “bedienen zu können“. Es gibt viele “Zitate“ und Abwandlungen der Vergangenheit, z. T. unter zur Hilfenahme dessen, was der Lauf der Zeit an neuer Materialien zu Tage gefördert hat. Ein kleinerer Trend war allerdings dennoch auszumachen: der Versuch, die dritte Dimension durch die unterschied-lichsten Mittel verstärkt in die Malerei einzubinden. Das meiste, was auf der Messe geboten wird, ist leicht verdauliche, gefällige und ansprechende Kunst „guter Namen“ und bietet wenig Anlass zur Diskussion oder gar Polarisation. Aber als Kunstmesse ist dies wohl auch nicht deren Zielsetzung.

Der Umstand des manigfaltigen Nebeneinanders macht es zu einem gewissen Maße auch schwierig, das “gesichtete Material“ systematisch darzustellen ohne plumper Weise das naheliegende Ordnungsmerkmal der Galeriezugehörigkeit zu bemühen. Im Folgenden werde ich daher versuchen, die vorgefundene Kunst eher lose und grob stilistisch zu clustern, quasi den eingangs erwähnten individuellen Filter verwenden, um das Gesehene etwas zu verdichten. Dadurch fällt notwendiger Weise auch einiges unter den Tisch, aber selbst der Katalog zur ARTFAIR ist ja schließlich kein Gesamtverzeichnis der dort gezeigten Kunstwerke. Wer die Gesamtsicht möchte, der kann diese noch höchtpersönlich bis zum 04. NOV durch einen Besuch der Messe erhalten.

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RAUM

Einige Maler wie Christoph Bouet, Christopher Lehmpfuhl oder Ralph Fleck erweitern ihre Malerei um die „Dritte Dimension“, in dem sie Ölfarbe pastos auftragen, teilweise fast zu Reliefs aufschichten, was ihre Malerei dadurch sehr lebendig wirken läßt und dem auftreffenden Licht (und dem daraus resultierenden Schatten) einen größeren eigenen Gestaltungsspielraum lässt.

Christoph Bouet | Weiden im Schnee | 100 x 120 | Ö/LW
Ralf Fleck (Galerie Albert Baumgarten, Freiburg) | "Paris 19-VIII | 2012 | 160 x 160 | Ö/LW

Christopher Lehmpfuhl (Galerie Schrade, Karlsruhe) | Gebirgsbach (Meran) | 2006 | 140 x 60



















Andere Künstler erweitern ihre Kunstwerke in den Raum durch eine spezielle Art von „Architektur“ ihrer Werke bzw. der Träger ihrer Werke.

Maxim Wakultschik (Galerie Michael Nolte) | Multipersonality #34 | 2012 | 102 x 94 | Öl auf Holz, Aluminiumrahmen

Ilse Haider (Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden) | "Erich Wolfgang Korngold" | 2012 | Silberprint auf Peddigrohr | 140 x 90 x 20

Seitenansicht




DUKTUS

Zwei Maler sind erwähnenswert, da beide durch einen bestechenden, eigenen Duktus ins Auge fallen: Markus Fräge sowie Alireza Varzandeh, mein malerischer Favorit in dieser Beziehung, da seine Malerei nicht so glattgebügelt, angepasst und hochglanzpoliert daher kommt, wie so manch andere gesehene Malerei. Die von ihm dargestellten Szenen des Alltags haben dadurch etwas Unverfälschtes, Lebendiges.

Alireza Varzandeh (Projektraum Knut Osper) | Sommerregen X | 2012 | 180 x 230 | Ö/LW
ebenfalls Alireza Varzandeh | Easy Day II | 2012 | 180 x 230 | Ö/LW

Martin Fräger (Galerie.mühlfeld+stohrer, FFM) | Mädchen mit Küchenstilleben | 2012 | 110 x 150 | Ö/LW

Fläche/Ikonografie

Im Gegensatz zu den zuvor gezeigten Beispielen bleiben die nun folgenden Künstler in glatten Flächen, reduzieren, stilisieren – z. T. collagenhaft über mehrere Ebenen „geschichtet“, z. T. aber bleiben diese auch reduziert auf nur eine wahrgenommenen Ebene (Hintergründe werden mangels Perspektive oder reduzierter Perspektive zur reinen Projektionsfläche).

Heiner Meyer (Galerie Barbara v. Stechow, FFM) | Chanel | 2012 | 120 x 160 | Ö/LW | 26.000 EUR
ebenfalls Heiner Meyer | Take a Box | 2012 | 120 x 145 | Ö/LW
Kirsten van den Bogaard (Art Galerie 7, Köln) | Acryl auf Dibond
ebenfalls Kirsten van den Bogaard
Ruth Bussmann (Galerie Alber Baumgarten, Freiburg) | Passanten 2010 | 120 x 160 | 7.000 EURÖ/LW
Dirk Brömmel (DavisKlemmGallery, FFM) | C-Print auf Diasec
Koje "Galerie an der Pinakothek der Moderne - Barbara Ruetz | im Vordergrund Christopher Corso "The Next Level"




PIXEL

Nun noch zu ein paar Vertretern, die den Pointilismus in der ein oder anderen individuellen Spielart zu neuem Leben erwecken.

Davide La Rocca (Galerie Voss, Düsseldorf | Irene pp-RGB60" (Ausschnitt) | 200 x 150 | 2012 | Ö/LW
Thomas Baumgärtel (DavisKlemmGallery, FFM) | Harald Schmidt | 2012 | 170 x 170 | Schablonenspray/LW (Bananenstil Pointilismus)
3 Arbeiten von Lu Yueling (Galerie Jane Zhang, FFM), rechts "Pieces of Memories" | 2011 | 120 x 150 | Öl/LW
Ralph Fleck (Galerie Albert Baumgarten, Freiburg) | Station 13-X | 2012 | 140 x 160 | Ö/LW




(Un)schärfe

Wolfgang Kessler (Kunsthaus Hannover) | Zwischenraum - Kapitel II | 2011 | 60 x 100 | Ö/LW
Zhang Tieying (Galerie Jane Zhang, FFM) | Spring Rain #2 | 2011 | 90 x 120 | Ö/LW
Stephan Kaluza (Galerie Michael Schulz, Berlin) | Berg 1 | 2012 | 120 x 50 | Ö/LW hinter Plexiglas




Resümee

Die ARTFAIR bietet auch dieses Jahr wieder eine gute Möglichkeit sich einen Überblick über im deutschsprachigen Raum (Mallorca beziehe ich da mal großzügig mit ein) gehandelte Kunst über die eigene lokale Galerien-Landschaft hinweg zu verschaffen, auch wenn zwischen dem von den jeweiligen Galerien Gezeigten nun auch “keine Welten liegen“.

Die Prämisse, mit der die ARTFAIR vor nun 10 Jahren an den Start ging, mit ihrem Messeformat auch noch bezahlbare Kunst für “Kunstsammler-Einsteiger“ anzubieten, hat sich im Laufe der Zeit doch relativiert. Die mit unter 5.000 EUR von den Machern der Kunstmesse als noch bezahlbar definierte Kunst war doch sehr rar gesät. Vieles Gesehene hat mittlerweile diese Preislage locker verlassen, so dass man nicht selten Kunst im mittleren Format zwischen 10.000 und 20.000 EUR vorgefunden hat. Aus Sicht einer Messerleitung lässt sich das natürlich nachvollziehen: welche Messe lehnt schon eine namhafte Galerie ab, weil ihr die Preise zu hoch sind und über am Markt durchsetzbare Preise definiert sich heutzutage (auch) das Renommee einer Galerie oder einer Messe – und zudem: was heißt schon “noch bezahlbar“ – das ist halt wie so vieles relativ.


Text und Fotos: Sven Blatt
Copyright für Text und sämtliche Fotos: Sven Blatt




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NEWS: Bilder von Richter zum Hören beim asphalt-Festival

Atemwende/Unschärfe – ein Klangerlebnis der besonderen Art

Autor: Sven Blatt

Vergangenen Samstag fand im Gebäude der HPZ (Hans-Peter-Zimmer-Stiftung), dem zentralen Austragungsort des asphalt-Festivals die Aufführung der beiden Kompositionen “Atemwende“ bzw. “Unschärfe“ statt. Bei erstem Teil verwendete der Komponist Bojan Vuletic Gedichte von Paul Celan als “Vorlage“ für seine Serie der “Re-composing Art“, bei der “Unschärfe“ standen 8 Gemälde von Gerhard Richter Pate. Die Kompositionen wurden von einem New Yorker Ensemble, bestehend aus dem Trompeter Nate Wooley und dem MIVOS String Quartet (Olivia De Prato, Joshua Modney, Victor Lowrie, Mariel Roberts), vorgetragen.

Da es ein Anliegen der Veranstalter ist, und was wohl für das Festival auch namensgebend war, das ist, den Raum und die Orte einer Stadt in ihr Konzept mit einzubeziehen, also statt eines Festivals, ein Stadtfestival auf die Beine zu stellen. So haben sich die Initiatoren des Festivals mit dem Gebäude der HPZ – einer alten Brotfabrik – bislang vielen besser bekannt unter dem Namen CON-SUM – dann nur folgerichtig für einen Hauptspielort weg von den etablierten Häusern hin zu authentischen Orten der Stadt entschieden. Dieser Ort steht beispielhaft für viele andere Orte der Stadt, die im Wandel der Zeit eine Funktionstransformation erfahren und dadurch auch einen neuen, anderen Lebensraum schaffen.

Asphaltparadies
Treppe zum Aufführungsort

Wer dieses Gefühl etwas aus-
kosten möchte, der sollte etwas früher kommen und das schöne Hinterhofidyll des “asphalt-Paradies(es)“ mit der Möglichkeit zur bodenständigen Verköstigung genießen. Zum Aufführungsraum gelangt man dann “stilgerecht“ über eine Behelfstreppe in Gerüstbauweise.

Die Bühne
Der Raum selbst ist nur Raum: karg, abgebrochene, fehlende Gebäudeteile, Reste einer Deckenverkabelung, einfache Bestuhlung, minimalistische Beleuchtung – man fragt sich unweigerlich, ob vom Abriss bedroht – für eine avantgardistischen Musikinszenierung sicherlich ein möglicher, wenn nicht gar idealer Aufführungsort.


Das Ensemble

Nun zur Aufführung selbst: der erste Teil “Atemwende“ ist besetzt mit Erster und Zweiter Geige (De Prato bzw. Modney), Trompete (Nate Wooley), Bratsche (Lowrie) sowie Cello (Roberts). Beginnt “Atemwende“ zunächst noch zaghaft, mit einem Schlieren, einem Summen, einem An- und Abschwellen und in einer gewissen Harmonie, wird dem Zuhörer ziemlich

Komponist Bojan Vuletic bei der Einführung
schnell vor Ohren geführt: das hier ist keine temperierte Wohlfühlmusik, sondern hier geht um die musikalische Nachempfindung einer vielschichtigen Dichterpersönlichkeit mit all ihren Höhen und Tiefen.
Bojan Vuletic hatte mir bereits in einem Vor-
ab-Interview hierzu erklärt, dass er einen
gewissen Keil in dem Menschen Paul Celan wahrgenommen hat und dass er dies durch seine Komposition und die spezielle Besetzung dieses Werkes (die Trompete als Keil zwischen den Streichinstrumenten) zum Ausdruck bringen möchte. So ist es auch immer wieder die Trompete, die – in Momenten, in denen man als Zuhörer fast der nahenden Gefahr unterliegt, sich zurück zu lehnen – stört, verstört, irritiert. Obwohl die Streichinstrumente die Trompete immer wieder zu besänftigen, sie einzuholen versuchen, sie hierzu teilweise sogar fast zärtlich umspielen, gelingt es ihnen nur in ganz kurzen Momenten. Es bleibt eigentlich immer bei einem Nebeneinander: auch wenn rhythmisch immer wieder nach Gemeinsamkeiten bei einzelnen Motiven gesucht wird – dies wird dann meist durch Disharmonien in den Akkorden konterkariert. Der Großteil der Komposition ist gekennzeichnet von einer Zerrissenheit, eines Getriebenseins, einer Suche, die aber nur selten in Momente der Zufriedenheit und Glück zu münden scheint. Zeitweise hatte ich das Bild einer Dichterschreibstube mit ihren diversen Nebengeräschen in der Stille vor Augen, in die sich Celan – in seine Gedanken versunken – zurückgezogen hat. Vuletic räumt seiner Besetzung erheblichen improvisatorischen Spielraum ein. So werden die Instrumente in all ihren möglichen Spielarten ausgereizt: Streichinstrumente werden zeitweise zu reinen Resonanzkörpern, die nur das Schleifen der Bögen auf ihrem Holz akustisch verstärken. Die Trompete wird zur röchelnden Röhre, zum Beatbox-Instrument, zum Dicheridoo australischer Ureinwohner. Dies verlangt dem Ensemble höchste Anstrengung ab und wird von diesem dennoch virtuos gemeistert. Es dürfte spannend sein, wie diese Aufführung heute (19h30) bei der Aufführung in der Berger Kirche klingen wird.

Das Publikum
Vororientierung auf die folgende "Unschärfe"

Im zweiten Teil verhandelt Vuletic dann acht Gemälde von Gerhard Richter (Wald, Blumen, Zwei Fiat, Gehöft & Schnee, Ausschnitt, Arena und Akt an einer Treppe), allerdings in veränderter Besetzung – die Trompete fehlt. Dies ist jedoch für mich auch schon der einzig hörbare Unterschied zum ersten Teil der Aufführung. Ansonsten bleibt es – zumindest für meiner Ohren – stilistisch bei den gleichen Mustern: kleine Motivfragmente werden immer wieder durch “Nebengeräusche“ unterbrochen, für meinen Geschmack zu oft über den Einsatz von Pizzicato-Passagen realisiert. Ich interpretiere das als den Versuch, das übergeordnete Thema – die Unschärfe – heraus zu arbeiten oder auch als das schrittweise Verarbeiten des Gesehenen, quasi in einzelne, akustischen Fragmente zerlegt. Wer mit der Erwartungshaltung in diese Aufführung gegangen war oder noch gehr, die einzelnen Gemälde über die Musik wieder zu erkennen, der wird enttäuscht sein, denn es handelt sich nicht um eine Vertonung von Gemälden, wie mir Vuletic im Interview bereits erklärte, sondern um seine subjektiven musikalischen Assoziationen, die er persönlich beim Betrachten der Gemälde von Gerhard Richter hat. Entsprechend fehlen in dieser Komposition dann auch die akustischen Klischees, die man nur allzu gerne mit gewissen Bildmotiven in Verbindung bringen möchte (z. B. Vogelgezwitscher beim “Wald“). Das ist vielleicht dann auch der Unterschied zwischen dem Celan-Bezug bzw. dem Richter-Bezug: der Bezug zu den Gemälden von Richter ist konkreter als das Psychogramm von Celan – bei Richter neigt man dazu, sich automatisch ein Bild zu machen (insbesondere unterliegt man als bildender Künstler wie ich es bin, dieser Versuchung) und das läuft dann zwangsweise ins Leere. Auch wenn ich mich vermutlich nicht ganz von dieser Erwartungshaltung habe freimachen können -ich hätte mir eine klarere Unterscheidbarkeit zwischen den Teilen “Atemwende“ und “Unschärfe“ gewünscht, vielleicht auch durch einen größeren Unterschied in der Besetzung. Aber auch zwischen den einzelnen Bildern der “Unschärfe“ waren musikalische Unterschiede nur schwierig identifizierbar. Ohne Pausen zwischen den einzelnen Bildern wäre der Zuhörer etwas orientierungslos und überfordert gewesen. Für die Darstellung der “Unschärfe“ mag das in Ordnung gehen. Damit werden die verwendeten Bilder oder ihre Reihenfolge dann allerdings auch austauschbar.

Insgesamt war die Aufführung ein künstlerisches Gesamterlebnis der besonderen Art und eine willkommene Abwechslung für meine Hör- und Wahrnehmungsgewohnheiten. Ich hoffe meine Leserschaft neugierig gemacht zu haben und den ein oder anderen dazu angeregt zu haben, sich heute (08. Juli) die zweite Aufführung in der Berger Kirche ab 19h30 anzuschauen.

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Lesen Sie zur „Atemwende/Unschärfe“ auch unser Interview: TEIL 2 mit dem Komponisten Bojan Vuletic.

Einen Einblick in die Vorbereitung dieses Festivals gibt der Festivalleiter Bereich Musik im Interview: TEIL 1.

Weitere Informationen: www.asphalt-festival.de