contemporary art ruhr (C.A.R.) in Essen (30.10.-1.11.2015)


contemporary art ruhr (C.A.R.)



30.10. bis 1.11.2015, Welterbe Zollverein, Essen



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contemporary art ruhr (C.A.R.) 2015, die innovative Kunstmesse, 30.10. bis 1.11.2015, Welterbe Zollverein, Essen

Im neunten Jahr der C.A.R. erwartet die Besucher der größten Kunstmesse der Ruhr-Region ein pulsierendes Programm der Sonderklasse: Galerien, Künstler und Kunstprojekte aus der Region, aus ganz Deutschland und aus aller Welt, aus Südkorea, Rumänien, Schweden, Italien, den Niederlanden oder Belgien, präsentieren vom 30.10.-1.11., in fünf Hallen 5, 6, 8, 12 und 35 (SANAA-Gebäude) auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen zeitgenössische Kunst aller Disziplinen – ob Malerei, Skulptur, Fotografie, Installationen oder Video- und Performancekunst.



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Die innovative Kunstmesse und Verkaufsschau wendet sich an ein junges, kunstinteressiertes Publikum genauso wie an den angehenden oder bereits erfahrenen Kunstammler und präsentiert Kunst, die überraschend, unverwechselbar und auch bezahlbar ist. C.A.R. stellt vom Newcomer bis zum etablierten Künstler einen pulsierenden Kunstmarkt mit seinen vielen Facetten vor. Zahlreiche Neuzugänge aus dem In-und Ausland und auch die hiesige Galerie-Szene präsentieren sich in Essen. Sieben Sonderausstellungen, Länder-Specials und ein geballtes Rahmenprogramm sind zu erleben.

www.contemporaryartruhr.de, mail@contemporaryartruhr.de
http://www.facebook.com/contemporaryartruhr

contemporary art ruhr (C.A.R.) 2015, 30. Oktober bis 1. November 2015, die innovative Kunstmesse, Welterbe Zollverein, Areal A, Gebäude A 5, A 6, A 8, A 12, sowie A 35 (SANAA-Gebäude)

Öffnungszeiten
Freitag: 30. Oktober, Offizielle Eröffnung & Vernissage: 20:00 Uhr (Karten zur Eröffnung an den Kassen erhältlich)
Messetage:
Samstag: 31. Oktober 2015, 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Sonntag: 1. November 2015, 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Welterbe Zollverein, Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

Eintritt je Veranstaltungstag (von Freitag bis Sonntag): je 12,- €, erm. 10,-€

Literarische Führungen: Frank Schablewski, 0211 795 21 12 & 0178 292 33 98




UNESCO-Welterbe Zollverein Geländeplan



MUSEUM KUNSTPALAST: Ausstellung „ZURBARÁN“ (ab 10.10.2015)


ZURBARÁN - Meister der Details



10.10.2015–31.1.2016




Nach den erfolgreichen Ausstellungen zu Caravaggio (2006) und El Greco (2012) widmet das Museum Kunstpalast ab Herbst 2015 dem spanischen Maler Francisco de Zurbarán (Fuente de Cantos 1598–1664 Madrid) eine umfangreiche Sonderschau. Die mit 71 wertvollen Leihgaben aus zahlreichen internationalen Museen, aus spanischen Klöstern und Kirchen – wie der Kathedrale von Sevilla, dem Metropolitan Museum (New York), dem Museo del Prado (Madrid), der National Gallery (Washington / London), der Alten Pinakothek (München) sowie aus privaten Sammlungen – bestückte Retrospektive zeigt den Künstler erstmals im deutschsprachigen Raum.

Das Spektrum der in enger Zusammenarbeit mit dem Museo Thyssen-Bornemizsa, Madrid, entstandenen, in Düsseldorf von Beat Wismer zusammen mit Mar Borobia, Museo Thyssen-Bornemisza, und der Zurbarán-Expertin Odile Delenda kuratierten Werkschau, reicht von frühen Arbeiten bis hin zu den späteren Meisterwerken. Gezeigt werden in der stimmungsvoll inszenierten Ausstellung neben Hauptwerken aus bekannten Museumssammlungen auch Gemälde, die bislang noch nie oder nur selten in der Öffentlichkeit zu sehen waren, dazu Neuentdeckungen sowie erst jüngst restaurierte Werke.
Erstmals gezeigt wird zudem auch eine Auswahl von acht faszinierenden Stillleben aus dem kleinen Œuvre des in der väterlichen Werkstatt ausgebildeten hochbegabten Juan de Zurbarán (1620–1649) .

Francisco de Zurbarán Santa Casilda, ca. 1635 Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm,  Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid  © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Francisco de Zurbarán

Francisco de Zurbarán
Santa Casilda, ca. 1635
Öl auf Leinwand, 171 x 107 cm,
Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
© Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
Francisco de Zurbarán

Francisco de Zurbarán verbrachte den Großteil seines Lebens in Sevilla, wo er eine Vielzahl von religiösen Einzelwerken, aber auch Zyklen für zahlreiche Klostergemeinschaften schuf. Sowohl seine stillen Andachts- und Altarbilder als auch seine skulptural wirkenden Bildfiguren weiblicher Heiliger zeigen Zurbarán als ausgesprochenen Meister einer virtuosen Licht-Schatten-Modellierung. Im Gegensatz zu den Darstellungen von Mönchen in asketischer Strenge strömen seine Bildnisse von in kostbaren Roben gekleideten weiblichen Heiligen stets einen andalusisch anmutenden, fast modisch weltlichen Charme aus.

Die Bewunderung der vor 400 Jahren, während des Goldenen Zeitalters Spaniens entstandenen Kunst von Zurbarán hält bis heute an. Würdigte der spanische Kunsthistoriker Antonio Palomino im 18. Jahrhundert Zurbarán noch als „spanischen Caravaggio”, so rief der surrealistische Künstler Dalí im 20. Jahrhundert: „Achtung! Zurbarán wird uns jeden Tag ein wenig moderner vorkommen und noch viel entschiedener als der italianisierende Greco ein Sinnbild des spanischen Genies sein.“

Für den italienischen Kunsthistoriker Roberto Longhi galt Zurbarán als „der größte Konstrukteur von Form mittels Licht nach Caravaggio und vor Cézanne“, für den Schriftsteller Cees Nooteboom ist er „der Maler-Zauberer“, Neo Rauch würdigt Zurbarán als einen Maler „der das Licht um die Gegenstände herumlegt und sie dadurch kraftvoll herausmodelliert.“

Nach Restaurierung des Bildes: Francisco de Zurbarán, Heiliger Franziskus in Meditation, ca. 1630-35, Öl auf Leinwand, 124,5 x 163,5 cm, Museum Kunstpalast, © Museum Kunstpalast – Horst Kolberg – ARTOTHEK

Nach Restaurierung des Bildes: Francisco de Zurbarán, Heiliger Franziskus in Meditation, ca. 1630-35, Öl auf Leinwand, 124,5 x 163,5 cm, Museum Kunstpalast, © Museum Kunstpalast – Horst Kolberg – ARTOTHEK

Es mag überraschen, einen Barockmeister als artist‘ artist zu bezeichnen, tatsächlich aber ist der Begriff, der ja unter Künstlern als Ehrentitel gilt, bei Francisco de Zurbarán absolut berechtigt. Der Maler ist außerhalb Spaniens einem breiten Publikum noch wenig bekannt; wer ihn allerdings kennt, und dazu gehören gerade auch viele zeitgenössische Künstler, begegnet seinem Werk mit Hochachtung. Zurbaráns Gemälde können von asketischer Strenge ebenso wie von warmer Innigkeit geprägt sein, seine Darstellungen basieren auf einem strengen Bilddenken, das man gerne mit Begriffen aus der modernen Kunst umreißen möchte. Dies gilt auch für seine exquisiten Stillleben, die meist Teil einer größeren Komposition sind; erstmals können wir dazu auch eine größere Werkgruppe seines früh verstorbenen Sohnes Juan de Zurbarán zeigen, der sich ganz auf die Stillleben-Malerei spezialisiert hatte. Dass wir nach der El Greco-Ausstellung von 2012 nun diese Ausstellung zeigen können, bedeutet für mich persönlich nicht weniger als die Realisierung eines lang gehegten Traumes. (Beat Wismer, Generaldirektor Museum Kunstpalast, Kurator der Ausstellung)

Dem auf religiöse Themen und christliche Motive spezialisierten Maler Zurbarán gelang es in der Zeit der Gegenreformation wie kaum einem anderen, in seiner Kunst die mystische Konzeption des Glaubens in nachhaltig beeindruckender Weise wiederzugeben. In seinem Œuvre findet sich neben Gemälden von asketischen Mönchen, z. B. von Dominikaner-, Franziskaner- und Kapuzinerorden, eine Vielzahl von elegant gekleideten Frauenbildnissen, die dem heutigen Betrachter, u. a. mit ihren auf Tellern präsentierten Augäpfeln, rätselhaft erscheinen, und sich schließlich vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Heiligenlegenden als christliche Märtyrerinnen offenbaren.

Francisco de Zurbarán Santa Lucía, um 1645-1650 Öl auf Leinwand, 183 × 111,5 cm

Francisco de Zurbarán
Santa Lucía, um 1645-1650
Öl auf Leinwand, 183 × 111,5 cm

Für die Auftraggeber dieser Gemälde war der sinnliche Effekt für den Betrachter, das realistische Nachempfinden der heiligen Männer und Frauen bzw. des Heilsgeschehens von großer Bedeutung. Ergriffenheit, Schock im Angesicht dieser religiösen Malerei war intendiert.

Mit seinem ästhetischen Naturalismus und den poetischen Anklängen in seinen Heiligen- und Altarbildern galt Zurbarán bereits früh als ein Ausnahmekünstler, dem es virtuos gelang, die haptische Qualität eines Lammfells eben so wie die stofflichen Eigenschaften von Wolle, Seide oder Brokat und den Faltenwurf der unterschiedlichen Gewänder malerisch überzeugend zum Ausdruck zu bringen.
„Sie sind nicht nur der Maler des Königs, sondern auch der König der Maler“, soll Philipp IV, König von Spanien, dem hoch geachteten Zurbarán einmal zugerufen haben.

Im Museum Kunstpalast gehört Zurbaráns Heiliger Franziskus in Meditation zu den wichtigen barocken Meisterwerken in der ständigen Sammlung. Das Gemälde hat einen besonderen Stellenwert: Es ist eines der nur fünf authentischen Werke Zurbaráns in öffentlichen Sammlungen in Deutschland und erst jüngst mit Unterstützung des TEFAF Museum Restoration Fund restauriert worden.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von S. M. König Felipe VI. von Spanien und von Bundespräsident Joachim Gauck.

Sponsoren:
Banco Santander, E.ON, Kunststiftung NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Ausstellungsumfang:
71 Werke von Francisco de Zurbarán
8 Werke von Juan de Zurbarán

Öffnungszeiten:
Di-So 11–18 Uhr, Do 11–21 Uhr, Mo geschlossen
Feiertage 11–18 Uhr,
Weihnachtsfesttage und Neujahr 13–18 Uhr
Heiligabend und Silvester geschlossen

Eintrittspreis pro Person:
Regulär: 12 €, ermäßigt 9,50 €
Gruppenermäßigung ab 10 Personen: 9,50 € p. P.
Kinder bis 6 Jahre frei, Kinder von 7–17 Jahre: 1 €

Deutsche Bahn:
Der Sparpreis Kultur der deutschen Bahn ist erhält lich ab sofort unter www.bahn.de/kultur

Führungen mit Gebühr:
5 € + erm. Eintritt, Anmeldung erforderlich, Platzreservierung
samstags und sonntags, 14 Uhr, donnerstags 18 Uhr

Gruppenführungen:
60 Minuten: 75 €, zzgl. Eintritt pro Person
Führungen auch in englischer, französischer, spanischer, italienischer und russischer Sprache buchbar.
Fremdsprachenzuschlag: 10 €
Gruppengröße: max. 20 Personen
Fremdführungsgebühr: 26 € / Fremdführungen sind nur nach
Voranmeldung möglich, die Eintritte sind vor Ort an der Kasse
zu entrichten.

Infos/Buchungen:
T +49 (0)211-566 42 160
F +49 (0)211-566 42 914
bildung@smkp.de

Katalog:
Der von Beat Wismer mit Odile Delenda und Mar Borobia herausgegebene Katalog erscheint im Hirmer Verlag. Umfang ca. 300 Seiten, ca. 170 Farbabbildungen Preis: Museumsausgabe: 39,90 €, Buchhandelsausgabe ca. 49, 90 €

Audioguide:
In deutscher und englischer Sprache mit Einspielung barocker Musik, 60 Min., 3 € Film: Zur Ausstellung erscheint ein Film zum Werk von Zurbarán. Filmisch dokumentiert sind u. a. Schauplätze seines Wirkens in Spanien, wie das Kloster in Guadalupe, und die Restaurierung des zur Sammlung des Museum Kunstpalast gehörenden Gemäldes Heiliger Franziskus in Meditation. Preis: ca. 15 €





MUSEUM KUNSTPALAST: Ausstellung Erika Kiffl – Fotografie (ab 7.8.2015)


Erika Kiffl - Fotografie. Von Ai Weiwei bis Gerhard Richter

Kuratorin: Anne Rodler



07.08. – 18.10.2015




Mit etwa 100 Fotografien widmet das Museum Kunstpalast der bedeutenden Chronistin der Düsseldorfer Kunstszene seit den 1960er Jahren, der Fotografin Erika Kiffl (*1939 in Karlsbad, heute Tschechien), eine Einzelausstellung. Erika Kiffl kam im jugendlichen Alter nach Düsseldorf, studierte Grafik in Krefeld sowie Gebrauchsgrafik an der hiesigen Kunstakademie und entschied sich nach verschiedenen Tätigkeiten in der Werbe- und Modebranche für die freie Fotografie.

Nach der Flucht aus der Tschechoslowakei im Jahr 1946 verbrachte Erika Kiffl ihre Kindheit bis 1951 in Österreich. In den Jahren 1979 und 1980 kehrte sie hierher zurück und besuchte u.a. die Künstler Arnulf Rainer und Hermann Nitsch in ihren Ateliers. Zahlreiche Reisen führten die engagierte Fotografin zudem nach Polen zur Zeit der Solidarność-Bewegung. Ihre Aufnahmen der Vorbereitungen zu den „Dialog“-Ausstellungen 1989 in Düsseldorf und 1990 in Warschau vermitteln einen Eindruck des engen Austausches, der zwischen deutschen und polnischen Künstler stattgefunden hat.

„Erika Kiffl geht mit ihrer Kamera an die Entstehungsorte der Kunst. Sie selbst bezeichnet ihr fotografisches Arbeiten als „work in process“, „als das Aufspüren und Festhalten des kreativen Moments“. (Anne Rodler, Kuratorin). Ihre Künstlerfotos zeigen stets die Einheit von Ort, Person und Ereignis in der Kunstszene. Sie hat die Aktivitäten der Kunstakademie ebenso begleitet wie Ausstellungen des Kunstpalasts. Künstler wie Gotthard Graubner, Gerhard Hoehme, Gerhard Richter, Ulrike Rosenbach und Günther Uecker hat sie in ihren Ateliers fotografiert, lange bevor sie berühmt wurden.

Erika Kiffl Gerhard Richter in seinem Atelier Fürstenwall, Düsseldorf, 1967 Farbfotografie auf Aludibond, 50 x 50 cm  Stiftung Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf  © Erika Kiffl, 2015  © Gerhard Richter, 2015

Erika Kiffl
Gerhard Richter in seinem Atelier
Fürstenwall, Düsseldorf, 1967
Farbfotografie auf Aludibond, 50 x 50 cm
Stiftung Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf
© Erika Kiffl, 2015
© Gerhard Richter, 2015



1995 schuf Erika Kiffl in China eine umfangreiche Serie von Fotos junger Künstlern, die zu dem geplanten, aber nicht realisierten Kulturfestival „China Heute“ in München 1996 eingeladen waren. (Da in einem begleitenden Veranstaltungsprogramm chinesische Regimekritiker zu Wort kommen sollten, wurden 180 Künstlern, die auf dem Festival einen Querschnitt durch die junge, zeitgenössische Künstlerszene darstellen sollten, die Ausreise nicht gestattet.) Kiffls Aufnahmen aus den Ateliers von Ai Weiwei, Zeng Fanzhi, Jiang Jie sind bedeutende Zeugnisse von Kulturdialog, der von chinesischer Seite abgebrochen wurde.

Erika Kiffl Ai Weiwei, Peking 1995 Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf © Erika Kiffl 2014

Erika Kiffl Ai Weiwei, Peking 1995 Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf © Erika Kiffl 2014


„Die Arbeiten von Erika Kiffl sind gewollt Kunstdokumentationen im doppelten Sinne: Sie sind Dokumentationen von Kunst, aber auch Dokumentation, die Kunst ist. Diese Bilder sind Denkanstöße, zum Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit, von Mensch, Kunst, Raum, Inszenierung beispielsweise. Gleichzeitig helfen sie dem Unbeteiligten, überhaupt einen Einblick in das Leben zu erhalten, das mit der Kunst untrennbar verbunden ist.“ (Beat Wismer, Generaldirektor Museum Kunstpalast)

Erika Kiffl
Gotthard Graubner im Kunstpalast, Düsseldorf
1977
Silbergelatine auf Barytpapier, 29,1 x 29,1 cm
Museum Kunstpalast, AFORK, Düsseldorf
© Erika Kiffl, 2015
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2015



Die Ausstellung gibt mit ca. 100 Fotografien einen Überblick über Kiffls künstlerisches Lebenswerk seit 1964. Alle Fotos gehören zum Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK), das im Museum Kunstpalast beheimatet ist.

Erika Kiffl ist eine der Initiatoren dieses 2003 gegründeten und von der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kunststiftung NRW maßgeblich unterstützten Archivs. Inzwischen ist das AFORK zu einer gefragten Anlaufstelle für Forscher und Interessierte, die sich mit der rheinischen Kunstszene beschäftigen, geworden. Ca. 1000 Fotografien werden von Erika Kiffl in diesem einzigartigen Archiv aufbewahrt und finden so auch Eingang in das Bildgedächtnis derer, die den Kunstkontext nicht selbst miterleben konnten.



Eröffnung:
Donnerstag, 6.8.2015, 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Di – So und feiertags 11 – 18 Uhr, Do 11 – 21 Uhr, Mo geschlossen

Tickets:
5 €, erm. 4 €

Kuratorenführung:
Do, 27.8.2015, 18 Uhr

Öffentliche Führungen:
So, 6.9. und 27.9.2015, jeweils um 15 Uhr

Konzert im Rahmen der Blauen Stunde
Duo SeidenStrasse
Do, 17.9.2015, 19 Uhr

Kurzführung
Zum Kunstwerk des Monats
Mi, 7.10.2015 + Do, 8.10.2015, jeweils 12.30 Uhr
Gebühr: 3 €

Katalog
Erika Kiffl. Fotografie 1964 - 2014 / hrsg. von Daniel Marzona. Distanz Verlag Berlin 2014. 208 Seiten. Mit Beiträgen von Ingrid Bachér, Renate Buschmann, Dietmar Elger, Robert Fleck, Gregor Jansen, Hans-Georg Lohe, Jutta Mattern, Ulrike Merten, Vanessa Sondermann, Raimund Stecker, Stephan von Wiese, Beat Wismer. Preis: 34,90 €





Ausloten von Schnittstellen – Das Tanzfestivals „Tanz im August“ in Berlin


Tanzfestival TANZ IM AUGUST in Berlin



Die Schnittstellen ausloten - Bildende Kunst und Tanz sowie die asiatische Tanzszene stehen im Mittelpunkt des bedeutendsten deutschen Tanzfestivals ‚Tanz im August‘ in Berlin

Ein Gastbeitrag von Susanne Braun





"Available Light" by Lucinda Childs, John Adams and Frank Gehry from Larry Murray on Vimeo.


1983 hat das ‚Museum of Contemporary Art‘ in Los Angeles seinen Ausstellungsraum ‚Temporary Contemporary‘ mit ‚Available Light‘ von John Adams, Lucinda Childs und Frank O. Gehry eröffnet, in diesem Jahr ist die Europapremiere bei der Eröffnung des 27. internationalen Tanzfestivals am 13. August im ‚Haus der Berliner Festspiele’ zu sehen. Darüber hinaus bieten die Veranstalter dem Publikum an diesem Abend eine Ausstellung auf einer Bühne, ein 24-Stunden-Event und eine architektonische Installation in einem Theater und demonstrieren mit dieser Auswahl ganz deutlich, dass klare Grenzen zwischen den Genres oft nicht zu ziehen sind. Da erscheint es nur folgerichtig, dass die Bilder der ‚Sammlung Haubrock‘, die Werke von Carol Bove, Olafur Eliasson, Elmgreen & Drahtes oder Philippe Pardon beinhaltet, nur einen Tag lang in ‚HAU1‘ des ‚Hebbel am Ufer‘ zu sehen ist und deufert&plischke etwa 24 Stunden lang die Grenzen zwischen Kunst, Künstler und Publikum verschwinden lassen, um heraus zu finden, ob das Theater ein Ort für bürgerliches Engagement sein kann.

Virve Sutinen, künstlerische Leiterin des Festivals, betont bei der Präsentation des Programms, dass es zwar keinen thematischen Schwerpunkt im strengen Sinne gebe, aber eine besonders hohe Anzahl der rund 60 Veranstaltungen drehten sich um die Beziehung zwischen Bildender Kunst und Tanz, die asiatische Tanzszene und die ‚Ikone des New Dance‘ Rosemary Butcher. In diesem Jahr hat der Hautpstadtkulturfonds seine Zuschüsse um 200.000€ erhöht und dadurch ein vielfältigeres Programm mit mehr Uraufführungen als sonst möglich gemacht. „Die gezeigten Arbeiten sprechen für sich selbst und es ist meine Überzeugung, dass Kunst komplizierte Wirklichkeiten entwirren und so dem Unbekannten eine Form geben und eine Stimme verleihen kann. Kunst und besonders Tanz ermöglichen es uns, die Welt mit den Augen eines anderen zu betrachten und etwas zu fühlen, zu sehen und zu erfahren, wofür uns noch die Begriffe fehlen", äußerte sich Virve Sutinen zu der Bedeutung des Festivals.



After The Last Sky from Rosemary Butcher on Vimeo.


Choy Ka Fair lässt in seinem Dokumentationsfilm ‚Soft Machine: Surjit Nongmeikapam (India) & Rianto (Indonesia)‘ die asiatische Tanzszene in 86 Interviews aus China, Indien, Indonsien, in diesem Jahr außerdem ‚Ehrengast der Frankfurter Buchmesse‘, Japan und Singapur selbst zu Wort kommen. Eisa Jocson zeigt in ihrem Stück ‚Host‘ weibliche und transgender Hostessen, die in japanischen Clubs eine Form von Weiblichkeit inszenieren, die an die japanische Geisha-Tradition anknüpft. Die ‚Korea National Contemporary Dance Company‘ und der Choreograf Ahn Aesoon beschäftigen sich in ‚Bul-ssang‘ mit den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Ost und West.

Aber es verschwimmen nicht nur die Grenzen zwischen den künstlerischen Genres, sondern auch zwischen Menschen und Maschinen sowie Kunst und Physik. Bei Antony Hamilton und Alisdair MacIndoe geben 64 computergesteuerte Maschinen den Rhythmus vor, wohingegen Cie Gilles Jobin in seinem Stück ‚Quantum‘ aus Physik Tanz macht, wofür er drei Monate am europäischen Forschungszentrum für Kernenergie in Genf verbracht hat. Mit dem Gleichgewicht zwischen Ordnung und Unordnung, das es nach dem Naturgesetz nie geben kann, beschäftigen sich der koreanische Choreograf Geumhyung Jeong und die ‚Compagnie SIGA‘.



Das Tanzfestival ‚Tanz im August‘ wird vom 13. August bis 4. September von dem Theater ‚HAU Hebbel am Ufer’ in Berlin veranstaltet. Das Programm ist auf mehreren Bühnen der Stadt zu sehen, an ‚HAU1‘ und ‚HAU3‘ des ‚Hebbel am Ufer’, der ‚Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz‘, im ‚Haus der Berliner Festspiele‘, der ‚Schaubühne am Lehniner Platz‘, den ‚Sophiensaelen‘, dem ‚RADIALSYSTEM V‘ und der ‚Akademie der Künste‘.

Mehr Informationen zum Programm und die Möglichkeit, Karten zu bestellen, gibt es unter: www.tanzimaugust.de

Ein Newsletter wird kurzfristig weitere Informationen und Termine bereit stellen.





KUNSTPUNKTE Düsseldorf 2015 – Künstler zum „Anfassen“



Die KUNSTPUNKTE sind neben dem RUNDGANG, DER GROSSEN NRW sowie der NACHT DER MUSEEN das Highlight in jedem Kunstjahr in Düsseldorf. Kunstinteressierte haben dabei die Möglichkeit, die Entstehungsorte und Kreativzentren, die sich über das Nord- und Südfirmament von Düsseldorf verteilen, konzentriert auf zwei Wochenenden zu besuchen, um sich dort aktuelle Kunst der in Düsseldorf beheimateten Künstlerinnen und Künstler anzuschauen und sich wenn gewünscht, mit den Künstlern über deren Kunst auszutauschen.

An den diesjährigen Kunstpunkten sind rund 500 Künstler beteiligt. Die Bandbreite reicht dabei von jungen Newcomern der Kunstakademie Düsseldorf bis hin zu den "alten, etablierten Hasen".

Wer es bei seiner Ateliertour quer durch Düsseldorf bequem haben möchte, der kann sich eine Fahrt im Shuttlebus buchen. Die Shuttlebustour unter fachkundiger Führung dauert etwa 3 Stunden und bringt die Passagiere zu ausgewählten Ateliers im ganzen Kunstpunkte-Firmament.


Termine

1. Wochenende (Südliches Firmament): 15. und 16. August 2015
2. Wochenende (Nördliches Firmament): 22. und 23. August 2015


www.kunstpunkte.de


Offene Facebook-Gruppe "KUNSTPUNKTE Düsseldorf"

Für die an den Kunstkunkten teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler hat die Redaktion von KUNST DÜSSELDORF zudem bei Facebook die offene Gruppe "KUNSTPUNKTE Düsseldorf" eingerichtet. Jeder der möchte, kann dieser Gruppe beitreten um sich zu den Kunstpunkten auf dem Laufenden halten und sich auszutauschen. Teilnehmende Künstler können sich dort gerne näher vorstellen und ihre Kunst zu den Kunstpunkten präsentieren. Aber auch Besucher der Kunstpunkte bieten wir dort ein Forum, um sich zu verabreden oder Tipps auszutauschen, wo es bei den diesjährigen Kunstpunkten besonders sehenswert ist. Schaut mal vorbei, wir freuen uns auf Euch!


Atelierfront "KUNSTRAUM BRUNNEN 10"

Atelierfront "KUNSTRAUM BRUNNEN 10"

Noch ein Tipp: auch der KUNSTRAUM BRUNNEN 10 (KRB_10), einer der OFF-Räume der NACHT DER MUSEEN, ist mit den Künstlern Markus Großmann und Sven Blatt sowie vier weiteren Künstlern bei den Kunstpunkten vertreten und für einen Besuch nur zu empfehlen. Die sechs Künstler/innen bieten eine sehr große Breite an Malerei, Zeichnung, Fotografie und Bildhauerei (1. WE, 15. & 16. Aug, Brunnenstr. 10 Nähe Bilk-Arcaden, Kunstpunkt Nr. 19).




Ausschreibung Kunstpreis 2015 (Frist 01.06.2015)


11 . Internationaler Senefelder-Preis 2015

Zu Ehren von Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithographie, schreiben die Internationale Senefelder - Stiftung (ISS) und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) einen Wettbewerb aus, mit dem besondere Leistungen auf dem Gebiet der künstlerischen Lithographie und ihrer Weiterentwicklung im Flachdruck gewürdigt werden.

Vorgesehen sind Preisgelder von insgesamt 15.000 Euro (1. Preis 7.500 Euro, 2. Preis 5.000 Euro, 3. Preis 2.500 Euro).

Juryleitung: Prof. Dr. Gerhard Kilger – Mitglied des ISS - Beirats, Künstler und Musiker.



Zu den weiteren Details s. Ausschreibung.



KUNSTHALLE Düsseldorf – Ausstellung: „CODY CHOI. Culture Cuts“ (ab 09.05.2015)


KUNSTHALLE Düsseldorf

“CODY CHOI. Culture Cuts“

9. Mai - 2. August 2015


Cody Choi Golden boy Poster

Mit Culture Cuts widmet die Kunsthalle Düsseldorf dem Konzeptkünstler Cody Choi (* 1961, Seoul, Südkorea) erstmals weltweit eine Retrospektive. Chois Arbeitsweise ist von Zivilisationskritik geprägt, die in vielfältigen Medien wie Malerei, Skulptur, Installation, Tusche, Computermalerei und Neonschriften zu einem Dialog der Kulturen beiträgt.

Aufgewachsen in Seoul, muss die Familie 1983 aus Südkorea in die USA fliehen. Cody Choi zieht nach einem kurzen Studium der Soziologie in Seoul nach Los Angeles und beginnt 1985, Kunst zu studieren. Dort freundet er sich mit seinem Mentor, dem Künstler Mike Kelley an, der sein Interesse für postkoloniale Theorien und die Differenz der Kulturen weckt. Beide verbindet das Thema kollektiver Ängste und Begehren, zumeist aus religiösen, sozialen oder sexuellen Prägungen ableitbar. Es entstehen die ersten körperbezogenen Skulpturen und Konzept-Arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Suche nach Identität in einer fremden Kultur.

The Thinker



Mitte der 1990er Jahre lebt Cody Choi in New York und nimmt eine entscheidende Rolle in der internationalen Kunstszene ein. Vor allem seine 1996 bei dem Galeristen Jeffrey Deitch gezeigten pinkfarbenen „Denker“, entstanden aus Toilettenpapier und Bepto-Bismol (einer magen-beruhigenden amerikanischen Volksmedizin) machen ihn bekannt. In Beziehungen zu Michelangelo, Auguste Rodin, Marcel Duchamp oder Gerhard Richter übernimmt Choi westliche Kunstwerke und damit bereits formulierte Haltungen, um sie im Sinne der Appropriation Art neu zu definieren. Er verhandelt sowohl philosophische als auch ästhetische Themen und Klischees, immer wieder geht es um körperbezogene, skulpturale Energiespeicher und Metabolismus (Stoffwechsel). Er thematisiert die Conditio humana, das Menschsein in einer fremdbestimmten und oberflächlichen Umgebung, indem er das gelebte Östliche seiner Herkunft mit dem Fantastischen des amerikanischen Traums in eine subjektive Beziehung setzt. Cody Choi: „Trotz unzähliger Kulturaustäusche kennen wir uns nur, aber verstehen uns nicht. Es ist so, als essen wir Nahrung, aber verdauen sie nicht.“ (1997)

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In einem datenbasierten Stoffwechselprozess nutzt Choi 1999 das Malprogramm seines Sohnes, um digitale Gemälde von Tieren als 3-D-Computerbilder zu generieren, wie mystische Totems, wie eine irreale Fortführung (s)einer Zukunft: die seines Sohnes als realer Mensch und die der digitalen Neuerschaffung von Welten, von virtuellen Realitäten aus Pixeln.

Seit 2004 lebt Cody Choi wieder in Seoul, wo er als Professor lehrt. In einem Dialog von Bild und Sprache wie in den Tuschemalereien und Neonschriften analysiert und ironisiert er neue Bedeutungen gegenüber einem fragwürdigen, kapitalistischen Wertesystem. Als „Asiate" in den USA und als „Amerikaner“ zurück in seiner Heimat behandeln seine Arbeiten vielfältige Problemfelder kultureller Sozialisation und Assimilation. Der Künstler thematisiert die medial und kulturell produzierten Konflikte zwischen Ost und West sowie die seiner Meinung nach schonungslose Verwestlichung Asiens.



4. Revierkunst.com – Dortmund – Beginn der Bewerbungsphase


4. Revierkunst.com - Dortmund - ehemaliges Museum am Ostwall - Beginn der Bewerbungsphase


An zwei Wochenenden im November 2015 präsentiert die Revierkunst ausgewählte Arbeiten von herausragenden Künstlern aus dem Ruhrgebiet.

Standort für die Revierkunst 2015 ist diesmal die Stadt Dortmund. Im spannenden und stimmungsvollen Ambiente des ehemaligen Museums am Ostwall treffen Künstler, Sammler, Galeristen und kunstinteressiertes Publikum aufeinander.

Die Revierkunst ist sowohl als künstlerischer Treffpunkt, als auch als Verkaufsplattform konzipiert. Es wird keine Verkaufsprovision erhoben. Die ausgewählten Künstler zahlen einen unterstützenden Ausstellungsbeitrag von 150 Euro. Für die Künstler entstehen keine weiteren Nebenkosten. Studenten zahlen 50 Euro. Für die Anreise und Material für die Aufhängung ist jeder Künstler eigenverantwortlich. Einzelheiten stehen in den Vertragsbedingungen.

Die Künstler vermarkten sich mit unserer Unterstützung auf der Ausstellung selbst. Die Revierkunst hat das Ziel, viele Kunstszenen aus dem Ruhrgebiet unter einem Dach zu vereinen - sich kennenzulernen und ein breites Publikum zu erreichen. Für viele Künstler hat sich die Teilnahme an der Revierkunst schon als Sprungbrett erwiesen.

Die Revierkunst nimmt auch eine begrenzte Anzahl von Gastkünstlern außerhalb des Revieres auf. Durch dieses Konzept soll eine zusätzliche Vernetzung für die Künstler entstehen. In einigen Jahren ist geplant, die Revierkunst auch außerhalb ihrer Grenzen zu präsentieren!

Die Revierkunst wird dieses Jahr von der Stadt Dortmund unterstützt. Alle teilnehmenden Künstler bewerben sich für den Revierkunstpreis! Der Revierkunstpreis ist mit einem Preisgeld dotiert.

Die Bewerbungsmodalitäten könnt Ihr auf der Homepage unter www.revierkunst.com entnehmen.
Die Bewerbungszeit läuft vom 4. 4. bis zum 7.7. 2015.

Glück auf!

Sonja Henseler
(Gründerin und Organisatorin der Revierkunst)

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Die 4. Revierkunst findet im ehemaligen Museum am Ostwall in Dortmund statt.

Besuchertag 1: Samstag, 7.11.2015, 11.00 - 21.00 Uhr
Besuchertag 2: Sonntag, 8.11.2015, 10.00 - 17.00 Uhr
Verleihung des Revierkunstpreises Sonntag, 8.11.2015, ca.17.00 Uhr
Besuchertag 3: Sonntag, 15.11.2015, 10.00 - 17.00 Uhr

Durch die Unterstützung der Stadt Dortmund ist dieses Jahr der Eintritt frei!

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Museum am Ostwall
44122 Dortmund
Ostwall 7

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www.revierkunst.com
info@revierkunst.com
Sonja Henseler
Tel. 0175 62 313 62



MUSEUM KUNSTPALAST 2015 – Wim Wenders. Landschaften. Photographien – ab 18.4.


KUNST-HIGHLIGHTS 2015

MUSEUM KUNSTPALAST

Wim Wenders. Landschaften. Photographien.
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Sa, 18.4.2015 – So, 16.8.2015

Wenn man viel unterwegs ist, schreibt Wim Wenders, wenn man gern umherstreift, um sich zu verlieren, kann man an den merkwürdigsten Orten landen. Es muss wohl eine Art eingebauter Radar sein, der mich oft in Gegenden führt, die entweder sonderbar ruhig oder auf eine ruhige Art sonderbar sind.

Wim Wenders (*1945 in Düsseldorf) ist vor allem durch Filme bekannt geworden wie Der Himmel über Berlin, Pina oder jüngst Das Salz der Erde, ein Porträt des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. Doch der Filmemacher bekennt: Die photographische Arbeit ist die andere Hälfte meines Lebens. Bereits seit Jahrzehnten entsteht ein von Wenders filmischen Arbeiten unabhängiges fotografisches Werk: Aufnahmen von einsamen, manchmal skurril wirkenden Orten und Landschaften, von „Schau-Plätzen“ mit eigenen Geschichten.

Anlässlich des 70. Geburtstages des Künstlers im Jahr 2015 zeigt das Museum Kunstpalast in Kooperation mit Wenders Images und der Wim Wenders Stiftung eine Auswahl von mehr als 60 großformatigen Fotografien, die stets analog, ohne Kunstlicht, ohne Stativ entstanden sind. Das Spektrum reicht von den frühen Schwarz-Weiß-Fotografien über die monumentalen Landschaftspanoramen bis hin zu erst im letzten Jahr entstandenen Fotografien.



Wim Wenders, Joshua and John (behind), Odessa, Texas, 1983, Lightjet Print, 125 x 170 cm, © Wim WendersWim Wenders, Joshua and John (behind), Odessa, Texas, 1983, Lightjet Print, 125 x 170 cm, © Wim Wenders

Wim Wenders, Joshua and John (behind), Odessa, Texas, 1983, Lightjet Print, 125 x 170 cm, © Wim WendersWim Wenders, Joshua and John (behind), Odessa, Texas, 1983, Lightjet Print, 125 x 170 cm, © Wim Wenders



Für seine fotografische Arbeit bevorzugt Wenders seit jeher die Schreibweise „Photographien“, es ist ihm ein ehrwürdiger Begriff, der das geglückte Zusammenspiel von Licht (phos) und Malen (graphein) betont und die Möglichkeit, mit einem Foto einen einzigartigen Moment in der Zeit einzufangen.



Wim Wenders, Open Air Screen, Palermo, 2007, C-print, 178 x 205 cm, ©Wim Wenders

Wim Wenders, Open Air Screen, Palermo, 2007, C-print, 178 x 205 cm, ©Wim Wenders



Wenders begann mit Schwarz-Weiß Fotografien, wechselte jedoch später zur Farbfotografie. Hier verband sich sein fotografisches Interesse mit der Leidenschaft für Malerei. Wenders, der sich zunächst bei der Kunstakademie Düsseldorf um ein Studium beworben hatte und schließlich 1967 an der gerade gegründeten Hochschule für Fernsehen und Film in München sein Studium begann, entdeckte die Bedeutung der Farben für seine Arbeit: so begann er ein Bild erst wegen der Farben zu „sehen“ und den Bildausschnitt nach den Farben festzulegen.

Was ich mit Macht werden wollte, war Maler.
Und wenn mich Bilder wirklich beeindruckt und beeinflusst haben,
dann waren das Vermeer und Rembrandt,
holländische Landschaftsmaler,
später Klee und Kandinsky und Beckmann,
noch später Edward Hopper und andere.
Als der Filmemacher, der ich dann auf Umwegen geworden bin
.






Ausschreibung Projektförderung 2015


Karin Abt-Straubinger Stiftung

Ausschreibung Projektförderung 2015


Im Herbst 2015 werden von der Karin Abt-Straubinger Stiftung wieder Fördergelder für künstlerische Projekte vergeben.

Abgabefrist für die Herbstförderung:

Dienstag, 01. September 2015 (Poststempel)




Die Entscheidung über die Förderung fällt voraussichtlich Anfang Dezember 2015. Entsprechend ist ein Antrag für Projekte sinnvoll, die ab Februar 2016 realisiert werden.

Bewerben können sich Künstlergruppen und Künstler jeden Alters.

Der Förderschwerpunkt lieg bei der Karin Abt-Straubinger Stiftung auf Kunstprojekten, also auf der Unterstützung der Realisierung von Kunstwerken und Kunstaktionen. Publikationen und reine Werksausstellungen werden nicht gefördert.

Die Antragsformulare, Förderrichtlinien und weitere Informationen zur Arbeit der Stiftung finden sich auf der Homepage der Stiftung unter

www.karin-abt-straubinger-stiftung.de