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Aktuelle Werbe-Kampagne der ARAG Rechtsschutz Versicherung & meine Erfahrungen mit der ARAG

Aktuelle Werbe-Kampagne der ARAG Rechtsschutz Versicherung & meine Erfahrungen mit der ARAG

Dieser Tage kann man in den Medien, insbesondere in der TV-Werbung eine massive Werbekampagne der ARAG Rechtsschutzversicherung wahrnehmen. In dieser Werbung stellt die ARAG die Vorzüge ihrer Versicherung heraus, insbesondere auch ihre „kostenlose“ Rechtsberatung und die Möglichkeiten der Mediation. Jedes Mal, wenn ich diese Werbung sehe, muss ich mich ob meiner Erfahrungen mit der ARAG ärgern.

Dies möchte ich einmal zum Anlass nehmen, um hier über meine Erfahrungen mit der ARAG Rechtsschutz Versicherung zu berichten, damit der Verbraucher nicht nur die „Hochglanz“-Werbetrailer eines kommerziell ausgerichteten Familienunternehmens wahrnimmt, sondern auch, was der Kunde in der Praxis erlebt. Jemand, der sich also mit dem Gedanken trägt, eine solche Versicherung abzuschließen, möchte ich hiermit in die Lage versetzten, für sich zu entscheiden, ob sie/er überhaupt eine Rechtsschutz-Versicherung (der ARAG?) benötigt, oder ob sie auf Dauer mehr kostet, als sie für ihn von Nutzen ist.

Nun zu meinen persönlichen Erfahrungen mit der ARAG Rechtsschutz Versicherung. Zunächst war ich jahrelanger Versicherungskunde der ARAG, ohne dass ich diese (bis auf wenige „kostenlose“ Rechtsberatungen) in Anspruch genommen habe. Dann kam es zu einer arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Argentur für Arbeit schwerpunktmäßig involviert war. Diese hatte mich für mehrere Wochen für den Bezug von Arbeitslosenhilfe gesperrt, da sie mir einen mit dem AG geschlossenen Aufhebungsvertrag negativ aussgelegt hatte, ohne die individuellen Verhältnisse vorab geprüft zu haben. Hiergegen hatte ich dann Klage eingereicht, was letztlich die Hauptkosten dieses Rechtsfalls ausmachte.

Noch während meine Klage beim Gericht anhängig war (es hat ca. 1 Jahr gedauert, bis es zum Vortermin beim Gericht gekommen war), hatte mir dann die ARAG meine Rechtsschutz-Versichreung gekündigt. Beim Gerichttermin schilderte ich dann detailliert die Hintergründe der Annahme eines Aufhebungsvertrags. Daraufhin hatte die Rechtsvertreterin der Agentur für Arbeit sofort bestätigt, dass mein individueller Fall anders zu bewerten ist und die Sperre nicht rechtens war. Wir haben uns dann gütlich während dieses „außergerichtlichen Termins“ bewi Gericht geeinigt, ohne dass es zu einer offiziellen Gerichtsverhandlung gekommen war. Die Beklagte (Arbeitsagentur) trug die Gesamtkosten des Verfahrens!

Die ARAG hatte also keine Verfahrenskosten zu tragen und letztlich hatte die Auseinandersetzung gezeigt, dass ich im Recht war und nicht mal eben aus Lust und Laune geklagt hatte, nur weil ich gerne einen Streit vom Zaun breche. Troztdem mußte ich über dieses Verfahren meine Rechtsschutzversicherung verlieren. Auf Nachfrage wurde mir dann von der ARAG auch vorgerechnet, was meine „kostenlose“ Rechtsberatung gekostet hätte (mit der die ARAG doch gerade als Vorzug ihres Produktes wirbt). Jede Rechtsberatung, die man in Anspruch nimmt, erhöht also in der Wirtschaftlichkeitsrechnung der ARAG auch das Risiko, dass man gekündigt wird.

Mit Hilfe meiner Rechtsschutzversicherung war es mir also nur möglich, EINEN EINZIGEN Versicherungsfall abzuwickeln, danach wurde mir bereits gekündigt. Der Abschluß einer solchen Versicherung sollte man sich daher gut überlegen. Wenn man vorher 10 Jahre einzahlt und einem dann schon bei 1. Inanspruchnahme gekündigt wird, deren Kosten überschaubar waren, wäre man besser damit gefahren, die Kosten aus eigenen Rücklagen zu bestreiten. Rechtsschutz-Versicherungen gelten grundsätzlich sowieso als die weniger wichtigen und eher teuren Luxus-Versicherungen. Ich habe nach meinen Erfahrungen mit der ARAG alle Versicherungen gekündigt, die nicht wirklich essentiell waren.

Ich hoffe, dass die Schilderungen meiner Erfahrungen für die/den ein oder andere(n) eine Entscheidungshilfe ist.

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LUKAS Künstler Ölfarben & Acrylfarben zu kaufen bei Kunst-Versorgung.de

LUKAS Künstler Ölfarben & Acrylfarben zu kaufen bei www.Kunst-Versorgung.de

Ab sofort sind die feinen Künstlerfarben der Firma Lukas über unseren Onlineshop für Künstlerbedarf bzw. Kunstmaterial zu günstigen Preisen zu kaufen.

LUKAS Studio Ölfarben

STUDIO OIL Feine Ölfarben, die moderne Premium-Qualität mit einem optimierten Preis-Leistungs-Verhältnis, sind ideal geeignet für den anspruchsvollen Künstler und Studenten. Die Ölfarben enthalten nur brillante und wertvolle Pigmente mit einer hohen Lichtechtheit in hoher Konzentration.


LUKAS STUDIO, die moderne Profi-Qualität mit optimiertem Preis-Leistungs-Verhältnis, enthält ausnahmslos farblich brillante und maltechnisch sichere Pigmente mit hoher Lichtechtheit in hoher Konzentration. Eine Spur (0,5 – 1,5%) von feinstem gebleichten Bienenwachs als Bestandteil der Konsistenzmittel gibt der Farbe die vom Maler gewünschte buttrig, kurze Konsistenz und macht den Farbfilm für den Restaurator weniger spröde. Die Bindemittel sind, wie in allen LUKAS Ölfarbensortimenten, ausschließlich reine, pflanzliche Lein- und Sonnenblumenöle in besonderer Qualität.

  • Brillante und wertvolle Pigmente gefertigt auf Dreiwalzenstühlen
  • Ausgezeichnete Lichtechtheit (über 60% mit ***)
  • Hohe Konzentration von Pigmenten für eine außergewöhnliche Farbintensität
  • Geschmeidige butterartige und kurze Konsistenz durch die Verwendung von Bienenwachs
  • Ausgewogenes Farbspektrum mit 48 brillanten Farbe
  • Hochwertige und doch wirtschaftliche Ölfarbe für den anspruchsvollen Künstler. Ideal für kreativ-künstlerische Ölmalerei

PRODUKTDETAILS:

LUKAS STUDIO OIL, die moderne Premium-Qualität mit optimiertem Preis-Leistungs-Verhältnis, ist ideal für den anspruchsvollen Künstler und Studenten geeignet. Die Ölfarben enthalten ausnahmslos farblich brillante und maltechnisch sichere Pigmente mit hoher Lichtechtheit in hoher Konzentration, die für eine außergewöhnliche Farbintensität und Deckkraft sorgen.

Eine Spur (0,5-1,5%) von feinstem gebleichtem Bienenwachs als Bestandteil der Konsistenzmittel gibt der Farbe die vom Maler gewünschte buttrige, kurze Konsistenz und macht den Farbfilm für den Restaurator weniger spröde. Die Bindemittel sind, wie in allen LUKAS Ölfarbensortimenten, ausschließlich reine, pflanzliche Lein- und Sonnenblumenöle in besonderer Qualität. Um eine minimale Vergilbungstendenz zu gewährleisten, wird in hellen Farbtönen Sonnenblumenöl dem dunkleren Leinöl vorgezogen. Dadurch wird die mögliche Vergilbung auf das technisch machbare Mindestmaß reduziert. Zudem wird eine spannungsfreie, gesunde Durchtrocknung der Farben garantiert und die Gefahr der Rissbildung bei sachgemäßer Anwendung minimiert. Gefertigt werden die Farben traditionell auf Dreiwalzenstühlen. Die für eine Ölfarbe typische Trocknungszeit beträgt quer durch alle Farbtöne im Mittel 2 bis 4 Tage bei dünner Pinselstrichstärke von 100 bis 120 μm.

Das ausgewogene Farbspektrum mit insgesamt 48 Farben, davon ca. 40% Ein-Pigment-Töne, bietet, bietet die ideale Voraussetzung, um im Bereich der Ölmalerei kreativ-künstlerisch zu arbeiten. Bereits beim Malen direkt aus der Tube wird durch die sorgfältig aufeinander abgestimmten Farbtöne eine feine Nuancierung ermöglicht.

Die LUKAS STUDIO Ölfarben sind auf vielen Malgründen anwendbar, ob auf Leinwänden, Malplatten oder Holztafeln. Am besten eignet sich ein vorbehandelter Malgrund, der aufgrund seiner Grundierung isoliert wird. Dadurch wird verhindert, dass das Bindemittel aufgesaugt wird und die Farbe ihren Glanz verliert. 

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LUKAS Studio Acrylfarben

LUKAS CRYL STUDIO hat eine außergewöhnliche Deckkraft und ausgezeichnete Farbbeständigkeit mit perfekter Konsistenz und ausgezeichneter Farbsättigung. CRYL STUDIO bietet eine erstklassige Farbqualität mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger und Anwender großer Mengen.

  • Hochwertige Künstlerpigmente
  • Hohe Lichtechtheit (außer bei fluoreszierenden Farben)
  • Breite Farbpalette von 62 Farbtönen inkl. 10 Effektfarben (Metallic, Fluoreszierend und Nachtleuchtfarbe)
  • Mittlere Konsistenz für eine breite Palette von Anwendungen
  • Trocknet zu einer seidenglänzenden Oberfläche
  • Hohe Elastizität, Zugfestigkeit und Haftung durch Verwendung von hochwertigem Acrylat

PRODUKTDETAILS: 

Mit LUKAS CRYL STUDIO Feine Künstler-Acrylfarbe bieten wir eine Premium Qualitätsfarbe mit fantastischem Preis-Leistungs-Verhältnis sowohl für erfahrene Künstler, als auch für Einsteiger und Vielverwender – eine sehr hochwertige Alternative zu den Acrylfarbensortimenten CRYL pastos und CRYL liquid, die LUKAS Profi-Qualitäten. LUKAS CRYL STUDIO wurde nach den neuesten Erkenntnissen der Pigment- und Bindemittelforschung entwickelt. Ein gutes Färbe- und Deckvermögen wird durch einen sehr hohen Anteil hochwertiger Pigmente sichergestellt. Die verwendeten, hochwertigen Künstlerpigmente garantieren eine sehr gute Lichtechtheit. Kein Ton hat eine niedrigere Lichtechtheit als 6 bis 7 auf der international genormten, achtstufigen Wollskala (technisch bedingte Ausnahme bei Tagesund Nachleuchtfarben). Eine ausgezeichnete Haftung auf einer Vielzahl von Malgründen (Karton, Leinwand, Kunststoff, Glas…) und eine hohe Elastizität und Reißfestigkeit werden durch die Verwendung eines hochwertigen Acrylats in optimaler Konzentration als Bindemittel erreicht. Dies ermöglicht selbst in größeren Schichtdicken ein Arbeiten ohne die Gefahr der Rissbildung. Die Farbe hat eine halbflüssige Konsistenz, um ein möglichst breites Anwendungsspektrum vom zügigen, flächigen Farbauftrag bis zu leicht körperhaften Strukturen zu ermöglichen und dabei eine gute Kontrolle des Farbauftrages sicherzustellen. Die schnell trocknenden LUKAS CRYL STUDIO Acrylfarben sind wasserverdünnbar und trocknen seidenglänzend auf. Sie sind problemlos mit allen LUKAS Acrylfarbensortimenten, wie CRYL pastos, CRYL liquid und CRYL TERZIA, mischbar. Die Farbpalette umfasst ein ausgewogenes Spektrum von insgesamt 62 brillanten Farbtönen. Neben klassischen Farbtönen sind auch Effektfarben, wie Metallic-, Tages- & Nachleuchtfarben, und Trendfarben, wie Pastelltöne, im Farbsortiment enthalten.

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KunstDuesseldorf.de – vom Kunst-Journalismus zur Online-Kunst-Galerie

Nach nunmehr mehr als 10 Jahre der Online-Publikationen in Sachen Kunst in Düsseldorf und weiter wech, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Website KunstDuesseldorf.de zur reinen Online-Kunst-Galerie umzugestalten.

Highlights unserer regelmäßigen Berichterstattung zum Thema Kunst waren die bekannten, jährlich wiederkehrende Kunstevents wie der „RUNDGANG“ an der Kunstakademie Düsseldorf, „Die Große NRW„, die „KUNSTPUNKTE“ oder die „NACHT DER MUSEEN“. Diesen Content haben wir unseren Lesern FREI HAUS geliefert und es war uns eine Freude, dies zu tun.

Ab sofort bzw. faktisch bereits schon seit letztem Jahr, präsentieren wir unseren Besuchern mit der gleichen Leidenschaft nun bei KunstDuesseldorf.de Original-Kunst anerkannter Künstler:innen – Kunst zum Schauen & Kunst zum Kaufen!

Kunstkauf ist Vertrauenssache

Bei KunstDuesseldorf.de wählen wir daher für unsere Kunden nur solche Kunst aus, von der auch wir überzeugt sind.

Damit Sie dennoch keinerlei  Risiko eingehen, gewähren wir ein garantiertes Rückgaberecht. Ihr Einkauf ist zudem versandkostenfrei.

Unsere Philosophie

Kunst ist keine „standardisierbare Ware“ – Kunsthandel ist daher in erster Linie Vertrauenssache. Dies gilt in besonderem Maße für den Online-Handel mit Kunst. Für uns gilt das sowohl in Bezug auf unsere Kunden als auch in Richtung der Künstler*innen, mit denen wir zusammenarbeiten. Unser Bestreben ist es daher, beide Seiten zu fairen Konditionen vertrauensvoll zusammenzubringen.

Für unsere Kunden bedeutet dies, dass wir für sie auf einem unüberschaubar großen und vielfältigen Kunstmarkt bereits eine Vorauswahl nach qualitativen Ansprüchen treffen. Insbesondere achten wir darauf, dass die bei uns erwerbbare Kunst nicht bloß ästhetisch-dekorativ ist, sondern auch eine eigene künstlerische Aussage vertritt, eine unverwechselbare, prägende künstlerische Handschrift trägt und dadurch eben gerade keine standardisierte Handelsware ist, sondern ein künstlerisches Unikat. Dem gesteigerten Bedürfnis nach Vertrauensschutz im Online-Handel tragen wir zusätzlich noch Rechnung über ein risikoloses Rückgaberecht.

Für unsere Künstler:innen bedeutet dies, dass wir sie dabei unterstützen, ihre Kunst frei auszuüben und sie einem breiten, kunstinteressierten Publikum vorzustellen und zu fairen Konditionen zu vermitteln.

Bei der Auswahl der bei uns präsentierten Kunst sind wir bestrebt, eine möglichst große Bandbreite unterschiedlicher Stilrichtungen zu präsentieren und unsere eigenen Präferenzen zugunsten unserer Kunden zurückzustellen – dies jedoch nie ohne den grundsätzlichen Qualitätsanspruch aus dem Auge zu verlieren. So finden Sie in unserem aktuellen Bestand sowohl abstrakte als auch gegenständliche Kunst, Landschaftsmalerei ebenso wie Porträts, szenische Darstellungen ebenso wie Stillleben etc. – meist in Acryl, Öl oder sonstigen Mischtechniken.

Wandern Sie thematisch (Kunst-Shop -> Gemälde -> Themen) oder nach den jeweiligen Künstler*innen (Kunst-Shop -> Gemälde -> Neue Künstler) gruppiert durch unsere Galerie und lassen Sie sich inspirieren. Sicherlich findet sich darunter auch ein Werk nach ihrem Geschmack.


KünstlerInnen, die ebenfalls Interesse haben, ihre Kunst über unseren Shop anzubieten, bewerben sich bitte per Mail an: redaktion[ät]kunstduesseldorf.de. Die Bewerbung sollte ein Künstler-Statement, ein CV und ein Ausstellungsnachweis enthalten.

Unsere Künstler:innen

Derzeit sind in unserer Online-Kunst-Galerie Folgende Künstler:innen vertreten:

Regina Berge
Sven Blatt
Luzian Flück
Dirk Groß
Sandra Keutgens
Christian Krieter
Hanne Neß
Anne Samson
Sabine Schäfer
Armin Schanz

Dirk Groß: "Tiefe Welten"
Dirk Groß: „Tiefe Welten“
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Weltkunstzimmer Düsseldorf – Performance Die andere Vernunft (ab 14.2.2020)


Weltkunstzimmer Düsseldorf – Performance Die andere Vernunft

Die andere Vernunft – Rausch. Trance. Ekstase.
Eine installative Performance von Bößer & Szörenyi



Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei „Pieces of Manifesto“ bringen Karen Bößer und Beatrix Szörenyi ihr neues Stück am 14. Februar 2020 im Weltkunstzimmer Düsseldorf zur Uraufführung.



„Die andere Vernunft – Rausch. Trance. Ekstase.“ ist eine „installative Performance“ aus zeitgenössischem Tanz, fließenden Materialien, live arrangierter Musik und Videoprojektionen. Stillstand und Fluss, Innen und Außen geraten aneinander und durcheinander. Bößer & Szörenyi entfesseln Energien, die frei werden, wenn ein Geist in außergewöhnliche Bewusstseinszustände verfällt und sezieren sie zugleich sinnlich wie formal. Ein oszillierender Sog aus Tribal-Beats von Thomas Klein aka Sølyst, verstärkt von akustischen und visuellen Rhythmen und Effekten führen Darsteller und Publikum auf eine horizonterweiternde Reise zwischen Projektion und Imagination. Am Ende verschmelzen die Bewegungen, Bilder, Töne, Gerüche und das eigene Gedankenspiel zu einem suggestiven Raum mit atmosphärischer Dichte und Offenheit.

„ANDERE VERNUNFT“ Bößer & Szörenyi



Das Eintauchen in andere Bewusstseinszustände stellt hier keine Flucht aus der Welt dar, sondern ein gezieltes Anrufen der „anderen Vernunft“ – eines Bewusstseinshorizonts jenseits der Ratio.

Die Performance basiert auf einem umfangreichen, vom Fonds Darstellende Künste geförderten Rechercheprojekt, das in 2019 durchgeführt wurde. Alle Ergebnisse sind einsehbar unter: anderevernunft.wixsite.com/index.



TEAM:
Choreografie | Performance: Karen Bößer
Mixed Media | Performance: Beatrix Szörényi
Dramaturgie: Lise Brenner
Musik | Performance: Thomas Klein aka Sølyst
Installation: Dirk Dietrich Hennig / Bößer & Szörényi
Projektmanagement: Petra Prahl
Projektleitung: Jacqueline Friedrich
Produktion: karen boesser projects



TICKETS:
anderevernunft.tickets.de
Regulär: 16 € + VVK Gebühr / 20 € Abendkasse
Ermäßigt: 11 € + VVK Gebühr / 15 € Abendkasse
Steuerkarte Kollegen: 6 € + VVK Gebühr / 10 € Abendkasse



AUFFÜHRUNGSORT:
Weltkunstzimmer
Ronsdorferstr. 77A
40233 Düsseldorf
www.weltkunstzimmer.de
U-Bahn 75, Ronsdorferstraße



GEFÖRDERT DURCH: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste | Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf | Hans-Peter Zimmer Stiftung | Monika Werhahn-Mees Stiftung
PRODUKTION: karen boesser projects, in Kooperation mit Weltkunstzimmer
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG: MAGICBOX, Forum Freies Theater, Düsseldorf












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Quartier am Hafen Q18 (Köln): Ausstellung DATE ME DIGITAL


Quartier am Hafen Q18 (Köln): Ausstellung DATE ME DIGITAL

Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton



Atelierhaus Quartier am Hafen, Ausstellungsraum Q18
Poller Kirchweg 78 – 90
51105 Köln



Das Ausstellungsprojekt Date me Digital zeigt in vier aufeinanderfolgenden Projekten unterschiedliche Aspekte der digitalen Kunst. Internationale Künstler werden mit Medienkünstlern aus NRW im Dialog präsentiert. Der Titel Date me Digital verweist auf das Eintauchen in die vier Themenfelder der Kunst Surveillance, Virtual Body, Digital Landscape und Story Telling, und dem aktuellen Umgang digitaler Medien im Bezug zum „Dating“. Das Projekt findet im Ausstellungsraum des Atelierhauses Quartier am Hafen statt (http://qah.koeln/de/).

Der Austausch mit den lokalen Künstlern wird durch ein wechselndes Screeningprogramm initiiert. Die Ausstellungen und digitalen Performances werden intensiv vor Ort und über die Sozialen Medien vermittelt. Die erste Ausstellung Date me Digital –Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton- Surveillance stellt durch unterschiedliche Medien der Kunst das vielschichtige Thema der Überwachung dar.

In der alltäglichen Nutzung des Smartphones sammeln Apps Daten, die für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Überwachungskameras in unserem Umfeld speichern Bildmaterial und werten diese aus. Satellitenbilder und Google Streetview ermöglichen es große Teile der Welt digital zu erfahren und diese zu beobachten. Viele zeitgenössische Künstler greifen den Aspekt der Überwachung und Digitalisierung durch unterschiedliche Medien auf. Die Zusammenstellung der Positionen Björn Schülke, Alex Grein und Jon Shelton verdeutlich den unterschiedlichen Umgang des Digitalen innerhalb der Kunstproduktion.


Björn Schülke

Björn Schülke hat an der KHM in Köln studiert und entwickelt seit vielen Jahren kinetische Arbeiten. Seine Werke bestechen durch die Interaktion mit dem Besucher und den Aufgriff von brisanten politischen Themen. So kreiert er Drohnen, die den Betrachter filmen und sich im Raum bewegen. Die Arbeit Observer #2 erinnert an einen bedrohlichen Satelliten, der alle Daten der Umgebung aufzusaugen scheint. Die gefilmten Bilder visualisieren das Subjekt auf einem Display und demonstriert damit die unterschiedliche Wahrnehmung von Figuren aus einer fremden Perspektive. Vision Machine #8 bezieht sich auf die Bilderflut und Datenspeicherung.
http://www.schuelke.org

Alex Grein

Alex Grein hat in ihrer Serie Terra Satellitenbilder zu einer neuen konstruierten Landschaft hinzugefügt. Grein hat an der Kunstakademie Düsseldorf bei Andreas Gursky studiert und beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Medium Fotografie. Die drei Werke Terra I, Terra III und Arizona referieren die Möglichkeiten digitaler Bildmanipulation. Grein collagiert Ausschnitte von Landschaften aus der Quelle von Google Maps zu einer neuen romantischen Naturform. Die Transformation der flachen Landschaft aus der Vogelperspektive zu einem plastischen Hügel demonstriert die Formbarkeit von Bildern und der Observation aus dem All.
https://www.alexgrein.de/arbeiten/terra-arizona

Alex-Grein-Motiv-vllt-1_2011_ARIZONA_Detail_web
Alex-Grein-Motiv-vllt-1_2011_ARIZONA

Jon Shelton

Jon Shelton hat Druckgrafik an der University of Michigan studiert und erhielt 2003 den Kunstpreis des Landes NRW. Er greift in seinen Zeichnungen und Malereien politische Konflikte auf und konzentriert sich dabei auf die heutige Nutzung von Drohnen innerhalb der Kriegsführung. Die Werke in der Ausstellung demonstrieren die Ausführung kriegerischer Tätigkeiten durch neue Technik. Die kleinen schwarzen Bilder aus Drohnenkameras stammen von Wikileaks, der Künstler hat sie in die Malerei übersetzt. Die serielle Präsentation der Bilder verdeutlicht die Masse an Daten und die Distanz zur Realität.
https://kunsthaus.kollitsch.eu/KuenstlerInnen/Jon-Shelton



Screening:
16.02: Julian Palacz
23.02: Julia Weißenberg
01.03: Robert Olawuiy

Julia Weißenberg, To make you feel comfortable, 2016
Julia Weißenberg, To make you feel comfortable, 2016


Kuratiert von Wilko Austermann

Kurator Wilko Austermann
Kurator Wilko Austermann



Wilko Austermann (geb. 1990 in Steinheim) hat Kunstgeschichte an der HHU Düsseldorf und an der Sapienza in Rom studiert. Austermann kuratiert seit 2014 Kunstprojekte, in denen er Künstler zu bestimmten Fragestellungen zusammenbringt. Ihm ist der Diskurs über aktuelle Themen, an inhaltlich passenden Ausstellungsorten wichtig. Seit 2017 organisiert Austermann Ausstellungen im MMIII Kunstverein Mönchengladbach und dem Krefelder Kunstverein. 2018 kuratierte er die Schau digital gods im Rahmen des Festivals die digitale in Düsseldorf. Seitdem betreibt der Kunsthistoriker Recherche über den Einfluss des Digitalem auf die Kunstproduktion. 2020 kuratiert Wilko Austermann im Quartier am Hafen vier Ausstellungen, die digitale Künstler zu bestimmten Thematiken vereint. Internationale Projekte realisierte er 2017 in der Galerie PRAC in Neapel, 2018 im Sculpture Museum Changchun, China, 2019 im Royal College of Art in London, 2019 im Daily Lazy Projektraum in Athen und 2019 im SUPER Raum in Wien.



PROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG
TANZ 14.Februar 2020, 19 Uhr, Tanzatelier 0.10
Vorab der Vernissage reflektiert Yana Novotovora und Philine Herrlein physisch globale Prozesse der Energieerzeugung, Erschöpfung und Regeneration im Rahmen ihrer Tanzresidenz im Quartier am Hafen.
SCREENING 16.+ 23.Februar, 1.März 2020 jeweils 15 Uhr
Zu den Öffnungszeiten findet Sonntags um 15 Uhr ein Screening als Rahmenprogramm der Ausstellung statt. Weitere Infos ab dem 10.02. unter www.qah.koeln
TANZ 01. März 2020, 15 Uhr, Tanzatelier 0.10
Nach sechs Monaten Austausch und zwei Wochen gemeinsamer Residenz, zeigen Ann-Karolin Weber und Helena Miko Einblicke aus ihrer Recherche „Szenographisches Choreographieren“.



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DATE ME DIGITAL
Björn Schülke, Alex Grein, Jon Shelton

Eröffnung: Freitag, 14. Februar 2020 um 19.30 Uhr
Kurator: Wilko Austermann
Ausstellungsdauer: 15. Oktober bis 1. März 2020
Öffnungszeiten: sonntags von 14 – 17 Uhr und nach Absprache (Tel 0152.56190502)
Finissage: 01.März 2020 um 15.30 Uhr

Atelierhaus Quartier am Hafen, Ausstellungsraum Q18
Poller Kirchweg 78 – 90
51105 Köln

Quartier am Hafen







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Kunstpalast Düsseldorf: Ausstellung Peter Lindbergh (05.02.-01.06.2020)

Kunstpalast Düsseldorf – Peter Lindbergh: Untold Stories

5. Februar bis 1. Juni 2020



Peter Lindbergh © Foto: Stefan Rappo
Peter Lindbergh
© Foto: Stefan Rappo



Die Ausstellung Untold Stories ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Der 1944 geborene und in Duisburg aufgewachsene Fotograf hat zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet und diese unmittelbar vor seinem Tod Anfang September fertiggestellt. Lindberghs Zusammenstellung von 140 Arbeiten aus den frühen 1980er-Jahren bis in die Gegenwart ermöglicht einen eingehenden Blick auf sein umfangreiches Œuvre und lädt zum Entdecken vieler bislang unerzählter Geschichten ein. Die Ausstellung ist Lindberghs persönliches Statement zu seinem Werk. „Als ich meine Fotos das erste Mal an der Wand im Ausstellungsmodell gesehen habe, habe ich mich erschreckt, aber auch positiv. Es war überwältigend, auf diese Art vor Augen geführt zu bekommen, wer ich bin.“, so Lindbergh im Juni 2019 in einem Interview, das für den Ausstellungskatalog geführt wurde. Ein Großteil der Aufnahmen wurde noch nie gezeigt; andere sind von Zeitschriften wie Vogue, Harper’s Bazaar, Interview, Rolling Stone, W Magazine oder dem Wall Street Journal in Auftrag gegeben und veröffentlicht worden.



Peter Lindbergh Sasha Pivovarova, Steffy Argelich, Kirsten Owen & Guinevere van Seenus Brooklyn, 2015 © Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)
Peter Lindbergh
Sasha Pivovarova, Steffy Argelich, Kirsten Owen & Guinevere van Seenus
Brooklyn, 2015
© Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)



In Lindberghs Bildern steht das Interesse am Menschen im Vordergrund. Mit seinen Werken ist es ihm gelungen, den unmittelbaren Kontext von Modefotografie- und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren. „Durch die Ausstellung ergab sich die Möglichkeit, ausführlicher über meine Fotos in einem anderen als dem Modekontext nachzudenken. Ziel der Präsentation ist es, die Fotos zu öffnen für andere Lesarten und Perspektiven.“, betonte Lindbergh im Gespräch. „Allerdings geht es mir nicht darum zu sagen, dass meine Bilder keine Modefotografie seien, denn das wäre auch falsch. Ich bestehe auf der Definition „Modefotografie“, weil für mich dieser Begriff nicht bedeutet, dass man Mode abbilden muss – die Fotografie ist viel größer als die Mode selbst, sie ist Bestandteil der Gegenwartskultur.“



Peter Lindbergh Uma Thurman, New York, 2016 © Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)
Peter Lindbergh
Uma Thurman, New York, 2016
© Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)


Die Ausstellung besteht aus drei Teilen, wobei zwei großformatige Installationen den Rundgang rahmen und überraschende Perspektiven auf Lindberghs Schaffen eröffnen. Den Anfang macht die eigens für die Ausstellung entwickelte und aus Bluebacks bestehende monumentale Installation Manifest, die eine eindringliche Einführung in Peter Lindberghs Idee von Modefotografie darstellt.

Für den Hauptteil der Präsentation hat Lindbergh die aus seiner Perspektive essenziellsten Werke seines langjährigen Œuvres arrangiert und mit ihnen experimentiert. In der Hängung legt Lindbergh immer wieder neue Geschichten frei, bleibt aber gleichzeitig seiner Sprache treu. Emblematische sowie noch nie zuvor gezeigte Arbeiten werden paarweise oder in Gruppen gezeigt und ermöglichen neue Interpretationen.

Den Abschluss der Schau stellt die Filminstallation Testament (2014) dar, die eine fast unbekannte Seite des Schaffens des deutschen Fotografen offenlegt. Der durch einen Einwegspiegel aufgenommene Film zeigt eine stumme Auseinandersetzung zwischen Lindberghs Kamera und Elmer Carroll, ein in Florida zum Tode verurteilen Mörder. Carroll betrachtet 30 Minuten lang und ohne mimische Bewegung sein Spiegelbild. Die zum ersten Mal gezeigte Installation ergänzt die Ausstellung um eine unerwartete Bedeutungsschicht und stößt eine Debatte um Themen an, die zentral für Peter Lindbergh waren: Introspektion, Ausdruck, Empathie und Freiheit.

Die Ausstellung wird organisiert vom Kunstpalast, Düsseldorf, in Kooperation mit dem Peter Lindbergh Studio, Paris. Die Schau hat weitere Stationen im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (20. Juni bis 1. November 2020), im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt (4. Dezember 2020 bis 7. März 2021), sowie im Museo d’Arte Contemporanea Donnaregina in Neapel (März bis Mai 2021).












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Skulpturenpark Waldfrieden – Doppeleröffnung: Ian McKeever und Michael Sandle (8.2.2020)

 

 

Skulpturenpark Waldfrieden – Doppeleröffnung: Ian McKeever und Michael Sandle (8.2.2020)

Gleich zwei bedeutende Vertreter der britischen Kunst zeigt der Skulpturenpark Waldfrieden ab dem 8. Februar. Es sind Ian McKeever und Michael Sandle.
Vom 8. Februar bis zum 1. Juni zeigt der Skulpturenpark Waldfrieden in einer Ausstellung mit dem Titel „Sculpture“ eine Auswahl großformatiger Skulpturen und Modelle des britischen Bildhauers Michael Sandle.

Achtung: Parallel wird die Ausstellung „Sculpture“ mit Arbeiten des britischen Künstlers Ian McKeever eröffnet. Informationen hierzu erfolgen demnächst.


Michael Sandle erforscht in seinem Werk Bilder von Gewalt, bewaffneten Konflikten, Sterblichkeit und Gedenken. Als leidenschaftlicher Pazifist bringt er die Geschichten und Ideologien von Kriegen in aller Deutlichkeit zum Ausdruck; stets ringt er damit, wie sich die Formen und Erzählweisen der Skulptur zu den Geschichten und Ideologien solcher Konflikte verhalten können. „Ein Denkmal“, bemerkt Sandle dazu, „ist eine Scheinerinnerung. Es geht um die Frage, woran erinnert wird und was eine Gesellschaft für denkwürdig hält.“

Als Reaktion auf die Schrecken unseres Zeitalters beschäftigen sich Sandles Skulpturen mit dem Gebrauch und Missbrauch von Macht in globalen Kampfhandlungen, Politik und Kultur. In der Wahl seiner Themen ist Sandle kompromisslos. Er zeigt Bilder von Gewaltakten und Brutalität und deren Folgen und fordert dazu auf, über die tragischen Auswirkungen menschlicher Konflikte nachzudenken, in denen es keine Gewinner geben kann.

 

Michael Sandle, The Sound of your Silence, 2009, Foto: Flowers Gallery
Michael Sandle, The Sound of your Silence, 2009, Foto: Flowers Gallery

Die Ausstellung umfasst eine Gruppe von bedeutenden Arbeiten und bietet einen repräsentativen Überblick über mehr als drei Jahrzehnte seines bildhauerischen Schaffens, darunter Caput Mortuum: A Commentary (1983), The Drummer (1985), Queen of the Night (1999), Iraq – The Sound of Your Silence (2009) und As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory (2015). In vielen Werken finden sich maskierte und verhüllte Gestalten. So stellt die behelmte Figur in As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory Jesus dar, dessen Gesichtszüge auf dem Gemälde The Light of the World (1851–1853) von William Holman Hunt beruhen. Sandle ist seit Langem fasziniert von der Symbolkraft bekannter und anonymer menschlicher Körper, die ebenso individuelle Subjektivität wie auch gemeinsame universelle Erfahrungen angesichts von kriegerischen Auseinandersetzungen vermitteln können. Zwei seiner jüngeren Skulpturen, Iraq – The Sound of Your Silence, eine bewegende Reaktion auf den Irakkrieg aus dem Jahr 2009, und As Ye Sow So Shall Ye Reap: An Allegory, die 2015 entstand, erinnern an die unschuldigen Zivilisten (und insbesondere an die Kinder), die ihr Leben im Kreuzfeuer heutiger Kampfhandlungen verloren haben.

Neben diesen großformatigen Werken wird eine Reihe kleinerer Modelle und Maquetten gezeigt, die als Entwürfe für Skulpturen im öffentlichen Raum entstanden, darunter The Suicide or He took the ,A‘ Train (1995/99) und Maquette for ,Animals in War‘ Memorial (1999).

 

Über Michael Sandle

Michael Sandle (*1936) studierte von 1951 bis 1954 an der Douglas School of Art and Technology, Isle of Man, und von 1956 bis 1959 an der Slade School of Fine Art in London. Seit den 1970er Jahren hat er zum großen Teil in Deutschland gelebt und gearbeitet. Von 1973 bis 1977 war er Dozent für Skulptur an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim, wo er von 1977 bis 1980 eine Professur innehatte. 1974/75 erhielt er ein DAAD-Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in Berlin; von 1980 bis 1999 war er Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.

Er wurde 1990 zum Mitglied der Royal Academy und 1994 zum Fellow of the Royal Society of British Sculptors gewählt. Zu seinen Einzelausstellungen gehören u. a. Twentieth Century Memorial, Duveen Gallery, Tate Britain; Memorials for the Twentieth Century, Tate Liverpool; Malta Siege Memorial, Imperial War Museum, London, und eine Retrospektive in der Whitechapel Gallery, London; europäische Einzelausstellungen wurden u. a. im Mannheimer Kunstverein und im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart, gezeigt. Er nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellung teil, darunter an der 5. Paris-Biennale, an der documenta 4 und documenta 6 in Kassel sowie an der Biennale von São Paulo. Zuletzt wurde sein Werk in der Einzelausstellung Monumental Rage im Grosvenor Museum 2018 gezeigt. Zu seinen bekanntesten Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum gehören St George and the Dragon, Blackfriars, London; das International Maritime Organization Seafarers’ Memorial, Albert Embankment, London; die Belgrano Medal – a Medal of Dishonour, British Art Medallic Society, und The Malta Siege Memorial, Grand Harbour, Valletta. Zurzeit sind Werke von Michael Sandle in der Tate Britain zu sehen. Darüber hinaus befinden sich Sandles Werke u. a. in folgenden Sammlungen: Arts Council of Great Britain; Australian National Gallery, Canberra; British Council; Dallas Museum of Art, USA; British Museum; Cass Sculpture Foundation, Goodwood; Hakone Open Air Museum, Japan; Imperial War Museum, London; Metropolitan Museum, New York, und Victoria & Albert Museum, London.





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Kunstmuseum Solingen: Ausstellung David Czupryn & Jochen Mühlenbrink

 

Kunstmuseum Solingen:

Ausstellung David Czupryn & Jochen Mühlenbrink

 

12. März bis 26. April 2020

Eröffnung, 12. März 2020, um 19 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunstmuseum Solingen

Mit der Ausstellung „David Czupryn und Jochen Mühlenbrink“ zeigt das Kunstmuseum Solingen zwei Düsseldorfer Künstler, die beide ihre Künstler-Karriere mit der Teilnahme an der Internationalen Bergischen Kunst­ausstellung im Kunstmuseum Solingen gestartet haben.

Die Bergische Kunstausstellung gehört seit 71 Jahren zur kulturellen Tradition der Stadt Solingen. Im Kunstmuseum zählt sie jährlich von Beginn an zu den besucherstärksten Ausstellungen. Das Profil der Schau, die seit 2012 „Internationale Bergische Kunstausstellung“ heißt, ist durchgehend von hoher Qualität geprägt. Für die teilnehmenden Künstler ist die Schau, meist der künstlerische Durchbruch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jochen Mühlenbrink: Dawn, 2019, Öl/Leinwand, 200 x 300 cm, Foto: Ivo Faber, VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Ausstellung „David Czupryn und Jochen Mühlenbrink“ gibt Einblick in eine neue Malerei, die sich selbstbewusst und reflektierend in der Kunstwelt bewegt ohne ihre poetische Aussage einzubüßen. Sie gibt vielmehr ein deutliches Statement über eine Welt, deren Realität nach einer Wirklichkeits­überprüfung fragt.

In der Malerei von Jochen Mühlenbrink ist alles und nichts zu sehen. Pappe, Folie oder Klebeband, an die Wand gelehnte Bilderstapel, verbrannte Geldscheine, benutzte Pizzaschachteln oder trocken Brot, Mühlenbrink malt so realistisch, dass man seinem Auge nicht trauen möchte. Das Licht des Raumes, die spröden Oberflächen, der Glanz des Plastik, die Spuren von Benutzung, der Dreck, die Schatten – alles echt, alles gemalt.

David Czupryn: Phantom & Ghost. Öl auf Leinwand, 2019

„Meine Frage war, wie ich das Trompe-l’œil ins 21. Jahrhundert bekomme“, kommentiert David Czupryn lapidar seine teils spektakulären groß­formatigen Bilder, die wie poppige und groteske Theaterkulissen wirken – zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung finden sich Zitate aus der Kunstgeschichte wieder, zeigt sich eine detailverliebte Malerei sowie eine überraschende und faszinierende überaus realistische Wiedergabe der Oberflächenstruktur der gemalten Skulpturen und Gegenstände. Diese wiederrum scheinen nicht immer von dieser Welt zu stammen, sondern entfliehen einer zur Realität gewordenen virtuellen Welt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, gesponsert durch die National-Bank AG.

 

www.kunstmuseum-solingen.de

 

 

 

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Akademie-Galerie: Ausstellung „Gerhard Hoehme – Retrospektive“

Akademie-Galerie: Ausstellung „Gerhard Hoehme – Retrospektive“

Ausstellungsvorschau: Die Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung wird zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Gerhard Hoehme die Ausstellung „Gerhard Hoehme – Retrospektive“ im Februar 2020 in der Rundgangswoche eröffnen



Gerhard Hoehme gehört nach dem Zweiten Weltkrieg zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Kunst und dem Informel. Neben einem kurzem Studium an der Burg Giebichenstein studierte Hoehme bei Otto Coester an der Kunstakademie Düsseldorf von 1951 bis 1953. Im Jahr 1960 ging er als Stipendiat der Villa Massimo nach Rom, wo er Kontakte zu Künstlern wie Cy Twombly oder Schriftstellern wie Paul Nizon unterhielt. Italien und Rom gehörten nach diesem prägenden Aufenthalt zu Hoehmes zweiten Heimat. Am See Nemi unterhielt Hoehme einen zweiten Wohn- und Arbeitssitz, wo er sich gern neben seiner Professur für Malerei an der Kunstademie Düsseldorf, auf die er im Jahr 1960 berufen wurde, aufhielt.

In der Woche des Rundgangs (3. bis 9.2.2020) plant die Akademie im Rahmen der Ausstellungsreihe der Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung eine retrospektive Ausstellung zum Gedenken an den Maler und wichtigen Lehrer an der Kunstakademie Düsseldorf Gerhard Hoehme, der am 5.2.2020 100 Jahre alt geworden wäre.
Die Retrospektive wird Werke aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers zeigen. Neben Dokumenten und Fotos aus dem Archiv der Gerhard und Margarete-Hoehme-Stiftung und dem Archiv der Kunstakdemie Düsseldorf werden auch Fotografien von Erika Kiffl und Manfred Leve aus dem AFORK im Kunstpalast Düsseldorf sowie Fotografien von Thomas Struth gezeigt. Ein umfangreicher Katalog wird neben einem Vorwort von Robert Fleck Texte von Paul Nizon, Hans Peter Thurn und Vanessa Sondermann sowie Interviews mit ehemaligen Studierenden und Weggefährten aufnehmen.



Die Ausstellung wird vom

6.2. bis 26.4.2020, mittwochs bis sonntags in der

Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung
Burgplatz 1
40213 Düsseldorf
Postanschrift:
Eiskellerstrasse 1
40213 Düsseldorf

zu sehen sein.



Die Ausstellung ist gefördert von der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.





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Freelancer – der „moderne“ Tagelöhner

Freelancer – der „moderne“ Tagelöhner

Der Mensch als Kostenfaktor wird bei Unternehmen immer störender. Firmen wäre es am liebsten, sie könnten ohne Mitarbeiter produzieren und dabei möglichst viel an diese Menschen absetzen, die sie nicht beschäftigen. Nach dieser Modellvorstellung produziert ein Mensch bei den Unternehmen keine Kosten mehr und ist nur noch willenloser Konsument, dessen bedingungsloses Grundeinkommen (das es bald geben muss) er umgehend an die Konsumgüterindustrie und Vermieter weiterreicht. Es reicht dabei, wenn ein solcher Mensch gerade soweit am Leben gehalten wird, dass er noch konsumieren kann.

Die in den letzten Jahren neu entstandene Freelancer-Branche ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Täglich konkurrieren auf Plattformen wie freelancer.com u. ä. weltweit Lohnsklaven bei der Vergabe von „Tagelöhner-Arbeiten“. Freelance – hört sich doch eigentlich ganz schön an – es steckt doch schließlich das Wort „Freiheit“ darin. In der Realität lässt sich diese Freiheit dann aber so interpretieren: der Mensch ist frei, eine Arbeit anzunehmen oder eben nicht, die oft unter dem Mindestlohn vergeben wird – darin ist er frei. Ansonsten heißt diese Freiheit, dass er auch frei ist von jeglicher Sozialabsicherung, Krankengeld, Rente etc. Genau diese Abgaben möchte sich schließlich der Freelance-„Arbeitgeber“ sparen, das ist ja genau die Motivation für ihn, dass er sich nicht an einen Arbeitnehmer durch einen Arbeitsvertrag bindet.

Auch im Umgang mit diesen „Mitarbeitern“ zeigt sich dann ein Unterschied, der sich aus der Anonymität der Internetvergabe von Arbeit ergibt. Ähnlich wie man auch beobachten kann, dass der Anstand im zwischenmenschlichen Umgang auf anonymen Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter abgenommen hat oder auch gar nicht mehr vorhanden ist, ist man auch bei der Freelancer-Arbeitsvergabe im Umgang mit den Bewerbern nicht gerade zimperlich. Ein Beispiel habe ich persönlich gerade mit der Kleebauer GmbH erlebt. Dieser Firma, die nach eigenem Bekunden fast nur mit Freelancern arbeitet, hatte ich meine Mitarbeit angeboten. Zunächst einmal war deren Geschäftsführer sehr unzuverlässig, was vereinbarte Rückrufe anging. Darüber hinaus wurde ich dann was mein Freelance-Angebot anging grundlos hingehalten. Nachdem ich nach einer ersten Kontaktaufnahme von der Firma Kleebauer nichts mehr gehört hatte, hatte ich nachgefragt, ob ich davon ausgehen kann, dass aus dem Auftrag nichts mehr wird, hatte man das verneint und gemeint, man wäre gerade dabei, mir den Zugang zu ihren Systemen einzurichten – ich habe nie wieder von der Kleebauer GmbH gehört. Während dieses Hinhaltens seitens dieser Firma hatte ich mich tagelang für diese Arbeit freigehalten und daher auch nicht anderweitig beworben. Machen sich diese Leute eigentlich keine Vorstellung mehr von ihrem Gegenüber? Auch wir Freelancer sind Menschen und kein anonymes Nutzvieh! Die Firmen, die sich auf dem Freelande-Markt bedienen, bekommen schließlich sehr günstige „Mitarbeiter“, an die sie sich durch keinen Arbeitsvertrag mit all seinen Verpflichtungen zu binden brauchen – da sollte man sich auch schon mal eine Stunde Zeit nehmen können, auch Bewerbern höflich und offiziell abzusagen – der Bewerber hat sich ja schließlich auch die Zeit für die Bewerbung genommen. Ein Herr Kleebauer möchte ja selbst auch nicht so behandelt werden, oder? Wenn ich von der Institution Kirche selbst auch nicht mehr allzuviel halte, aber einer der tollsten Richtsätze für einen würdigen Umgang miteinander fand ich immer den Satz, dass man den Mitmenschen so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte. Mit diesem einfachen Satz könnte man, wenn man ihn denn beherzigt, die meisten Probleme dieser Welt lösen.

Wir haben es selbst in der Hand, welches System bzw. welche Systeme wir zukünftig für die Gestaltung unserer Arbeits- und sonstige -welten unterstützen wollen. Vielleicht sollte man die Freitags-Demos hierzu auch thematisch breiter aufstellen als „nur“ auf die ökologischen Umweltprobleme bezogen – es liegt derzeit so viel im Argen mit unserer Gesellschaft!