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DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN 2019

DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN am 6. April 2019

22.000 Besucherinnen und Besucher erlebten Kunst ohne Grenzen

Rund 22.000 Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer genossen bei frühlingshaften Temperaturen das vielfältige Kulturangebot der diesjährigen DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN. In rund 40 teilnehmenden Museen, Galerien und Off-Locations kamen Kunstliebhaber, Kunstliebhaberinnen und Musikbegeisterte bei zahlreichen Ausstellungshighlights, Performances, Konzerten und Partys auf ihre Kosten.

Der Kunstpalast im Ehrenhof wurde mit einer spektakulären, interaktiven Außenprojektion in Szene gesetzt. Das Programm des Hauses begeisterte: Zwischen großer Kunst von der Antike bis zur Gegenwart und Ballkleidern aus Müll performten die Femmes Fatales Songs aus den 20er Jahren.

Am Rheinufer lockten das KIT – Kunst im Tunnel und das Schifffahrtmuseum. Auch das Filmmuseum und der Aquazoo erfreuten sich besonderer Beliebtheit.

Viele zog es auch in die trendigen Bilker Off-Spaces, die mit Street-Art, Fotos, Lichtkunst und angesagten Elektro-Sounds für kunstvolle Eindrücke sorgten. Ein viel beachtetes Festival im Hotel Friends zeigte Arbeiten von 35 jungen Künstlerinnen und Künstler aus Düsseldorf und Umgebung und sorgte schon in den frühen Abendstunden für großen Andrang.

Open Air projizierte das Hafenkunstkino internationale Tanzfilme im Medienhafen, das tanzhaus nrw zeigte dazu experimentelle Performances.

Auch musikalisch hatte die NACHT einiges zu bieten: Salsa aus Kuba im Filmmuseum Düsseldorf, Jazzmusik im sipgate und elektronische Beats im NRW-Forum Düsseldorf sorgten für ausgelassene Tanzstimmung. Bis in den frühen Morgen konnte bei der Abschlussparty in den Rudas Studios gefeiert werden.

Entspanntes Location-Hopping machte der kostenfreie Shuttle-Service möglich; Busse vernetzten die teilnehmenden Locations auf drei Linien und mit den historischen Straßenbahnen reisten die Besucherinnen und Besucher im Stil der 1950er bis 1960er Jahre.

„Kultur begeistert wieder einmal die Stadt – mehr als 22.000 Besucherinnen und Besucher, die unsere Kultureinrichtungen von Aquazoo bis Zero Foundation, aber auch die freie Szene bis hin zur Villa Horion aufsuchten – und alle bei bester Stimmung“, freute sich Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.

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DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2018 (ab 27.01.18)


DIE GROSSE 2018



Am Samstag, dem 27. Januar 2018, um 18.00 Uhr, wird im Museum Kunstpalast DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2018 eröffnet.

Die Ausstellung führt auch in diesem Jahr das neu ausgerichtete Konzept weiter. Es werden Werke von ca.160 KünstlerInnen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und Neue Medien gezeigt.



DIE GROSSE hat regional und landesweit eine kulturpolitische Strahlkraft, mit stetig wachsender Bedeutung für die Bürgerinnen und Bürger des Landes. Sie gibt erneut einen differenzierten Einblick in die Kunstszene Düsseldorfs und Nordrhein-Westfalens. Unterstützt von einer prominent besetzten Jury, die aus mehr als 600 Bewerberinnen und Bewerbern eine Auswahl trifft, finden hier avantgardistische und bewährte künstlerische Positionen ein Forum für Dialog und Diskussion. Für diese Begegnung ist das Museum Kunstpalast schon seit langem ein wunderbarer Ort. An den Donnerstagen werden die “DONNERHALL“- Veranstaltungen, dieses Mal in der Verantwortung des FFT Düsseldorf, stattfinden. An den drei Sonntagen werden Matinee-Veranstaltungen die Ausstellung bereichern. Die Kunstakademie Düsseldorf wird mit der Klasse von Prof. Stefan Kürten Gast in der Ausstellung sein. Als weiterer Kooperationspartner wird das Lore-Lorentz-Berufskolleg temporär Arbeiten aus dem Bereich Grafik/Design im Atrium des Museums präsentieren. In der heutigen Zeit sind derartige große allgemeine Kunstausstellungen selten geworden. DIE GROSSE Kunstausstellung NRW Düsseldorf kann sich zu Recht als die größte von Künstlern für Künstler organisierte Ausstellung in Deutschland bezeichnen.







Der „Kunstpreis der Künstler“ geht im Jahr 2018 an die Künstlerin Sybille Pattscheck. Ihr Werk und ihre künstlerische Position werden mit diesem Preis in besonderer Weise gewürdigt. Den Förderpreis erhält die Künstlerin Carmen Schaich. Beide Preise werden vom Land NRW gestiftet.

Preisträgerin Sybille Pattscheck im Atelier (Foto: Dejan Saric)





Eröffnung am 27. Januar 2018 um 18 Uhr im Robert-Schumann-Saal, Museum Kunstpalast Künstlerführungen: Do. – So. 16:00 Uhr, 7 Euro zzgl. Eintrittspreis Gruppen- oder Schulklassenführungen sowie exklusive Führungen für Vereine, Firmen und Institutionen etc. auf Anfrage unter info@diegrosse.de





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Galerie VOSS (Düsseldorf): Sandra Senn / Zwischen Zwei Meeren (ab 26.01.2018)

 

Galerie VOSS: Sandra Senn / Zwischen Zwei Meeren

26.01.2018 – 03.03.2018

 



Sandra Senn (* 1973 in Baden/Schweiz, lebt in Berlin und Baden) zählt zu den wichtigsten Schweizer Künstlerinnen im Bereich des digitalen Bildes. Seit vielen Jahren findet ihre facettenreiche Arbeit im In- und Ausland interessierte Beachtung und ist in bedeutenden institutionellen und privaten Sammlungen vertreten. In ihrer aktuellen Einzelausstellung mit dem poetischen Titel «Zwischen zwei Meeren» zeigt sie neue Werkgruppen. Erodierende, denkmalartige Tiere thematisieren in der Einsamkeit weiter Meere die Endlichkeit der Zivilisation. Doch wer ist verschwunden, Mensch oder Tier? Bedeutet das scheinbare Ende tatsächlich ein Ende oder den Beginn eines neuen Bewusstseins?

 

Sandra Senn | ohne Titel | Serie Zwischen zwei Meeren | 110 x 160 cm | Pigmentprint | 2017 | courtesy Galerie Voss Düsseldorf

Monumentale, in Stahlbeton gegossene Tiere und Gebäudetrümmer, die man vielleicht als ehemalige Forschungsstationen deuten könnte, stehen als zerfallene Relikte einer verschwundenen Epoche verlassen in der Weite ausgelaufener Meere. Körper- und Gebäudeteile sind erodiert und gebrochen. Hier und da treten verrostete Stahlskelette hervor. Grüne Algen haben sich auf die raue Haut der Tiere gelegt. Jemand muss sie vor langer Zeit als mächtige Skulpturen errichtet haben. Kunst, Denkmal oder Gedächtnis einstiger Träume? Doch die damaligen Schöpfer sind spurlos verschwunden, Hinweise auf narrative Zusammenhänge nicht auszumachen. Sandra Senn entwickelt Szenen einer fragilen Dystopie, die allerdings ihre finstere Endzeitlichkeit in ein verwundertes Staunen tauscht. Darin unterscheiden sich diese Arbeiten von vielen anderen dystopischen Werken zeitgenössischer Kunst, die technoide Zerstörung feiern.

Still und verstummt verharren die Tiere in einer leergefegten Welt, die Apokalypse zog weiter, der Sturm scheint überstanden. Zwar haben sie nicht unbeschadet durch die Nächte der Zeit gefunden, aber sie stehen noch, wenn auch als Ruinen. Die subtilen Pastelltöne des wolkigen Himmels korrespondieren mit der seelischen Fragilität, die im Gegensatz zum trutzigen Äusseren steht. Die genaue kulturhistorische Herkunft der Tiere, Denkmäler und Gebäudetrümmer bleibt unbestimmt, doch ihr traumverlorenes Schweifen springt sofort über. Der melancholischen Sinnlichkeit kann man sich kaum entziehen. In der dystopischen Entleerung, der Verlangsamung bis zum versteinerten Stillstand, im träumenden Durchmessen von Raum und Zeit liegt die Kraft dieser Bilder. Sandra Senn lässt subtil den Zauber des Unbewussten aufscheinen. Dabei ist entscheidend, dass die Künstlerin die digitale Technik lediglich als Mittel zum Zweck verwendet, und nicht daran interessiert ist, technische Effekte vorzuführen, wie oft bei digitalen Arbeiten zu beobachten. Es sei ein Malen mit anderen Mitteln, sagte sie einmal im Atelier. Sie interessiere sich dafür, ungesehene, innere Bilder aufzuspüren, ihnen zu folgen, um herauszufinden, wohin sie führen. Sandra Senn berechnet nicht, sondern vertraut einem Stein gewordenen, bröckelnden Hund, vertraut sphingenhaft wachenden Löwen am Ende eines fremden Meeres, vertraut einem mit unwirtlicher Erde verwachsenen Pferd, kaum in der Lage, sich wieder zu erheben. Als verstummte Orakel sind die Tiere das geheimnisvolle Gedächtnis einer untergegangenen Zeit. Paradoxerweise regt sich im Augenblick grösster Verlassenheit leise Hoffnung auf ein neues Morgen.



Eine weitere Werkgruppe mit dem anspielungsreichen Titel «Erahnengalerie» gilt rätselhaften Metamorphosen des Porträts: Teils maskenartig verborgen, teils von Farbe überwuchert, scheinen sich die Dargestellten in einem magischen Prozess der Verwandlung zu befinden. Sandra Senn stellt die klischeehafte Vorstellung in Frage, ein Porträt sei Abbild unverwechselbarer Identität. So rasch wie Fisch, Federn oder Farbe die Gesichter befielen, so rasch muss mit weiteren Wandlungen gerechnet werden. Aus den Bildern spricht ein multiples Ich, das in lyrischen, auf die Wände applizierten Texten ein mäanderndes Echo findet. Souverän wechselt Sandra Senn vom Bild zur Sprache und stellt damit eindrucksvoll eine neue Facette ihres vielseitigen Talents unter Beweis. In den kurzen, poetischen Texten, die manchmal auch aphoristische Eigenschaften zeigen, tritt ein lyrisches Ich hervor, das einsam, in sich versunken eine neu erwachende Natur durchwandert.

Markus Stegmann



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Salon des Amateurs// Ausstellungseröffnung 191°S am 31.07. // Alexander Gegia

Salon des Amateurs

Ausstellungseröffnung 191°S am 31.07. // Alexander Gegia

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Eröffnung
Donnerstag, 31. Juli 2014
ab 21 Uhr mit Musik von Toulouse Low Trax

Der Düsseldorfer Maler Alexander Gegia stammt gebürtig aus Georgien,
studierte bis 2004 an der Kunstakademie in Tifl is und trat 2006 sein
Studium der Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Jörg
Immendorff, Markus Lüpertz und Andreas Schulze an.
2012 absolvierte er als Meisterschüler von Andreas Schulze.
Gegias figurative Kompositionen fokussieren das Bildsujet zunächst
wirklichkeitsnah aus atypischer Perspektive und ferner verzerren sie
die Wahrnehmung des Abbildhaften durch die bildfläche- und
figurumgreifenden ornamentalen Hintergründe. Auffallend ist die
Verwendung einer satten, klaren Farbgebung mit scharfer Detailgenauigkeit.
Neben seinen fotorealistisch wirkenden Arbeiten umfasst
sein OEuvre abstrakte Malereien – Experimente mit farblichen und
haptischen Texturzwischenräumen.
Flyer

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Quadriennale Düsseldorf 2014 – Interview mit Geschäftsführerin Angela Eckert-Schweizer


Aufzeichnen

Quadriennale Düsseldorf 2014

Interview mit Angela Eckert-Schweizer, Geschäftsführerin Quadriennale GmbH

2006 fand die Quadriennale acht Monate lang über das Frühjahr und den Sommer hinweg statt; 2010 waren es vier Monate im Herbst und 2014 werden es vier Monate im Sommer sein. Wovon machen Sie die Termine der Quadriennale abhängig?

Die erste Quadriennale im Jahr 2006 war dezentral angelegt; die Ausstellungen eröffneten gestaffelt. Bei der Quadriennale 2010 wurde der Zeitraum gestrafft und auf ca. vier Monate begrenzt, um den Festivalgedanken deutlicher hervortreten zu lassen. Eine längere Laufzeit ist auch im Hinblick auf die Leihgaben, die zur Quadriennale ausgeliehen werden, nicht durchführbar. Viele hochkarätige Leihgaben sind nicht länger als vier Monate zu haben, das ist schon eine lange Zeit für die ausleihenden Häuser. Wir haben uns 2014 ausdrücklich für eine Verlegung der Quadriennale in das Frühjahr/den Sommer hinein entschieden. Die Quadriennale soll im Stadtbild sichtbar und mit einem breit gefächerten Begleitprogramm im Außenraum erlebbar werden. Dies ist in den warmen Monaten besser zu realisieren.

Wie planen Sie, das Sommerloch überbrücken?

Wir haben kein Sommerloch! Da wir inzwischen 13 Ausstellungshäuser sowie weitere Projektpartner und auch die Off-Szene mit dabei haben, ist es für Besucher über den gesamten Zeitraum hinweg interessant, die Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf zu besuchen.

Welches sind die Highlights der diesjährigen Quadriennale?

Natürlich stehen die Ausstellungen im Mittelpunkt der Quadriennale Düsseldorf. Mit den langen Nächten zur Quadriennale und einem weit gefächerten Begleitprogramm schaffen wir es darüber hinaus immer wieder neue Anreize zum Besuch der Quadriennale Düsseldorf zu schaffen.

Werden Galerien und Off-Spaces mit einbezogen?

Die Galerien werden sich mit einem langen Galerien-Abend am 05.04.2014 an der Quadriennale Düsseldorf beteiligen. Zudem sind wir eine Kooperation mit der Art.Cologne eingegangen, die u.a. eine gemeinsame Pressereise für Journalisten aus den Benelux Ländern sowie Themenführungen zu den Quadriennale-Ausstellungen für Besucher der Art.Cologne umfasst. Die Off-Szene wird sich mit einem eigenen Projekt beteiligen. Das Konzept hierzu wurde von Karl-Heinz Rummenige entwickelt. Ca. 20 Off-Räume werden gemeinsam ab dem 24.05.2014 in einem ehemaligen Baumarkt an der Oberbilker Allee die jüngsten Kunst- Positionen präsentieren.

Das Budget für die letzten beiden Quadriennalen betrug 5 Millionen Euro. Arbeiten Sie 2014 mit demselben Betrag? Wohin fließen die Gelder?

Das Budget der Quadriennale 2014 beträgt 4,2 Millionen Euro und entspricht damit dem Budget der letzten Quadriennale. Das Budget umfasst Zuschüsse zu den Ausstellungen und die Programmkosten sowie die Aufwendungen für die Kommunikation und die betrieblichen Aufwendungen der Quadriennale GmbH über einen Zeitraum von vier Jahren.

Wird die Quadriennale außerdem noch gefördert? Gibt es Sponsoren?

Der Etat von 4,2 Millionen Euro kommt ausschließlich von der Stadt Düsseldorf. Die Häuser selbst haben ihre eigenen Sponsoren, die ihre Ausstellungen finanziell unterstützen. Sponsor der Eröffnungsnacht der Quadriennale Düsseldorf 2014 ist die Stadtwerke Düsseldorf AG. Darüber hinaus sind wir Medien-Kooperationen eingegangen, und wir arbeiten eng mit den kulturtouristischen Partnern Düsseldorf Tourismus und NRW-Tourismus zusammen, die das Festival international bewerben.

Der Programmleiter Wolfgang Ullrich hat im September 2013 überraschend sein Amt niedergelegt. Woran lag dies, Ihrer Ansicht nach? Welche seiner Aufgaben können nun nicht mehr erfüllt werden?

Prof. Ullrich hat im Sommer vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen sein Amt abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt war das Konzept für die Quadriennale Düsseldorf 2014, das Herr Ullrich gemeinsam mit den Kuratoren und Kuratorinnen der Ausstellungen entwickelt, abgeschlossen. Die Museumsdirektionen haben in der Nachfolge seinen konzeptionellen Ansatz wunderbar gemeinsam umgesetzt.

Welche Vermarktungsstrategien werden durchgeführt / sind geplant?

Die Quadriennale Düsseldorf versteht sich als ein urbanes Festival, das den städtischen Raum berücksichtigt und das Außen als notwendige Ergänzung zum geschlossenen musealen Raum nutzt. Wir legen daher besonderen Wert auf ein umfangreiches Begleitprogramm zur Quadriennale, das im Stadtraum sichtbar wird. Künstlerische Interventionen im Stadtraum wie Urban Gardening, Urban Branding, Expeditions-Teams, drei lange Kunstnächste und ein umfangreiches Festival- und Vermittlungsprogramm unter dem Leitthema „Über das Morgen hinaus“, umgesetzt mit vielen Partnern, legen Zugänge zu den Ausstellungsthemen für alle Altersgruppen.

Was gab 2008 den Anstoß für die Gründung der Quadriennale GmbH? Welche Aufgaben hat sie seitdem erfüllt? Welchen Tätigkeiten geht die Quadriennale GmbH in den drei Jahren, in denen die Quadriennale nicht stattfindet, nach?

Die Quadriennale GmbH wurde Ende 2008 gegründet, weil zur Vorbereitung und Durchführung eines derart komplexen und umfangreichen Festivals eine schlanke Organisationsform mit kurzen Entscheidungswegen sinnvoll ist. Ein so großes Kunstfestival wie die Quadriennale benötigt für die Konzeption und Umsetzung einen mehrjährigen Vorlauf. Darüber hinaus ist die Quadriennale GmbH für die Vermarktung von „Art in Düsseldorf“ zuständig.

Haben sich Ihre Vorstellungen von der Quadriennale seit den ersten beiden Quadriennalen verändert?

Die Besonderheit der Quadriennale Düsseldorf ist, dass die führenden Museen und Ausstellungshäuser auf ein starkes, gemeinsames Leitthema einzahlen und die Besucher damit die einzigartige Möglichkeit haben, ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Diese Stärke betonen wir stärker als bei den zurückliegenden Quadriennalen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Stadt stärker mit einzubeziehen und die Menschen für die Kunst in Düsseldorf und die vielfältigen Angebote zu begeistern. Wir erleben bereits jetzt, dass dies die innere Haltung verändert. Beteiligung schafft Begeisterung und Identifikation. Davon wird Düsseldorf langfristig profitieren.

Wie stellen Sie sich die Zukunft der Quadriennale vor? Werden Sie in der Zukunft mit der derzeitigen Vorgehensweise zufrieden sein?

Ich wünsche mir, dass wir mit der Quadriennale Düsseldorf auf eindrucksvolle Weise deutlich machen, wie reich das kulturelle Angebot in Düsseldorf ist und welche Bedeutung Kunst und Kultur für die Stadt und ihre Lebensqualität und Attraktivität haben. Und ja, ich persönlich glaube, dass wir mit der Quadriennale Düsseldorf 2014 dem „Fest der bildenden Kunst“ ein Profil gegeben haben, das ihm dauerhaft einen festen Platz im nationalen und internationalen Kulturkalender ermöglicht.



Die Quadriennale Düsseldorf ist ein Festival der Bildenden Kunst, das seit 2006 alle vier Jahre über mehrere Monate in Düsseldorf stattfindet. Verantwortet wird es seit 2008 von der Quadriennale GmbH, deren alleinige Gesellschafterin die Landeshauptstadt Düsseldorf ist. Die Geschäftsführung der Quadriennale GmbH liegt bei Hans-Georg Lohe und Angela Eckert-Schweizer. Unter einem gemeinsam entwickelten Leitthema konzipieren die renommierten Kunstmuseen, Ausstellungshäuser und Galerien der Stadt einzigartige Werkschauen, Präsentationen und ein umfangreiches Begleitprogramm. Partner aus anderen Sparten werden eingeladen, sich an dem Festival zu beteiligen. Die erste Quadriennale fand 2006 unter dem Thema „Der Körper in der Kunst“ statt (Besucherzahlen: 380.000); 2010 folgte „Kunstgegenwärtig“ (Besucherzahlen:250.000). Das Leitthema der Quadriennale 2014 lautet Über das Morgen hinaus, für dessen Umsetzung ein Budget von über vier Millionen Euro von der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Verfügung gestellt wird. www.quadriennale-duesseldorf.de<




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Kunstraum-unten zeigt Zeichnungen und Aquarelle von Yun Nam

Menschenbilder und Menschlichkeit contra Maschine stehen für die 1991 geborene Yun Nam im Vordergrund ihrer Ausstellung in Bochum im „Kunstraum-unten“, die am Freitag, 10.Januar 2014 um 19:00 Uhr eröffnet wird und bis zum 14.Februar gezeigt wird.
Die junge Künstlerin verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Osnabrück, durchlief einen Großteil ihrer Ausbildung in den bildenden Künsten aber in ihrer südkoreanischen Heimat. Seit 2009 ist sie Studentin an der Kunsthochschule Kassel.
Yun Nams handwerkliche Fähigkeiten stehen außer Diskussion. Die gezeigten Arbeiten aus verschiedenen Tusche- und Aquarellserien der letzten Jahre zeugen von ihrem hohen Können, das sich besonders durch eine ausgesprochen feine Arbeitsweise und technische Genauigkeit auszeichnet.
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Trotzdem mag sich nicht jeder den Szenerien stellen, die die Künstlerin ausbreitet. Ihre Motive haben es in sich. Wer sich den Bildern der südkoreanischen Künstlerin Yun Nam nähert, braucht oft starke Nerven. Ihre Motive sperren sich gegen voreilige Vereinnahmungen und bleiben auch einem gutwilligen Publikum gegenüber manchmal spröde und abweisend. Bisweilen erfordert es sogar Überwindung, nach dem ersten flüchtigen Blick einen zweiten folgen zu lassen. Dies gilt für die Schwarzweiß-Zeichnungen, die mit raffiniertem Strich seltsam deformierte und in Verwandlungsprozessen befindliche Figuren zeigen. Verdreht und verknotet, fügen sich die Abgebildeten zu neuen Konstellationen, wachsen zusammen oder durchdringen einander.
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Auf anderen Bildern der Künstlerin Yun Nam sind seltsame Prozesse um Transformation und Verwandlung im Gang, deren Anfang unbestimmbar und deren Ausgang unvorhersehbar ist. Die Künstlerin versteht es, ihre Inhalte stets aufs neue in eine phantastische und damit zeitlose Form zu überführen, da sich ihre Realitätsvorstellung nicht in der planen Abbildung des Gegebenen erschöpft.
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Das gilt auch für die 4 rundgemalten Bilder, welche jeweils eine OP-Szene darstellen und durch eine enorme Farbigkeit bestechen. Es sind ausschnitthafte Einblicke, in denen die Künstlerin Menschlichkeit und Maschine in ihrer Gegensätzlichkeit konstituiert. Die organischen Elemente der Bilder definieren den Menschen als empfindendes und empfindliches, autonomes Wesen.
Yun Nams Bilder gehen im wörtlichen Sinn „unter die Haut“. Dorthin blickt niemand gern. Hier wird nicht der schöne und im erotischen Sinn attraktive Körper gezeigt, sondern das, woraus der Mensch tatsächlich gemacht ist. Konträrer zum Zeitgeist, der beharrlich die Anmut der schönen Oberfläche feiert, kann man nicht liegen.

Kunstraum-unten
Hattinger Straße 1 / Zwischenebene der U-Bahnstation Schauspielhaus, 44789 Bochum

Ausstellungsdauer: 10.01.2014 – 14.02.2014
Öffnungszeiten: Di und Fr 15:30 – 18:30 und nach Vereinbarung

www.kunstraum-unten.de
www.facebook.com/kunstraum.unten
yunnam1991.blogspot.de/

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7./8.12. Düsseldorf: Vorweihnachtl. Kunstverkauf im Kunstraum Brunnen 10

Kunstraum Brunnen 10: Vorweihnachtlicher Kunstverkauf zu fairen Preisen

Zum Facebook-Event


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Liebe Kunstliebhaber,

am 7. & 8. DEZ haben Kunstfreunde Gele-
genheit Gemälde des in Düsseldorf lebenden und arbeitenden Künstlers Sven Blatt direkt ab Atelier zu fairen Preisen zu erwerben. Es stehen sowohl zahlreiche abstrakte als auch gegenständliche Werke in Öl zur Auswahl, darunter auch viele für den etwas kleineren Geldbeutel (ab 40 EUR) – es gelten weihnachtliche Sonderpreise!

Wenn Sie also noch auf der Suche nach einem schönen, individuellen Weihnachtsgeschenk für ihre Lieben sind oder sich vielleicht auch gerne selbst beschenken möchten, dann schauen Sie doch mal rein. Sie sind herzlich eingeladen, sich die bei Kaffee und Kuchen in aller Ruhe umzuschauen.


Kö_56-35KBVeranstaltungsort ist der KUNSTRAUM BRUNNEN 10, der Künstler ist anwesend.

 
Öffnungszeiten
Sa., 07.12.: 15 – 18h
So., 08.12.: 14h – 17h



 


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Playing The SaxBougainville




KUNSTRAUM BRUNNEN 10
Brunnenstr. 10
40223 Düsseldorf

www.kunstraum-brunnen-10.com

Nähe Düsseldorf Arcaden
(zwischen Sack&Pack und Metropol-Kino)



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Ausstellungseröffnung von Silvia Springorum am 08.11.13in der Burg Wegberg

Einladung zur Ausstellungseröffnung in der Burg Wegberg
Einladung zur Ausstellungseröffnung in der Burg Wegberg
Silvia Springorum
Silvia Springorum
Der Blick der Malerin Silvia Springorum streunt umher und wird angezogen von ganz alltäglichen Dingen, die sie in realistischer Weise malt. Dabei erhält der erlebte Moment eine neue Form. Es entsteht ein poetisches Portrait des modernen Alltags, dessen Grau durch Farben und Kontraste spielerisch gesprengt wird.

Die Ausstellung “ Der streunende Blick “
wird am 08. November 2013 in der „Burg Wegberg“ in 41844 Wegberg eröffnet.

Aktuelle Arbeiten finden Sie unter www.springorumkunst.wordpress.com

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Internationaler Weihnachtlicher Kunstmarkt im Alten Pfandhaus

Internationaler Weihnachtlicher Kunstmarkt im Alten Pfandhaus  

29. 11 – 01. 12. 2013    

Der Internationale Kunstmarkt 2013 findet am 29.November – 01.Dezember. 2013 in Köln im Alten Pfandhaus statt.

Ausgewählte internationaler und nationaler Künstler präsentieren hochwertige Kunst. 

Besonderheiten des Kunstmarktes  im Alten Pfandhaus 

° Internationale und nationale Künstler.

° Kontakt zwischen Interessenten, Künstlern und Publikum.

° Die ausstellenden Künstler präsentieren: Malerei, Fotografie, Design, Objekte, Grafik, Karikatur

Ausstellende Künstler 

Franziska Becker. Helen Efe Doghor-Hötter, Asuman Hasircioglu, Arek Garcia, Claudia Hiddemann Holthoff, Ulla Horký, Laura Hötger, Gloria Keller, Andreas Kerstan, Ursula Möseler, Angelika Oedingen, Christine Pohl, Waltraut Reis, Anika Karacic, Roswitha Schumacher-Kuckelkorn, Wieslawa Stachel, Brita Söltzer, Traudel Stahl, Gisela Überall, Mongi Taleb, Ingeborg Thistle, Claudia Weyrich, New Talents: Anastasia Menska , Alex Ramme

VERNISSAGE Freitag,  29. November , 18:00 Uhr im Alten Pfandhaus    

Öffnungszeiten:

Freitag,      29.11.2013, 18:00-21:00

Samstag,   31.11.2013, 11:00-20:00 Uhr

Sonntag,   01.12.2013, 11:00-19:00 Uhr

Veranstaltunsgsort:

Altes Pfandhaus

Kartäuserwall 20

50678 Köln

Anfahrt:

Bus & Bahn: (Haltestelle Chlodwigplatz)

Busse 106, 132, 133

Bahnen 15, 16,

Parkmöglichkeiten:

öffentl. Tiefgarage am Rheinauhafen (2000 Plätze) (5 Gehminuten).

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KUNSTPUNKTE Düsseldorf 2013 – aus flächendeckendem (Punkte-)Firmament wird Flickenteppich, mediales Desinteresse

KUNSTPUNKTE Düsseldorf – kein Selbstläufer mehr?

Schaut man sich der Tage die (Online-)Medienresonanz zu den KUNSTPUNKTE Düsseldorf 2013 nach der ersten Hälfte der Veranstaltung an (der Düsseldorfer Süden machte letztes Wochenende den Anfang), fällt das Ergebnis sehr ernüchternd aus: kein einziges Online-Medium (auch keine Online-Zeitungsausgaben wie www.rp-online.de ) bringt eine Nachberichtserstattung nach dem Motto “Wie war das erste KUNSTPUNKTE-Wochenende“. Was man findet sind lediglich vorab veröffentlichte Veranstaltungshinweise aber keine Vorort-“Erfahrungsberichte“. Aus der reinen Online-Recherche könnte man also durchaus den Schluss ziehen, dass die KUNSTPUNKTE (zumindest für 2013) bislang von den Online-Medien ignoriert worden sind.

Betreibt man nun Ursachenforschung kann man nur Vermutungen aufstellen, woran eine stärkere Medienpräsenz der KUNSTPUNKTE (dieses Mal?) gescheitert ist. Zum einen mag dies sicherlich daran liegen, dass diese vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf dankenswerter ins Leben gerufene Veranstaltung mit nun 17 Lenzen doch so langsam in die Jahre gekommen ist und damit ganz einfach der natürliche Schwund beim Nachrichtenwert dieses Events eingesetzt hat. Zum anderen dürfte aber auch ein absolut überfüllter Veranstaltungskalender am vergangenen Wochenende einfach dazu geführt haben, dass die Ressourcen der Medien für die KUNSTPUNKTE schlichtweg erschöpft waren.

Es fing bereits mit der VOGUE Night Düsseldorf an, die mit illustren Namen wie Wolgang Joop als Zugpferdchen an die Kö lockten (rp-online bringt danach einen Fotobericht). Dann gab es da natürlich noch den “Bürgerblockbuster“ schlechthin: das Bürgerfest der Stadt Düsseldorf zum 725 jährigen Stadtjubiläum. Klar, dass von den Medien für dieses zentrale Event eine “Full-Coverage“ angestrebt wurde – da bleibt natürlich weder der Platz noch das Personal, um hier noch eine in die Jahre gekommene Kunstveranstaltung abzudecken. Selbst wer an diesem Wochenende nach einer alternativen Kunstveranstaltung suchte, der konnte bedient werden: von Freitag (6. Sept) bis Sonntag (8. Sept) fand die dc open 2013, die “Offenen Galerien Düsseldorf Köln“ statt. Bei dieser Fülle an Veranstaltungen müssen Redaktionen dann natürlich Prioritäten setzen. Überraschend ist nur, dass es den planerischen Gremien der Stadt bzw. den Veranstaltern untereinander nicht gelungen war, sich terminlich besser zu koordinieren (oder wollte man das am Ende sogar bewusst nicht).

Für die KUNSTPUNKTE selbst schlage ich dem Kulturamt vor, dass man sich mal mit Repräsentanten aus der teilnehmenden Künstlerschaft zusammen setzt, um das Konzept der KUNSTPUNKTE zu überarbeiten, z. B. wie man einer immer stärkeren Tendenz der Fokussierung auf die großen Atelierhäuser der Stadt entgegenwirken könnte. Aus dem ursprünglich flächendeckenden Konzept gleichberechtigter Ateliers ist längst eine Ghetto-Veranstaltung mit einigen Hotspots oder Kunstmeilen geworden, bei dem für ein Atelier alleinig angemeldete Künstler in die Bedeutungslosigkeit abgedrängt werden. Aus einem einstmals flächendeckenden (Punkte-)Firmament ist längst ein Flickenteppich geworden (von den herausgenommenen Randbezirken einmal ganz zu schweigen). Das noch relativ junge Konzept, dass die sog. OFF-Räume bereits freitags zu sich einladen, verstärkt leider diesen Effekt noch zusätzlich. Wie wäre es z. B. mit einer Kooperation mit der Rheinbahn in der Frage der Besucherlogistik statt des Einsatzes des Bus-Shuttles, der nur Ateliers von Kulturamts Gnaden anfährt? Wie wäre es mit einer Smartphone-App, die die Besucher von Kunstpunkt zu Kunstpunkt navigiert? Der wichtigste Punkt aus meiner Sicht wäre allerdings eine bessere Terminkoordination der Veranstalter untereinander.

Die Ateliers selbst sollten sich auch mal überlegen, wie sie die Besucherfrequenzen zwischen ihren Standorten verbessern könnten – da muss man dann halt auch mal wieder etwas mehr “Wir-Denken“ zwischen den Ateliers her.

Für den Düsseldorfer Norden bleibt nun für das kommende Wochenende zu hoffen, dass es ihnen besser ergeht und sie bei den Medien dankbar als Füller für ein “Saure-Gurken-Wochenende“ dienen können.